
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Training
Es sind zwei Wochen vergangen und es geht Darling wieder besser, die
Wunde ist überraschend schnell verheilt. Momentan suchen wir nach einer
Wohnung für ihn, denn er hat beschlossen, hier zu bleiben. Außerdem habe
ich beschlossen, ihn ein wenig zu trainieren. Dazu bringe ich ihn in
eine alte Fabrik, deren Keller zu einer Sporthalle umgestaltet wurde.
Dort sind eigentlich immer Leute, auf die ich das Training abwälzen
kann. Ich mag Darling ja, aber ich wäre lieber gemütlich in mein
Lieblings- Café gegangen, als einem untrainierten Psycho beizubringen,
wie er eine Schrotflinte zu bedienen hat. Wir gehen die Metalltreppe
runter und ich führe ihn direkt in den Schussraum. Der alte Minner grüßt
uns kurz, Hendrik Minner ist eigentlich immer hier. Früher war er der
gefürchtetste Schütze, jetzt ist er 78. Aber er kann immer noch alles
was Kugeln schießt, perfekt bedienen. „Hey Minner. Kannst du dich bitte
ein bisschen um Darling kümmern? Ich muss noch einen Vortrag
vorbereiten.“ Kleine Notlüge. „Vortrag, is klar. Kannst dem selbst war
beibringen, hab grad keine Lust.“ Ich seufze und führe Darling zu einer
Zielscheibe und drücke ihm eine Deagle in die Hand. „Probier´s“ sage
ich. „Okay, aber erwarte nicht zu viel.“ Darling zielt und schießt. Der
Schuss geht knapp an der Scheibe vorbei. Gott, das wir ein langer Tag!
„Gib mal her!“ sage ich nach seinem dritten Fehlschuss und reiße ihm die
Waffe aus der Hand, schieße und treffe genau die Mitte. „Versuch beim
zielen nicht so viel zu zittern und versuch, die Waffe möglichst grade
zu halten“ Ich werfe ihm die Deagle zu, er fängt sie geschickt. Das gibt
mit zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. Er versucht, sich gut
hinzustellen. Bevor er abdrückt, korrigiere ich seine Haltung. Diesmal
trifft der Schuss, sogar ins innere Drittel der Zielscheibe. „Yaj“ rufe
ich und gebe ihm eine High- Five. „Siehst du, klappt doch.“ sage ich
immer noch euphorisch. „Ja, ich bin grad übelst stolz auf mich.“ sagt
Darling und lächelt.
Wir üben noch ein paar Stunden, bin Darling
perfekt mit einer Deagle und auch schon recht akzeptabel mit einer
Schrotflinte umgehen kann. Dann trennen sich unsere Wege, Darling wohnt
im Moment noch bei meinem Bruder, will sich aber wie ich ein
Parallelleben aufbauen.
Jagt
In meiner Wohnung hole ich nur schnell meinen speziellen Rucksack. Er
ist gefüllt mit leeren Blutbeuteln, Kanülen, Betäubungsspritzen und
Messern. Ich habe mir schon ein Opfer für heute ausgesucht: ein reicher
Anwalt, Familienvater und Arschloch. Der Mann macht riesigen Gewinn und
spendet nicht mal 1 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke, aber
fast 30 Prozent für Alkohol. Ich renne schnell die Stufen des
Hochhauses hinunter und die Straßen entlang. Ich muss den Mann auf dem
Heimweg noch abfangen, also habe ich wenig Zeit. Gleich bin ich bei
seiner Kanzlei. Mist, er ist schon weg. Also ihm nach. Ich schleiche
durch enge Seitenstraßen und weiche Obdachlosen aus, die ohnmächtig auf
dem Boden liegen. Zum Glück geht der Mann immer zu Fuß nach Hause. Grade
sehe ich ihn um eine Ecke biegen. Jetzt alles oder nichts! Ich renne
hinter ihm her, halte ihm mit einer Hand den Mund zu und ziehe ihn durch
das riesige Labyrinth von Gassen bis ich sicher bin, dass wir
unbeobachtet sind. Dann lasse ich ihn unsanft auf den kalten Steinboden
knallen. Verärgert dreht er sich zu mir um: „Was soll das?“ Als er mich
erkennt, wird er kreidebleich. Er versucht, wegzukrabbeln. „Nein, nein,
nicht du.“ Mit einem gezielten Tritt zwischen seine Schulterblätter
beende ich seinen verzweifelten Fluchtversuch. Jetzt liegt er ohnmächtig
auf dem Boden. Ich stelle meinen Rucksack neben ihm ab und hole eine
Kanüle und die Blutbeutel hinaus. Ich ramme dem Bewusstlosen die Kanüle
in den Arm und sammle sein Blut in den Beuteln. Ich kann es mir nicht
verkneifen, etwas zu naschen. So warm und frisch schmeckt Blut immer
noch am besten. Bis die Beutel voll sind, dauert es eine Weile.
Währenddessen schneide ich meinem Opfer den Bauch auf und biege die
Rippen auseinander. Dann beginne ich sorgfältig damit, die Organe hinaus
zu schneiden und in Frischhaltefolie einzupacken. Erst das Herz und die
Lungen, dann den Magen und den Darm. Ich überlege, auch noch die
Geschlechtsteile mitzunehmen, dafür wird gut gezahlt. Aber nein, so was
können andere machen. Endlich bin ich fertig. Ich verstaue alles in
meinem Rucksack und verstecke die Leiche in einer Mülltonne. Ihr
Besitzer wird wohl bald Besuch von der Kripo bekommen. Hoffentlich kann
ich den Kram heute noch abgeben, obwohl nee. Ich gönn mir lieber zu
Hause ein schönes Schaumbad und guck vielleicht Mirai Nikki weiter.
jetzt enspannen!
Ich mache mich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Aber vorher
binde ich meine Haare zusammen um den Sidecut zu verdecken, so wie ich
es in der Uni tue.
Der Bus kommt ein paar Minuten zu spät. Ich zeige
vorne meine Monatskarte vor und versuche, mich möglichst schnell in
irgendeine Ecke zu stellen um nicht aufzufallen. Leider klappt das nicht
so ganz. Ich werde angetippt und drehe mich um. Vor mich steht Robert,
ein Typ aus meinem Kurs. Er hat lockige hellbraune Haare, trägt eine
Brille und ist recht füllig. Sein reicher Vater finanziert ihm alles und
in der Uni ist er recht unbeliebt. „Hey Nina, was geht?“ (Ich nenne
mich auf der Uni Nina ) Ich bin nicht sonderlich froh, ihn zu treffen.
„Ich bin grad auf dem Heimweg.“ sage ich knapp und gebe mir große Mühe,
abweisend zu wirken. „Warst wohl shoppen“ sagt er und deutet auf meinen
vollen Rucksack.“ „Ja, ein bisschen shoppen. Wie das halt bei Mädchen so
ist“ antworte ich. Danach schweigen wir uns nur an. Ich bin froh, als
ich endlich aussteigen kann. Irgendwie mag ich Robert nicht, ich habe
irgendwie das Gefühl, dass er mich verfolgt. Deshalb renne ich extra
schnell zu meiner Wohnung. Drinnen gehe ich direkt in mein Schlafzimmer
und schiebe meinem Kleiderschrank beiseite. Er verdeckt die Tür zum
zweiten Badezimmer, dass ich als Lagerraum für Blut und Organe nutze.
Schnell stopfe ich alles irgendwo hin und gehe in mein richtiges Bad.
Dort lasse ich mir ein erfrischendes Schaumbad ein und entspanne mich
bei den sanften Klängen von Bangerang.
dealen
Der nächste Morgen. Ich stehe im Bus auf dem Weg zur Uni und lasse Hip
Hop in meine Ohren dröhnen, möglichst laut. Ich will nicht hören,
worüber die anderen Menschen reden. Ich fahre mit einer Hand über meine
rechte Kopfhälfte, fühle kurz nach, ob meine zu einem Zopf gebundenen
Haare den Sidecut verdecken, alles passt soweit. Ich muss aussteigen,
die Haltestelle ist direkt vor dem riesigen Vorhof. Im Sommer sitzen
hier draußen immer mega viele Studenten und lernen, aber nicht wenn es
so kalt ist, wie heute. Ich gehe schnell ins Gebäude für
Naturwissenschaften, nicht nur, um mit niemandem reden zu müssen,
sondern hauptsächlich da es, wie gesagt schweinekalt ist. „Hey Nina!“
ruft mir jemand zu. Ich brauche mich gar nicht erst umzudrehen, ich weiß
auch so, dass es Robert ist. „Morgen, Robert.“ Ich versuche, nicht
weiter auf ihn zu achten und gehe zielstrebig zu meinem Hörsaal. Er
rennt mit hinterher „Hey, Nina.“ „Was ist?“ fahre ich ihn an. „Heute
Abend ist ´ne dicke Party im Overlands. Hast du Lust, hinzugehen?“ „Du,
ah… . Ich würde ja furchtbar gern, aber weißt du… . Ich muss heute
arbeiten, darum geht’s schlecht. Aber viel Spaß.“ Ich muss heute nicht
arbeiten, habe nur keinen Bock mit Robert auf irgendeine dämliche Party
zu gehen. Ich lächle ihn noch kurz an und gucke dann, dass ich möglichst
schnell auf einen Platz weit weg von ihm und seinem ekelhaften After-
Shave komme.
Die Vorlesungen sind zu Ende und ich nehme den Bus
nach Hause, laufe die Treppen in den dritten Stock zu meiner Wohnung
hoch und schließe auf. Erschöpft werfe ich meine Jacke und meine Tasche
irgendwo hin, löse meinen Zopf und torkle in die Küche. An meinem
Esstisch sitzt Styx, auf meinem Platz steht ein Glas Blut. Ich werfe
mich auf den Stuhl und trinke es in einem Zu leer. „Moment.“ sage ich
„wieso bist du hier?“ „Rate“ meint mein Bruder. „Entweder du brauchst
Geld für Nutten oder du hast einen Job für mich.“ Er guckt mich
gelangweilt an „Okay, was soll ich machen?“ frage ich. „Heute Abend wird
eine Prominenz der Serienkiller in der Stadt sein. Er sucht nach etwas
und jemand hat dieses Etwas gefunden. Allerdings hat er Angst, selbst
mit dem Killer zu verhandeln.“ „Ist der denn so gefährlich?“ „Es hat
keiner überlebt, der uns das sagen könnte.“ „Also zusammengefasst: Ich
soll einem Kerl, von dem ich nicht weiß, ein Angebot machen, das ich
nicht kenne. Und habe dazu null Chance das zu überleben.“ „Kann man so
sagen.“ „Klingt nach ´nem spaßigen Abend. Bin dabei.“ „Dann mach dich
mal hübsch. Um zehn im Overlands. Ich bring dich hin.“ Overlands? Ist
das nicht die Disko in die Robert mich eingeladen hat? Oh Mist, was ist,
wenn ich ihn da treffe. Wie soll ich ihm das bitte erklären? Absagen
kann ich jetzt nicht. Dann muss es der Junge wohl verkraften. „Dann bis
später.“ sagt mein Bruder und geht. Ich gucke auf die Uhr: halb neun.
Was zieht man denn in der Disko an? War ewig nicht feiern. Ein T- Shirt
und ´ne Jeans wird schon passen. Super, dann hab ich noch was Zeit. Ich
schenke mir noch ein Glas Blut ein und pflanze mich vor den PC.
Jetzt stehe ich vor der Disko. Styx hat mich hergefahren und ist
gleich wieder verschwunden. Ich atme tief durch und betrete das Gebäude.
Ich werde empfangen von warmer Luft und dem Gestank nach Alkohol. Auf
der Tanzfläche schütteln besoffene Leute ihren Körper zu billigen
Technobeats. Jetzt muss ich warten. Mein Bruder hat gesagt, ich solle
auf einen Mann mit schwarzen Haaren und weißem Kapuzenpullover warten.
Er soll mich dann fragen, ob einen Wodka mit Himbeersirup will. Ich soll
antworten: „Lieber mit Zitronensaft.“ Ich will nicht wissen, wie man
auf diese Idee gekommen ist. Ich ziehe einen Zettel aus meiner
Hosentasche. Styx hat mir eilig einige Infos drauf gekritzelt.
“
Zu bieten: Faker, gefangen, Zustand: unverletzt,
bis Übergabe in künstlichem Koma
Forderung:Million Euro in Bitcoins+ Garantie
auf Sicherheit von Händler und Zwischenmensch
“
Plötzlich
tippt mich jemand an. Ich drehe mich um und schiebe den Zettel
unauffällig in meine Tasche. Vor mir steht ein junger Mann, sein Gesicht
wird komplett von einer weißen Kapuze verdeckt. „Kann ich dich auf
einen Wodka mit Himbeersirup einladen?“ „Ich nehme lieber einen mit
Zitronensaft.“ Er greift meinen Arm und zieht mich in ein kleines
Hinterzimmer. Darin stehen nur ein Tisch und zwei Stühle. Die Wände sind
voll mit getrocknetem Blut. Er bedeutet mir, mich zu setzten und nimmt
ebenfalls Platz. Dann zieht er seine Kapuze ab. Ich erkenne ihn sofort.
Sein breites, krankes Lächeln, die weggebrannten Augenlider, die
abnormal bleiche Haut. Mir gegenüber sitzt kein Geringerer als Jeff the
Killer