CreepypastaKreaturenKurz

Niemals wieder [German Creepypasta]

Als ich noch ein Kind war, durfte ich kein eigenes Haustier haben. Meine Eltern waren geschlossen dagegen. Sie sagten Haustiere seien dreckig und würden stinken.
Um so glücklicher war ich als die Technik in unser Haus einzog und meine Eltern mir ein Tamagotchi schenkten. Meine Freude war riesengroß. Ich entfernte den Batterieschutz und ein Ei erschien auf dem Display.
Als nach 31 Tagen mein geliebtes Tamagotchi starb, war ich mit den Nerven am Ende und mit meiner Trauer vollkommen allein. Meine Eltern verstanden nicht, warum ich um ein Stück Plastik weinte, und so musste ich selber damit fertig werden.
Ich las in der Zeit viel über Tamagotchis, um zu lernen was ich vielleicht falsch gemacht hatte, stellte aber schnell fest, dass 31 Tage so ziemlich das maximale Alter war, und die Form meines geliebten Tamagotchis als Mametchi bezeichnet wurde. Das beste Ergebnis welches man erzielen konnte.
Aber das war nicht alles, was ich lernte. Zusätzlich zu der Information, dass es einen Resetknopf gab, fand ich Bücher in denen beschrieben wurde, dass es noch sechs weitere Endformen geben würde. Um die Tamagotchis so zu entwickeln, erforderte es allerdings, sie in bestimmten Situationen falsch zu erziehen. Als Dreckspatz zum Beispiel. Oder zum ewig quengelndem Etwas.
Ich startete mein elektrisches Haustier neu und entschied mich Neugierde halber eine der neuen Erziehungsmethoden auszuprobieren.
Mit jedem weiterem Versuch, schwand auch mein Gewissen Stück für Stück, und als letztes züchtete ich mir dann ein Nyorotchi. Das kränkliche Schlangenartige Gegenteil meines ersten Haustiers.
Voraussetzung für diese Art von Tamagotchi war, ihn gerade so am Leben zu halten und ihn ansonsten so schlecht wie möglich zu behandeln.
Laut Beschreibung sollte er nur wenige Tage überleben können, doch er schlängelte sich sogar 40 Tage später noch auf dem Display rum. Ohne Nahrung. Ohne Zuneigung.
Aber als ich ihm den Gnadenstoß geben und die Resettaste drücken wollte, da bekam ich einen Stromschlag und ließ das Tamagotchi fallen.
“Ungewöhnlich”, dachte ich mir. “So viel Strom hat das Ding doch gar nicht”. Als ich es jedoch wieder aufheben wollte, durchfuhr mich erneut ein Stromschlag, noch stärker als zuvor. Verschreckt und wütend, trat ich das Tamagotchi gegen die Wand und der Schuss war so stark gewesen das die Hülle beim Aufprall brach, und eine schwarze Flüssigkeit heraus lief.
Bei näherer Betrachtung stellte ich erschrocken fest, dass es keine Flüssigkeit war die da floss, sondern das Nyorotchi, welches zu entkommen versuchte.
Starr vor Angst wurde ich Zeuge, wie es ihm gelang, sich aus dem Plastik Ei zu befreien. Es schaute mich danach noch einige Sekunden an und verschwand.
Ich sah ihn nie wieder…
Ich hatte auch nie wieder ein neues Tamagotchi…
Und seid im Laufe meines frühen Erwachsenenlebens mein Hund, meine Katzen und alle anderen Haustiere immer wieder mit schlangenartigen Würgemalen aufgefunden wurden, hatte ich auch sonst keine Haustiere mehr…

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