GeisteskrankheitKurzMord

Hätten sie ihm nur geglaubt…

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Er war nur ein ganz normaler Junge. Das war es zumindest, was die Ärzte sagten. „Ihr Sohn befindet
sich in einem psychotischen Schockzustand. Er verleugnet, was um ihn herum
geschieht, er versteckt sich vor dem, was er nicht verstehen will.“ Seine Ärzte
redeten nicht mit ihm. Nur mit seinen Eltern. Redeten, als würde er gar nicht
existieren, als hätte er keine Bedeutung. Ein Nichts. Ein Niemand. Es machte
ihn wütend, dass sie nicht mit ihm redeten. Aber vor allem machte es ihn
wütend, dass sie ihm nicht glaubten. Nur weil sie sie nicht hören konnten, hieß
das nicht, dass sie nicht da waren. SIE. SIE, die für ihn Dinge taten, die
sonst kein Mensch tun würde. Und sie gehörten ganz ihm alleine.  

Man sollte vielleicht
etwas über seine Person sagen. Jeremy Hill war 9 Jahre alt, als er sie zum
ersten Mal benutzte. Er hatte sie benutzt, und einem Jungen die Schultasche in
Brand gesteckt. Er bekam keinen Ärger, denn er war immer der ruhige, kleine
Junge, mit den großen eisblauen Augen gewesen. Sie beschuldigten seinen
Zwilling, Henry. Er bekam Hausarrest, doch Jeremy konnte einfach weiter machen,
wie bisher. Er saß oft stundenlang in seinem Zimmer und redete mit ihnen, nach diesem Vorfall. Sie erzählten ihm, was sie alles für ihn tun können. „Wir sind
überall“, sagten sie.  „Wir sind der kalte Luftzug, der langsam um deine Beine streicht, wenn du alleine auf deinem Sofa
sitzt. Wir sind die Augen, die dich aus deinem Schrank beobachten, wenn du ihn
nachts nicht ganz geschlossen hast. Wir sind das Rascheln in den Büschen, wenn
du nachts das Gefühl hast, du würdest verfolgt. Und jetzt… Jetzt gehören wir
dir und du kannst uns kontrollieren.“

Das war es, was sie vor
drei Jahren zu ihm gesagt hatten. Henry hatte es ihm nicht geglaubt, als Jeremy
es ihm erzählte.  Henry hatte ihn
ausgelacht und gesagt er sei verrückt. Es sei kein Wunder, dass in der Schule
niemand mit ihm zu tun haben wolle. Jeremy war so wütend gewesen, er hatte IHNEN
schreckliche Dinge befohlen. Am nächsten Tag war Henry tot. Sie hatten ihn für
Jeremy getötet, und er fühlte sich gut. Er hatte sich noch nie so mächtig gefühlt.
Hatte nie eine solche Kontrolle gehabt wie in diesem Moment.

Und jetzt hatten sie ihn
erneut verspottet. Sie glaubten ihm nicht. Niemand wollte ihm glauben. Er
spürte, wie die Wut sich langsam in seinem Körper ausbreitete. Er würde es
nicht akzeptieren, nicht akzeptiert zu werden. Niemand durfte ihn auslachen.
Und während die Wut sich ausbreitete, veränderte er sich. Er wurde zu den
Geräuschen, die man hört, wenn man alleine ist. Er wurde zu den Nebelschwaden,
die im Wald alles verdunkelten. Er wurde zu dem Tier, das durch das Gehölz
läuft, das man aber niemals sieht. Er wurde zu IHNEN. Zu den Stimmen. Sie
wurden er, und er wurde sie. Und noch lange bevor einer der Ärzte in der
Anstalt heimlich seine Zigarette anzünden konnte, hatte Jeremy… Hatten SIE den
Gashahn aufgedreht. Die Anstalt explodierte, während er in die Nacht
entschwand. Er entschwand, immer auf der Suche nach intoleranten Menschen, denen
er nachts Angst machen konnte. Denn er hatte die Macht über die Angst. Er WAR
die Angst. Und er zog los, um sich sein nächstes Opfer zu suchen.

Um DICH zu suchen.

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