GeisterKurzTodTraum

Alpträume meiner Tochter

Wie spät ist es?

Ich liege im Bett und kuschel mich wieder unter die Decke. Das Zimmer ist dunkel und auch draußen gibt es noch kein Anzeichen von beginnendem Tageslicht.

Ein leises Wimmern?

Richtig! Davon bin ich wach geworden. Ich schaue an das Fußende meines Bettes und gebe meinen Augen ein paar Sekunden um sich an die schummrige Dunkelheit in meinem Schlafzimmer zu gewöhnen. In dieser steht, mit ihrem kleinen Plüschhasen, den ich wegen seines Streifenmusters gern mit einer Tigerente vergleiche, in den Armen, meine 6-jährige Tochter.

“Hattest du wieder einen Alptraum?” frage ich sie mit verschlafener, aber mitfühlender Stimme.
Sie nickt einfach und drückt ihren Hasen fester an sich.
“Möchtest du bei mir schlafen?”
Wieder ein einfaches Nicken.

Ich rücke zur Seite um ihr Platz zu machen und hebe die Decke auf ihrer Seite an, um sie darunter schlüpfen zu lassen. Kaum unter meiner Decke angekommen drückt sie ihren kleinen, zierlichen Körper an mich, damit ich sie fest in die Arme nehmen kann. Sie zittert noch ein wenig, aber ich merke schon, wie es nachlässt und sie sich wieder beruhigt.

“Besser so?” Wieder dieses Nicken, diesmal jedoch kaum merklich, da sie schon wieder einschläft. Trotzdem weiß ich, dass es da war. Schließlich war es schon immer da, wenn ich sie nach ihren Alpträumen in die Arme genommen habe. Genau so wie auch in jener Nacht vor 5 Monaten, als sie genau dort starb….

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