
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Ich halte nicht viel von Geistern, Mythen oder paranormalen Ereignissen. Doch was mir widerfahren ist, lässt mich seit diesem Augenblick anders denken. Schon nur wenn ich darüber schreibe, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter.
Ich qualmte gerade eine Zigarette als es an der Tür klopfte. Verdammte Scheisse! Ich durfte nicht erwischt werden. Also machte ich die Zigarette aus, ging vom Balkon in mein Zimmer und legte mich auf mein Bett. Dann klopfte es nochmal. Ich stand auf, öffnete die Türen und tat so, als hätte ich geschlafen. Mein kleiner Bruder kam herein und sagte: „Hier riecht es so komisch. Hat jemand geraucht?“ Dann bemerkte ich, das die Zigarettenpackung noch auf dem Balkonbeton lag. Ich sagte zu ihm: „Nein. Und jetzt verschwinde. Was willst du überhaupt hier? Es ist schon 22:00 Uhr.“ Er wollte mich darauf hinweisen, dass meine Eltern mich sprechen wollten und ich runter ins Wohnzimmer kommen soll. Ich sagte ihm das ich gleich nachkommen werde. Nachdem die Tür wieder zu war, ging ich auf den Balkon und versteckte die Packung hinter der Wand des Balkons. Um es sich bildlich vorstellen zu können: Mein Balkon befindet sich am Rand des Hauses und das Dach ist schräg. Somit gibt es einen kleinen Spalt indem ich Sachen verstauen kann. Dann ging ich runter ins Wohnzimmer und sprach mit meinen Eltern. Es ging um die Schule, also nichts Wichtiges.
Zum Glück sind momentan gerade Schulferien. Am nächsten Morgen bin ich dann aufgestanden und wollte erstmal eine rauchen. Ich zog die Rollladen rauf, öffnete die Balkontüren und betrat ihn. Meine Zigaretten waren auf dem Boden. Wie konnte das nur möglich sein? Ich habe sie doch gestern Nacht in den Spalt gesteckt? Dann kam mir der Gedanke, dass vielleicht ein Vogel irgendwie nach der Packung griff und zu Boden geworfen hatte. Der Wind konnte es unmöglich gewesen sein. Dafür hatte es viel zu wenig Platz in diesem kleinen, dunklen Spalt. Ich ignorierte es und fing an, eine zu qualmen.
Doch irgend etwas war faul auf diesem Balkon. 3 Tage und 3 Nächte passierte das gleiche immer wieder. Ich legte die Kippen Nachts in den Spalt, und morgens waren sie wieder auf dem Boden. War da vielleicht wirklich ein Vogelnest oder sonst etwas Ähnliches? An einem regnerischen Morgen ging ich wieder auf den Balkon. Doch dieses Mal hatte ich Panik. Die Schachtel war auf dem Boden, und daneben lag eine Zigarette die in 3 Teile geteilt wurde. Wie war das möglich? Nun begann ich mich zu fragen, ob mir nicht irgendjemand einen Streich spielte. Doch ich fragte mich, wer? Mein kleiner Bruder hätte mich schon längst verpfiffen oder mir damit gedroht. Meine Eltern hätten mir schon längst eine Predigt gehalten. Es konnte niemand an die Zigaretten ran, da ich mein Zimmer immer verschließe, wenn ich es verlasse. Ich ließ die Zigaretten wieder in den Spalt fallen und verließ den Balkon, nach dem ich die Kippe vom Boden aufgelesen hatte.
Als ich vom Fußballtraining nach Hause kam, wartete meine Mutter auf mich in der Küche. Sie sah verärgert aus. „Mom? Was ist los?“, fragte ich sie. „Was ist das Jimmy? Was zum Teufel ist das?!“, sie hielt eine Zigarette in der Hand. Ich erwiderte: „Sieht nach einer Zigarette aus, was ist mit der?“ Sie wurde noch wütender und sagte: „Die lag in der Waschmaschine! Ist das etwa deine? Rauchst du?! Weißt du wie sehr dir das schadet?“ Ich erklärte ihr, dass es nicht meine sei und das ich nicht weiß woher die ist. Sie glaubte mir. Doch woher kam sie? Es war dieselbe Marke die ich rauchte. Ich wurde wütend und ging auf den Balkon. Die Kippen lagen nicht auf dem Boden und ich griff in den Spalt. Ich bekam sofort Gänsehaut. Ich spürte eine eiskalte Hand. Sie griff einen meiner Finger und ließ nicht mehr los. Ich zog meine Hand so fest ich konnte raus, und fiel dann zu Boden. Ich starrte in den Spalt und atmete schwer. Mein Herz klopfte wie verrückt. Und dann sah ich nur noch, wie das Zigarettenpäckchen aus dem Spalt flog.
Was zum Teufel war das? War es wirklich eine Hand oder habe ich mir das wirklich aus Nervosität und Wut ausgedacht? Auf einmal ging das Licht auf meinem Balkon aus. Ich ging in mein Zimmer rein schloss die Tür und legte mich hin. Die ganze Zeit ging mir die Sache nicht aus dem Kopf. Bis ich irgendwann einschlief. Auf einmal wurde ich durch etwas Helles geweckt. Zuerst dachte ich, das mein iPhone aufleuchtete doch dann erkannte ich, dass es der Balkon war. Die Rollläden waren zwar zu, aber ihr kennt das bestimmt wenn sie noch ganz kleine Löcher haben, damit die Luft durchkommt oder auch das Licht. Ich wollte gerade aufstehen und es abstellen als ich erfror. Ich erfror, weil ich auf dem Balkon einen Mann sah. Der Mann war so groß, das ich seinen Kopf nicht mal richtig sah. Ich konnte nicht schreien, mich nicht bewegen. Ich war wie gelähmt.
Doch er lief die ganze Zeit auf dem kleinen Balkon herum. Als würde er etwas suchen. Und dann blieb er stehen. Ich bemerkte wie er in mein Zimmer hineinsah. Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter. Dann legte er seine Hand auf die Rollläden und begann sie zu rütteln. Es wurde immer lauter und ich bekam Panik. Ich brachte immer noch keinen Ton raus. Was war mit mir los?
Und dann hörte es auf. Ich sah wie der Mann quasi zu Staub wurde. Die ganze Nacht hatte ich kein Auge zugedrückt. Die Zigaretten legte ich nun nicht mehr in den Spalt, sondern ließ sie unter meinem Bett. Die Chance war zwar höher, dass meine Mutter sie findet, doch ich wollte denn Balkon nicht mehr betreten.
2 Wochen waren schon vergangen und ich hatte den Balkon noch nicht einmal geöffnet um mein Zimmer zu lüften. Und dann hatte ich eine Idee. Ich stellte eine Kamera auf den Balkon und filmte mit der Nachtsicht. Als die Nacht vorbei war, holte ich mir die Kamera um mir die Aufnahme anzusehen. Ich schloss sie an den Computer an. Auf dem Bild war alles normal und die Zeit wurde ebenfalls angezeigt. Ich saß 20 Minuten lang vor dem Bildschirm und nichts regte sich. Dann aber geschah etwas. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Aus dem Spalt schaute ein Finger. Der Finger blieb 4 Minuten lang bewegungslos. Dann wurde das Bild dunkel. Ganze 30 Sekunden lang. Dann wurde es langsam wieder sichtbar. Zu Beginn etwas verschwommen doch nach einigen Sekunden bildete sich langsam etwas. Ich zuckte zusammen als ich einen Mann mit langen Haaren sah, der direkt in die Kameralinse blickte. Meine Gänsehaut ließ nicht mehr nach und mein Herz schlug wie verrückt. Der Mann sah volle 8 Minuten nur in die Kamera rein. Dann blickte er in mein Zimmer.
Er blickte 2 Stunden lang in mein Zimmer. Ich habe mir das nicht angesehen und immer wieder nach vorne geskipt. Was mir am meisten Angst machte, war, dass ich heute Nacht 2 Stunden beim Schlafen beobachtet wurde. Stellt euch das mal vor.
Nach ungefähr 2 Stunden und 3 Minuten ging er zur Balkontür. Es geschah das, wovor ich mir fast in die Hosen machte. Er betrat mein Zimmer. Irgendwie. Ich weiß nicht wie, das ist nicht zu erkennen auf dem Video. Ich muss ehrlich sein, auch als junger Erwachsener. Ich fing an zu weinen. Die Angst fraß mich auf und ich konnte nichts dagegen machen. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, dass dieser Mann in meinem Zimmer war.
Ungefähr 3 Minuten später betrat der Mann wieder den Balkon. Ich fing an zu schreien. Der Mann hielt meinen kleinen Bruder in den Armen und stand auf dem Balkon. Ich zitterte am ganzen Körper. Der Mann blieb einige Sekunden stehen. Und dann… Dann tat er es. Er ließ meinen Bruder aus dem Balkon fallen. 20 Meter in die Tiefe. Ich dachte erst, dass ich träume doch das war nicht der Fall. Dann stoppte das Video und ich blickte leer in mein Zimmer. Ich schaltete den PC aus und dann klopfte es an der Tür. „Jimmy, mach die Tür auf. SOFORT!“, befahl meine Mutter. Sie stürmte rein und fragte ob ich meinen kleinen Bruder gesehen habe. Ich verneinte doch dann sagte sie: „Ach ja? Was macht dann seine Socke auf deinem Balkon? Ryan komm sofort ins Zimmer.“ Sie rief nach meinem Bruder doch der reagierte nicht. Ich fiel fast in Ohnmacht. Mir wurde schwarz vor Augen, weil ich an das Video dachte. Und erst jetzt kam mir in den Sinn, warum seine Socke auf dem Balkon war. Meine Mutter wollte den Balkon betreten doch ich hinderte sie daran. „Das willst du nicht sehen Mom. Bitte geh da nicht raus“, warnte ich sie, doch sie ignorierte mich.
Als sie den Balkon betrat schrie sie. Sie schrie so laut sie konnte und weinte. Ich blickte runter und sah, meinen kleinen 7-Jährigen Bruder wie dieser tot auf dem Boden 20 Meter unter uns lag. Ich nahm meine Mutter in den Arm und wir beide weinten. Wer tut so etwas? Wer bringt einen kleinen Jungen um? Konnte der Mann nicht mich da runter werfen?
10 Minuten später waren dann Sie da, Officer. Ich wurde von ihnen festgenommen. Sie können mir glauben oder auch nicht. Doch dieser Mörder läuft da frei herum. Ich würde niemals meinen kleinen Bruder umbringen. Niemals.
„Tut mir leid, doch das Video konnte man nicht auf Ihrem PC finden und die Kamera war ebenfalls nicht in Ihrem Zimmer. Neben der Leiche Ihres Bruders konnte man noch eine Zigarettenschachtel finden mit Ihren Fingerabdrücken drauf. Die Beweise sprechen für sich. Sie kommen in ein Gefängnis für Jugendliche bis Sie 18 sind. Danach werden sie für eine lange Zeit ins Erwachsenengefängnis wandern. 19 Jahre warten auf Sie. Viel Glück.“