MittelMordSchockierendes EndeTod

Dinner mit der Familie unter tropischem Himmel

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Laut und für jeden hörbar, durchbrach
der Ruf unseres Kapitäns die Stille der Nacht.

„Land in Sicht!“, rief er mit
seiner alten Stimme.

Sofort sprangen wir aus unseren Betten,
zogen uns in heller Aufregung an und rannten nach oben. Der Anblick,
der sich mir offenbarte, ließ mein Herz höher schlagen. Nach all
der langen Reise haben wir sie endlich gefunden. Die Insel, welche so
wirkte, als hätte kein Mensch sie je betreten. Ein Ort, beschützt
von Mutter Natur, welche versuchte die Geheimnisse der Insel vor uns
zu verbergen. Bald würden wir den Schatz in unseren Händen halten
und mit den Reichtümern nach Hause zurückkehren. Die Gier in
unseren Augen spiegelte sich im kristallklaren Wasser, das uns noch
wenige Meilen von der Goldgrube trennte.

„Wollen sie wirklich diesen Ort
betreten?“, fragte unser Kapitän besorgt. „Kein Mensch
geht auf diese Insel und wenn doch, kehrte bisher niemand von ihnen
zurück.“

Wir ignorierten seine Warnungen,
genauso, wie die der anderen zuvor, welche verzweifelt versuchten uns
von diesem Vorhaben abzubringen. Ein kleines Boot wurde ins Wasser
gelassen und ich kletterte die kleine Strickleiter hinunter, gefolgt
von meinen beiden Kollegen. Ich, Sam, ein Dozent in Archäologie und
Geschichte, erreichte endlich das Boot und ich sah nach oben zu den
anderen.

Zuerst folgte mir Jasmin. Ein junges
Mädchen, hoch talentiert im Gebiet der Archäologie. Sie
interessierte sich sehr für längst vergessene Kulturen und hatte es
sich zur Aufgabe gemacht, einige davon wieder zu entdecken. Mein
Unterricht faszinierte sie, doch ihre Augen verlangten nach mehr, als
nach der staubigen Theorie der Bücher. Als ich ihr von meinem
Vorhaben erzählte, bot sie sich freiwillig zu dieser Expedition an.

Über ihr befand sich Wilson. Ein sehr
stämmiger Kerl, jedoch täuschte sein mächtiges Antlitz über
seinen unstillbaren Wissensdurst hinaus. Was ich ihm lehrte, saugte
er auf wie ein gieriger Schwamm, doch den Hunger nach mehr, konnte
ich in ihm leider nicht stillen. Wochenlang fragte er mich, ob er
mitkommen könnte und irgendwann gab ich nach, obwohl ich meine
Entscheidung schon längst gefällt hatte. Ich schämte mich
innerlich ein wenig dafür, ihn nur wegen seiner Stärke ausgewählt
zu haben und nicht aufgrund seiner Intelligenz.

Endlich saßen wir alle drei im Boot.
Wilson übernahm das Ruder und wir entfernten uns immer mehr vom
Schiff. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass wir bald die Insel
betreten würden. Auf ihr befand sich ein, angeblich verfluchter,
Schatz und mit ihm ein Volk, abgeschieden vom Rest der Welt. Es gab
nur einen einzigen Menschen, der von dieser Insel zurückgekehrt war
und davon berichten konnte. Als er heimkehrte, glaubte ihm jedoch
keiner ein Wort und selbst sein abgerissener Arm änderte nichts
daran.

Ich fand seine Aufzeichnungen in
unserer Bibliothek und aus irgendeinem Grund glaubte ich seinen
Worten. Sie wurden im Wahnsinn geschrieben, doch mit einer solchen
Klarheit, dass es fast schon beängstigend war. Ich fand sein
Tagebuch, wo er die Insel markiert hatte. Laut den
Satellitenaufzeichnungen gab es diese Insel, aber sie besaß weder
einen Namen, noch gab es Berichte darüber. Sie war völlig
unbekannt. Selbst erfahrene Fischer, wussten nicht ein Mal von ihrer
Existenz und schworen darauf, keine Insel bei diesen Koordinaten
gesehen zu haben. Der einzige war der Kapitän, welcher uns aber
nicht sagen wollte, woher er diesen Ort kannte.

„Glauben Sie, dass die Ureinwohner
noch immer auf dieser Insel leben?“, fragte mich Jasmin
plötzlich und riss mich damit aus meinen Gedanken.

„Ich weiß es nicht. Es wäre
möglich, aber selbst wenn, wären sie uns sicher nicht freundlich
gesinnt.“

Jasmin seufzte. Man merkte, dass ihr
meine Antwort etwas Angst machte. Schließlich kam niemand von dieser
Insel zurück und der einzige, der es geschafft hatte, verlor dabei
seinen Arm und seinen Verstand.

Endlich kamen wir an dem kleinen Strand
an und stiegen aus unserem Boot. Kaum berührten unsere Füße den
Sand, da spürten wir auch schon die dunkle Aura, welche die Insel
umgab. Dieser Ort war böse und hielt nicht besonders viel von
unserer Anwesenheit. Vor uns lag ein dichter Dschungel. Sofort zog
Wilson seine Machete und schlug uns einen Pfad tiefer in das Innere
der Insel. Je weiter wir kamen, desto stärker wurde das dunkle
Gefühl in uns. Mit jeder durchtrennten Pflanze spürten wir den
Groll der Insel immer mehr in der Luft.

Plötzlich blieb Jasmin stehen. Wilson
und ich drehten uns um und wollten etwas sagen, doch sie hielt ihren
Zeigefinger vor die Lippen und zeigte uns leise zu sein. Ihr Gesicht
war kreideweiß und ihr ganzer Körper zitterte vor Angst. Ich wusste
zunächst nicht was los war, bis ich es selbst hörte. Leise Schritte
waren zu hören und als ich den ersten Ast knacken hörte, bekam ich
es mit der Angst zu tun. Mein Herz raste und der Schweiß tropfte von
meiner Stirn. Wir waren nicht allein.

Dann spürte ich, wie mich etwas an der
Schulter berührte. Ein lauter Schrei war zu hören und als ich mich
umdrehte, sah ich auch den Grund dafür. Eine eisige und knochige
Hand lag auf meinen Schultern. Lange Finger berührten meine Haut und
krallten sich in meinem Fleisch fest. Mein Herz blieb stehen als ich
das Gesicht hinter mir erblickte. Eine dämonische Fratze mit einem
blutgetränktem Maul, spitzen Zähnen und Augen so weiß wie Schnee.

Ich schrie auf, aber da merkte ich
schon, wie ein stumpfer Gegenstand meinen Kopf traf und ich zu Boden
sank. Der Schlag hatte mich nicht bewusstlos gemacht, aber ich sah
alles um mich herum nur noch verschwommen. Ich hörte Jasmin immer
noch schreien und einen brüllenden Wilson. Dann hörten die Schreie
plötzlich auf. Stattdessen hörte ich ein lautes Gurgeln, gefolgt
vom Geräusch knackender Knochen und einem Messer, welches sich durch
Fleisch schnitt. Das letzte, was ich noch bemerkte, war, wie mich
jemand hinter sich her schliff. Danach wurde alles Dunkel um mich
herum.

Als ich aufwachte, konnte ich nichts
sehen. Mein Körper war mit Seilen gefesselt und ich konnte mich kaum
bewegen. Ein verwesender Geruch drang in meine Nase und trieb mir die
Tränen in die Augen. Wo war ich und was war mit den anderen
passiert? Hatten die Ureinwohner sie getötet? Der wirbelnde Sturm in
meinem Kopf hielt inne, als ich etwas hörte. Laute Kaugeräusche von
mehreren Personen. Messer, die Fleisch und Sehnen durchtrennten.
Menschen, die sich mit vollem Mund in einer anderen Sprache
unterhielten.

Eine Stimme kam immer näher zu mir und
ich spürte zwei dünne Hände an meinem Kopf. Etwas wurde von meinem
Gesicht genommen. Für einen Moment konnte ich nichts sehen, doch
dann sah ich sie wieder. Die angsteinflößende Fratze, welche ich im
Dschungel gesehen hatte. Ich brauchte lange, um zu verstehen, dass es
sich hierbei nur um eine Maske handelte. Meine Augen wanderten durch
den Raum. Was ich sah, brachte mich zum Schreien und ich zerrte wie
verrückt an meinen Fesseln.

Vor mir saßen ungefähr zehn Menschen.
Sie waren alle fast vollständig nackt und nur einige Blätter
bedeckten ihre Scham. Sie saßen alle auf einer Holzbank, welche nur
wenige Zentimeter vom Boden in die Höhe ragte. Vor ihnen befand sich
ein langer Banketttisch, belegt mit Früchten und…und…

Ich musste wegsehen, weil ich das
Grauen nicht mehr ertragen konnte. Auf dem Tisch befand sich Jasmin,
in Stücke geschnitten. Der Tisch war blutüberströmt, ihre
Eingeweide quollen hervor und ihre Augen waren weit aufgerissen. Die
Menschen verschlangen gierig ihr Fleisch und das Geräusch, welches
sie dabei machten, brachte mich zum würgen. Einer von ihnen hatte
weiße Augen und biss gerade in ihr Herz hinein. Das Blut lief in
Strömen auf den Boden. Seine schmutzigen Zähne färbten sich in
ihrem Lebenssaft.

Vor mir befand sich eine Gestalt. Sie
war genauso heruntergekommen wie die anderen. Sein Blick und seine
Zunge, welche gierig über seine Lippen leckte, verrieten mir, was er
vor hatte. Ich war der Nachtisch. Plötzlich zog er ein Messer und
rammte es mir in den Arm. Ich schrie wimmernd auf und meine Augen
füllten sich mit Tränen. Die Seile wurden durchtrennt und ich sank
zu Boden. Dabei hörte ich, wie mir etwas aus der Hosentasche fiel.

Es war mein Feuerzeug. Sofort griff ich
danach und drückte den Knopf. Es war eine Panikreaktion, aber die
Hände, die eben noch nach mir gegriffen hatten, wichen auf ein Mal
zurück. Ein lautes Schreien war zu hören. Ich hob meinen Kopf und
sah, wie die Ureinwohner vor Angst zurückwichen. Diese Menschen
hatten Angst vor Feuer, also nutzte ich die Gelegenheit und trieb sie
mit den Flammen zurück. Ich stellte es auf die höchste Stufe und
eine riesige Stichflamme schoss in die Höhe.

Sie wichen zurück und ich kämpfte mir
meinen Weg zum Ausgang frei. Dort angekommen, überlegte ich, ob ich
diese riesige Hütte anzünden sollte, doch dann passierte es. Das
Feuerzeug war leer. Egal wie oft ich auf den Knopf drückte, kein
Feuer entzündete sich mehr. Schnell nahm ich meine Beine in die Hand
und rannte davon. Hinter mir war das Brüllen und die lauten Jagdrufe
der Wilden zu hören.

Orientierungslos lief ich durch den
dichten Dschungel. Ihre Schreie kamen immer näher. Mein Arm
schmerzte und meine Sicht wurde immer verschwommener. Mein Fuß stieß
auf etwas und ich stolperte auf den Boden. Laute Schritte rannten an
mir vorbei, bis sie schließlich in der Ferne verstummten. Vorsichtig
öffnete ich meine Augen und stieß einen stillen Schrei aus. Vor mir
befand sich Wilson Kopf. Sein Gesicht war schmerzverzerrt und ich
wich vor ihm zurück. Mein Atem raste vor Angst, doch ich musste
weiter.

Ich rannte noch ein kurzes Stück, ehe
ich den Strand erreichte. Das Schiff war immer noch da. Sofort rannte
ich darauf zu. Gleichzeitig hörte ich wieder die wilden Schreie,
dieses Mal ganz nahe. Ich drehte mich im Laufen um und sah in eine
blutgetränkte Gestalt, die versuchte nach mir zu greifen. Ohne zu
zögern, sprang ich ins Wasser, schwamm so schnell ich konnte. Das
Salzwasser ließ meine Wunden wie Feuer brennen, doch ich paddelte
immer weiter, bis ich schließlich das Schiff erreichte.

Eine Strickleiter wurde
heruntergelassen. Ich kletterte hinauf und sah noch ein Mal zurück
zum Strand. Die Ureinwohner standen dort, hoben ihre Messer und
schrien vor Enttäuschung. Oben angekommen hielt mir jemand seinen
Arm hin. Ich wusste nicht, ob es an der Erschöpfung oder an der
Panik lag, aber er wirkte wie aus Holz gemacht. Dankbar griff ich zu
und ließ mich vom Kapitän nach oben ziehen. Ich hatte überlebt.
Kaum befand ich mich an Deck, umhüllte mich die Dunkelheit ein
weiteres Mal.

Als ich aufwachte, befand ich mich in
einem Bett. Die Angst saß immer noch tief in mir. Vor mir stand der
Kapitän mit einem besorgten Gesichtsausdruck. Ich wollte ihm
erzählen, was vorgefallen war, aber er hob seine Hand.

„Erzählen Sie mir alles später.
Sie sollten erst Mal etwas Essen und zu Kräften kommen…“.

Er reichte mir einen Teller. Ich würgte
leicht beim Anblick des Fleisches, doch der Kapitän hatte recht. Ich
musste was essen. Mir fiel wieder die Prothese an seinem Arm auf.
Angeblich hatte er ihn bei einem Haiangriff verloren. Der alte Mann
lächelte, als ich mir das erste Stück in den Mund schob. Ich
schlang das Fleisch gierig hinunter. Es schmeckte sehr nach
Hühnchen…

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