
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Missionsprotokoll DET99BOne
Dr. Vincent Fuller
Dienstnummer 00110
Agent der Alpha-Stufe im Dienst der MEDC (Monstrosity Exploration and Dissection Company)
12 Uhr 22 Ortszeit
Winchield Street 9, Distrikt 4
Ankunft im von der MEDC markierten Missionssektor.
Aufgrund einer anhaltenden Serie von Vermisstenfällen sowie mehrerer als „absonderlich“ einzustufender Leichenfunde, geht die AAW (Abteilung Abnormaler Wesensforschung) von der Ansiedlung eines oder mehrerer Objekte der Kategorie C aus.
Risikostufe: Orange.
Missionsziel: Zielobjekt finden und vernichten. Sollte eine Gefangennahme möglich sein, ist diese der Eliminierung vorzuziehen.
“Persönlicher Vermerk: Ich verweise hierbei mit Nachdruck auf das erst kürzlich vollends bereinigte Desaster bezüglich der Verwahrung risikoreicher Lebensformen. Selbiges wäre leicht zu verhindern gewesen, hätte die AAW sich nicht eingebildet, unbedingt ein Zuchtprogramm für Aasmotten entwickeln zu müssen. Ebenso hätte die teilweise Zersetzung von Agent 02098 und 05400 verhindert werden können, hätten beide das gefundene Nest vorschriftsmäßig niedergebrannt anstatt Jagd auf einzelne Motten zu machen.
Sollte es möglich sein, werde ich das Zielobjekt wie verlangt der AAW zur Verfügung stellen, allerdings mit einer zusätzlichen Beschwerde an die Personalabteilung.“
14 Uhr 45 Ortszeit
Erste Erkundung des Geländes eingeleitet. Aufgrund mehrerer starker Regenfälle in den letzten Tagen, keinerlei brauchbare Spuren auffindbar, weder im anorganischen noch im organischen Bereich. Um einen Ansatzpunkt zu finden, wird daher notgedrungen eine Gruppe im Sektor campierender Obdachloser in die Untersuchung miteinbezogen. Es wird stark davon ausgegangen, dass besagte Gruppe, bedingt durch ihre Lebensumstände sowie die soziale Isolation, die derzeitige Nahrungsquelle des gesuchten Objekts darstellt.
Starte Versuch zur Kontaktaufnahme mittels Zigaretten sowie einiger zuckerreicher Nahrungsmittel. Sollte der Versuch fehlschlagen, wird auf den von Dr. Sylex entwickelten Gehirnrinden-Egel zurückgegriffen.
14 Uhr 50 Ortszeit
Kontaktaufnahme durch Geschenkverteilung geglückt. Wie erwartet, wird das Verschwinden mehrerer Gruppenmitglieder beklagt. Auf die Frage hin, ob selbige womöglich einfach nur weitergezogen sind, verweisen sie auf die zurückgebliebenen Habseligkeiten der Vermissten. Einige der Individuen sprechen von einem blassen, langbeinigen Gespenst das nachts durchs Unterholz streift und die Gruppe beobachtet. Aufgrund der deutlich sichtbaren Alkoholisierung besagter Individuen, können diese Informationen vorerst allerdings nicht gewertet werden.
Weitere Informationen werden im Tausch für mehr Geschenke in Aussicht gestellt. Aufgrund der Fragwürdigkeit derartig erworbener Daten, wird bei einem der Alteingesessenen der Gehirnrinden-Egel zum Einsatz gebracht.
“Persönlicher Vermerk: Wie bereits in meinen letzten drei Beschwerden bezüglich Dr. Sylex und seiner als „Labor“ betitelten Hexenküche, missbillige ich den Einsatz von Synapsen-bezogenen Werkzeugen aufs Schärfste! Der damit verbundene Aufwand ist kaum in Worte zu fassen, ganz abgesehen von der – man verzeihe meine Ausdrucksweise – immensen Schweinerei die das Ganze mit sich zieht! Zudem arbeitet der Egel immer noch hochgradig fehlerhaft. Anstatt nach beendeter Informationsbeschaffung in seine Hülle zurückzukehren, hat er den Wirt – genau wie die drei letzten Male übrigens auch – durch Perforierung mehrerer Arterien in seinem eigenen Blut ertrinken lassen.
Werde die Rechnung der Reinigung an die Personalabteilung schicken.
“
16 Uhr 22 Ortszeit
Zeugen-Assimilierung abgeschlossen. Lasermarker für das Reinigungsteam hinterlassen. Da sich der Egel nach wie vor weigert den Leichnam zu verlassen wird empfohlen, den Körper an Ort und Stelle einzuäschern.
Durch den zwar fehlerhaften aber letztendlich doch erfolgreichen Einsatz des Egels, kann ein bestimmtes Gebiet nun als hoch aktiver Interaktionsradius abgesteckt werden. Da besagtes Gebiet den angrenzenden Wald anstelle der Kanalisation umfasst, kann die bisherige Vermutung, das gesuchte Objekt entspreche der Kategorie C, restlos ausgeschlossen werden. Anhand des neuen Jagdgebiets muss jetzt von Kategorie B, womöglich sogar A ausgegangen werden.
Risikostufe erhöht sich damit auf Rot.
17 Uhr Ortszeit
Überprüfung der Ausrüstung inklusive Kit zur Seucheneindämmung. Kit für die Probensammlung ebenfalls vorhanden aber vermutlich unnötig. Sollte es sich tatsächlich um ein Objekt der Gruppe A halten, ist Elimination oberste Pflicht, sowohl dem Unternehmen gegenüber als auch dem Überlebenswillen des Agenten.
“Persönlicher Vermerk: Mein Vorschlag an die Zentrale, das gesamte Waldgebiet mit einigen Napalmbrennstäben niederzubrennen, wurde auf fast schon rüde Art abgelehnt. Anstatt pragmatisches Denken endlich an vorderste Stelle zu stellen, wirft man mir zum wiederholten Mal unnötig destruktives Verhalten vor. Offenbar grollt mir Gruppenleiter Brimes immer noch dafür, dass ich zwei Praktikanten beim letzten Quarantänevorfall als lebende Keimschwämme durch das kontaminierte Gebiet geschickt habe. Dass durch das Opfer von zwei unbedeutenden Schreibkräften, ein ganzes Team ausgebildeter Laboranten gerettet wurde, rückt er nach wie vor in den Hintergrund. Es ist nun wirklich nicht meine Schuld, dass Labor 3 versiegelt werden musste, weil die Seuchenkontrolle es auch nach mehreren Versuchen nicht geschafft hat, die aus den Leichnamen wachsenden Keimsprossen unter Kontrolle zu bekommen.
Werde diesen ruppigen Umgangston mir gegenüber beim nächsten Meeting ansprechen.
“
17 Uhr 10 Ortszeit
Eintritt in den als Jagdgebiet abgesteckten Bereich.
18 Uhr 20 Ortszeit
Bisherige Leichenfunde ausschließlich tierischen Ursprungs. Das gesuchte Objekt scheint bei der Wahl seiner Beute weder auf Rasse noch Größe zu achten. Jeder einzelne Kadaver weist dabei die schon bei früheren Leichenfunden charakterische Beschaffenheit vollständiger Knochenlosigkeit bei 99 Prozent intakter Körperoberfläche auf.
Persönlicher Vermerk: In Anbetracht der inzwischen vorliegenden Informationen gehe ich davon aus, dass der Sektor entweder von einem Marksammler oder einem bleichen Knochentrinker durchstreift wird. Vor allem Letzterer würde die punktartige Perforation auf den Körpern, sowie die an ihnen haftende, gallertartige Flüssigkeit erklären. Mein erneuter Vorschlag, das Gebiet umgehend mit hochentzündlichen Chemikalien einzudecken, wurde mit einer Warnung auf Degradierung zum Schreibtischdienst quittiert.
19 Uhr 53 Ortszeit
Fund einer menschlichen Leiche. Verwesung kaum fortgeschritten, womöglich erst seit einigen Stunden tot. Der Kleidung nach ein Mitglied der bereits erwähnten Obdachlosengruppe. Rein oberflächlich keine gröberen Verletzungen sichtbar, allerdings wirkt der Leichnam unnatürlich formlos. Genauere Untersuchung bestätigt auch hier das vollständige Fehlen von Knochen im Körper. Kurze Protokollierung des Leichenzustands durch den zuständigen Agenten:
Die Leiche fühlt sich bei Berührung wie ein mit Flüssigkeit gefüllter Sack an. Finger, Arme und Beine sind bis zum Anschlag dreh- und knickbar, das Gesicht wie auch der Kopf lassen sich mit den Daumen widerstandslos nach innen eindrücken wie bei einem Stück Schaumstoff. Gewebsflüssigkeit an den Nasenlöchern, den Ohren und auch den Augenlidern bestätigt, dass sämtliche Liquide des Kopfes nach und nach entweder in den unteren Körperbereich oder aus den nächstgelegenen Öffnungen gesickert sind. Vermerke, dass die Zähne des Opfers sich noch im Mund befinden. Offenbar entspricht Zahnschmelz nicht der Kalziumvorliebe des gesuchten Objekts. Dasselbe gilt für die Knorpel von Nase und Ohren sowie die Finger- und Zehennägel.
Eine genauere Untersuchung der Haut, die offenbar das Einzige ist, das den Körper weiterhin in Form hält, enthüllt dieselben Perforationen wie zuvor bei den Tierkadavern. Zusammen mit dem dünnen Film gallertartiger Schmiere an besagten Stellen, bestätigt sich der Verdacht, dass es sich bei dem gesuchten Objekt um einen sogenannten „bleichen Knochentrinker“ handelt.
20 Uhr 10 Ortszeit
Markierung des Leichnams durch Einsatz einer Nano-Laserdrohne. Sollte die AAW auf die Überführung des Leichnams bestehen, wird dem Säuberungsteam geraten, den Körper ganzheitlich, am besten mittels einer Bahre, zu transportieren. Jeglicher Versuch die Leiche anderweitig zu tragen, könnte zu einem Riss oder einer vollständigen Halbierung der knochenlosen Hülle führen. Bestätigung durch die Zentrale, dass Elimination nunmehr das primäre Missionsziel darstellt.
Anfrage der AAW nach einer oder mehreren Jungtieren, sollte das Zielobjekt sich gerade in der Reproduktionsphase befinden.
Eingang einer Beschwerde bei der Personalabteilung durch die AAW, da der zuständige Agent verbal höchst unprofessionell auf die eingegangene Anfrage reagiert habe.
23 Uhr 00 Ortszeit
Gravierende Veränderung der Umgebung registriert. Ein eigentümliches Gespinst von knochenweißer Farbe überzieht verstärkt die angrenzende Umgebung. Eine Analyse der erstaunlich zähen aber zum Teil noch flüssigen Substanz ergibt ein Gemisch aus Speichel, Kalzium sowie mehreren unbekannten Proteinen. Einige Proben genommen und luftdicht versiegelt. Ersten Bewegungsmelder angebracht.
Deutlicher Verwesungsgeruch in der Luft. Vorerst allerdings noch keine Quelle ausmachbar. Vorschriftsmäßiges Anlegen der Atemmaske. Das bereits erwähnte Gespinst breitet sich fortlaufend auch auf dem Boden aus. Es besitzt eine leicht klebrige Konsistenz, ein Vorankommen wird dadurch kontinuierlich erschwert. Einsatz des tragbaren Flammenwerfers von der Zentrale freigestellt. Bisher keinerlei Kontakt zum gesuchten Objekt.
23 Uhr 30 Ortszeit
Stärke und Dichte des Gespinsts bestätigen, dass der Kern des „Nests“ erreicht wurde. Das Gespinst bedeckt jetzt zu 99 Prozent die Flora der Umgebung. Weitere Bewegungsmelder angebracht. Einsatz einer Methansonde zur Ermittlung des hier im Zentrum immens starken Verwesungsgeruchs.
23 Uhr 34 Ortszeit
Quelle gefunden. Etwa ein Dutzend menschlicher Körper wurden in mehrere mannshohe, sackartige Gespinsthüllen mehr oder minder „eingenäht“. Erstaunlicherweise leben einige der Opfer noch, befinden sich aber allesamt in einer Art Schockzustand, der stark an das Zuckerkoma von Diabetespatienten erinnert. Besagtes Koma wird offenbar durch permanente Zugabe eines unbekannten Enzyms hervorgerufen, das die Opfer durch das sie überziehende Gespinst aufnehmen. Ebenfalls ist zu vermerken, dass zumindest die lebenden Opfer noch im Vollbesitz ihres Knochengerüsts sind. Je nach Verwesungsgrad weisen die Verstorbenen die schon bekannte Formlosigkeit aufgrund fehlender Knochen auf.
Besonders auffällig ist der immens aufgeblähte Bauch, der allen Opfern, den toten wie den lebenden, ein hochschwangeres Aussehen verleiht. Eine oberflächliche Abtastung vermittelt eindeutige Bewegungen im Inneren, die ebenfalls bei den Toten am stärksten ausgeprägt ist.
23 Uhr 45 Ortszeit
Auf Anfrage der AAW hin wird eines der bereits verstorbenen Opfer probeweise perforiert.
“Persönlicher Vermerk: Mein Einwand zum taktischen Rückzug, inklusive großflächiger Versprühung der hochentzündlichen Lösung JoKa3, wurde insgesamt dreimal von der Zentrale abgelehnt. Das Gleiche gilt für meine Bedenken, einen offenbar kurz vor dem Schlüpfen stehenden Brutsack willentlich zu öffnen. Werde der AAW nach Missionsabschluss einen Besuch abstatten und Gruppenleiter Brimes probeweise perforieren.
“
Die verhältnismäßig winzige Wunde setzt eine beachtliche Menge an Flüssigkeit frei. Dem Geruch nach ein Gemisch aus Blut, Fäulnis sowie den bereits erwähnten, unbekannten Enzymen. Beim Versuch ein paar Proben der Flüssigkeit zu extrahieren, durchstößt etwas die ohnehin schon sehr dünne Haut der Bauchoberfläche. Offenbar hat die Perforationsnadel nicht nur die Bauchdecke sondern auch das darunter liegende Wesen durchlöchert. Kurze Protokollierung der Wesenheit durch den zuständigen Agenten:
Eine sehr dünne, blassweiße Kreatur von der Größe einer durchschnittlichen Hand. Gliedmaßen, Hals und auch Kopf auffallend lang und dünn, Haut und Fleisch zum Teil gallertartig anstatt fest. Sehr strenger Geruch, vermutlich aufgrund des Leichenbrutsacks. Das „Gesicht“ kann als humanoid interpretiert werden, besitzt allerdings weder Haare noch sichtbare Ohren. Augen winzig und pupillenlos, der Mund dafür auffallend groß und zahnlos. Das offenbar im Sterben liegende Jungtier gibt leise wiewohl stechend hohe Laute von sich. Vermerke eine Vielzahl wurmartiger Zungenfortsätze, die bei jedem Schrei aus dem zahnlosen Maul hervorschießen.
23 Uhr 58 Ortszeit
Aktivierung mehrerer Bewegungsmelder verzeichnet.
23 Uhr 59 Ortszeit
Die Schnelligkeit der akustischen Aktivierung potenziert sich mit der Lautstärke des kreischenden Jungtiers.
0 Uhr 00 Ortszeit
Sichtkontakt hergestellt.
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9 Uhr 23, Krankenstation der MEDC
Dr. Vincent Fuller
Dienstnummer 00110
Missionsprotokoll DET99BOne Nachtrag
Aufgrund meiner fortschreitenden Genesung sowie dem Drängen der AAW, setzte ich hiermit verspätet die Protokollierung der vor sechs Tagen offiziell für beendet erklärten Mission DET99BOne fort.
Wie bereits vermerkt, kam es im Nest des Zielobjekts, einem sogenannten „bleichen Knochentrinker“, zu direktem Feindkontakt. Durch die Schreie seiner Brut alarmiert, ging das bis dato eher defensive Mutterwesen zum offenen Angriff über. Mein ursprüngliches Vorhaben, das heranpreschende Zielobjekt mit einer KEL7 Granate außer Gefecht zu setzen, scheiterte an der überraschten Einmischung des bereits für tot geglaubten Jungtiers.
Das immer noch kreischende Jungwesen spie mir einen nadeldünnen aber stark ätzenden Strahl Magensäure entgegen, der mich kurzzeitig ablenkte. Dem primären Zielobjekt gelang es in Folge dessen mich ungebremst mit voller Wucht zu rammen. Den Aufzeichnungen meines Diktiergeräts nach, erlangte ich nach etwa zwölf Minuten das Bewusstsein wieder. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in einer zu bereits etwa 40 Prozent fertigstellten Gespinsthülle. Das Zielobjekt hatte offenbar vor mich in seinen Reproduktionszyklus miteinzubeziehen. Hier eine kurze Beschreibung des Wesens:
Eine etwa drei bis vier Meter große Kreatur von fahlweißer Farbe. Der langgezogene Körper besitzt breite Schultern wie auch ein breites Becken, verjüngt sich aber zur Körpermitte stark, was dem Torso eine groteske Sanduhrfigur verleiht. Arme und Beine extrem lang und dünn, anstelle von Händen und Füßen dornenartige Fortsätze wie man sie bei Spinnen oder anderen Insekten kennt. Verhältnismäßig kleiner Kopf auf einem langen, beweglichen Hals. Gesicht teils menschenartig, die Augen knopfartig und tiefschwarz, der Mund immens groß und vollkommen zahnlos. Strenger Geruch der offenbar dem gallertartigen Fleisch des Wesens entsteigt. Das bereits ausführlich beschriebene Gespinst wird von dem Wesen selbst produziert und über den Mund ausgespien. Direkter Hautkontakt führt zu starkem Taubheitsgefühl sowie einsetzenden Schwindel, der vermutlich in dem Schockzustand gipfelt, in dem die lebenden Brutsäcke bis zu ihrem Tod ausharren müssen.
Meine Versuche mich aus der zähen Masse zu winden, führten zu immenser Erregung des Zielobjekts. Durch meine Bewegung offenbar in den Jagdmodus versetzt, begann es unter gluckerndem Keuchen meinen rechten Arm in Angriff zu nehmen. Die bereits beim Jungtier registrierten wurmartigen Zungenfortsätze, durchdrangen dabei mit Leichtigkeit Kleidung und Haut, um sich dort spürbar tief bis in den Knochen zu bohren. Ich muss hier vermerken, dass ich Gruppenleiter Brimes bei der ersten Befragung nur deshalb einen Kugelschreiber ins rechte Auge gerammt habe, weil er wissen wollte, ich zitiere: Wie genau fühlte es sich an?
Der einsetzende Schmerz kann am besten mit der Wirkung von Säure bezeichnet werden, allerdings registrierte ich auch ein energisches Saugen, wenngleich ich mich zu dem Zeitpunkt bereits in einem äußerst unangenehmen Deliriumszustand befand. Aus Mangel an Alternativen sowie meinem mehr und mehr schwindenden Bewusstsein, aktivierte ich mit der unverletzten Hand eine ELL9 Schwellgranate und rammte sie dem Zielobjekt in den gallertartigen Torso.
Ab dem Zeitpunkt verschwimmt meine Erinnerung, weshalb sämtliche Informationen bezüglich der danach folgenden Stunden, dem erstaunlicherweise mal pünktlich eintreffenden Einsatzteam entnommen werden müssen. Auch verweise ich die AAW dringlich darauf, die gegen mich vorliegende Beschwerde wieder fallen zu lassen. Der vorliegende Bericht sollte deutlich klar machen, dass mir die Möglichkeit zur Gefangennahme des Zielobjekts, anstelle vollkommener Elimination selbigen nicht gegeben war. Im Gegensatz werde ich auf Kritik bezüglich der von der AAW auf Station C4 verwahrten Knochentrinker Brut verzichten.
Gemäß Dr. Neels Diagnose kann ich meinen Dienst in den nächsten fünf Tagen wieder aufnehmen. Er ist mit der Wundheilung zufrieden und auch die Physiotherapie schlägt gut an. Muss der AAW trotz aller Ablehnung ein Kompliment bezüglich ihres Ressourcenpools aussprechen. Der neue Arm funktioniert tadellos, einzig die Krallen stören noch etwas.