LangNSFWPlottwitst

www.schlampenueberall.de

Es gibt nicht viel über mich zu sagen. Ich kann sein wer ich will, ob Frau oder Mann, jung oder alt, gutaussehend oder hässlich, reich oder arm, glücklich oder schwer depressiv. Im Internet ist alles möglich und genau das ist der Trick. Ich möchte nicht behaupten, dass das was ich tue, richtig ist, aber verdammt nochmal es macht Spass. Was ich tue? Ich bin ein typisches Arschloch und hey, ich bin nicht der Einzige dort draussen, jeder ist irgendwie ein Arschloch, nicht wahr? Naja, klar man kann es abstreiten, aber schlussendlich sind wir uns doch alle ähnlich. Ich rede um den heissen Brei. Kommen wir zur Sache. Mein Name ist Robert, von Freunden Robbie genannt. Ich bin 25 Jahre alt und wohne mit zwei Katzen in einer Einzimmerwohnung mitten in einer Grossstadt. Seit ein paar Jahren habe ich es mir zum Hobby gemacht, das Internet dafür zu nutzen, um zu beweisen, dass in jeder Frau eine Schlampe steckt. Im ernst, ich kriege jede Frau dazu, eine zu werden.
Natürlich wir Männer sind nicht besser. Aber einen Schwanz habe ich selbst, den eines anderen zu sehen, reizt mich nicht. Aktuell habe ich eine Sammlung von über 300 Fotos auf meinem Rechner. Titten, Muschis, Ärsche, alles vorhanden. Manche gehen sogar so weit, dass sie mir Filmchen schicken wie sie es sich besorgen. Richtig heisser Scheiss halt. Ungefähr 90 % dieser Frauen und Mädchen behaupten, sie hätten sowas vorher noch nie gemacht. Als ob. Und selbst wenn, ich habe sie dazu gebracht, es zu tun. Ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Nicht schlecht oder? Das einzig Negative an meinem Hobby ist, dass mich diese Schlampen kalt lassen, ich habe den Respekt vor Frauen verloren, komplett. Keine von denen bedeutet mir etwas, keine reizt mich und Emotionen sind nicht vorhanden. Es ist nichts Besonderes mehr für mich, diese Frauen nackt zu sehen. Es macht nur Spass, sie dazu zu bringen, mir ihre intimsten Schätze zu präsentieren. Nur blöd, dass mich diese nicht so sehr interessieren, wie ich es bei Ihnen behaupte. Also habe ich beschlossen, meine Beute mit all den Männern und Frauen dort draussen zu teilen. Auf meiner Homepage www.schlampenueberall.de stelle ich alle Fotos und Videos hoch, die mir zugesendet worden sind und zusätzlich die Kontaktdaten der Frau. Könnte ja sein, dass  jemand noch Bock auf die hat. Oder es ist auch schon vorgekommen, dass eine meiner Schlampen einen Freund hatte, der von ihrem Treiben nichts wusste. Dieser war sehr dankbar auf meiner Homepage ihr wahres Gesicht zu sehen. Ist das nicht nett von mir?
Tja, was soll ich sagen, wer kann der kann. Und ich kann. Das Kniffligste an der ganzen Sache ist herauszufinden, worauf die Frau oder nennen wir es mal beim Namen, das Opfer, abfährt. Steht sie eher auf den coolen Typen oder den Nerd? Lieber ruhig oder hartnäckig? Den Softie oder den Harten? Den Anständigen oder den Perversen? Jedes Opfer bevorzugt einen anderen  Typ Mann, wobei ich sagen muss, dass der ruhige Perverse eine gute Mischung ist, vor allem, wenn man es mit einer Prise anzüglichen und schwarzen Humor würzt.
Auch heute bin ich wieder im Chat unterwegs. Den Chat besuche ich erst seit einer Woche. Es ist nämlich wichtig sein Jagdgebiet regelmässig zu wechseln, um nicht erwischt zu werden, wenn man sich an mehrere gleichzeitig heran macht. Klar, jucken würde es mich nicht im Geringsten. Aber heulende Barbies, die sich zusammen tun und mit allen Mitteln versuchen dir das Leben schwer zu machen und auch noch andere Barbies vor dir zu warnen, sind wirklich lästig und ich kann darauf verzichten. Gemütlich meine Schäfchen für ein paar Wochen oder höchstens einen Monat bearbeiten und dann weiterziehen, ist meine Devise.
In diesem Chat gibt ist die Auswahl gering, mehr Männlein als Weiblein. Die Konkurrenz ist gross und das Durchschnittsalter der Chattenden liegt ungefähr zwischen 14 und 25. Ja, ich mache auch keinen Halt vor Minderjährigen. Desto früher sie es lernen, dass man Männern wie mir keine Nacktfotos schickt, desto besser für sie. Ein paar Tränen, ein paar schwierige Jahre aber eventuell lernen sie etwas daraus. Da ich mich strafbar mache, wenn ich Fotos von Minderjährigen auf meiner Website hoch lade, liste ich dort nur die Kontaktdaten auf. So weiss jeder Bescheid, welches kleine Biest sich mir angeboten hat und der, der sich dafür verantwortlich fühlt, wird dem Kind schon Verstand einhauchen oder eben halt nicht.
Ich bin kein Fan von öffentlichen Chaträumen, ich schreibe meine Opfer lieber privat an. Meine Augen überfliegen die überschaubare Liste an Usern und bleiben an April6 kleben. Wofür wohl die 6 hinter dem Namen steht? Garantiert nicht für das Alter. Du, meine Süsse, wirst meine Auserwählte sein. Ich schnappe mein Handy vom Tisch und starte die Stoppuhr. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert.

Venom: „Hallo April6, ich bin neugierig, wofür steht die 6?“
April6: „Hallo.“

Ein Hallo Punkt, keine Antwort auf meine Frage. Hier haben wir wohl eine Verschlossene,… die sind schwierig zu knacken. Die Verschlossenen gehören nicht zu meinen Favoriten, es macht meistens keinen Spass mit ihnen zu schreiben und oftmals stecken hinter den Bildschirmen kleine neunmalkluge Mädchen, mit Zahnspange im Mund und Pickel im Gesicht, die zum fünften Mal den ersten Band der Harry Potter Reihe gelesen haben. Wobei, Tamara vor 3 Monaten hatte wenigstens schöne Titten vorzuweisen.

Venom: „Geht es dir nicht gut?“

Die Frage stelle ich, um festzustellen, ob ich es hier mit einer Depressiven zu tun habe, die über ihre Probleme reden will, aber so tut, als ob sie es nicht will und sie niemals jemand verstehen würde. Handelt es sich bei April um eine depressive Verschlossene, stehen die Chancen gut, dass ich sie nach einer Woche geknackt habe und das erste Foto von ihr meine Website ziert.

April6: „Ja.“

Was für ein wortkarges Mädchen du doch bist, meine liebe April6. Wohl doch eine depressive Verschlossene,… na gut, ich bin hartnäckig genug, um es bei dir zu versuchen. Ausserdem reizt mich Barbie13, Dämonengirl und Greendayforever_w gerade nicht. Vielleicht liegt es an der Uhrzeit, dass so wenig Fleisch im Chat ist. Immerhin ist es bereits 22 Uhr abends.

Venom: „Magst du einem Fremden verraten, wieso es dir nicht gut geht?“
April6: „Ich habe Bulimie.“

Ach du scheisse… ich gebe zu, mit so einer Antwort habe ich nicht gerechnet. Automatisch tauchen Bilder von Mädchen unter deren Haut ihr Skelett durchscheint vor meinen Augen auf. Absolut nicht das, worauf ich stehe. Ich bin zwar ein Arschloch und normalerweise schrecke ich auch nicht vor Frauen zurück, die offensichtlich schon ein Problem oder eine Meise im Kopf haben, aber heute,… es hat einfach nicht den gleichen Reiz, so eine Frau zu erobern wie eine total Normale. Gerade als ich die Stoppuhr ausschalten will, erhalte ich eine neue Nachricht von April.

April6: „Die Zahl 6 steht für die Gründe, die ich noch habe, mein Leben nicht zu beenden.“

Ich schlucke. Okay. Das ist absolut nicht mein Gebiet. Leb gut, April6. Dann muss wohl doch Barbie13 herhalten. Ich starte die Stoppuhr auf meinem Handy wieder und öffne das Chatfenster von Barbie13.

Venom: „Hallo meine Hübsche.“

Prompt antwortet Barbie.

Barbie13: „Hallo Venom, wie geht’s? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Bist du m???“

Da scheint wohl eine sehr interessiert zu sein. Ich gebe ihr 2 Stunden. Schmunzelnd sitze ich vor dem Computer und beantworte alle Fragen, und das sind viele, von Barbie13. (Gut, Alt genug, in deiner Nähe und männlicher als dir lieb ist) Wie sich herausstellt, ist dieses Mädchen nur aus einem Grund in diesem Chat und zwar aus dem gleichen wie ich. Aufreissen und Spass haben. Die Zahl 13 steht hier nicht wirklich für ihr Alter. Nein, Barbie ist bereits 18, meint sie jedenfalls und sehr interessiert an mir, an meiner sadistischen Seite. Das Gespräch wurde, nachdem alle Standardfragen beantwortet waren, sehr schnell auf das Thema Sex gelenkt. Nachdem Barbie mir gestanden hat, dass sie gerne dominiert wird und es härter mag, habe ich ihr angeboten, das Gespräch auf Skype zu verlegen. Schnell hat sie mich hinzugefügt und sogleich nach einem Foto von mir gefragt. Fotos von mir schicke ich generell nicht. Man will sich ja schliesslich keine Probleme ins Haus holen. Ich habe extra einen Ordner an Fakefotos zugelegt von dem ich regelmässig Gebrauch nehme. Nicht, dass ich mit meinem Aussehen keine rumkriegen würde, im Gegenteil, ich sehe eigentlich gar nicht mal so schlecht aus, aber schliesslich will ich alle Frauen aufreissen und nicht nur diejenigen, die auf den Typ Mann stehen, den ich äusserlich darstelle.
Also schicke ich der vor Lust nach mir bereits tropfenden Barbie ein Foto eines durchtrainierten Muskelprotz und sie freut sich sehr darüber. Schneller als ich schreiben kann, landet bereits ein Foto von ihr in meinem Download Ordner. Sie posierend vor ihrem Ganzkörperspiegel, die Hände in die Hüfte gestemmt, das Gesicht zu einem Kussmund verzogen. Eine hübsche, äusserst junge Blondine, mit sehr viel Makeup in dem kindlich wirkenden Gesicht. Was das Alter betrifft, hat sie wohl geschwindelt.
Fazit, nach 2h ist mein Download-Ordner voll von Barbie in Unterwäsche auf dem Bett liegend mit lasziven Blick in verschiedenen aufreizenden Posen. Nachdem ich ihr dann verraten habe, wie lang mein Gerät in der Hose ist, verabschiedet sich Schlüpfer und BH auch noch von ihrer Haut und entblössen ein paar kleine wohlgeformte Titten und einen rasierten Schambereich. Sehr schön. Ich stoppe die Uhr, lösche Barbie ohne ein Wort des Abschieds aus meiner Kontaktliste und veröffentliche die Fotos auf meiner Website, sowie alle persönlichen Details, die sie mir von sich preisgegeben hat. Wohlwissend, dass es sich bei Barbie um eine Minderjährige handelt, werde ich die Fotos morgen wieder löschen, so dass nur die eingefleischten Fans und Bewunderer meiner Trophäen einen Blick darauf erhaschen können.
Das Gefühl von Zufriedenheit überkommt mich. Als ich wieder auf den Chat klicke, sehe ich, dass Barbie mich dort wieder angeschrieben hat und fragt, warum ich sie gelöscht habe. Es dauert nicht lange, da folgen auf ihre Frage ein paar wüste Beschimpfungen und Drohungen, die mir ein noch breiteres Grinsen ins Gesicht zaubern. Beschwere dich ruhig, gezwungen dazu hat dich niemand. Mein Mauszeiger wandert zu dem roten X, doch bevor ich draufklicken kann, sticht mir nochmals das Chatfenster von April6 ins Auge. Es leuchtet auf. Sie hat mir nochmals geschrieben. Von Natur aus neugierig, klicke ich auf das Fenster. Vielleicht sollte ich es doch wagen und sie … die Zeilen von ihr lassen mich innehalten.

April6: „Es sind nur noch 5 Gründe.“

Normalerweise lässt mich sowas kalt, es interessiert mich schlichtweg nicht, was andere für Probleme haben, aber… ein ungutes Gefühl schleicht sich in meinen Hals und schnürt meine Kehle zu.

Venom: „Möchtest du darüber reden?“
April6: „Ich kenne dich doch gar nicht.“
Venom: „Du kannst mich kennenlernen, oder vielleicht tut es dir sogar gut, mit jemanden zu reden, den du nicht kennst.“
April6: „Venom, meine Welt… zerbricht.“

Die depressive Verschlossene kurz vor dem Suizid. Autsch. Entweder ich schliesse den Chat und gönne mir noch ein Glas Wodka und gehe dann schlafen oder ich bleibe hier sitzen und lasse mich auf ein Gespräch mit April ein.

Venom: „Warum tut sie das?“
April6: „Vor ein paar Tagen wurde ich missbraucht von meinem Vater. Es war mein erstes Mal. Es hat sich nicht gut angefühlt, er hat mir etwas genommen, was ich …“

Hat mir dieses Mädchen ernsthaft gerade einfach so erzählt, dass sie von ihrem Vater missbraucht worden ist? Nicht, dass ich ihr das glaube, aber… Das ist echt eine schwere Kiste.

Venom: „Ich verstehe, das ist wirklich traurig.“
April6: „Traurig?“
Venom: „Ich weiss nicht was ich dazu sagen soll, es tut mir leid.“
April6: „Das ist schon in Ordnung, ich wusste auch nicht, was ich sagen soll, nachdem es passiert ist.“
Venom: „Am besten gehst du zu deiner Mutter und sagst ihr was passiert ist.“
April6: „Ich habe keine Mutter mehr.“
Venom: „Oh das tut mir leid…, kannst du bei einer Freundin unterkommen?“
April6: „Ich habe keine Freunde.“
Venom: „Jeder hat doch Freunde. Da gibt es bestimmt irgendjemand der dir helfen kann.“
April6: „Nein. Ich bin allein, ich und mein Vater.“
Venom: „Ok, dann solltest du morgen gleich zum Jugendamt gehen, die werden dir helfen.“
April6: „Venom?“
Venom: „Ja, April5?“
April6: „Du hast die Zahl angepasst.“
Venom: „Ich hoffe, ich werde sie nicht nochmals anpassen müssen, meine Süsse.“
April6: „Wie ist das so?“
Venom: „Wie ist was?“
April6: „Sex. Wie fühlt es sich richtig an?“

Die Überraschung ist mir förmlich ins Gesicht geschrieben. Erst erzählt mir April, dass sie von ihrem Vater vergewaltigt worden ist und nun möchte das freche Mädchen über Sex reden? Scheint fast so, als hätte ich es hier mit einem bösen, verlogenen Mädchen zu tun. Gut, dieses Spiel kann ich mitspielen. Ich nehme wieder mein Handy in die Hand und starte die Stoppuhr.

Venom: „Es fühlt sich unglaublich schön an.“
April6: „Erzähl mir davon.“
Venom: „Stell dir vor, die Person, die du liebst so nah an dir zu spüren, dass die Hitze seiner Haut dich zu verbrennen droht, das Kribbeln in deinem Bauch immer intensiver wird und zwischen deine Beine rutscht und dich dort kitzelt und neckt… sanfte Lippen, die deine berühren,… Fingerkuppen, die jeden Zentimeter deines Körpers erkunden und streicheln.. Hast du es dir jemals selbst gemacht?“
April6: „Nein.“

Okay. Verloren. Die Frage ist wohl zu direkt gewesen.

April6: „Soll ich es tun?“

Oh, April ist wieder dabei. Dieses kleine Miststück hat mich doch verarscht. Als ob ihr Vater sie missbraucht hat. Die hat es faustdick hinter den Ohren.

Venom: „Wenn du willst…“
April6: „Kannst du mir dabei helfen?“
Venom: „Möchtest du das gerne?“
April6: „Ja“
Venom: „Gut, verlegen wir unser Gespräch doch auf eine andere Plattform.“

Zwei Mädchen gleich hintereinander. Was für ein erfolgreicher Abend. Ich reiche ihr meine Skype Adresse und währenddessen ich darauf warte, dass sie mich hinzufügt, fülle ich mein leeres Glas vor mir mit ordentlich Wodka. Darauf muss angestossen werden.

April6: „Venom?“
Venom: „Ich bin da.“
April6: „Hilfst du mir?“
Venom: „Ja, wo bist du gerade?“
„April6: Im Keller.“
Venom: „Warum bist du im Keller?“
April6: „Mein Zimmer ist hier unten.“
Venom: „Okay. Und wo genau in deinem Zimmer bist du?“
April6: „Auf meinem Bürostuhl.“
Venom: „Hast du einen Laptop oder Skype auf deinem Handy, dann kannst du dich ins Bett legen und es ist noch gemütlicher für dich.“
April6: „Nein. Ich möchte es auf dem Bürostuhl tun.“
Venom: „Okay wie du willst, Süsse…. Dort wird es sich genauso schön anfühlen wie im Bett, vertrau mir.“
April6: „Ich vertraue dir.“
Venom: „Na gut,… bevor wir anfangen… Darf ich ein Foto von dir sehen?“
April6: „Ich habe keins.“
Venom: „Nicht? Das ist sehr schade…“

Langweilig, na super. Sieht so aus, als ob das heute nichts mehr wird mit dem doppelten Sieg. Am besten ich beende das hier. Offensichtlich geht es ihr gut und sie ist nicht kurz davor sich das Leben zu nehmen. War wohl nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

April6: „Ich kann eins machen, jetzt.“
Venom: „Oh ja bitte!“
April6: „Schickst du mir auch eins von dir?“
Venom: „Ja.“
Ich durchforste meine Fakebilder. Was für ein Foto schick ich April,… das geht so schnell ,dass ich gar nicht weiss, worauf dieses Mädchen abfährt und welcher Kerl ihr wohl am besten gefallen würde. Vielleicht ist sie gar nicht so wählerisch. Auf Gut Glück schicke ich ihr das neutralste Foto, das ich habe, ein junger Mann, Anfang 20, kurzes braunes Haar, braune Augen, athletisch.

April6: „Du siehst gut aus.“
Venom: „Danke, meine Süsse. Kriege ich nun auch ein Foto von dir?“
April6: „Ich mache kurz eins.“
Venom: „Ich warte sehnsüchtig.“

Gespannt warte ich auf das Foto. Was mich hier wohl für ein Mädchen erwartet? Zu 99% rechne ich mit einer Zahnspange. Höchstwahrscheinlich ist sie sehr schlank, da sie behauptet hat, sie habe Bulimie. Ich tippe auf lange Haare, braun oder blond, nichts Spezielles. Langweilige Klamotten. Ein 0815-Mädchen. Wartend trinke ich einen Schluck Wodka und schaue auf die Uhr. Wow, bereits 3 Uhr morgens, wird Zeit langsam ins Bett zu gehen. Sobald ich das Foto habe, … Oh, da ist es schon.
Mein Glas fällt mir aus der Hand und zerbricht auf dem Boden. Scheisse. Was für ein verdammter Wichser ist das denn??? Auf dem Foto sieht man ein blondes Mädchen in Ketten gelegt hinter Gitterstäben nur bekleidet mit einem zerrissenen Nachthemd auf einem Bürostuhl sitzend. Verweintes Gesicht, überall blaue Flecken. Ohne ein weiteres Wort lösche ich April aus meiner Kontaktliste und entferne das Bild aus meinem Download Ordner. Nicht mit mir, du perverser Scheisskerl.

Heute Abend scheine ich nicht das einzige Arschloch zu sein, das in diesem Chatroom unterwegs ist. Pädophile treiben ebenfalls ihr Unwesen und offensichtlich bin ich gerade an einen geraten. Normalerweise habe ich einen Riecher für Fakeprofile, aber April6 hat mich wohl getäuscht. Wobei ich an so einen Dreckskerl auch noch nie geraten bin. Warum dieser Scheisskerl solche Fotos in der Gegend umher schickt, ist mir ein Rätsel. Früher oder später werden ihn die Bullen erwischen und ihn wegen Konsum und Verbreitung von Kinderpornographie ordentlich leiden lassen. Kein Zweifel, dass hinter April6 ein perverser alter Sack steckt. Für gewöhnlich nennen sich die Pädophilen hier Sophie11 und wollen wissen, wie sie sich einen Tampon richtig einführen und holen sich darauf einen runter oder sie sind als Mann unterwegs und schreiben User Sophie11 an und wollen sie zu einem Date überreden. „Nur ein Kaffee trinken“, nennen sie das.
Ich bin auch ein Arschloch und schrecke nicht vor Minderjährigen zurück, aber ich hole mir auf diese Bilder keinen runter, mir geht es lediglich darum, diesen kleinen Miniaturschlampen einen Denkzettel zu verpassen. Mehr nicht. Die Nacht ist trotz allem ein Erfolg, die hübschen Brüste von Barbie13 zieren meine Website.

Den Tag über verbringe ich in der Uni. Psychologiestudent, kurz vor dem Bachelor. Barbies Brüste haben mir einige Kommentare eingebracht, die eingefleischten Fans meiner Website sind sehr dankbar und somit habe ich mein Ziel erreicht. Nach 13h lösche ich alle Fotos von Barbie und lasse nur die Kontaktdaten online. So bin ich auf der sicheren Seite. Lasse ich die Bilder einer Minderjährigen länger als 24h auf meiner Seite, laufe ich in Gefahr erwischt zu werden. Die Strafe dafür möchte ich nicht in meiner Akte stehen haben. Bei Frauen über 18 wird schon mal ein Auge zugedrückt, aber Kinder sind ein absolutes No-Go. Sobald die Bilder gelöscht sind, ist die Sache für mich gegessen. Nur eine weitere bedeutungslose Schlampe von vielen auf meiner Website. Diejenigen, die mehr von Barbie wollen, haben sich die Bilder garantiert gezogen und freuen sich, mit ihr in Kontakt zu treten.

Wohl oder übel ist der Chatroom von gestern tabu. Keinesfalls möchte ich wieder auf April6 treffen oder die wutentbrannte Barbie13. Auf zu neuen Ufern! Und die gibt es wie Sand am Meer. Es dauert nicht lange und ich bin registriert, bereit loszulegen. Diesmal habe ich mir einen Chatroom für Gruselfreunde ausgesucht. In der Hoffnung dort auf eine ganz spezifische Sorte Frau zu treffen. Ich gebe zu, ich habe nicht viele Schwächen, aber bei Goth und Emomädchen werde selbst ich schwach. Es gibt nichts Heisseres als bleiche Haut, die unter schwarzen Stoff hervorschimmert. Nach der Flaute von gestern, gönne ich mir ein bisschen Egoismus.

Zu meinem Erstaunen ist der Chatroom gut gefüllt, 36 schreibwütige Gruselfreunde und 60% davon Frauen. Das erste Opfer ist schnell ausgesucht. EmoGirl18. Ich starte die Stoppuhr.

Toxic M: „Hallo meine Hübsche.“
EmoGirl18: „Hallo Toxic M! Bist du neu hier? Dich habe ich noch nie gesehen.“
Toxic M: „Ja, ich hoffe, ich werde meine Entscheidung mich hier zu registrieren, nicht bereuen.“
EmoGirl18: „Warum solltest du? Hier sind alle ganz cool!“
Toxic M: „Mhhh… ich lasse mich überraschen.“
EmoGirl18: „Hast du schlechte Erfahrungen gemacht mit Chats?“
Toxic M: „In der Tat… die Welt ist düster, und die Menschen, die darin leben grau.“
EmoGirl18: „Oh.. du sprichst mir aus der Seele!“

Und schon hat die angebissen. Wir unterhalten uns angeregt über ihre Probleme, wie unfair die Welt und wie verachtenswert die Menschheit doch ist. Sie sagt, sie heisse Samantha, aber ihre Freunde würden sie Sam nennen. Ich könne sie auch Sam nennen, wenn ich möchte.

EmoGirl18: „Wow! Wir schreiben erst seit 2h und ich habe das Gefühl uns verbindet etwas. Das ist echt schräg, weil normalerweise traue ich keinem hier. Aber du bist… bei dir fühl ich mich sehr wohl.“
Toxic M: „Sam, mir geht es genauso. Ich würde sogar so weit gehen… nein das kann ich nicht sagen.“
EmoGirl18: „Doch! Komm schon, ich will es wissen!“
Toxic M: „Nein, das geht zu weit.“
EmoGirl18: „Bitte! Das ist unfair A zu sagen und B zu verschweigen!“
Toxic M: „Was kriege ich dafür?“
EmoGirl18: „Was möchtest du denn gerne?“
Toxic M: „… darf ich ein Foto von dir haben?“
EmoGirl18: „Klar doch! Hast du Skype?“

Es ist zu einfach. Wir tauschen unsere Kontaktdetails aus und sie schickt mir sogleich ein Foto. Ein hübsches junges Mädchen, Haare im Gesicht, schwarzer Lidschatten, schwarze Lippen und eine HIM-Kette um den Hals. Sehr schön. Ein paar Komplimente und Seelenverwandtschaftsbekundigungen später, erzählt sie mir, dass sie sich dick fühlt. Ein perfekter Einstieg für mich, ein Foto von ihrem Bauch zu verlangen, was sie mir auch sogleich schickt. Ein schlanker bleicher Bauch, an den Seiten sieht man jeweils einen schwarzen Tanga aufblitzen und in ihrem Bauchnabel steckt ein silberner Ring an dem ein schwarzer Drache hängt. Bei dem Anblick fange selbst ich an, mir über die Lippen zu lecken.
Ich treibe das Spiel weiter, sage ihr, was für Gefühle ihr Foto zwischen meinen Beinen auslöst und sie, wie nicht anders zu erwarten, schickt mir ein weiteres Foto, das sie im BH auf dem Bett liegend zeigt. Gerade als ich ihr ein weiteres Kompliment machen will, leuchtet ein Chatfenster auf. Das kann doch nicht wahr sein. April6 hat mich angeschrieben.

April6: „Venom, es tut immer noch weh,…“

Ein ganz anderer Chatroom, ich habe meinen Nicknamen gewechselt und er schreibt mich an. Das kann doch kein Zufall sein. Wie hat er mich gefunden?

Toxic M: „Venom? Es tut mir leid, du musst mich verwechseln.“
April6: „Du hast gesagt, Sex fühlt sich gut an, aber es tut so weh…“

Ich starre auf den Bildschirm. Das… ist mir noch nie passiert. Was will der Kerl von mir? Ohne einen weiteren Gedanken darüber zu verschwenden, logge ich mich aus dem Chat aus und widme mich wieder Sam zu, die bereits mehrere Nachrichten geschrieben hat und sich wundert, warum ich ihr nicht mehr antworte. Was für ein lästiges, anhängliches Weibsbild.
EmoGirl18: „Toxic? Ist alles in Ordnung? Warum schreibst du nicht mehr?“
Toxic M: „Jaja alles in Ordnung. Hey, ich muss gehen. Ciao.“

Ohne die Nachricht von Samantha zu lesen, lösche ich sie aus meiner Kontaktliste. Meine Laune ist im Keller. Dieser April6 geht mir auf die Nerven. Wie hat er mich gefunden und warum tut er das? Turnt ihn das etwa an? Ich verstehe es nicht, kann es nicht nachvollziehen und eigentlich ist es mir auch egal. Leicht gereizt stelle ich die Fotos von Samantha auf meine Homepage, ebenfalls ihre Kontaktdaten und mache für heute Schluss. Wird sowieso mal wieder Zeit mit meinen Jungs in den Pub zu gehen.
Der feuchtfröhliche Abend mit meinen Kumpels und das positive Feedback meiner Follower am nächsten Tag zu den Fotos von Samantha lassen mich das Desaster mit April6 von gestern vergessen. Es musste sich um einen Zufall gehandelt haben, dass er ausgerechnet im gleichen Chatroom gejagt hat wie ich. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass er wie ich ein Jäger ist und er in mir einen Spielpartner sieht oder gesehen hat. Nur blöd für ihn, das ich nicht Mitspielen werde. Was auch immer dieser Kerl von mir will, er muss es sich wo anders suchen.
Wie jeden Tag gehe ich die Kommentare durch. Viele die meine Meinung teilen, viele die sich zu den Fotos wundrubbeln und einige wenige, die sich fragen warum ich tue, was ich tue und ob die Mädchen wissen, was ich mit ihren Fotos mache. Ein paar Beschimpfungen bleiben nicht aus und das Gejammer, deren Mädchen, die sich selbst auf meiner Homepage wiederfinden, geht mir sowieso am Arsch vorbei. Mit einem Grinsen im Gesicht lösche ich sämtliche negative Kommentare und lehne mich in meinen Bürostuhl zurück.
Es ist an der Zeit, neues Material zu besorgen. Mit einer kleinen Paranoia im Nacken gehe ich die Liste der Chatrooms durch, in denen ich noch nicht gewütet habe. Um nicht wieder mit April6 in dem gleichen zu landen, wähle ich einen Raum aus, den ich im Normalfall meiden würde. Chatroom +30. Scharf darauf, mir älteres Kaliber anzusehen, bin ich zwar nicht, aber Schlampe ist Schlampe. Und einen Pädophilen wie April6 werde ich hier unter Garantie nicht antreffen. Um die ganze Sache interessanter zu gestalten, öffne ich Spotify und starte meine Battlefield-Musik-Playlist. Die Mission startet, Hans Zimmer wäre stolz auf mich.
Der Frauenanteil liegt hier bei ungefähr 40% bei einer Anzahl von 350 Usern. Ein ziemlich voller Chatroom, viel Auswahl und weit und breit keine April6. Sehr gut. Eins muss man dem Pisser lassen, er hat es geschafft, mich so sehr in Rage zu bringen und zu verunsichern, dass ich es nicht schaffe, den Hauch von Verfolgungsangst, der wegen ihm an mir klebt, von meinen Schultern zu schütteln.
Bevor ich überhaupt dazu komme jemanden anzuschreiben, blinkt mir schon das Chatfenster von Einsame_36 entgegen.

Einsame_36 „Hallo Poison, hast du Lust zu chatten!?! Bist du m?“

Zu einfach. Gerade als ich die Stoppuhr starten möchte, fällt mir auf, dass ich sie das letzte Mal vergessen habe auszuschalten. Mist. Daran habe ich gar nicht gedacht. Das wird meine ganze Statistik verfälschen.

Einsame_36 „Hallo Poison, hast du kein Interesse?!“
Das Weib fängt jetzt schon an mich zu nerven. Egal, das wird nicht lange dauern.

Poison: „Hallo Süsse, ja ich bin männlich und habe grosses Interesse dich kennenzulernen.“
Einsame_36: „Das ist super!!! Woher kommst du? Wie alt bist du? Was hast du für Hobbys? Magst du Katzen? Ich habe zwei Katzen und bin 36 aus Krefeld! Wollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen?“

Ich spüre wie sich mein Schwanz nach innenzieht und alles in mir sich dagegen wehrt, dieser Person weiterhin zu schreiben und bilde mir ein, ihre Verzweiflung durch meinen Bildschirm riechen zu können. Denk an die Statistik. Das wird schon. Ich schaffe das und selbst wenn ihr Anblick meine Netzhaut wegbrennen wird.

Poison: „Das ist aber schön, ich bin 25 Jahre alt, Pianist, lese sehr gerne Bücher und liebe das Orchester. Wow, du hast zwei Katzen, das verbindet uns, ich selbst habe einen Kater Namens Sir Flausch und komme aus Hannover. Trinkst du deinen Kaffee gerne mit Milch und Zucker?“

Einsame_36: „Oh Poison, das hört sich echt mega toll an, aber du bist mir zu jung. Tschüüüüss!“

Ist das… ihr Ernst?!?! Dieses Miststück soll sich glücklich schätzen, dass ein so junger Mann Interesse an ihr heuchelt. Na warte…

Poison: „Ich bin sehr erwachsen für mein Alter,… leider kann ich mit den Frauen in meinem Alter nicht viel anfangen, ich fühle mich bereit für eine Familie und hätte gerne eine ernsthafte Beziehung. Schade, dass du kein Interesse an mir hast. Sehr sehr schade sogar.“
Einsame_36: „Oooooho!! Na wenn das so ist!!! Suchen wir ja das gleiche hihihi!“

Oh ja, und wieder im Spiel. Die Sache läuft. Ich klopfe mir selbst auf die Schulter. Wer kann, der kann. Im Kopf gehe ich durch, was ich die Einsame nun fragen könnte. Irgendetwas mit Katzen. Doch bevor ich überhaupt dazu komme, blinkt auf meiner Taskleiste schon ein neues Chatfenster auf. Das kann doch nicht… wahr sein.

April6: „Es tut so weh, Venom. Du hast mich angelogen.“

April6. Für einen kurzen Moment spiele ich mit dem Gedanken meinen Computer aus dem Fenster zu werfen. Das grenzt schon an Belästigung. Wie hat mich dieser Wichser gefunden?

Poison: „Ich bin nicht Venom, ich bin Poison :-)“

Die Tastatur zerberstet beinahe unter meinen Fingern. Chapeau. Solche Emotionen hat bisher kein Chatpartner in mir ausgelöst. Das Chatfenster der Einsamen leuchtet mir entgegen, aber auf die habe ich nun absolut keine Lust mehr. Viel mehr interessiert mich, was die Absichten von April6 sind. Was will er? Warum taucht er immer dort auf, wo ich bin?

April6: „Du wolltest mir helfen, es mir selbst zu machen, Venom.“
Poison: „Was willst du wirklich?“
April6: „Ich will es mir selbst machen, mich gut fühlen, so wie du es beschrieben hast.“
Poison: „Komm schon Alter, das ist nicht mehr lustig. Warum stalkst du mich? Geht dir dabei einer ab?“
April6: „Ich bin April und mein Daddy hat mich vergewaltigt.“
Poison: „Ja und ich bin der Weihnachtsmann.“
April6: „Ich habe einen Wunsch an dich, Weihnachtsmann.“
Poison: „Fick dich.“
April6: „Zeig mir wie es geht Venom, ich tue es… für dich.“
Poison: „Hör mal zu, du kranker Bastard. Ich weiss nicht, was du von mir willst, aber leb deine kranken Fantasien wo anders aus. Hässlicher Kinderficker!“
April6: „Lösche deine Website, Venom.“

Es geht also um meine Website. Aha. Handelt es sich bei April6 etwa doch um eine Frau, deren Fotos auf meiner Website gelandet sind? Wahrscheinlich will sie, dass der Beweis ihrer Schlampenhaftigkeit aus dem Internet verschwindet. Versucht sie sich etwa an mir zu rächen, in dem sie mich terrorisiert? Oder es ist der Freund, Vater, oder was weiss ich eines Opfers. Momentmal, dass kann gar nicht sein. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich April6 angeschrieben und nicht umgekehrt.

Poison:  „Warum sollte ich das tun? Was hast du davon?“

Als ob mich die Antwort interessiert, löschen werde ich meine Website garantiert nicht. Wer auch immer hinter April6 steckt, hat sich mit dem Falschen angelegt.

April6: „Du wolltest mir helfen, es mir selbst zu machen, Venom.“
Poison: „Einen Scheiss werde ich tun. Ciao.“
April6: „Lösch deine Website, Venom.

Ich klicke das Fenster von April6 weg und öffne meine Website. Ärsche, Titten und Fotzen strahlen mir entgegen und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Und wie ich meine Seite NICHT löschen werde. Das hier ist mein Werk und niemand wird mich davon abhalten, die Welt weiterhin vor Schlampen wie diesen hier zu warnen. Tja, das war’s dann mit uns April6. Zukünftig gebe ich einen Fick darauf, ob dieser Wichser im gleichen Chat ist wie ich, soll er doch, ab sofort werde ich ihn ignorieren. Ignorieren hat sich bisher immer bewährt. Lächerlich, dass ich mich so leicht aus der Fassung habe bringen lassen.
Mein Handy blinkt auf. Akku fast leer. Oh, da fällt mir auf, die Stoppuhr läuft noch. Warum sich die Statistik versauen lassen, die alte Katzentante hab ich im Handumdrehen rumgekriegt. Hallo Einsame, plötzlich bist du wieder interessant geworden.

Nach 5h, zugegeben, länger als erwartet, lade ich die vertrocknete Rosine der Einsamen auf meiner Homepage hoch und lösche sie aus meiner Kontaktliste. Das war ein Kampf. Da hat sie doch wirklich von mir verlangt, ein Foto mit meinem Sir Flausch, der in Wirklichkeit Terror heisst, zu machen, um zu beweisen, dass ich kein Fake bin, bevor sie mir die wohl ausgeleiertste und haarigste Fotze, die mir je untergekommen ist, präsentiert. Einmal kurz mit einem Kulli das Armtattoo des Kerls auf meinem Fakefoto kopiert, Terror auf meinen Schoss gesetzt und Klick, die Einsame ist so entzückt gewesen, dass ihr nicht mal aufgefallen ist, dass dieses Foto ohne Kopf als Beweis nichts taugt. Manchmal ist es halt doch praktisch, Katzen griffbereit zuhause zu haben.
Terror ist wie ich, ein typischer Aufreisser. Ganz im Gegenteil zu meinem anderen Kater Hektor. Währenddessen Terror mit seinem wuscheligen weissen Fell und den hellblauen Augen überzeugt, löst Hektor mit seinem Aussehen eher Brechreiz als ein Ah-ist-der-süss-Effekt aus. Mir soll’s recht sein. Frauen fahren auf Katzen ab, kaum schickt man ihnen ein Foto, sind sie schon Feuer und Flamme und werfen mit ihren Titten um sich. Tierliebe Männer sind schlichtweg ausziehend.

Bevor ich den Computer ausschalte, kann ich nicht anders und werfe trotzdem einen Blick auf das immer noch aufblinkende Chatfenster von April6. Hartnäckiger als ich –  die Hobelschnulze – dem muss wirklich einer abgehen dabei.

April6: „Lösche deine Website, Venom.“
April6: „Lösche deine Website, Venom.“
April6: „Lösche deine Website, Venom.“
April6: „Lösche deine Website, Venom“
April6: „Zeigst du mir, wie es geht Venom?“
April6: „Du hast gesagt, es wird sich gut anfühlen.“
April6: „Es tut so weh, du hast gelogen.“

Ich kann nicht anders und lache laut auf. Und wegen diesem Wichser hatte ich Paranoia. Ich bin so ein Vollidiot. Der Kerl ist mehr als erbärmlich und sogar noch eine Spur verzweifelter als die Einsame mit ihrer pelzigen Rosette. Mal sehen, wie lange es dauert, bis er die Lust an diesem Spiel verliert. Wenn’s ihm Spass macht. Soll er doch. Seine Zeit, die er verschwendet. Mit einem Kopfschütteln schliesse ich mein Handy an den Akkulader an und mache für heute Feierabend.

Wie nicht anders zu erwarten, freuen sich meine Follower über die Thunfischarena der Einsamen nicht sonderlich. Tja, Schlampe ist Schlampe, ich nehme, was sich anbietet. Ob jung oder alt. Irgendein Opa wird sich schon bereit erklären, es ihr so richtig zu besorgen, wenn er mal kein Bock hat im Puff seine Rente liegen zu lassen. Gern geschehen.
Meine Augen fliegen über die Kommentare und mit einem Schulterzucken beschliesse ich, alle zu löschen. 87 an der Zahl. 87 unzufriedene Follower. Es ist wohl an der Zeit, die zusammengerollten Schwänze meiner Kundschaft wieder ausrollen zu lassen. Voller Tatendrang und mit einem Gläschen Glen Fiddich neben der Tastatur trete ich dem Chatroom Cityteentalk bei. Ein kurzer Blick und der Frauenanteil von 60% zaubert ein breites Lächeln in mein Gesicht. Ein kleines Schlampenparadis und meine Finger sind mehr als bereit, es aufzumischen und ein paar Bewohnerinnen zu zerstören. Eine Auserwählte ist schnell gefunden. Besser gesagt, sie hat mich gefunden. Miss Shades, will mit ihnen chatten, die Stoppuhr ist gestartet.

Miss Shades: «Hallo Gift_m! Hast du Lust auf ein bisschen Spass?»
Gift_m: «Hallo Süsse, welche Art von Spass schwebt dir vor?»
Miss Shades: «Telefonsex?»
Gift_m: «Hmmm…  ich bin nicht abgeneigt. Überzeuge mich.»
Miss Shades: «Wie denn??? Ich bin richtig richtig feucht grade, meine Finger sind mega nass.»
Gift_m: «Zeig mir deine Finger, Baby.»
Miss Shades: «Ok, gib deine Telefonnummer, ich schicke dir ein Foto!»
Gift_m: «Hast du Skype? Kostenlos und wir können genauso gut darüber telefonieren, ich benutze gerne beide Hände,… wenn du weisst, was ich meine»
Miss Shades: «Ok, wie ist dein Name dort?»

Ich gebe ihr meine Daten und keine Sekunde später erblicken meine Augen Miss Shades nasse zierliche Finger. Hübscher Nagellack. Pink. Wahrscheinlich versteckt sich hinter dieser Schlampe eine aufgetakelte Blondine. Meine Follower werden sie lieben und sich die Lippen nach ihr lecken. Die Flaute von gestern wird schnell vergessen sein. Mein Fauxpas verziehen. Zufriedene Kundschaft und positives Feedback, ich komme. Nicht, dass ich es nötig hätte, aber man will schliesslich seine Zuschauer nicht vergraulen, wer sonst, sollte die Welt auf meine Seite voller hinterhältiger mieser Schlampen aufmerksam machen, wenn nicht sie. Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert halt immer noch am besten.

Gift_m: «Sehr schön, meine Hübsche, darf ich mehr von dir sehen?»
Miss Shades: «Ich will dich endlich hören mann!»
Gift_m: «Ich bin noch nicht ganz überzeugt, zeig mir mehr von dir.»
Miss Shades: «Bist du immer so anstrengend?»
Gift_m: «Ich bin eine Herausforderung, Baby.»
Miss Shades: «Hihi Ok, gut ich schicke dir ein Foto.»
Bingo. Eine Blondine mit viel pinker Schminke im Gesicht, aufreizendem Ausschnitt und schulterlangem Haar strahlt mir entgegen. Die Titten quellen nur so aus ihrem viel zu engen Leoparden-BH hervor und sagen Hallo. Schätzen würde ich sie höchstens auf anfangs 20, wenn nicht jünger. Das filigrane Kreuz um ihren Hals schreit nur so nach Ketzerei ihrem Herrn gegenüber und lassen Hörner aus meinem Kopf spriessen.

Gift_m: «Hübsches Kreuz, dass du da trägst, Darling.»
Miss Shades: «Hihihi na los ruf mich an!»
Gift_m: «Nicht so schnell, ungeduldiges, nasses Mädchen.»
Miss Shades: «Was willst du noch? Ich will dich endlich hören!»
Gift_m: «Ich mag es gerne böse. «
Miss Shades: «Was soll ich tun???»
Miss Shades: «Schreib schneller, ich halte es kaum aus.»
Miss Shades: «Hallo bist du noch da?? Ich such mir sonst einen anderen, wenn du kein Bock hast.»
Miss Shades: «Hallo?»

Was für eine ungeduldige kleine Schlampe. ‘Ich suche mir sonst einen anderen’ Ja, zeig mir wie billig und wertlos du bist. Los. Abschaum. Ich nehme einen Schluck aus meinem Glas, kratze mir über die Stoppeln auf meinem Kinn und lehne mich in meinem Stuhl zurück. So ein verdorbener, widerwärtiger Charakter in so einem schönen Körper. Was Gott sich wohl bei der Verteilung der Schönheit gedacht hat? Wenn es ihn überhaupt gibt. Ich glaube an nichts, ausser an mich selbst. Ich bin sozusagen mein eigener Gott und diese widerliche Schlampe hatte Glück mit ihrem Genpool. Ob sich ihr Vater bewusst war, was er da zeugen würde? Wahrscheinlich würde er die Flinte eigenhändig in ihre schäbige nasse Spalte rammen und abdrücken, wenn er wüsste, was sein hübsches Töchterchen im Internet für Spielchen treibt.

Gift_m: «Zieh dich aus, kratz dir mit deinen nassen Fingern über die prallen Titten und zeig mir, wo du meine Zunge haben willst. Sofort.»

Anstelle mir wie befohlen zu schicken, was ich verlange, klingelt sie mich an. Ich lasse sie ins Nirvana klingeln. Nicht mit mir. Entweder du gehorchst oder du bist es nicht mal Wert auf meiner Homepage zu landen. Kleines Miststück.

Miss Shades: «Hallo?»
Miss Shades: «Bist du noch da?»
Miss Shades: «Ey mann!!! Antworte doch!»
Gift_m: «Ich warte.»
Miss Shades: «Worauf wartest du? Ich warte auch!»
Gift_m: «Darauf, dass du kleines ungezogenes Luder mir gehorchst.»
Miss Shades: «Aha, so einer bist du also.»
Gift_m: «Wirst du gehorchen, Miss Shades?»
Miss Shades: «Aber nachher telefonieren wir ok?»
Gift_m: «Ich mache die Regeln.»
Miss Shades: «Ok. Warte.»

Als das Video in meinem Downloadordner ist und mit diesem Video noch ein paar weitere lösche ich mit Freuden Miss Shades aus meinen Kontakten. Wie nicht anders zu erwarten, schreibt sie mich direkt empört im Chat nochmals an und postet im öffentlichen Chat, was für ein erbärmlicher Schlappschwanz ich doch bin und wird innerhalb weniger Sekunden dafür aus dem Citytalk verbannt. Herzlichen Dank an die grossartigen Admins dieses Chatrooms. Mit ihr verschwindet auch ihr Post über die Funktionalität meines Gliedes. Sie wäre überrascht, wozu mein Teil in der Lage ist. Aber so einen wie mich, hat sie nicht verdient. Den Dreck, den sie an mir hinterlassen würde, wäre mit keiner Seife der Welt jemals wieder abzuwaschen.

Die Resonanz auf Miss Shades Videos ist bahnbrechend. Viel Sperma wird fliessen. Wie damals bei den Römern der Wein und wie in Bayern das Bier. Ich will mich ja nicht selbst loben, aber verdammt, ich hab’s drauf. Innerhalb einer halben Stunde so viel Material von einer einzigen Schlampe zu erhalten, grenzt schon fast an Zuhälterei. Puff Roby in tha House.

In der Zwischenzeit haben mich bereits mehrere Damen angeschrieben und warten bereits ungeduldig auf ihre Eroberung. Das Problem an zu viel Auswahl ist, in der Auswahl an Abfall, eine zu finden, bei der man so schnell wie bei Miss Shades, zum Ziel kommt. Ist leider nicht Pflicht hinter seinem Benutzernamen seine Bereitschaft anzugeben. Wenn jedes Weib hier angeben müsste, wie viele Minuten man verschwenden muss, um ihre Titten zu sehen, wären der Herren der Schöpfung geholfen. Man könnte uns ja wenigstens ein bisschen entgegenkommen. Zum Beispiel dieses Venusgirl. Warum nicht Venusgirl_10_Minuten_Titten oder California16w, bitte ändere deinen Benutzernamen in California16w_5_Minuten_Pussy. Automatisch muss ich an die Packung einer 5-Minuten-Terrine denken. Schlussendlich sind wir doch alle bequem, keiner würde zu einer Pfanne greifen, wenn eine Fertigpizza oder eben die 5-Minuten-Terrine griffbereit zur Verfügung steht. Kochen ist nur was für Feinschmecker und an manchen Tagen, bin ich einer und an manchen Tagen steh ich auf Fastfood.

Meine Augen grasen die Benutzernamen der Frauen ab und bleiben auf dem Namen April1 kleben. Meine Braue schiesst in die Höhe. Ist das etwa… der pädophile Wichser, der mich die letzten Tage belästigt hat? April6 ist wohl in diesem Chatroom nicht mehr verfügbar gewesen oder ein anderer hat sich über den Kerl beschwert und ein Admin seinen Benutzernamen gebannt. Ungern gebe ich zu, dass es in meinen Fingern kitzelt, das Chatfenster zu öffnen. Ach was soll’s.

April1: «Hallo Venom, ich bin April!»

Sehr lustig, natürlich ist es das gleiche Arschloch. Schluck deine eigene Medizin.

Gift_m: «Nur noch ein Grund zu leben, Süsse?»
April1: «Lösche deine Website, Venom.»
Gift_m: «Erst, wenn du keinen Grund mehr hast zu leben.»
April1: «Ok.»

Ein ‘Ok’? Das ist alles?

Gift_m: «Warum nicht gleich so.»

Erst als sich mein Bildschirmschoner nach 10 Minuten automatisch einschaltet, fällt mir auf, dass ich wie ein Vollidiot auf das offene Chatfenster von April1 starre, auf eine Antwort wartend, die nicht kommt. Anscheinend hat der Wichser wirklich aufgegeben. Müde reibe ich mir über die Augen. Genug Zeit mit dem hobbylosen Kinderfotografen verschwendet, Zeit sich wieder Wichtigerem zu widmen. Wie wäre es mit dir, mein hübsches Ozeanmaedchen.

Ozeanmaedchen: «Hallo Gift, magst du bisschen quatschen?»
Gift_m: «Aber sehr gerne Ozeanmaedchen, wie alt bist du denn?»
Ozeanmaedchen: «Das freut mich doch! 19 und du?»

Es ist Jahre her, als ich noch mehrere Tage dafür gebraucht habe, ein Mädchen dazu zu bringen mir ihre nackte Haut zu präsentieren. Um genau zu sein, ist mir das zuletzt anfangs 20 passiert. Ozeanmaedchen hat meine herausragende Statistik vollkommen ruiniert. Nach drei Tagen immer noch kein Stückchen Haut in meinem Ordner. Nach einer Woche ein Foto von ihr in einem mittelalterlichen Badeanzug. Und ihr ausgesprochen langweiliges Gehirnzellen einfrierendes Gejammer! Eine Katastrophe! Ständig ging es nur um das Eine, nein, nicht Ficken sondern Schwimmen und wie böse ihr Daddy ist, weil er es ihr nicht erlaubt, an Wettkämpfen teilzunehmen. Ich war natürlich stets sehr verständnisvoll, aber der Profit für meine Manieren und mein Einfühlungsvermögen blieb aus. Warum ich nicht einfach eine andere genommen habe? Tja, das Mädchen ist noch Jungfrau und eine Jungfrau zur Schlampe zu machen ist eine Herausforderung und Aufgeben liegt mir nicht im Blut. Klar, früher oder später hätte ein anderer sie verdorben oder sie wäre von selbst nuttig geworden, aber hey, schlussendlich bin ich auch nur ein Kerl und als ich erfahren habe, dass sie nur eine Stunde von mir entfernt wohnt und aussieht wie die junge Version aus Kate Moos und Cameron Diaz, musste ich mir und meinem Freund in der Hose auch mal wieder was gönnen. Dampf ablassen. Hautnah erleb…
«Was machst du da?»
«Fotos, halt still.»
«Was???»

Ihr schriller Tonfall zerquetscht mein Trommelfell und mir wäre beinahe das Handy aus der Hand gefallen.

«Warum machst du Fotos von mir?»
«Geh mir nicht auf die Eier Mädchen und halt still.»
«Robi? Du machst mir Angst… ich will das nicht. Robi??? Was machst du???»
«Nerv nicht.»

Ja, ich habe sie gevögelt. Schuldig. In allen Anklagenpunkten. Aber die Schlampe liess mir keine andere Wahl. Es ist zwar nicht die feine Art nach dem Ficken Fotos von seiner ‘Partnerin’ zu machen und sie ins Netz zu stellen. Aber…

«Was machst du mit den Fotos???? Robi?? Hör auf!»

Wer kann der kann, und ich kann.
Als ihr nackter Körper sich mit voller Kraft gegen mich drückt und versucht mir das Handy aus der Hand zu nehmen, schiebe ich sie von mir und stecke das Telefon zurück in meine Hose. Meine Follower werden Liza alias Ozeanmaedchen lieben.

«Robi…», Liza bricht in Tränen aus und versucht verzweifelt nach meinem Handy in der Hose zu greifen. Ich schlage ihre Hand weg.
«Mach dich sauber, ist ja ekelhaft.»
«Ich dachte, du liebst mich!!!»
«Nicht in dieser Welt.»
«Du bist so ein Arschloch!!!! Ich dachte, ich dachte du bist Anders als die Anderen,…  du … du… hast mich…»
«Keiner ist anders. Wertlose Schlampe.»

Mit diesen Worten verlasse ich Lizas Wohnung und bin heilfroh, dass sie weder meine Handynummer noch meine Adresse kennt. Auf Nimmerwiedersehen hübsches Ozeanmaedchen. Die Statistik ist zwar hinüber, aber heilige Scheisse, das hat sich gelohnt.

Nach einer heissen Dusche brenne ich darauf, Lizas Fotos auf meiner Homepage zu bewundern und die Kommentare darunter zu durchstöbern. Normalerweise fische ich nur in dem grenzenlosen Gewässer des Internets, selbst einmal der Köder an der Angel zu sein, ist befremdlich. Es hautnah und in Person zu erleben, wie ein Mädchen zur Schlampe wird, ist ein ganz anderes Feeling. Definitiv nicht etwas, das nun zur Regel werden wird. Eine Willkommene Abwechslung aber mehr nicht.  Ausserdem hat Liza etwas von mir gelernt – Vertraue niemals Personen, die du aus dem Internet kennst.  Ich hätte jeder x-beliebige sein können. Jeder hätte sie dazu gebracht, mit etwas Durchhaltevermögen und Raffinesse. Ich hoffe für sie, dass ihr Daddy keiner meiner regelmässigen Besucher ist. Und wenn doch,…
Mit einem Grinsen im Gesicht rufe ich meine Website auf, gespannt die Bilder in voller Auflösung und Grösse zusehen. Was ….das kann doch nicht… WAS SOLL DAS??? WAS HAT DIESER PISSER GEMACHT?!
All meine Errungenschaften, all meine gesammelten Schlampen weg. Gelöscht. Ersetzt durch die perversen Kinderfickfotos von April6. Das blonde Mädchen in diversen aufreizenden Posen in Ketten gelegt auf meiner Homepage. Die ganze Website ist voll davon. Unter den Fotos diverse hasserfüllte Kommentare – hässlicher Kinderficker – boah alter was geht mit dir – spinnt der jetzt total? – hoffentlich erwischt dich die Polizei – Lass das arme Mädchen frei – pädophiler Abschaum!

Wie hat er das gemacht??? Wie?? Das kann doch nicht… Verzweifelt versuche ich die Fotos zu löschen, aber der Zugriff wird verweigert. Nein. Nicht mit mir! Nicht mit mir du Wichser!!!!!

OK. April6 hat mich vernichtend geschlagen, egal was ich ausprobiert habe, der Zugriff wird verweigert und kein Programm dieser verdammten Welt kann daran was ändern. Ich weiss nicht wie er das macht, aber verdammt nochmal, dieser Wichser hat mich. An den Eiern. Desto mehr Versuche ich starte den Shit von meiner Homepage zu löschen, desto mehr neue Kinderfickscheisse lädt er auf der Homepage hoch. Was will er von mir… Ja, klar die Homepage löschen, aber dieser Wichser hat meine Homepage zu seiner gemacht und verbreitet seine pädophile Scheisse im Internet.

Schluss damit. Ich gehe in den Citytalk und suche nach seinem beschissenen Benutzernamen. Er wird online sein, schon nur um mir seinen Sieg ins Gesicht zu drücken. April ohne Zahl. Ich kippe mir den Rest des Glen Fiddich in den Rachen und starre auf meinen Bildschirm. Komm schon schreib mich an, du Wichser. So wie du es immer tust. Nichts. Er schreibt nicht. Willst du etwa, dass ich dich anschreibe?

Venom: «Nimm SOFORT deine verfickte Scheisse von meiner Homepage.»
April: «Hallo Venom.»
Venom: «Nichts Hallo Venom, NIMM DIESE SCHEISSE VON MEINER HOMEPAGE. SOFORT! DU KRANKER WICHSER!»
April: «OK.»
Venom: «Wie OK?»
April: Du bittest mich darum, also werde ich die Bilder löschen. So wie du es hättest tun müssen. Damals.»
Venom: «FICK DICH.»

Keine Antwort mehr. Wie ein Irrer drücke ich auf den Refresh-Button. Nichts passiert.

Venom: «LÖSCH DEN SCHEISS MANN!»
April: «Gelöscht. Triff dich mit mir, Venom.“

Refresh-Button. Tatsächlich. Die komplette Website ist schwarz. Kein Foto mehr von April6. Gott sei Dank. Ich kann nicht anders und lache auf. Dieses Arschloch…

April: «Triff dich mit mir, Venom.»
Venom: «Einen Scheiss werd ich tun.»
April: «OK.»

Wieder dieses OK. Der denkt doch nicht wirklich, dass ich nach so einer Aktion mit ihm friedlich einen Kaffee trinken gehe und mit ihm über Gott und die Welt rede. Irgendetwas läuft in seinem Stübchen da oben ganz schön falsch.

Venom: «Hoffentlich verreckst du elendig, Kinderficker.»

…. , pfeffere ich nach und schliesse das Chatfenster. Der Scheisskerl könnte jederzeit die Scheisse wieder online stellen. Was mache ich jetzt? Er hat mich sowas von an den Eiern. Scheisse. Ich muss die Homepage irgendwie runternehmen. Irgendwie.

Mein Handy klingelt. Bob. Kumpel von mir. Der hat bestimmt den Bullshit auf meiner Homepage auch gesehen. Fuck.

«Robert hier.»
«Ey Rob, warum zeigst du deinen Schwanz auf deiner Homepage? Hahaha, alter was geht mit dir denn falsch? Suchst n Fick?»
«Ich tue was?»
Bob’s schamloses Gelächter dröhnt durch den Hörer. Angespannt drücke ich auf den Refresh-Button meiner Homepage. Tatsächlich. Ein Bild von einem kleinen Schwanz mit meinen Kontaktdaten -Name, Handynummer, Adresse – taucht auf.
«Das ist nicht meiner»
«Jajajaja, würde ich dann auch sagen!»
«Da will mich einer fertigmachen!»
«Hahahahahaa»

Mein Handy fliegt gegen die Wand. Refresh-Button. Immer noch ein Schwanz und meine Daten. April. Fick dich. Citytalk.

Venom: «Nimm den Schwanz von meiner Homepage.»
April: «Triff dich mit mir, Venom.»
Venom: «TRÄUM WEITER UND LÖSCH DIESEN DÄMLICHEN SCHWANZ.»
April: «Triff dich mit mir, Venom.»
Venom: «DAS IST NICHT MAL MEINER, NIEMAND WIRD DIR DEN SCHEISS ABKAUFEN.»
April: «OK.»
Ich verfluche dieses OK. Fick dich mit deinem OK. Refresh-Button. Immer noch der Schwanz. Refresh-Button. Immer noch.

Venom: «NIMM DEN SCHWANZ ENDLICH RUNTER ODER ICH BRINGE DICH UM.»
April: «OK.»
Venom: «Was willst du?»
April: «Triff dich mit mir, Venom»
Venom: «Wozu?»
April: «Triff dich mit mir, Venom.»

Ich verliere mich gleich. Meine Faust donnert auf meine Tastatur und hätte sie beinahe in zwei Teile gespalten. Refresh-Button. Ein Schwanz. Immer noch.

Venom: «LSCH DN SCHWAN»
April: «OK.»

Diese verdammten Tasten… Meine Augen kleben auf dem dreckigen kleinen Schwanz, der meine Website verunstaltet. Die Kommentarbox fängt allmählich an sich zu füllen. Meine Follower drohen mir, wollen mich verprügeln, mich umbringen, hässlicher Kinderficker, hat es nötig, wie dumm er ist seine Adresse zu posten, Abschaum.

April: «Triffst du dich mit mir, Venom?»
Venom: NIN»

Immer wieder drücke ich auf den Refresh-Button. Schwanz – Schwanz – Schwanz- … was soll ich tun. Was ist… was … DIESER WICHSER!!! Als plötzlich ein Foto von meinem Gesicht neben dem Schwanz auftaucht, brennen all meine Sicherungen durch.

Venom: «WAS SLL DR SCHISS!!!????????????»
April: «Pass auf, Venom.»

Wie pass auf? Was hat er vor? Nervös penetriere ich den Refresh-Button. Schwanz-mein Gesicht-meine Adresse, Schwanz-mein Gesicht-meine Adresse, Schwanz-mein Gesicht-meine Adresse,… FUCK. Fuck. Fuck. Neben meinem Gesicht steht in pinken Leuchtbuchstaben ‘TRIFF MICH JETZT’. Kommt schon Leute, das ist doch zu offensichtlich, dass ich sowas nicht hochlade. Kommt schon. Warum kaufen meine Follower dem Pisser den Scheiss ab? Die kennen mich doch, ich würde niemals so einen … als Konfetti und Feuerwerk neben der Schrift abgefeuert wird, hätte ich am liebsten meinen Computer aus dem Fenster geworfen.

Mit zusammengebissenen Lippen und pulsierendem Blut in meinen Adern gebe ich auf. OK. Dieser Wichser hat mich geschlagen. Meine Follower haben keinen Verstand und ich keine Privatsphäre mehr. GG WP, April. Chapeau.

Venom: «WO?!»
April: «Elmstreet 16, Castlevania»
Venom: «WANN?»
April: «21 Uhr»

Ich schaue auf die Uhr. Will der Kerl mich verarschen? Genervt schalte ich den Computer aus und schnappe meine Jacke von der Garderobe. Und wie ich diesem Kerl die Fresse polieren werde. Gleich nachdem er die Website bereinigt hat und ich sein Handy in 1000 Teile zertrampelt habe. Nein, erst muss ich herausfinden, wo dieser Wichser wohnt und dann ruiniere ich SEIN Leben. Er wird sich wünschen mich niemals angeschrieben zu haben. April6, du willst kämpfen und…. ich bin bereit.

Kurz vor 21 Uhr stehe ich an besagter Adresse. Pünktlichkeit liegt mir nicht, aber je schneller diese Sache vom Tisch ist, desto besser für mich. Es ist bereits dunkel draussen. Dreckswinter. Wie es aussieht wohnt der Kinderficker im Bonzenviertel, links von mir ein Jaguar rechts ein Lotus. Mein Toyota parkt direkt vor einer zum Verkauf stehenden Villa, die kein normaler Staatsbürger sich leisten kann. Tja, was hat der Wichser wohl vor, nicht unbedingt ein abgelegener Ort, den er sich da ausgesucht hat für unser Treffen. Hat wohl doch Angst von mir eine ordentliche Abreibung zu kass…

Es klopft gegen das Fenster der Beifahrertür. Ein Blick über die Schulter und … dieser Pisser hat eine Knarre. Scheisse. Der Lauf seiner Knarre hämmert erneut gegen das Fenster. In Zeitlupe lasse ich es herunter.
«Hallo Venom, ich bin April.»

Dieser Dreckskerl hört sich seltsam an, als ob er einen Stimmenverzerrer benutzt. Was hat er vor?

«Machen wir eine kleine Spritztour!»
«Was willst du Pisser von mir?»
«Schliess die Tür auf.»

Um zu Verdeutlichen, dass das definitiv keine Bitte ist, steckt er seine Knarre durchs offene Fenster. Ok, irgendwie hätte ich damit rechnen sollen. Ich Vollidiot. Wenigstens ein Messer hätte ich mitnehmen können, irgendwas. Eine Flasche. Den hässlichen Glen Fiddich zum Beispiel. Der würde sich gut in dem Gesicht dieses… Widerwillig entriegele ich die Tür und beobachte wie sich ‘April’ mit auf mich gerichteter Knarre neben mich auf den Beifahrersitz gleiten lässt.
Von Kopf bis Fuss verhüllt, schwarzer Mantel, schwarze Hose, schwarze Stiefel, schwarze Mütze und im Gesicht eine Art venezianische Wolfsmaske, nur der Mund liegt frei. Wenn der Typ sich ein wildes Sexabenteuer erhofft, hat er sich definitiv geschnitten. Nicht mit mir.

«Ich habe kein Bock auf Rollenspiele, nur damit du es weisst. Und ich bin definitiv nicht schwul. Ausserdem stehst du doch eh auf kleine Mädchen nicht?»

Keine Antwort. Nicht mal die Knarre bewegt sich. Sie hängt immer noch an der gleichen Stelle in der Luft, den Lauf direkt auf meinen Kopf gerichtet.

«Kein Bock zu quatschen?»
«Fahr los.»
«Nee, lass mal, lösch einfach den Scheiss von meiner Website und wir sind quitt. Ich vergesse dass du ein hässlicher Hurensohn bist, der sich auf Kinder einen runterholt und du lässt die Finger von meinen Sachen. Jeder kümmert sich um seine Angelegenheiten.»
«Fahr los.»
«Ehh ehh, ich will keinen Stress. Im Ernst, lass uns das wie Männer regeln. Jeder geht seine Wege und fertig.»

Ruckartig lehnt er sich zu mir herüber und packt mich an meiner Jacke. Das kalte Metall seiner verfickten Waffe gegen meine Schläfe gedrückt.

«Starte den Motor und fahr los.»

Ob die Knarre geladen ist? Der würde mich doch niemals in so einem Viertel abknallen. Er würde die gesamte Nachbarschaft wecken und die Bullen wären schneller da als er Löffelbiskuit sagen könnte. Irgendwie habe ich aber keinen Bock mein Leben darauf zu setzen. Fick dich, April. Fick dich.
Der Motor heult auf und mein Sitznachbar zieht sich auf seine Seite zurück, die Knarre zwischen uns über dem Steuerknüppel schwebend. Ich könnte versuchen sie ihm aus der Hand zu schlagen, muss ihn nur irgendwie in ein Gespräch verwickeln. Ablenken.

«Und wohin fahren wir?»
Keine Antwort.
«Ey, warum willst du dich mit mir treffen, wenn du eh nicht mit mir redest?»
Immer noch keine Antwort.

Wichser. Nach 10 Minuten geradeaus fahren, fängt er an, neben mir ein Lied zu summen. Kommt mir bekannt vor. Irgendwo habe ich das schon mal gehört. Genau. Im Kindergarten. Dieser pädophile Pisser summt neben mir friedlich ein Kinderlied. Alter. Ich pack’s nicht.

«Du bist sowas von krank. Nicht normal. Alter. Komm. Geh doch einfach weiter Kinderficken und lass mich in Ruhe. Ich hab echt keinen Plan, was du für ein Problem mit mir hast. Wir können doch einfach Co-Existieren in diesen Chats.»

Kein Wort. Geradeausfahren. Und dann… macht es plötzlich klick.

«Ahhhh!!! Ich hab dir so ein kleines Ding abgeluchst nicht wahr??? Das ist dein Problem. Ich klau dir die Gören vor der Nase weg. Sorry mann.»

Das leise Lachen bestätigt meine Annahme. Bingo. Ich wusste es. Und wegen so einem Scheiss zieht er so eine Kacke ab? Was geht denn mit dem falsch und viel wichtiger, was hat dieser Pisser jetzt vor?

«Ey Mann. Komm. Deal. Ich halte mich von den Kleinen fern, gönne mir nur noch Volljährige und du hast freie Fahrt. Ist doch geil oder? Haben wir beide was davon. Mir bedeuten die Gören sowieso nichts. Geht mir keiner davon ab.»
«Rechts.»
«Was?»
«Rechts! Bieg ab!»

In letzter Sekunde biege ich ohne zu blinken ab.

«Komm schon. Lass gut sein.»
«Fahr. Fahr einfach.»
«Neee mann….»

Ich trete auf die Bremse und halte mitten auf der Strasse an. Spielt eh keine Rolle, weit und breit kein anderes Auto. Ob das nun positiv oder negativ ist. Wo zum Teufel sind wir überhaupt?

«Wie du willst, dann gehen wir zu Fuss. Aussteigen. Sofort. »
«Nee.»
«Steig aus.»
«Neee, knall mich doch ab!»
«Das wäre zu einfach.»
«Wie meinst du das?»

Ohne Vorwarnung schleudert er mir seine Knarre ins Gesicht und packt meinen Hals mit der anderen Hand. Röchelnd schnappe ich nach Luft. Der Wichser hat Pranken wie ein Tier. Als die zweite Hand sich ebenfalls um meinen Hals legt und der Lauf der Waffe mein Ohr knuddelt, halte ich meine Hände abwehrend vor mich.

«Oo..ohkk»
«Warum nicht gleich so.»

Er nimmt seine Hände wieder von meinem Hals. Wichser. Das hätte schiefgehen können, wer weiss was für nervöse Finger der Kerl hat, eine falsche Bewegung und der Abzug wäre gedrückt und mein Hirn verteilt in meiner Karre. Ohne eine weitere Aufforderung von ihm steige ich aus. Bleibt mir ja nichts Anderes übrig. Die Beifahrertür geht ebenfalls auf. Es dauert keine drei Sekunden und ‘April’ steht hinter mir, die Knarre auf meinen Rücken haltend.

«Zeit für einen Spaziergang.»
«Wie heisst du eigentlich?»
«Das ist nicht wichtig.»
«Meinen Namen kennst du ja bereits, also wäre es nur fair mir deinen auch zu sagen.»
«Das Leben ist nicht fair.»
«Oh, wie theatralisch.»

Nach ungefähr 10 Minuten Fussmarsch und Anschweigen habe ich die Nase voll. Ich muss den Wichser überwältigen. Der rechnet garantiert nicht mit einem Angriff. Denkt ich würde wie ein braves Hündchen gehorchen und seinem Befehl folgen. Grosser Fehler. Abrupt drehe ich mich um und schlage ihm mit meiner Linken die Knarre aus der Hand. Das Überraschungsmoment ist auf meiner Seite. Die Knarre fliegt klirrend auf den Boden. Meine Rechte landet einen Treffer unter seinem Kinn und sein Kopf fliegt zurück. Ich überlege die Wolfsmaske herunterzureissen, aber in dem Moment hat sich der Typ wieder gefasst und stürzt sich mit seinem kompletten Körpergewicht auf mich. Ich weiche aus und gerade als ich wieder aushole, schnappt er meinen Arm und dreht ihn um. Das Knacken, das darauffolgt, löst einen Brechreiz aus. Hat er mir gerade den Arm gebrochen?

«Gehen wir weiter.»
«Wa…as.. alter du hast mir meinen scheiss Arm gebrochen!»

Er zuckt lediglich mit seinen Schultern und als er sich nach der Knarre bücken will, hechte ich nach vorne und versuche ihm zuvor zu kommen. Vergebens, sein Bein schlingt sich um meine und zieht mir den Boden unter den Füssen weg. Mit einem Knall lande ich schmerzhaft mit meinem Arsch auf den nassen Asphalt.

«Wichser….»
«Gehen wir weiter.»
«Dein Vokabular ist sehr beschränkt, mein Freund.»
«Wir sind keine Freunde.»
«Fick dich.»

Seine Hand legt sich um die Knarre und der Lauf wird auf mein Gesicht gerichtet. Mühsam richte ich mich wieder auf, kippe dabei fast um und drücke meinen kaputten Arm gegen meine Rippen. Verdammt tut das weh.

Weitere 20 Minuten Fussmarsch ohne ein Wort zu verlieren. Vor einer Brücke bleiben wir stehen.
«Wir sind da.»
«Und jetzt?»
«Wirst du eine Entscheidung fällen.»
«Was für eine Entscheidung?»

April packt mich erneut an der Jacke und führt mich zum Brückengeländer. Unter der Brücke verläuft eine Bahnschiene, weit und breit aber kein Bahnhof.
«Wo sind wir hier?»
«Das spielt keine Rolle.»
«Aha.»
«Komischer Ort zum Reden.»
«Wir reden nicht.»
«Ach nein?»

Seine Hand verschwindet in seiner Manteltasche, während die andere immer noch die Knarre auf mich richtet.

«Was jetzt?»
«Erinnerst du dich an die hier?»

Er holt ein Foto aus seiner Tasche und hält es mir vor das Gesicht. Ohne einen Blick darauf zu werfen antworte ich mit einem gelangweilten «Nein».

«Schau sie dir an»
«Nö, kenn ich nicht.»

Seine Mundwinkel ziehen sich in die Höhe.

«Natürlich kennst du sie.»
«Nö. Musst mich verwechseln.»
«Sie war auf deiner Website. Amanda ihr Name. Vor zwei Wochen von dieser Brücke gesprungen wegen dir.»
«Aha.»

Zwei weitere Fotos landen vor meinen Füssen.

«Und wie ist es bei denen? Kommen Erinnerungen hoch?»
«Nee, kenne ich alle nicht.»
«Cindy, Selbstmord durch Pillen und Rebecca,… sie hat sich die Pulsadern aufgeschlitzt.»
«Mir egal. Geht mich nichts an.»
«Nicht?»
«Nee, ich kenne diese Mädchen nicht. Und es ist mir egal, wenn sie ihr Leben wegschmeissen. Alles Schlampen. Die Welt ist ohne sie besser dran.»
«Seltsam, ich habe all diese Mädchen auf deiner Website gefunden. Du hast ihr Leben zerstört.»
«Mir egal.»

Ich werfe einen kurzen Blick auf die Fotos. Natürlich kenne ich sie. Jede einzelne davon. Ich kenne all meine Mädchen. In und auswendig. Der lügt doch wie gedruckt und wenn nicht, mir egal. Ich bin nicht schuld daran, wenn eine beschliesst, sich die Lampe auszuknipsen. Die Welt ist sowieso besser dran ohne diese Schlampen. Was will dieser Wichser überhaupt? Was geht ihn das an?

«Tja, es ist an der Zeit, dass du für deine Taten büsst.»
«Hahaha, ja klar, ach komm leck mich.»
«Oder hast du vor damit aufzuhören?»
«Womit?»
«Mädchen und Frauen zu verarschen und dazu zu bringen, sich aus purer Verzweiflung umzubringen.»
«Ey, wie gesagt, ICH bin nicht schuld daran, wenn sich eine umlegt. Ist ja nicht mein Problem, wenn sie alles wertlose Schlampen sind, die für ein bisschen Aufmerksamkeit ihre Titten in die Kamera halten.»
«Ich sehe, du bist total uneinsichtig.»
«Jajaja, als wäre ich hier das einzige Arschloch. Was ist denn mit der blonden Tussi in deinem Keller? Sieht ganz schön jung aus, was? Darauf stehst du he? Aber ich, ich bin natürlich der Wichser von uns beiden. Jaja. Jaja, es ist immer einfach die Schuld auf andere zu schieben.»

Seine Fresse verzieht sich zu einem frechen Grinsen und hätte er keine Knarre in der Hand würde die Lage jetzt ganz anders aussehen. Er würde den Dreck vom Boden fressen und sich wünschen, mich niemals kennengelernt zu haben.

«Aha, das findest du also lustig?»
«Ein bisschen.»
«Wichser.»
«Gelegentlich.»
«Boah, ne… ey das will ich gar nicht wissen.»
«Aber hier geht es ja nicht um mich und nicht um meine Vergehen, sondern nur um dich. Du kannst sogar auswählen. Moment.»

Seine nicht bewaffnete Hand verschwindet wieder in seiner Manteltasche und als sie wiederauftaucht, rutscht meine Kinnlade in meine Hose. Schwungvoll wirft er mir ein Skalpell vor die Füsse und gleich darauf eine XXL-Packung Pillen. Wenn er als nächstes ein Kaninchen aus seinem Mantel zaubert, klatsche ich Beifall.

«Suizid für Anfänger oder was? Was hast du noch in deinem Mantel?»
«Willst du das wirklich wissen?»
«Nee, lass mal.»
«Schade, ich bin nackt darunter.»
«Boahh…… du bist so hässlich Alter. Wenn du mich gleich in den Arsch ficken willst, lass ich mich freiwillig erschiessen.»
«Aber nicht doch, da hätte meine Freundin im Keller bestimmt etwas dagegen.»
«Mir DIR stimmt definitiv etwas nicht.»
«Es geht hier nicht um mich. Du wirst jetzt wählen. Einmal in der Haut deiner Opfer stecken. Entweder du frisst die Pillen wie Cindy, schlitzt dir die Pulsadern auf wie Rebecca oder springst von dieser Brücke wie Amanda.»
«Ein Scheiss werde ich tun.»
«Ich habe dich nicht darum gebeten zu wählen, du wirst es tun oder ich schiesse dir in jedes einzelne Glied und sehe zu wie du elendig und unter Schmerzen vor mir kniend verreckst. Ganz egal, wofür du dich entscheidest, du wirst heute Nacht sterben.»
«Aha, und du denkst, wenn du hier einen auf Racheengel machst, verzeiht man dir deine Kinderfickerei? Du solltest dir lieber selbst die Birne wegpusten. Du bist doch nicht normal. Ich bin nicht für dein verficktes schlechtes Gewissen verantwortlich, selbst wenn ich hier verrecke, wirst du dich danach genauso verschissen fühlen wie jetzt.»
«Du denkst es geht mir hier nur darum, etwas Gutes zu tun, damit ich mich besser fühle?»
«Entweder das, oder irgendeine von diesen Schlampen auf meiner Website war deine Freundin, Tochter, Ehefrau was weiss ich. Und selbst dann gibt es keinen Grund für dich mich zu killen. Sie haben mir ihre Pussy aus freien Stücken präsentiert. AUS FREIEN STÜCKEN. Verstehst du? Die wollten das. Die hätten das auch jedem x-beliebigen Wichser auf diesem Planeten schicken können.»
«Nicht jeder x-beliebige Wichser auf diesem Planeten stellt diese Fotos und Videos danach ins Internet, verhöhnt die Frauen und treibt sie in den Selbstmord.»

Ich starre auf das Skalpell und auf die Pillen vor meinen Füssen und seufze laut auf. Dieser Wichser hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Kapiert nicht, was Sache ist. Ich muss ihm irgendwie diese Knarre aus der Hand reissen, nur wie? Als hätte er meine Gedanken gelesen, feuert er einen Schuss in die Luft ab.

«Wir haben nicht die ganze Nacht Zeit.»
«Alter… Komm, chill, wir können das bestimmt irgendwie anders lösen… OK?»

Ein zweiter Schuss direkt vor meine Füsse. Die Packung Pillen werden hinter mich geschleudert und das Skalpell donnert gegen das Brückengeländer.

«Bist du wahnsinnig?»
«Tick Tack, Tick tack, die Uhr läuft. Wähle.»
«Alter komm….»
«Tick Tack, Tick Tack.»

Ich kann nicht anders. Tränen schiessen mir in die Augen. Dreckige ekelhafte Verzweiflung. Dieser Wichser knallt mich ab. Der meint das wirklich ernst. Fuck, fuck fuck… Ich habe keinen Bock hier zu verrecken. Nein Mann… Was soll ich nur machen? Diese verfickten Schlampen sind schuld an allem. Jede einzelne. Warum ich???? Warum muss ich hier jetzt stehen und mich vor so einem Wichser rechtfertigen? Das ist nicht fair, das ist nicht fair, VERDAMMT! Der will mich umbringen… Ich könnte ihn ablenken und unauffällig die Notruftaste auf meinem Handy in meiner Jacke betätigen… aber wenn er es merkt… bin ich dran. Der knallt mich auf der Stelle ab. Skalpell? Nee… mann.. neee… ich will mich nicht aufschlitzen… Pillen? Ich könnte sie wieder auskotzen. Aber der Wichser wartet bestimmt, bis ich elendig daran verrecke, ehe er sich wieder verpisst. Fuck mann.. die Stelle ist so abgelegen, ich kann nicht mal um Hilfe schreien, kein Wichser ist hier draussen. Mein Blick fällt auf das Geländer der Brücke. Die Brücke ist hoch. Genug hoch, aber man könnte es theoretisch überleben, sofern man nicht in die Hochspannungsleitung springt oder sich den Schädel auf den Gleisen aufschlägt. Oder wenn ein Zug gerade in der Sekunde vorbeirollt. Ich will mich nicht von dem Pisser abknallen lassen… ach verdammt. Selbst wenn ich springe und es überlebe, wird er mich noch abknallen. Ich habe keine andere Wahl. Kann nur hoffen, ich bin auf der Stelle tot sobald ich unten ankomme. Fuck mann! Er hat gewonnen. Der Pisser hat gewonnen. Scheisse.

«Tick Tack Tick Tack.»
«Jaja… ist ja schon gut mann. Chill.»

Ich wische die Tränen aus meinen Augen, drehe mich um und blicke über das Geländer auf die Gleise herunter.

«Du springst?»

Ohne zu antworten, klettere ich vorsichtig über das verfickte Geländer und stütze mich dabei auf meinem gesunden Arm ab, darauf bedacht den kaputten Arm so wenig wie möglich zu bewegen. Das Geländer ist breit genug um darauf zu stehen. Als ich mich langsam aufrichte, wird mir schwindelig. Verdammte Scheisse. Das Gleichgewicht versuchend zu halten, starre ich über meine Schulter auf die hässliche Wolfsmaske von dem Wichser.

«Ich hasse dich.»
«Spring einfach, Amanda.»

Er kommt auf mich zu und bleibt hinter mir stehen. Ich spüre die Knarre in meinen Kniekehlen und hätte ihm am liebsten meinen Fuss in die Visage von dem Pisser gerammt. Neee… wenn ich springe, dann springe ich mit Stolz. Der Wichser soll nicht sehen, wie klein er mich gekriegt hat. Ich ziehe die Schultern nach hinten und setze ein siegessicheres Lächeln auf.

«Wir begegnen uns in der Hölle wieder. Wichser.»
«Ich glaube nicht. Spring, los. Amanda. Spring.»
«Fick dich. Ich heisse Robert.»

Mit diesen Worten, löse ich einen Fuss vom Geländer, schliesse die Augen und… Gerade als ich springen will, spüre ich, wie ich nach hinten gezogen werde, verliere das Gleichgewicht und knalle unsanft Arsch voran auf die Strasse hinter mir. Vor Schmerz schreie ich auf. AHHH… Fuck… Was zum…

«Hahahahaha, du wärst wirklich gesprungen!!! Ich pack’s nicht.»

Was… Was…. Geht mit dem Wichser falsch??? Ist das sein Ernst??? Der hat mich schon wieder verarscht?? Würde nicht jeder einzelne Knochen in meinem verdammten Körper höllisch brennen vor Schmerzen, hätte ich mich auf die Stelle auf ihn geworfen und ihm die Haut vom Fleisch getrennt. Dieser verdammte Wichser…

«Du hast wirklich geglaubt, ich lasse dich jetzt in den Abgrund springen? Nicht schlecht, ich wusste nicht, dass ich so überzeugend bin.»
«Was soll das????!!! Du verdammtes Arschloch, was geht mir dir falsch…»
«Hey, ich habe dir gerade das Leben gerettet. Etwas mehr Dankbarkeit bitte.»
«Einen Scheiss hast du!»
«Soll ich dir den wirklichen Grund für unser Treffen verraten?»
«Fick dich einfach.»
«Ich nehme das als ein Ja. Ich brauche jemanden mit deinen Fähigkeiten. Du fragst dich bestimmt, was ich damit meine. Das ist egal. Ich suche jemanden und du wirst mir helfen die Person zu finden.»
«Was zum Teufel…»
«Pssscht… das ist ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst.»

Im Augenwinkel nehme ich wahr, wie seine Hand wieder in seinem Mantel verschwindet. Dann kommt er auf mich zu, geht neben mir auf die Knie und hält mir eine Visitenkarte vors Gesicht.

Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"