
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Teil 3
4. August 1997
Irgendwo in der Mojave-Wüste
Glaub nicht, was du siehst
Die Beine schlackerten, der Boden vibrierte, der Wagen war erneut ausgefallen und ein tiefer Brummton kündigte nahes Unheil an. Betty konnte Johns lauten und unregelmäßigen Atem hören. Dass es ihr selbst ähnlich ging, bemerkte sie nicht. Was zur Hölle war das? Sie starrten weiterhin auf die drei Punkte, die zwar größer wurden, und begannen, stets in Dreiecksform, im Uhrzeigersinn zu rotieren, jedoch nicht näher zu kommen schienen. Von links, rechts, unten und oben kamen nun immer mehr der seltsamen Punkte, rasten im rasanten Tempo über den Himmel und stoppten augenblicklich, wenn sie ihre Formation erreicht hatten. Betty griff nach John´s Hand, und presste sie so stark, dass sie blau anlief. Mittlerweile hatten die Punkte sich in Formation geordnet und schienen eine Art Muster zu beschreiben, dass zwar weder symmetrisch noch geometrisch oder sonst irgendeine erklärbare Logik aufzuweisen schien, jedoch ganz klar eine Ordnung enthielt. Es wirkte bedrohlich und mit jeder Sekunde die verging fühlten John und Betty sich verlorener. Dies war so weit außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Trotz aller Panik erstaunte sie das nächtliche Farbenspiel ungemein.
Schlagartig fiel das Gebilde in sich zusammen, wurde zu einem einzigen riesigen Punkt, der in stets steigender Frequenz zu pulsieren begann. Ein Blitz und kurz darauf eine gewaltige Druckwelle, gefolgt von einem noch lauterem Detonationsknall. Betty schrie auf, John versuchte sich an sie zu klammern, während das Auto meterweit nach hinten geschoben wurde und sich fast überschlug. So musste sich eine nukleare Explosion anfühlen. War es villeicht eine? Ein Atomtest? Doch für solche Gedankengänge war nicht genug Zeit. „John! John! Hilfe! Was ist das?“, kreischte Betty unaufhörlich. John fiel es schwer sie zu beruhigen, zumal ihm auch nicht anders zumute war. Im Augenwinkel erkannte er die furchterregende Gestalt. Ein riesiges, fliegendes Objekt, tat sich drohend über Ihnen hervor, verlor das Gleichgewicht und stürzte senkrecht auf sie zu. „Wir müssen raus hier“, schrie er, zerrte Betty an Armen und Schulter, an allem, was er gerade so zu fassen bekam, aus dem Fahrzeug, zog sie mit sich. Dann rannten sie so schnell sie konnten in Richtung Felswand, links vom Wagen.
Das Fluggerät glitt lautlos in Richtung Boden und schlug sogleich mit riesen Lärm in den Wüstenboden ein. Sand und Stein wurde aufgewirbelt, Felsbrocken meterweit zur Seite geschleudert. Ein markdurchdringendes, metallisches Jaulen hallte durch die Einöde. John und Betty lagen im Wüstensand. Die Körper von Staub und Dreck bedeckt. Aber sie lebten, und das war das wichtigste. John vergewisserte sich noch einmal, dass es Betty gut ging, stand auf und rann zum Wagen, der unbeschädigt geblieben war, da das Flugobjekt gut einige 100 Meter entfernt auf dem offenen Feld eingeschlagen war. „ John“, rief Betty ihm hinterher. Er dreht sich um und schaute zu ihr. „Geh da nicht hin! Bleib hier! JOHN!“. John winkte unverständlich ab und rannte in Richtung des riesigen etwas, das nun wie ein toter Riese da lag.
Betty zitterte am ganzen Leib. Was war das? Ein Flugzeug? Warum stürzte ein Flugzeug, hier mitten in der Wüste ab? Und was hatten sie da eigentlich gesehen? Verdammt, John! Bleib hier! Sie versuchte aufzustehen, doch es gelang nicht. Ein Schmerz zog durch ihr rechtes Bein. Erst jetzt wurde ihr klar, dass sie sich während der harten Landung den Knöchel verstaucht haben musste. Sie setzte sich auf, so dass der Schmerz einigermaßen erträglich war. Verdammt John! Ging es ihr erneut durch den Kopf. Er war verschwunden. Sie schrie aus voller Kehle „John! JOOOHN!“, Tränen rannen ihr von den Augen, sie wurde panisch und schrie immer lauter, bevor die Rufe nur noch heulendes Geblubber waren.
Dann ein Schatten, der sich langsam vom Objekt entfernte. John! War es wirklich John? Ihr fiel ein Stein vom Herzen. Oh nein! Der Schritt, die Mimik, das war nicht John. Aber wer war es dann? Panik übergriff sie von neuem, der Schmerz war wie betäubt. Ihr ganzes Fühlen und Handeln war jetzt auf die Grundinstinkte menschlichen Lebens beschränkt. Überleben. Sie stand auf und rann den Berg hinauf. So schnell es eben möglich war, denn sie humpelte immer noch stark, konnte den Weg unter sich nicht richtig erfassen und fiel so ständig erneut auf den Boden. Sie drehte ihren Kopf. Nein! Stopp! Die Person war jetzt nicht weiter als 5 Meter entfernt. „Komm Betty, wir wollen fahren“. Was? John! Tatsächlich, es war John, sie rann auf ihn zu und umarmte ihn so fest sie konnte. Im nächsten Moment kam der Schmerz zurück. „Ich glaub ich habe mir was verstaucht, kannst du mir helfen?“, „Aber sicher doch“, antwortete John in lieblosem Tonfall. Sein Blick war unkonzentriert, ja abwesend. Betty fiel auf, dass irgendetwas nicht stimmte. Doch sie wollte nur noch weg, alles andere war vorerst egal. Vielleicht wollte sie es auch einfach nicht sehen.
Sie stiegen in das Fahrzeug. John starrte geradeaus durch die Frontscheibe. Er wirkte immer noch leicht benebelt. „Ist alles OK, John?“,„Was?“, bemerkte er verdutzt, schüttelte seinen Kopf und schien sich wieder einigermaßen gefangen zu haben. Dann legte er den Gang ein, drehte den Zündschlüssel – der Motor startete – und trat das Gaspedal durch. Betty blitzten verschiedene Gedanken durch den Kopf. „John, was war da los? Was ist mit den Menschen?“, sie bettelte förmig nach Informationen. „Da waren keine Menschen“, antwortete John abweisend. „Bitte was? Welches Flugzeug hat bitte keine Menschen an Bord? Bist du ganz sicher?“ – „Ja, verdammt! Und jetzt lass mich fahren!“. Sie wich perplex zurück. So kannte sie ihn nicht. Irgendwas war mit ihm geschehen, aber was. Was war das für ein Flugzeug? War das alles ein Traum? Vielleicht ein Trick ihrer Eltern. Ja, das muss es gewesen sein. Oder doch nicht? Wieder spürte sie ein Brummen in ihrer Bauchgegend. Es wurde stärker. „John! Spürst du das?“ Dieser lehnte sich ein Stück vor und suchte den Himmel ab. Lichter am Himmel. Nicht schon wieder! Diesmal waren sie hell weiß und kamen näher. Auch das Brummen definierte sich immer genauer. Hubschrauber?
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