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Der polnische Matrose

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Dies hier sind Berichte, welche ich aus meiner Kindheit immernoch im Kopf habe. Innerhalb meiner Familie gab es schon seitdem ich denken kann eine Geschichte, welche von Generation zu Generation weitergetragen wird, wie mir erzählt wurde. Der Grund dafür war mir jedoch schon damals schleierhaft und auch bis heute sehe ich den Sinn dahinter nicht, denn es ist eine sehr düstere Geschichte. Ich hielt es nur für Spinnerein meiner Familie, bis ich Dinge erlebte, welche sich bis heute in meinen Kopf eingebrannt haben und welche ich nun teilen möchte.

Meine Familie stammt aus Schlesien und hatte immer schon einen leichten Hang für das Urbane. Ständig wurden uns Kindern kleine Gruselgeschichten erzählt, damit sich die Erwachsenen einen spaß daraus machen konnten. Diese war jedoch anders. Gegen Anfang des 19. Jahrhunderts verrichtete ein polnischer Matrose namens Darek seinen Dienst auf einer Fregatte. Darek wurde immer als sehr in sich gekehrt beschrieben, nie nahm er am Mannschaftsabend teil und er verbrachte seine Nächte immer einsam auf Deck. Seine Kameraden scherten sich recht wenig um ihn, er hatte sich im Laufe der Zeit eine Persönlichkeit angeeignet, welche leicht in der Masse verschwinden konnte. Jedoch hatte er eine Besonderheit an sich, welche immer wieder neugierige Blicke auf sich zog. Er trug eine kleine rote Rose an seiner Mütze. Eines Tages fragte ihn ein Kamerad, welche Bedeutung diese Rose denn hätte. Er antwortete, dass sie ein Geschenk seiner Geliebten aus der Heimat war und dass er sie niemals abnehmen werde.

Doch machten sich die Kameraden nur lustig darüber. Er versuchte es zu ignorieren, da er ihnen ein wichtiges Detail verschwiegen hatte. Seine Frau mit Namen Zuzanna lag im Sterben. Kein Arzt konnte sich einen Reim darauf machen, was sie hatte und sie lag seit Monaten in ihrem Bett. Bevor Darek einbezogen wurde, verbrachte er Tag und Nacht an ihrer Seite, bis sie ihm kurz vor seinem Abschied die Rose schenkte.

Es war wieder eine dieser Nächte, als Darek alleine auf Deck war und über Zuzanna nachdachte. Da fiel ihm ein, dass ihm am Tag zuvor ein Brief aus seiner Heimat Gdansk überreicht wurde, als die Fregatte einen Zwischenstop eingelegt hat. Als er ihn las bewahrheitete sich das, was er instinktiv schon gewusst hat … Zuzanna lebt nicht mehr. Blind vor Trauer und Wut wusste Darek nicht wie ihm geschieht. Die Hoffnungslosigkeit, die sich durch sein Herz gefressen hatte, lähmte jeden normalen Gedankengang. Wie in Trance ging er zum Kasernenfenster und beobachtete drei seiner Kameraden bei einem fröhlichen Kartenspiel. Es war, als hätte eine fremde Macht von ihm Besitz ergriffen, denn wie in Trance duckte er sich und klopfte sechsmal ans Fenster. Als sich daraufhin nichts regte klopfte er erneut, bis die Tür schließlich langsam aufschwang und einer seiner Kameraden nach draußen zu ihm ins Mondlicht trat.

Als dieser ihn fragte, warum er ihn denn so anstarre ging Darek nur die Häme und Spott der Kameraden über seine tote Frau durch den Kopf. So nahm er eine Laterne und schlug mit ihr auf den Kopf seines Gegenübers ein, bis dieser blutüberströmt zu Boden sank und starb. Ohne klares Denken hob Darek eine große Scherbe vom Boden auf und erstach auch die anderen beiden seiner Kameraden, welche weiter ihr Kartenspiel gespielt hatten. Als er die Leichen über Bord warf umkam ihn ein eiskalter Schauer über seine Tat, als er sah wie die Leichen in der Strömung der See untergangen.

Er konnte nicht fassen was er gerade getan hat und er wusste, dass diese Schuld zu groß für sein zukünftiges Leben war. Doch an ein Leben ohne Zuzanna glaube Darek nicht. So ließ er sich auf ein Pulverfass fallen und knotete aus einem Seil einen Strick. Nur das Schlagen der Wellen um ihn herum übertönte sein Schluchzen, die Rose auf seiner Mütze war völlig mit Blut bespritzt. Noch in der selben nacht erhängte er sich am Mast des Schiffes.

Oft dachte ich als Kind an diese Geschichte. Als mir mein Bruder auf unserem Urlaub in Polen erzählt hat, dass wir die Fregatte besichtigen werden, auf welcher Darek sein Leben beendete, hielt ich es für einen schlechten Scherz. Laut der Legende soll sein Geist noch immer auf Deck der Fregatte umhergehen und des Nachts wäre das Schluchzen noch hörbar. Und tatsächlich machten wir einen Rundgang auf einer alten Fregatte, ein wirklich schöner und interessanter Tag. Doch in der Nacht darauf lag ich nur wach und musste an das Schicksal der 3 Kameraden denken, bis ich einschlief. Sechs laute Klopfgeräusche an die Außenseite meines Fensters rissen mich aus dem Alptraum, welchen ich vorher hatte von einem Geist im Matrosenanzug mit gebrochenem Genick. Ich erschrak und traute mich nicht, ans Fenster zu gehen. Nur ein seltsames Geräusch aus dem Flur riss mich aus meinem Tunnel, welches sich anhörte, wie das verzweifelte Schluchzen eines Mannes und das ächzende Zerren eines Taus, welcher fest zusammengebunden wurde …

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