
Ein Sturm zieht auf
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Es war wieder einer dieser Tage. Ich
stand morgens auf machte mich fertig für die Schule und machte mich sofort auf
den Weg dorthin ohne zu frühstücken. Dort angekommen verlief alles wie gewohnt. Ich setzte mich auf meinen
Platz im Klassenzimmer und wartete darauf, dass der Unterricht anfängt. Wie aus
dem Nichts knallten zwei Hände auf meinen Tisch. Es war Lilly. Sie war eine von
den beliebten Mädchen auf unserer Schule. Ein hinterhältiges, falsches Stück
wie aus dem Bilderbuche. Früher war ich mit ihr befreundet. Bis sie mich
verraten hatte. Jetzt nutzt sie einfach nur jede Gelegenheit, um mich bloßzustellen
und runterzumachen, was sie auch schafft. Jedes Mal aufs Neue. Ich war das
Mädchen, dass sich nie gewehrt hatte oder Widerspruch leistete. Viele Menschen
meinten, dass ich zu gutmütig anderen gegenüber wäre und das machten sie sich
alle zunutze.
Lilly starrte auf mich hinab. So wie immer war ihr Blick arrogant
und machte mich fertig. Hasserfüllt schaute ich zu dieser kleinen Schlampe hoch und
versuchte Augenkontakt zu halten, scheiterte jedoch. „ Hey Riese!“ Ich zuckte
zusammen. Dieser Spitzname. Sie nahm mein Gesicht mit ihrer Hand und zwang mich
sie anzuschauen „ Hey ich hab mit dir geredet Miststück! Sieh mich gefälligst
an, wenn ich versuche mit dir zu reden!“ Ich nickte langsam. Alle starrten mich
an. Wut stieg in mir auf. So eine Fotze. Sie ließ mich los und grinste höhnisch. Ohne zu zögern nahm sie meinen
Ordner und warf ihn quer durchs Klassenzimmer. Alle meine Papiere flogen umher.
Ich stand auf und fing an sie einzusammeln, während alle Schüler lachten und
sogar einige Blätter zerrissen und weiter rumwarfen. „ Was soll das hier
werden?!“ Unser Lehrer stand in der Tür und beobachtete das Geschehen. Sofort
saßen alle auf ihren Plätzen. Nur ich kroch weiterhin auf dem Boden und
sammelte das Papier auf.“ Nara! Du kommst heute zum Nachsitzen!“ Die gesamte Klasse
kicherte „ Der Rest ist ruhig!“ Ich stand da. Nickte stumm.
Als ich nach der Schule Zuhause angekommen war, ging ich sofort auf mein Zimmer
und setzte mich an den PC. Ich öffnete meine Schultasche und sah, dass darin
alles voll mit ekelhaften Schleim war. Ich wusste sofort wer damit etwas zu tun
hatte. Dreckstück. Vollkommene Wut durchfuhr mich. Ich stand auf und warf meine
Sachen wild durch die Gegend, bis ich nichts mehr fand, was ich werfen konnte.
Ich ließ mich in meinen Stuhl sinken. Wandte mich dann an meinen Computer. Ein
Fan von Übernatürlichen Dingen war ich schon immer gewesen und so liebte ich
auch sogenannte „ Creepypastas“. Eine nach der anderen laß ich. Wünschte mir, dass
diese Kreaturen bei meiner Schule erscheinen würden.
An meinem Fenstern liefen
Regentropfen hinunter. Es stürmte draußen, was nicht sonderlich ungewöhnlich
für diese Gegend war. Und im Gegensatz zu den meisten anderen liebte ich es
wenn ein Sturm tobt. Ich verließ mein Zimmer und ging ins Badezimmer. Ich
füllte das Waschbecken voll mit Wasser und starrte dabei in den Spiegel. Ich
betrachtete mich eine ganze Weile, Meine Augen waren so finster und leer wie
immer: einfach schwarz. Mein schwarzes Haar ,welches
mir bis über die Brust geht, hing über mein Gesicht. ich band es zurück und tauchte mein Gesicht in das
eiskalte Wasser. Beim Auftauchen betrachtete ich erst das Wasser für eine Weile
und hob dann meinen Kopf. Ich erschrak bei dem was ich hinter mir im Spiegel
sah, und drehte mich schnell um, doch hinter mir war nichts. Als ich mein
Gesicht abgetrocknet hatte, ging ich nach unten. Sofort warf mir meine Jacke über und nahm
meinen Schlüssel. Ich verließ das Haus und setzte mich draußen auf eine überdachte Bank, ich genoss den Sturm und entspannte mich für eine Weile.
Nach einer Weile stand ich auf um,
wieder ins Haus zugehen. Plötzlich schlugen zahlreiche Blitze um mich herum
ein, doch keiner traf mich. Ich stand da vollkommen paralysiert und wagte es
nicht mich zu bewegen. Nicht mal zwei Sekunden später fing es an furchtbar laut
zu Donnern sodass ich zu Boden ging. Meine Ohren schmerzten. Ich schrie
ununterbrochen weiter. Hielt meine Ohren fest. Irgendwann fehlte mir der Atem.
Mein Schrei ging endlos weiter, als ob ich keine Luft benötigte. Ich öffnete
meine Augen und sah mein Spiegelbild in
einer großen Pfütze. Meine Hände fuhren wild im Gesicht umher. Ebenso durch
meine Haare .Ihre Farbe verlief immer
mehr vom tiefsten schwarz ins weiße hinüber und meine Augen veränderten sich
ebenfalls. Meine Pupille wurde weiß und alles andere schwarz „w-was passiert
hier mit mir?! Diese scheiß Schmerzen…sie sollen verdammt nochmal aufhören!!“
Ein weiterer Blitz schlug ein und ich fiel in Ohnmacht.
„Blutwerte sind normal. Puls
ebenfalls. Organe alle intakt, bis auf….wie zur..?“
Das Piepen des Herzfrequenz-Messers
holt mich aus meinem Schlaf. Mein Blick wandert von einer Stelle zur anderen. „W-wo
bin ich hier?“ Meine Stimme klingt benommen. Langsam setze ich mich auf.
Schmerzen durchfahren meinen Körper. Ich zucke zusammen. Ich presse meine Beine
an den Boden und stemme mich mit den Armen hoch. Ich stehe. Ein Schwindelgefühl
überkommt mich, doch ich bleibe stehen. „ Ein Krankenhaus…was ist´n passiert?
Weshalb bin ich hier?“ Langsam bewege ich mich nach vorne. Jeder Schritt fühlt
sich schwer an und ist anstrengend. Einige Minuten später ist es kein Problem
mehr für mich umherzugehen. Also habe ich mich entschieden, dieses
gottverdammte Krankenhaus zu verlassen. Auf dem Gang spricht mich eine der
Krankenschwestern an „Entschuldigen sie, junge Dame! Sie sind noch nicht in der
Verfassung um dieses Krankenhaus zu verlassen.“ Sie lächelt mich unsicher an. „
Zu schade….“ Ich stelle mich direkt vor sie, packe sie am Hals und drücke sie
gegen die Wand. „….dass ich das gleiche von Ihnen behaupten kann.“ Die
Krankenschwester atmet ein letztes Mal auf bevor sie leblos zusammen sackt.
Während ich durch die Gänge streife und den Ausgang suche, entdecke ich eine
Tür. Ich betrete diese und sehe einige Röntgenaufnahmen. Unter anderem ein paar
von mir. Interessiert nehme ich diese und betrachte sie sorgfältig. Mein Blick
bleibt an einer Aufnahme hängen und Schweiß läuft mir über die Stirn. „ Das
kann nicht sein…Das ist unmöglich.“ Die Aufnahme zeigt meinen Brustkorb und die
sich darin befindenden Organe. Eines fehlt. „ Was geht hier vor sich?“ An der
Stelle an der sich die Lungenflügel befinden sollten, ist nichts außer Leere.
Meine Knie werden weich. Das Herz fängt an zu rasen. „Das ist doch
unmöglich…nein das kann nicht sein…das muss ein Fehler sein!“
Augenblicklich
renne ich aus dem Raum hinaus und steuere direkt auf den Hauptausgang zu. Vor
der Doppeltür warten mehrere Uniformierte Männer auf mich. Auf ihren Westen
sind die Buchstaben „S.C.P“ zu erkennen. Wer zur Hölle sind die? Etwas weiter
dahinter steht eine Frau im Anzug da und lächelt. Einige Männer laufen mir
entgegen. Verdammt. Die hintere Reihe von Soldaten richtet Ihre Waffen auf
mich. Ein riesen Fehler. Ruckartig bleibe ich stehen. Die Soldaten ebenfalls.
Leiser Wind pfeift durch die Gänge des Krankenhauses und sofort sind alle Leute
still. Ich grinse. Bösartig. Finster. Voll mit Hass. Einer der Soldaten fängt
an nach Luft zu ringen und kippt nach wenigen Sekunden um. Tot. Wie bei einer
Kettenreaktion passiert dies einem nach dem anderen. Drei der Männer versuchen
aus dem Krankenhaus zu fliehen. Vergebens. Mit kleinen aber selbstsicheren Schritten gehe ich auf einen Soldaten zu, packe ihm am Hals und entziehe ihm
seinen Atem. Er sackt Leblos auf den Boden. Ich wende mich an die Frau im Anzug
„ Wer seid ihr?! Antwortet mir oder ich bringe euch alle um!“ Ein Krankes schon
psychopatisches Lachen entspringt mir bei diesen Worten. Sie streckt mir Ihre
Hand entgegen. „ Komm mit uns, dir wird es bei uns besser gehen. Wir können dir
helfen.“ Stille. Bedrückende Stille. Dann, ein weiteres krankes Lachen
meinerseits. Ich verzieh mein Gesicht zu einer grässlichen Fratze. „ Mir ist
nicht mehr zu helfen!“ Mit diesen Worten stoße ich die Frau beiseite und laufe
hinaus.
„ Wir bekommen dich schon noch
kleines, alles eine Frage der Zeit“