GeisterKrankheitenKreaturenMittelMord

Bluthauch

“Und ist die Zeit gekommen, wo die Welt zur Erneuerung sich vertilgt – da wird sich dies alles durch seine eigenen Kräfte zunichte machen. Gestirne werden gegen Gestirne prallen und alles, was jetzt in bester Ordnung sein Licht ausstrahlt, wird bei dem allgemeinen Weltenbrande eine einzige Feuermasse bilden..” – Lucius Seneca

(Zielbewusste Schritte eine Auffahrt hoch, begleitet von angestrengten Atemzügen durch eine Gasmaske)

(Harte Tritte gegen eine hölzerne Eingangstur, bevor diese nach Innen aufbricht)

Eric: *Keucht* *Funkgerät Geräusch* (Leise gesprochen) Tanner? Lisa? Hört mich jemand?

*Rauschen*

Eric: Scheisse.. Leute, mein Gerät hat etwas abbekommen – Ich weiss nicht ob ihr mich hören könnt. Ich höre euch jedenfalls nicht.

*Rauschen*

Eric: Falls ihr mich hört: Die Untersuchung beim Supermarkt ist fehlgeschlagen. Da war absolut nichts mehr zu holen. Ausserdem sind sogar einige Träumer aufgetaucht. ich glaube, ich habe sie abgeschüttelt – jedenfalls ist der Wachs seit ungefähr 20 Minuten wieder hart. Ich bin jetzt beim Lancaster-Hotel – Einige Meilen nördlich von Brighton.. Ich check’ das hier mal ab und melde mich später wieder. Eins ist sicher: Ich kehre nicht mit leeren Händen zurück. Eric over.

Der Stalker atmet tief durch, löst sachte den Griff um das kleine Funkgerät, das auf Brusthöhe an einem Riemen befestigt ist und betritt das Foyer. Der Schreck und die Anspannung seiner kürzlichen Flucht steckt ihm noch immer in den Gliedern. Die gespenstische Stille in dem Gebäude wirkt nicht gerade erleichternd, da er beim Voranschreiten seinen eigenen Herzschlag deutlich spüren kann. Auch die alte und verstaubte Einrichtung der Eingangshalle, über die das Licht seiner Taschenlampe tastet, trägt wenig zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Obwohl es erst Nachmittag ist, könnte Eric ohne seine treue Lampe nur wenig erkennen.

Die Wolken sind schuld. Die Wolken, die seit dem Untergang der Zivilisation vor nunmehr 4 Jahren, die ständige Bedrohung der neuen Welt untermalen und in düsterer Erhabenheit das wärmende Licht der Sonne grösstenteils von der Erdoberfläche fernhalten. Doch damit nicht genug. Wie Gift aus der Hölle, gewonnen aus Blut und Verderben, drang der rote Dunst aus den Tiefen der Erde empor – Verpestete ganze Städte – Wälder – Kroch bis in die höchsten Berge hinauf und durchdrang die Meere der Welt, bis 70% aller Geschöpfe auf der Erde, ihrer Vernichtung nicht mehr entrinnen konnten. Der Vernichtung – Oder der Transformation, denn nicht alle Lebewesen reagierten gleich auf den Bluthauch, wie der Dunst auch oft genannt wird. Jene, die nicht das Glück hatten, bei der Inhalation zu sterben, fielen schrecklichen Mutationen zum Opfer. Andere wiederum, besonders Menschen, verloren jeden Bezug zur Realität und attackieren nun alles das so aussieht als könnte es das dominanteste ihrer verbleibenden Bedürfnisse befriedigen. Hunger.

Eric nähert sich der Treppe, die im rechten Teil des Raums in die höher gelegenen Etagen führt. Vor dem ersten Treppenabsatz hängt ein grosses Gemälde an der Wand. Er stutzt, sowie der Lichtschein das Motiv erhellt. Es zeigt eine Statue des spanischen Konquistadors Cortés, der im frühen 16. Jahrhundert mit seinen indianischen Verbündeten die Stadt Tenochtitlan im Aztekenreich eroberte. Sie befindet sich in heroischer Pose vor einem abgebrannten Farmhaus. Vor der Statue stehen drei lächelnde Jungen, die das berühmte Aztekenschwert des Eroberers in Händen halten. Eric schnaubt amüsiert (schnauben). Das Gemälde erinnert ihn an etwas aus seiner Kindheit. Etwas aus längst vergangenen Zeiten. Nach einer wohltuenden Nostalgie-Minute steigt er die staubige Treppe hoch.

Als er die zahlreichen verlassenen Zimmer des Hotels nach brauchbaren Dingen durchsucht, macht sich in ihm eine gewisse Enttäuschung breit. Er war es zwar gewohnt, dass bei seiner Suche nur selten eine grosse Menge ertragreicher Beute heraussprang – Doch die Zimmer waren dennoch eine Frechheit. Bis auf ein paar zerrissene Kleidungsstücke und leere Schränke, schien dieses Gebäude bereits gründlich abgegrast worden zu sein. Ernüchtert setzt er sich für eine kurze Pause auf das zerwühlte Bett des gefühlt hundertsten Zimmers, das ihm nun auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen guten Fund ausgetrieben hatte.

Eric: *Funkgerät Geräusch* Leute? Das Hotel scheint vollkommen geplündert. Das könnt ihr schon mal provisorisch von der Karte streichen. Ist wirklich kein sehr guter Tag heute.. Ich hoffe Sam und Conor haben mehr Glück.. Wenigstens scheine ich die Träumer tatsächlich abgehängt zu haben. Ist zwar schon einsam hier, aber auf die Gesellschaft dieser Viecher kann ich dennoch gern verzichten hehe..

*Rauschen*

Eric: Naja.. Ich werde jetzt noch im Keller nachsehen. Vielleicht gibt es da noch irgend einen Vorratsraum oder so. Es ist jetzt.. hmm.. Viertel nach drei – Ich werde mich also etwa in einer halben Stunde wieder auf den Rückweg machen. Ach und sagt Sissa, dass ich auch noch immer nach einem Schachbrett für ihn Ausschau halte. Der Alte langweilt sich irgendwann noch zu Tode. Also.. Bis später – Ich hab euch Lieb.

Für einen Moment schliesst Eric die Augen. Er konzentriert sich auf die Stille. Auch wenn sein Verstand ihm einzureden versucht, dass es eine gefährliche Stille sei, gibt Eric ihr weiterhin seine ganze Aufmerksamkeit – Denn er weiss, das sie ihm wohltuende Ruhe bringt, wenn er nur genug lange in sie eintaucht, ohne sich vom Schleier der Bewertungen in seinen Gedanken beirren zu lassen. Dann – ein paar Minuten später – erhebt er sich und begibt sich erst über die von blauem Stoff überzogene Treppe zurück ins Foyer, bevor er den Keller aufsucht.

Ein kleines, verwittertes Schild nahe der Rezeption weist auf eine ausladend schaurige Eisentür, deren Anblick Erics Nackenhaare alarmiert. Ebenso erschaudernd wirkt das grässliche Gequietsche beim Öffnen der Tür und plötzlich scheint der beruhigende Effekt seiner tollen spirituellen Übung von vorhin ganz schnell den Bach runter zu gehen. Denn der grauenhafte Anblick dieser langen Treppe in den Untergrund gibt Erics Ruhe einen ordentlichen Tritt in den Hintern. Sein Verstand ist zurück. Und diesmal scheint es dem Stalker sichtlich schwer zu fallen, nicht auf die alarmierenden Worte zu vertrauen, die sich in seinem Kopf bilden. Zögernd beisst er sich auf die Unterlippe und.. Macht den ersten Schritt seinem, von seiner Fantasie prophezeiten, Ende entgegen.

Fast unten angekommen sieht er sich einem äusserst feuchten Hindernis gegenüber. Der Gang zu dem die Treppe führt, steht fast bis zur Hälfte unter Wasser. Eric kann zwar einige unterdrückte Flüche nicht vermeiden, steigt dann aber vorsichtig in die abgestandene Brühe. Mit ruhigen Bewegungen, um möglichst wenige Geräusche zu verursachen schreitet er voran – Seine Schallgedämpfte und die Taschenlampe im Anschlag. Der Rucksack auf seinem Rücken bleibt glücklicherweise auch trocken, denn das Wasser reicht ihm nur ungefähr bis zur Hüfte. Auf halbem Weg durch den gefluteten Korridor bleibt er plötzlich an etwas hängen. Träge treibt es im Wasser und der Stalker bleibt erschrocken stehen. Er zielt mit der Lampe direkt neben sich. Ein eingeschlagener Schädel an dem nur noch wenige verblichene Hautfetzen kleben blickt ihm aus leeren Augenhöhlen entgegen.

Angewidert und mit offenem Mund wendet Eric den Blick ab. Sein Herz rast, während seine stockenden Atemzüge um die Wette laufen. “Ruuhig.. *keuch* Ganz ruuhig.. Das ist nur ein abgetrennter Kopf ohne Augen. Überhaupt nicht schlimm..”, versucht er sich zu beruhigen. In seinen zweieinhalb Jahren als Stalker hatte er sich einigermassen an den Anblick von Leichen gewöhnt, jedoch schien ein gewisser Schockmoment zu Anfang unvermeidlich. Als würde etwas tief im Innern lebender Geschöpfe daran erinnert werden, dass dieses Leben vergänglich ist und somit Gefühle auslöst, die einem für kurze Zeit die Luft abschnüren. Eric fragt sich für einen Moment ob abgetrennte Köpfe nicht eigentlich im Wasser untergehen sollten und schüttelt dann die aufkeimenden Gedanken schnell wieder ab. Darin war er gut. Darin MUSSTE er gut sein, wenn er diese schreckliche neue Welt überleben wollte. Nicht wegen möglichen psychischen Krankheiten und auch nicht weil ein gedankenverlorener Stalker schnell sein Ende findet, nein.. Der Grund war ein viel furchtbarerer, als sein Verstand sich je ausmalen konnte. Die Träumer.

Wenige Schritte weiter hinten in dieser muffigen Kloake befindet sich rechts eine kleine Treppe, die in einen weiteren, erhöhten Gang abzweigt. Froh darüber, es hinter sich zu lassen steigt Eric aus dem Wasser und leuchtet den neuen Weg ab. Dann ein neuer Schreckmoment. Seine Taschenlampe flackert ein paar mal kurz auf, bis sie schliesslich mit einem leisen *Bzz* den Geist aufgibt.

Eric: Scheisse, das darf doch nicht wahr sein..

Er schlägt sie zwei mal sanft in seine Handfläche, in den Hoffnung sie würde dadurch plötzlich wieder zum Leben erweckt werden – Doch vergebens. Auch die neue Knopfbatterie, die er mühsam aus einer seiner Seitentaschen kramt, kann sie nicht reanimieren. Es ist stockdunkel. Mit zusammengekniffenen Augen tastet er sich mühsam voran. Deswegen würde er jetzt nicht alles abbrechen und nach Hause gehen – Obwohl er nicht wissen konnte, dass genau jetzt einer der letzten Momente zur Flucht verstreicht, die ihn von den kommenden Ereignissen bewahrt hätte. Die Schemen einer schweren, stählernen Tür werden sichtbar. Als er näher tritt erkennt er sie als Luke zu einer Art Schutzbunker. Ein nervöses Gefühl macht sich in seinen Gliedern breit, als er das grosse Rad, das als Zugangsmechanismus dient zu drehen beginnt. Es quietscht und ächzt bei jeder Umdrehung. Dann stemmt er seine Füsse in den Boden, strengt seine Muskeln an und zieht die Tür zu sich hin, bis sie genug offen ist um durch den Spalt in den Raum dahinter zu schlüpfen.

Seine Augen gewöhnen sich nur schwer an die Dunkelheit und so entschliesst er sich, die Gasmaske vom Kopf zu nehmen. Vielleicht kann er so, etwas mehr von seiner Umgebung erkennen. Und tatsächlich – Rechts an der Wand glaubt er die Umrisse eines Regals zu erspähen und läuft mit ausgetrecktem Arm darauf zu. Die Gerüche hier unten irritieren Eric. Einerseits riecht es nach Metall, was nicht sonderlich abnormal schien. Doch andererseits nach Verwesung und altem Schweiss. Bei dem Regal angekommen macht er grosse Augen. Ein Volltreffer.

Mehrstöckige Ablagen voller Dosengerichte, Cracker, Schokoriegel und Wasserflaschen lächeln ihm entgegen, als er staunend dem Regal entlang läuft. Ein herzhaftes Grinsen breitet sich auf Erics spröden Lippen aus. So einen Fund hatte er in seiner Zeit als Stalker noch nie verzeichnen können.

Eric: *Funkgerät Geräusch* Leute ihr werdet es nicht glauben!

Hier ist alles voller Lebensmittel. Ich werde ein paar Dinge einpacken und mache mich dann auf den Rückweg. So viel kann ich nicht auf einmal tragen * kicher* . Hoffentlich finde ich den Weg zurück. Vorhin ist nämlich meine Taschenlampe kaputt gegangen und ich.. Aaach ich Idiot! Mir fällt gerade ein, dass ich noch diese Leuchtf..

*Klirr*

Abrupt wirbelt er herum. Sein Blut gefriert und eine hässliche Gänsehaut kriecht seinen Rücken empor. Nachdem er für kurze Zeit in die Dunkelheit horcht, stellt er langsam den Rucksack vor sich hin und wühlt mit zittrigen Fingern nach den kleinen Leuchtstäben, die sein Freund Sam ihm empfohlen- ER jedoch noch nie gebraucht hatte. Nach einem leisen Knicklaut erhellt ein angenehm grünlich es Licht wenige Meter von seinem Ausgangspunkt aus. Eric läuft weg von dem Regal weiter in den Raum hinein. Kurz hatte er sich überlegt so etwas wie “Hallo?” oder “Ist da jemand?” zu rufen, die Idee aber gleich wieder verworfen. Die Waffe im Anschlag läuft er durch einen schmalen Türbogen und betritt ein weiteres Zimmer. Der üble Geruch verstärkt sich, während sich seine Muskeln anspannen und seine Lunge auf Hochtouren arbeitet, auch wenn sie bei diesem Gestank ihre Funktion am Liebsten gänzich einstellen würde. Dann sieht er etwas aus der Dunkelheit hervortreten. Links von ihm in einer Ecke, liegt ein provisorisches Bett mit dreckigen und zerwühlten Laken. Rechts, in der Mitte des Raums, steht ein kleiner Tisch und zwei sorgfältig platzierte Stühle. Doch das, was dahinter auf einem kuscheligen pinken Sessel sitzt, lässt Erics Kinnlade gefährlich weit nach unten sinken. Ihm wird übel – Er taumelt und der Raum beginnt sich in seinem Kopf zu drehen, so dass er kaum noch wahrnehmen kann was hinter ihm passiert.

*Schritte*

*Ein dumpfer Aufprall – Ein kurzer Aufschrei*

*Eric erwacht stöhnend aus seinem Schlummer*

Unbekannt: Siehst du Prinzessin.. Ich habe nicht zu fest zugeschlagen! .. Was? N-Nein Liebes, sieh doch. SIEH DOCH!

Es ist nur ein kleines Aua.. Nur ein kleines Aua..

Eric: *Keuchen* Wer.. Wer zur Hölle bist du? Was machst *hust* du hier unten verflucht?!

Unbekannt: Hölle.. Flüche.. Dachte ich es mir! Dich schickt der Satan.. Der SATAN! *aufgebrachtes Gemurmel*

Eric:Scheisse.. Was? Nein!

Unbekannt: Mein Gott Prinzessin – Mach deine Ohren zu! Die Flüche entrinnen diesem Höllenbruder wie eine faulige Fontäne des roten Todes! Weiche von uns Dämon!

*Schlag ins Gesicht – Eric keucht und hustet*

Die Faust seines Kidnappers – Ein dürrer, schmutziger Kerl mit fettigen schwarzen Haaren und einem dreckigen Outfit, das Eric an einen Kellner erinnert, trifft ihn hart an der linken Schläfe – So hart, dass der Stuhl auf den er gesetzt und gefesselt wurde umkippt. Erschöpft liegt Eric auf der Seite und kann nun einen erneuten Blick auf den pinken Sessel werfen. Mittlerweile brennen im Raum einige Kerzen, so dass das Grauen dieses Ortes in aller Klarheit hervortritt. Auf dem Sessel sitzt eine kleine gebrechliche Gestalt in einem hellblauen Kleidchen. Ihre Haut ist von dunkelbrauner Farbe und die Knochen des Schädels dringen an manchen Stellen aus ihr heraus. Die Augenhöhlen – So leer, wie die des abgetrennten Kopfes im Wasser. Obwohl das Mädchen toter nicht sein könnte, geht eine seltsame Aura von ihr aus – Fast, als würde sie jeden Moment ihren starren Blick vom Esstisch abwenden, ihn mit ihrem scheusslich entstellten Gesicht ansehen und seinen Körper mit purer Furcht peinigen. Voller Abscheu betrachtet er die Gestalt, bis der andere Mann ihn und den Stuhl wieder hochwuchtet.

Unbekannt: Alles gut Prinzessin.. Es ist nur.. nur kurz mit mir durchgegangen.. Er ist hier eingedrungen – Einfach eingedrungen! Er bedeutet Gefahr.. Und ich.. Ich muss dich doch beschützen Kleines. *Streichelt dem toten Mädchen über den Kopf* So ist gut.. Wir sind ruhig.. *Geht zu Eric und packt ihn am Kragen* Du! Welchen Namen trägst du, Lakai der Unterwelt?!

Eric: Ich.. Ich bin ein normaler Mensch.. Ich heisse Eric.

Unbekannt: Tust du nicht.

Eric: .. Mein Name.. Ist Eric.

Unbekannt: .. Wie heisst du wirklich?

Eric: Scheisse, wenn ich’s doch sage!

Unbekannt: Oaah diese Flüche! Ich werde sie dir austreiben!

Eric: N-Nein okay, okay.. Ich.. Ich werde nicht mehr fluchen. Glaub mir mein Name ist Eric. Eric Camden. Ich komme von einem Ort nicht weit von hier.

Unbekannt: Der Hölle.

Eric: Nein! Ich bin ein normaler Mensch genau wie du.

Hör zu.. Ich bin nicht dein Feind. Ich bin auf der Suche nach Vorräten – Ein Stalker.

Unbekannt: Ein Stalker also.. Wie lange folgst du mir schon?!

Eric: Nein, nicht so ein Stalker! Stalker ist auch ein Begriff für Leute, die nach Lebensmitteln, Ausrüstung und so weiter suchen.. Da wo es gefährlich ist.

Unbekannt: Gefährlich jaja.. Also.. Bist du ein Plünderer?

Eric: Genau.

Unbekannt: Du wolltest mich also AUSPLÜNDERN?!

Eric: Ähh.. Nein, also ja.. A-aber ich wusste nicht dass du hier lebst..

*Stille*

Eric: Also nochmal.. Ich heisse Eric, bin ein Stalker der Vorräte sucht und lebe in einem alten Zugdepot ungefähr zwei Meilen südöstlich der Stadt.. Wir.. Hörst du überhaupt zu?

Unbekannt: Hahaha nein Prinzessin.. Hah! Das kann ich nicht.

Eric: W-was kannst du nicht.

Unbekannt: Soll ich? Ach na gut.. Alsoo.. Meine Tochter findet deine Unterwürfigkeit süss.

Eric:.. Aha? Sie scheint mir aber etwas wortkarg.

Bei diesen Worten blickt Eric über seine Schulter zurück zu dem Mädchen, die ruhig und aufrecht zwischen einigen Kuscheltieren sitzt. Ein fast schmerzhafter Schauer kriecht durch seine Halswirbelsäule als die Kleine plötzlich langsam ihren abscheulichen Schädel in seine Richtung dreht.

Eric: Ooohh mein Gott.. *keuch* Was ist mit ihr los?! Hat sie etwa den Bluthauch eingeatmet?

Unbekannt: *Verträumt* Ist sie.. nicht.. Bezaubernd?

Eric: Hey! Wach auf man! Wie lange seid ihr schon in diesem Keller?

Was ist hier passiert? Und wer war dieser andere, dessen Leiche zerstückelt hier unten herumliegt?

Unbekannt: Der andere.. Ach du meinst Steve da drüben.

Erics Blick folgt dem Arm des Mannes und schliesst nach erneutem Erschaudern resigniert die Augen. An der Wand links von ihm kleben von grossen Nägeln aufgespiesst verschiedene Körperteile eines grossgewachsenen Mannes. Die fransigen Hautlappen hängen verkrustet von den Stellen, an denen man den Körper wohl mit einem Messer unsorgfältig auseinander geschnitten hatte.

Eric: Ach.. Da ist der Rest..

Unbekannt: Der arme, arme Steve.. Ich muss wohl irgendwie seinen Kopf verlegt haben.

Eric: *Leise gebrummelt* Was für eine verdammte Tragödie..

Unbekannt: *Schüttelt den Kopf* Er war immer.. so ein netter Mitarbeiter gewesen. Und auch darüber hinaus. Damals – Als wir uns hier verschanzt haben. Hat immer auf meine kleine Maggie aufgepasst, als es ihr nicht gut ging.. Wegen diesem.. Teufelszeug. Hat mir geholfen hier alles einzurichten.. Einfach eine.. positive Atmosphäre hierher gebracht – Inmitten dieses Chaos. Und dann.. Dann hat er versucht meine Tochter zu ficken. *Verträumt geflüstert* Ich habe draussen nach anderen Überlebenden Ausschau gehalten – Hab ich oft gemacht.. Ich dachte, ich hätte jemanden gesehen – Und als ich wieder zurückkam um davon zu berichten, lag sie.. gebeugt über diesem Tisch hier. Ihr hübsches blaues Kleidchen – Besudelt von ihrem Blut.. Und auf einmal war ich leer.. Wie ein Werkzeug einer höheren Macht und ich wusste, ich musste handeln! Ich zog mein kleines Filetiermesser und stach zu – Wieder und wieder, wie die Bestie die ich geworden war – Zu der ER mich GEMACHT HATTE! Ein Feuer der Ekstase wütete in mir als ich diesem Hurensohn die Eier abschnitt und sie ihm mit meiner blossen Hand in den Hals hinunter stopfte! Entschuldige ich fluche.. Entschuldige.. Ach Gott.. Ich kann nicht.. Will nicht.. Sein Wimmern.. Sein Wimmern verfolgt mich bis in meine Träume..*weinerliches kichern* Eine Woche später erlag meine Maggie diesem Dunst.. Doch sie kam wieder.. SIE KAM WIEDER! Gott hat sie mir zurückgegeben.. Siehst du sie.. Siehst du ihr Kleid? Ist sie nicht wunderschön?!

Eric hört dem Mann fassungslos bei seiner Geschichte zu. Einerseits war der Mann durch seine fürchterlichen Erlebnisse und die lange Zeit in diesem Keller psychisch geschädigt – Andererseits erkannte Eric noch einen Teil in ihm, der bereute, Empathie zeigte und aus dem eine subtile Klarheit zu dringen schien. Die weiteren Worte fallen ihm schwer. Auch wenn der Mann ihn festhielt und schlug, weiss Eric, dass er es nur tat um sich und seine Tochter zu schützen – Um nicht noch einmal der Qual solch grauenhafter Bilder ausgesetzt zu sein.

Eric: Es.. Es tut mir Leid was du hier erlebt hast – Wirklich. Ich kann versuchen dir zu helfen, wenn du mich lässt..

*Stille*

Eric: Es gibt noch andere, gute Menschen. Sie wohnen mit mir in dem Zugdepot. Darunter gibt es eine Art Untergrund-Basis. Man kann ihnen vertrauen. Und mir kannst du auch vertrauen. Bind mich los und wir gehen gemeinsam dorthin, okay? Hast du nicht genug hier unten gehockt?

Unbekannt: Aaaah! *Zieht sein Messer und hält es Eric an die Kehle* Du Lügner! Du willst nur meine Vorräte haben! Ich und Maggie sind dir doch vollkommen scheissegal, wie allen anderen Todgeweihten in dieser grauenvollen Monotonie, die ihr Welt schimpft! Hier herrscht keine Freude mehr! Das Lachen meiner süssen Kleinen – Das Lachen, das allein die Schatten der Tristesse in meinem Herzen vertreiben konnte – Verstummt auf ewig! DU willst mir helfen?! Es gibt auf diesem Planeten – vergessen in den endlosen Weiten des Nichts – keine Hoffnung! Nur LEID! NUR TOD! KEINE FREUDE!

Eric: Es.. *hnng* gibt.. noch.. Freude..

*Griff lockert sich*

Eric: Ich lüge nicht *keuch* Ich verspreche dir, ich werde euch zu meinen Leuten bringen.. Du kannst neu anfangen. Du kannst das *hust*.. das alles hinter dir lassen.

*Stille*

Eric: Wie heisst du?

Unbekannt: .. William.

Eric: Okay.. okay.. Also William, wir können es ge..

Doch bevor Eric seinen Satz beenden kann, wird er vom Aufflackern der Kerzen im Raum unterbrochen. Der Wachs verflüssigt sich mit einer beängstigenden Geschwindigkeit. Auch ein Blick zu seinem Rucksack, der vor Williams schmutzigem Bett liegt, verheisst nichts gutes. Seine Unterseite weist eindeutig einen grossen, feuchten Fleck auf. Da wo sein eigener Kerzenwachs verstaut ist.

William: Was ist hier los?

Eric: *Geflüstert* Sie sind gekommen. Ich habe sie nicht abgehängt.

William: Wer ist hier?

Eric: Die Träumer.

William: Die.. Die Geister?.. Du.. DU HAST DIESE GEISTER HERGEFÜHRT!

Eric: Ich wusste es nicht! Ich.. Wir müssen ruhig bleiben. Bind mich jetzt los, schnell!

*William zögert*

Eric: Komm schon, wir müssen hier weg! Sofort!

Verunsichert und wütend erhebt sich William von seinem Stuhl und schneidet Erics Fesseln durch. Dieser eilt sogleich zu seinem Rucksack und wühlt eine zweite Gasmaske daraus hervor.

Eric: Hier zieh dir diese über. Die Träumer kommen nie ohne den Dunst. Und hier ein Leuchtstab – Einfach knicken und vor dich halten. Was.. Was weisst du über die Träumer?

William: Dämonen des Satans und Vorboten des Unvermeidli..

Eric: Also nichts! Hör mir jetzt gut zu – Wenn du das nicht tust wirst du sterben – Oder schlimmeres. Verstanden?

William: *Grummelt* ja.

Eric: Je näher die Träumer sind, desto schneller wirst du müde. Wenn du einmal eingeschlafen bist, übernimmt eines dieser Viecher deine Lebensenergie und kann sich von Gott weiss woher in unsere Welt materialisieren. Angelockt werden sie von lauten Geräuschen, hastigen Bewegungen und dem Wichtigsten: Deinen Gedanken.

Der Trick ist also nicht nachzudenken! Versuch es!

William: Wie? Jetzt?

Eric: Ja jetzt, versuch es! Sieh mich nur an, hör nur in den Raum hinein – Denke nicht nach?

*Ein paar Sekunden Stille*

Eric: Und hast du’s?

William: Nein.

Eric: Dann versuch es nochmal! Wenn die Träumer in deiner Nähe sind und du nicht aufhörst nachzudenken, werden dich deine Gedanken einschlafen lassen und umbringen. Hast du das kapiert, William?!

William: J-ja, ja ich versuch es..

Eric: Okay nochmal.

*Stille*

Eric: Und?

William: Keine Chance.

Eric: Scheisse! Es MUSS klappen. Konzentriere dich nur darauf was du siehst, hörst und spürst und verweile darin. Wenn du mir jetzt zuhörst denkst du doch auch nicht nach, oder!

(William blickt Eric tief in die Augen)

Eric: William? Hallo?

William: Ich glaub’ ich hab’s.. ja ich habs.. Ich habs.. jaja ich kann es..

Eric: *Tiefer Atemzug* Okay.. Dann los.

William nickt. Die Idee seinen langjährigen Unterschlupf zu verlassen behagt ihm gar nicht – Dennoch erkennt er in Erics Worten die Wahrheit über die Dringlichkeit einer Flucht. Mit eiligen Schritten geht er zu Maggie hinüber und hebt sie hoch. Ihre kümmerlichen Ärmchen legen sich unbeholfen um den Hals ihres Vaters. Eric hadert innerlich mit sich selbst. Er fühlt sich schlecht, weil er in all der Aufregung gar nicht mehr an die Kleine gedacht hatte. Sie würde definitiv eine Behinderung darstellen, jedoch verstand er auch, dass William sie auf keinen Fall zurück lassen würde. Eine Diskussion darüber kam also gar nicht in Frage. Der Kerzenwachs fliesst derweil Über die spärliche Möblierung des Zimmers, während die Flämmchen erlischen und den Raum in Dunkelheit hüllen.

Angespannt zieht sich Eric seine Atemmaske über, bevor er einen neuen Leuchtstab einknickt und mit den beiden anderen zum Ausgang begibt. Die Luke ist noch immer halb geöffnet. Hinter sich vernimmt er ein Rascheln. William ist dabei einige Vorräte in eine kleine Tüte zu packen. Dann schlüpfen sie auf die andere Seite und schleichen mit einem mulmigen Gefühl im Magen zum gefluteten Gang. Die warme, stickige Luft knistert vor Unheil. Im schwachen grünlichen Schein der Leuchtstäbe taucht über der Wasseroberfläche der rote Dunst auf, der gemächlich durch das Haus gekrochen war – Langsam, doch beständig. Auf der Suche nach den wenigen Überbleibseln einer zum aussterben verdammten Menschheit. “Sie sind hier.”, flüstert Eric so leise er kann. Die Augen der beiden weiten sich vor Ehrfurcht, als seltsam pulsierende Schatten den Dunst aufwirbeln und ein gespenstisches Schauspiel veranstalten. Hier und da werden die transparenten Geisterkörper von einem Blau schimmernden Blitzgeflecht durchzogen, das den Flüchtenden leichte Stromstösse versetzt, wenn es mit der Wasseroberfläche in Berührung kommt. Doch die beiden bleiben Standhaft in ihrer Achtsamkeit. Auf Maggie wirkt die Szenerie sichtlich beunruhigend. Ihre zuvor noch so ruhigen Glieder beginnen sich in den Armen ihres Vaters zu winden. Ein leises Wimmern dringt aus ihrer seit Jahren ausgetrockneten Kehle.

Ruhig und gefasst bahnen sie sich ihren Weg die Kellertreppe hoch und schaffen es, begleitet von den nach Gedanken gierenden Träumern, nach draussen. Erleichterung breitet sich in Eric aus, als er sich schon einige Meter vom Hoteleingang entfernt hatte, doch sobald er sich zu William umdreht verfliegt es so schnell, wie es gekommen war. Maggies Unruhe gipfelt in einen lautem Ausbruch aus markerschütterndem Gestöhne. Obwohl sie nicht mehr zu denken in der Lage ist, erinnert sich etwas in ihr an die Berührung des Bluthauchs, der sich nun wie eine Klaue vergangener Qualen um sie legt. Hysterisch drückt sie ihren Vater weg von sich. Er hat keine Ahnung was er tun soll und legt seine Tochter behutsam auf den kalten Vorplatz des Gebäudes. Eric sieht ihnen still zu. Er weiss, dass er nicht nachgeben darf. Er darf nicht darüber nachdenken, was er tun könnte um William beizustehen. Doch das Wissen, dass William verloren ist, wenn er sich nicht von Maggie trennt – Das Wissen, dass William ihn bekämpfen und ihn mit sich in den Tod reissen würde, wenn er versuchte ihn von seiner Tochter wegzureissen, ist bereits tief in ihm verankert.

Die nächsten Momente erscheinen für ihn wie die Materialisierung eines bösen Traums, die sich in aller Härte vor ihm entfaltet. “Maggie beruhige dich! Ich bin da Prinzessin! Bitte Schatz! Himmel hilf mir, was soll ich tun?!”, brüllt William mit seinen Emotionen am Ende den tosenden, mächtigen schwarzen Wolken entgegen. Seine Hände gleiten zitternd über das mumifizierte Gesicht des Mädchens. Ein starker Wind kommt auf – Weht verwelkte Blätter absterbender Bäume vor Erics nüchternem Blick hindurch. Die Träumer fegen nun aktiver als zuvor um das schreiende, untote Kind und ihren aufgelösten Vater herum. William wird müder und müder. Ein unaufhaltsamer Gedankenstrom jagt durch seinen Verstand. Die Worte wiegen schwer wie Blei und keimen nur träge auf. Sie überzeugen ihn, dass es gut sei.. Dass er nicht mehr kämpfen soll – Dass er nicht mehr die Last dieses aussichtslosen Überlebenskampfes tragen müsse. Er ist angekommen. Er darf sich wohl fühlen.. Darf.. Schlafen.

Erschöpft streckt er Eric seine Hand entgegen, knickt dann über dem Körper seiner Tochter zusammen und bleibt reglos liegen. Die Geister schwirren wie aufgeschreckte Bienen um die beiden herum. Ein Träumer löst sich aus dem Tumult, greift mit unsichtbaren Fängen nach William und hebt ihn hoch in die Luft. Hemmungslos fliesst das Wesen durch den offenen Mund des Schlafenden. Er zehrt an Williams Lebensenergie – Wütet in ihr – Nimmt sie in sich auf. Blitze zucken vom Firmament, während der Schlafende noch einmal seine Augen aufreisst. Ein letzter gequälter Aufschrei dringt aus seiner Kehle, bevor sein Leib in sekundenschnelle verwelkt und dann in einer klebrigen Pfütze aus Blut und Knochen zu Boden platscht. Eric ist wie elektrisiert – Zu keiner weiteren Bewegung fähig. Aus Angst, dass auch nur der kleinste Gedanke in seinem Kopf aufkommen könnte, wenn er diese totale Starre unterbrach.

Die blutigen Überreste von William regen sich. Wie ein Dirigent schwebt der Dunst in wogenden Bewegungen über die Lache – Als würde er etwas daraus herausziehen wollen. Als würde er einem Kind helfen wollen, sich aufzurappeln – Um sein Leben zu kämpfen. Ein schwarzer Schädel dringt keuchend aus der Pampe aus Eingeweiden. Kleine, grüne Punkte stechen aus den finsteren Augenhöhlen. Lange, ebenfalls schwarze Arme durchzogen von dunkelroten Muskelfasern stemmen sich, wie aus einem Loch ins Schattenreich, auf den brüchigen Asphalt und ziehen einen kräftigen menschenartigen Rumpf, gefolgt von zwei muskulösen Beinen empor. Die Kreatur richtet sich auf und zerreisst die stille Magie dieses für Eric ehrfürchtigen Ereignisses, mit einem tiefen, dämonischen Gebrüll. Ihre Augen richten sich auf den Stalker – Packen ihn mit einer übernatürlichen Kraft, die jede Zelle in Erics Körper gefrieren lässt. Wie der König der Abscheulichkeit läuft der materialisierte Träumer auf ihn zu – Bleibt zwei Meter vor ihm stehen und sieht auf ihn hinab. Der Stalker hebt seinen Kopf – Starrt diesem fürchterlichen Geschöpf mutig in die Augen.

Er wehrt sich nicht – Akzeptiert sein Schicksal – Ergibt sich dem Moment. Der Träumer schnaubt, löst seinen Blick vom Gesicht des Mannes und mustert ihn aufmerksam. Eric fühlt die Berührung dieser trostlosen Augen – Fühlt wie er von ihnen durchdrungen wird. Gescannt nach dem kleinsten Funken Nahrung. Ein einziger Gedanke. Ein Wort. Ein Bild. Eine Erinnerung, die sich in den Vordergrund von Erics Bewusstsein bahnen will. Nichts.. Die Kreatur zischt enttäuscht und wendet sich ab. Noch immer erstarrt, sieht Eric dem Ungeheuer nach, wie es davon stapft – Wie die restlichen Träumer, wie folgsame Schosstiere, ihrem Erwachten Artgenossen folgen und kurz darauf in den Wogenden Dunstschwaden des Bluthauchs verschwinden.

Eine Welle gefilterter Luft dringt in Erics Lunge. Sie schmerzt, denn er hatte nicht gemerkt, dass er den Atem bei seiner Begegnung mit dem Untier die ganze Zeit über angehalten hatte. Es schien überstanden. Nach kurzer Erholung begibt er sich zu Williams Überresten und schaut auf Maggie hinab. Sie ist ruhiger als zuvor, zuckt jedoch verstört ihren Kopf hin und her. Eric erträgt ihre Hilflosigkeit nicht. Er zieht seine Schallgedämpfte im Glauben etwas Gutes zu tun und schiesst ihr zwei mal in den Kopf – Beendet die grausamen Jahre des Dahinvegetierens. Dann greift er sich den kleinen Sack mit den Vorräten, den William bei ihrem Aufbruch mitgenommen hatte. Er verabschiedet sich in Stille von den beiden – Noch immer nicht wagend, auch nur den kleinsten Hauch eines Gedankens zu zulassen und verlässt den Vorplatz des Hotels. Er hatte es versprochen.. Er würde nicht mit leeren Händen zurückkehren.

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