GeisterGeisteskrankheitKurzSchockierendes Ende

Gemurmel

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Eine Zeit lang litt ich unter einer psychischen Störung. Ich hörte fremde Stimmen in meinem Kopf, die nie wegzugehen schienen. Sie sprachen alle durcheinander, sodass ich nie richtig verstand, was sie mir sagen
wollten. Es war ein Gemurmel von tausend verschiedenen Sätzen.
Zunächst dachte ich es käme von dem ganzen Stress, den ich auf der
Arbeit hatte, weil mein Chef mich immer unter Druck setzte und mir
damit drohte, mich zu feuern, wenn ich ihm meine Aufträge nicht
rechtzeitig lieferte. Jedoch realisierte ich mit der Zeit, dass es
etwas ganz anderes war…

Einige Jahre zuvor:

„Wie fühlen Sie
sich heute?“, fragte mich mein Therapeut, während ich auf dem Sofa
Platz nahm. „Müde“, gähnte ich. Diese verfluchten Stimmen
raubten mir den letzten Nerv. Langsam drehte ich meinen Kopf zu dem
Therapeuten hin und schaute ihm in sein Gesicht, während er sich
etwas notierte. Er sah noch schlimmer aus als ich: Die tiefen
Augenringe zeigten, dass er womöglich seit mehren Tagen nicht
geschlafen hatte und auch seine Haut war unnatürlich blass. „Ihnen
macht das alles wohl sehr zu schaffen, nicht wahr?“ Ich hatte Mitleid mit ihm. Er war der Einzige gewesen, der mich und mein Problem verstand und alles daran setzte, dass ich bald geheilt werde.

Er seufzte schwer.
„Sie müssen wissen, Mr. Cameron, dass mir so ein rätselhafter
Patient wie Sie es sind, bisher nur selten untergekommen ist“,
erzählte er mir. Ich nickte verständnisvoll. „Ich wünschte, ich
könnte selbst wissen, was mein Problem ist…“, murmelte ich.
„Dann würde ich Ihnen keine schlaflosen Nächte bescheren und
erstaunlich viel Arbeit ersparen.“ „Ach was“, er winkte mit
seiner rechten Hand ab. „Das ist schließlich mein Job!“ Kurz
mussten wir beide lachen, dann aber begann er mit der Befragung. Es
waren Fragen, die ich nur zu gut kannte und sogar schon auswendig
konnte: „Seit wann hören Sie diese Stimmen?“ „Was genau sagen
sie?“ „Träumen Sie manchmal davon, dass Ihnen jemand diese
Stimmen zuflüstert?“ Meine Antworten zu diesen Fragen hatten sich
auch kaum geändert: „Ich höre diese Stimmen seit 5 Jahren und
leider kann ich dieses Stimmengewirr immer noch nicht deuten. Meine
Träume sind leer, wie immer – ich träume einfach gar nichts.“

Nach 15 Minuten war
die Sitzung beendet. Nächste Woche war die letzte Therapiestunde
für mich. Weitere Stunden konnte ich mir nicht mehr leisten und die Krankenkasse würde eine Verlängerung nicht zahlen wollen. Dennoch
fiel mir immer wieder etwas auf: Nach jedem Besuch, den ich bei
meinem Therapeuten gemacht hatte, hörte ich die Stimmen nicht mehr.
Zumindest bis zum Abend hin. Nachts als ich in meinem Bett
lag und versuchte zu schlafen, setzte das Gemurmel wieder an, dennoch
war es anders als sonst: Zwischen das Gemurmel mischte sich ein
hohes, schmerzerfülltes Kreischen einer Frau.

Plötzliche, starke
Kopfschmerzen ließen meine Augen aufreißen und mich aufschreien. Krampfhaft hielt ich meine Hände am Kopf. Vor meinem inneren Auge erschien das Bild einer Frau, die in Flammen
stand und diesen schmerzhaften Schrei von sich gab. Ich erkannte sie wieder. Es war meine eigene Ehefrau gewesen, die vor 5 Jahren bei einem Autounfall starb. Ein betrunkener Autofahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren und knallte mit ihr frontal zusammen. Er hatte wundersamerweise überlebt, sie nicht. Endlich verstand ich auch das Gemurmel. Jedes einzelne Wort drang mir genau in mein Ohr und brannte sich wie ein Brandmal in mein Gehirn ein: „Warum hast du mich sterben lassen, Schatz?“ „Sterben lassen…?“, wiederholte ich perplex. Ich konnte mich nicht erinnern, beim Unfall dabei gewesen zu sein… „Es tut so weh…“, jammerte sie. Bei genauem Hinschauen konnte ich erkennen, wie ihr vereinzelt Tränen über ihr verbranntes Gesicht liefen und in ihre frischen, blutigen Wunden tropften. „Das kann nicht sein…“, flüsterte ich schockiert. „Ich war doch zu Hause als es passiert ist…“

Die Luft knisterte angespannt von dem ganzen Feuer, das immer heißer wurde. Zwischen den Flammen, die sich nun vor mich und meine brennende Frau stellten, konnte ich aber sehen, wie sie ein dämonisches Lächeln zog, während sie mit dämonisch-verzerrter Stimme hinzufügte: „Du wirst mit mir sterben!“ Langsam streckte sie ihre blutende Hand nach mir aus. Ihr Fleisch roch völlig verkohlt und war beinahe schwarz. Ruckartig packte sie mich am Kragen und zog mich immer tiefer ins Feuer hinein. Mir wurde immer wärmer und wärmer…

Geschrieben von:  () 11:07, 5. Mai 2017 (UTC)

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