
Der Kettenbrief
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Es war am 17.3.2015. Ich bekam ein neues Handy, oder besser: Ich fand eins. Ich gab es zunächst bei einem Fundbüro der Stadt ab, doch es meldete sich keiner, weshalb ich es für 15,24 € kaufen konnte. Da ich nur so ein beschissenes altes Handy hatte, dachte ich, es wäre mein Glückstag… Ich sollte eines Besseren belehrt werden.
Ich war zu Hause, das Handy war übrigens ein iPhone5 in ochsenblutrot, und lud das Handy, nachdem ich noch ein bisschen Equipment kaufte. Die Farbe fiel mir natürlich auf, und ich war erst um so glücklicher eine ‚limitierte‘ Edition gefunden und zu einem Spottpreis gekauft zu haben… Wie töricht.
Nach 5 Minuten ging das iPhone an. Ich besaß keine Sim-Karte, doch es ließ sich trotzdem einwandfrei starten, was bei ’normalen‘ iPhones nicht möglich ist. Ich dachte mir nichts dabei, da ich überlegte, dass es an dem neuen Update läge, das vor kurzen rausgekommen war. Ich lud ein paar Apps runter. Ich hatte noch keinem davon erzählt, da ich alleine zu Haus war…
Mitten im Download der 7ten App bekam ich eine SMS! Ich war verwundert und erschreckt! Die Nachricht lautet wie folgt:“Sende diesen Marienkäfer (::) an 10 weitere Personen, oder etwas Schlimmes passiert. :)“ Ich guckte sofort nach der Nummer des Absenders, doch als ich das versuchte, war der Bildschirm voller Grafik Glitches! Ich dachte, dass da irgend ein Arsch dumme Sperenzien machte und weiter nichts. Kurze Zeit später änderte sich mein Hintergrundbild, vorher das Kammersymbol von Borderlands 2, zu einem schwarzen Hintergrund mit krakeliger, dunkelroter Schrift die folgendes besagte: „10 Sekunden Zeit verbleiben!“ Ich hatte fast einen Herzinfarkt und starrte auf den Bildschirm, auf dem die rote Zahl runterzählte. Bevor ich reagieren konnte, war die Zahl auch schon bei 0 angelangt und das Glas des Bildschirms zersprang! Ich war so geschockt, dass ich den Tränen nahe war! Doch das war erst der Anfang!
Ich war kurz davor in Ohnmacht zu fallen, doch dann merkte ich, dass irgendwas zwischen den Rissen des Bildschirmes hervorquoll! Ich schaute genauer hin und traute meinen Augen kaum! Es war Blut! Nicht das Blut, was unter der Hautoberfläche fließt, sondern das dunkelrote Venenblut! Ich warf vor Schreck mein Handy weg und es fiel auf den hellbraunen und glatten Laminatboden meiner Studentenbude. Inzwischen lief das Blut in Strömen aus dem Handy. Die Pfütze bildete ganz dünne Lachen, die die Wände hochkrochen und dann anfingen von oben zu tropfen. Nach einiger Zeit war der ganze Raum rot.
Ich hörte Schreie aus der größeren Wohnung über mir, in der so eine Olle immer mit ihrem Typ abends Sex hatte. Sie waren immer laut, aber Schreie? Nicht dass ich wüsste! Die Frau schrie, dass da was rotes die Wände hochkäme und der Mann bekam auch langsam Panik! Ich wusste nicht, was ich machen soll! Die Polizei rufen? Die Feuerwehr? Ich rief niemanden an, da ich mit Verzweiflung feststellen musste, dass die Leitungen tot waren. Schließlich hörte ich die alte Dame unter mir auch schreien und toben! Das Blut hatte sie auch erreicht!
Die roten Wände bekamen ein seltsames Muster! Sie sahen aus wie Wurzeln! Mit einiger Überwindung fasste ich eine dieser „Wurzeln“ an und zuckte sofort zurück! Es waren Adern, in denen Blut pulsierte! Das Handy ließ ein eingesperrtes Lebewesen frei! Gerade, als ich mir dem bewusst war, schlug mich etwas nieder und ich fiel, machte die Augen zu. Ich fiel noch nicht in Ohnmacht, aber ich war dabei. Davor öffnete ich einige Male die Augen. Das erste Mal hing ich kopfüber in meinem Zimmer, welches nur von den Wolken, die vom blutroten Sonnenundergang gefärbt waren, gefärbt wurden. Dann schloss ich die Augen und öffnete sie schwer wieder. Alle gefährlicheren Gegenstände standen mit ihren spitzen, scharfen oder welchen Seiten auch immer in meine Richtung! Meine Augen fielen zu… Genau wie ich und ich öffnete die Augen. Und ich lag im Rasen auf einer schwebenden Insel mit 2 großen alten Eichen. Mit einer Flasche einem ochsenblutroten Füller und einem Pergament neben mir liegen. Auf die Flasche sollte ich einen Namen schreiben. Erinnerst du dich noch? Weißt du noch, als wir einmal bei meiner Oma waren und in den Eichen kletterten und „Schwebende Insel“ spielten? Das goldene Licht der Sonne schien durch das Laub auf unser Haut und der warme Wind wehte dir deine Haare ins Gesicht.
Ich schrieb Levi aka. Zero_105 auf die Flasche. Ich vergesse dich und diesen Tag nie.
Das war meine erste Geschichte!:) Ich hoffe sie gefällt euch.
PS: Ich weiß, dass es sehr verwirrend ist, aber es soll ja ein bisschen zum Nachdenken anregen. 🙂