
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Ich sitze hier an meinem Fenster und beobachte das Treiben der Leute. Sie strömen in die Läden und kaufen für ihre liebsten Geschenke. Wandern durch die vom Schnee grau, weiß gefärbte Stadt. Die Kinder erfreuen sich, an Männern im Weihnachtsmannkostüm. In solchen Momenten erinnere ich mich immer an jenes Weihnachten.
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Ein halbes Jahr vor dem Weihnachten, starb meine Mutter bei einem Verkehrsunfall. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Ich war am Boden zerstört und versuchte es zu verdrängen, doch die Realität holte mich immer ein. Sie verschont niemanden, nicht mal ein 6 jähriges Mädchen. Mein Vater hingegen verfiel dem Alkohol. Dieser nahm ihm erst die Trauer, dann sein Geld und den Job und zu guter letzt auch noch seine Gefühle. Er hatte ein Herz aus Stein und ich musste darunter leiden. Wenn ihm etwas nicht passte schlug er mich, ich war verantwortlich dafür das wir kein Geld hatten, das er sein Job verlor oder kurz, ich war Schuld an allem.
Und dann klingelte es am 23. Dezember an unserer Tür. Mein Vater lag irgendwo besoffen in der Wohnung und so musst ich die Tür öffnen. Vor mir stand ein Mann der jedes Klischee eines Weihnachtsmannes erfüllte. Rot, weißer Mantel mit Hose und Mütze, einen großen runden Bauch, schwarze Stiefel und einen braunen Sack über der Schulter. Als kleines 6 jähriges Mädchen war ich aufgeregt und überglücklich. Ich hoffte das dies ein Weihnachtswunder war. Er sah mich und begann mit einer warmen, lieblichen Stimme zu sprechen.
“Hohoho junge Dame, darf ich hinein ins warme. Draußen ist es bitter kalt und schlafen will ich nicht im Wald. Drum lass mich alten Mann herein, es soll auch nicht dein Schaden sein.”
Vor lauter Freude bekam ich kein Wort raus und konnte nur eifrig nicken. Welches Kind würde denn den Weihnachtsmann vor der Tür stehen lassen?
Er ging in Wohnzimmer und nahm auf dem Sofa platz, welches ein ächzendes Knarzen von sich gab. Ich brachte dem Weihnachtsmann Milch und Kekse, so wie es brauch war. Er sprach:
“Mein herzlichsten Dank, für Speis und Trank.”
Mein Vater kam betrunken ins Wohnzimmer getorkelt und sah den Weihnachtsmann und begann sofort zu meckern“Was macht dieser Fettsack hier? Raus aus meinem Haus!”
“Ich bin der Weihnachtsmann, der jedem ein Lächeln bringen kann. Doch nur die braven bekommen das Gute, den Bösen Strafe ich mit der Rute.”
erwidert der Weihnachtsmann, doch alles was mein Vater dazu sagte war “RAUS!”
Ich brachte den Weihnachtsmann zur Tür, Trauer und Wut schäumten in mir auf. Wie konnte mein Vater am Fest der Liebe jemand hinauswerfen? An der Tür sprach der Weihnachtsmann
“Mach doch nicht so ein Gesicht, Trauer und Wut mag ich nicht. Ein nettes Fräulein, sollte Froh sein. So sag mir dein Begehren. Einen Wunsch werde ich dir gewähren.”
In meiner kindlichen Naivität sagte ich ihm “Ich will das mein Papa wieder so ist wie früher.”
“So sei es mein liebes Kind,deinen Wunsch erfülle ich schnell wie der Wind. Versprochen ist versprochen und es wird nicht gebrochen.”
erwiderte er und ging hinaus.
Drinnen gab mir mein Vater eine Ohrfeige. Meine Wange brannte und Tränen rannen über mein Gesicht und er schrie mich an “DU KANNST DOCH NICHT JEDEN PENNER REIN LASSEN. GEH MIR AUS DEN AUGEN.” Ich rannte in mein Zimmer und heulte mir die Augen aus, doch ich hofft noch auf ein Wunder, schließlich hatte es mir der Weihnachtsmann versprochen. Irgendwann schlief ich ein.
Am nächsten Morgen weckte mich der Duft frisch gebackener Brötchen. Ich stand auf und ging verwundert in die Küche. Dort sah ich meinen Vater, der das Frühstück vorbereitete. Seit einem halben Jahr hatte er das nicht gemacht. Als mein Vater mich sah sagte er “Guten Morgen mein Engel, gut geschlafen?” War das die Realität oder ein Traum? Ich kniff mir in den Arm und prompt spürte ich den Schmerz. Es war also real. War das vielleicht ein Weihnachtswunder? Papa sah mich fragend an “Alles in Ordnung liebes?” “Ja Papa ich war nur etwas verwundert.” erwiderte ich. “Heute ist das Fest der Liebe, das muss man doch richtig Feiern, doch zuerst gibt es Frühstück.” sagte mein Vater und holt die Brötchen aus dem Ofen. Er hatte zum Frühstück ein kleines Festmahl vorbereitet. Marmelade, Wurst, Eier, Saft und weitere Leckereien standen bereits auf dem Tisch. Es war das beste Frühstück meines Lebens.
Nach dem Frühstück ging mein Vater mit mir raus. Wir gingen Schlitten fahren, machten Schneeballschlachten und bauten Schneemänner. Es war eine schöne Zeit, die nur leider wie im Fluge verging. Mein Vater und ich lachten viel und wir hatten eine menge Spaß. Bis mein Vater meint wir müssen nach Hause gehen, dort wartete ein Festtagsbraten auf uns.
Daheim lag bereits der Duft eines frischen Bratens in der Luft. Mein Papa musst noch ein paar Vorbereitung machen und ich soll so lange alleine Spielen. Ich freute mich auf das Festmahl und konnte es kaum Abwarten, doch musste ich mich noch etwas gedulden.
Dann war es soweit mein Vater rief mich zum Essen. Ein richtiger Weihnachtsbraten mit Klößen, Rotkohl und einer Bratensoße. Ich setzte mich an den Tisch und betete zusammen mit meinem Vater ehe wie anfingen zu essen. Das Fleisch war zart und saftig und wurde von der pikant würzigen Soße abgerundet. Die Klöße waren einfach nur Perfekt. Es war das Beste was ich je in meinem Leben aß.
Nach dem Essen war die Bescherung. Ich war voller Vorfreude und konnte es kaum erwarten alles auszupacken, was unter dem Weihnachtsbaum lag. Den LEGO Baukasten den ich mir gewünscht hatte, eine neue Puppe und ein Videospiel, bekam ich geschenkt. Ich spielt noch bis spät am Abend mit meine Papa, bis ich einschlief.
Den nächsten morgen erwachte ich auf der Couch im Wohnzimmer. Ich war aufgeregt und wollt unbedingt wissen was Papa heute vorhatte und rannte hoch in sein Schlafzimmer. Doch fand ich dort nur ein leeres Bett. Ich ging wieder runter und hörte ein rascheln in der Küche. Dort sah ich wieder diesen Weihnachtsmann, wie er Kekse aß. er Erblickte mich und fing an mit seiner lieblich warmen Stimme zu sprechen.
“Hohoho und ein schönen Guten Morgen,ich hoffe du machst dir nicht zuviel Sorgen. Gestern war dein schönster Tag, den nur ich zu verbringen mag. Denn wie sagte ich dir schon, jeder bekommt seinen gerechten Lohn. Den braven bring ich das Gute und den Bösen straf ich mit der Rute. Dein Vater war sehr böse dieses Jahr, dass ist wirklich wahr. Er schlug dich immer wieder, sicher schmerzen dir die Glieder. Ich bestrafte ihn für seine Taten und schlug ihn nieder mit den Spaten. Lange lebte er nicht, schnell verging sein Lebenslicht. Doch dein Wunsch war noch offen und du sehr am hoffen. So nahm ich seine Gestalt und sorgte für dein Wohlbehalt.”
Der Weihnachtsmann stand auf und ging zur Tür. Ich war fassungslos und sank auf meine knie. Unfähig etwas zu sagen, unfähig etwas zu tun, unfähig zu begreifen was er mir da sagte. Ich war einfach fassungslos. An der Tür drehte er sich um und sagte
“Ich nahm dein Vater das Leben, Gott wird es mir sicher vergeben. Doch der Herr Papa, schmeckte einfach wunderbar. Nun werde ich gehen, doch wir werden uns wiedersehen. Bis zur nächsten Weihnacht und gib gut auf dich acht.”
Mit diesen Worten ging er hinaus und ließ mich zurück. Ich weis nicht wie viel Zeit verging, bis ich wieder etwas tun konnte, doch meine erste Handlung war es die Polizei zu rufen. Es dauerte etwas, bis ein Polizist bei mir war. Sie untersuchten das Haus und nahmen den Rest vom Festtagsbraten mit und brachten mich zu einem Psychologen. Sie schickte mich ins Heim. Alles was die Polizei herausfand war, dass der Braten wirklich mein Vater war. Dieser Weihnachtsmann hatte mir meinen Vater als Festtagsbraten serviert.
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Ich habe immer ein zwiespaltiges Gefühl bei diesem Weihnachtsmann. Einerseits Freude und ein Hochgefühl des Glückes, wenn ich an den schönsten Tag denke. Andererseits verspüre ich ekel und Abscheu für den, der mein Vater tötet und mir zu essen gab.
Jedes Jahr finde ich immer ein kleines Geschenk mit meinem Name. Ich kann mir denken von wem es ist. Die kleine Karte verrät ihn, in ihr steht immer
“Hier ist dein Geschenk mein liebes Kind, auch diese Jahr brachte ich es geschwind. Sei auch nächstes Jahr die Gute, sonst komme ich mit der Rute.”