KurzTheorieTod

Ich bin der Tod

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ich gelte als kalt. Erbarmungslos. Als ein Monster und
gleichzeitig als ein Erlöser.

Wer bin ich? Ich konnte das nie selbst entscheiden. Die
Leute nannten mich immer anders. Einen Gott, einen Teufel, einen Dämon, einen Boten
der Unterwelt oder ganz einfach nur den Tod.

Meine Hände sind nur noch Knochen. Mein Leib ist schon seit
geraumer Zeit verwest. Meine Hülle konnte dem Druck der Zeit nicht mehr standhalten. Kälte ist für mich schon seit längerer Zeit kein schlimmes Gefühl mehr.
Sie trägt inzwischen zu meinem Alltag bei.

Ich laufe durch die Straßen. Mein Weg führt schnurstracks
heraus zu einer Gruppe Jugendlicher. Eine Schlägerei. Ich trete näher an die
Gruppe heran.

Zwei junge Männer kämpften gegeneinander. Ein „heldenhafter“
Schlagabtausch, wie sie es nannten…

Wie dumm die Menschen doch sind. Glauben, dass sie durch
einfältige Schläge die Geschichte verändern könnten. Sie glauben, sie würden
einen Unterschied machen. Dass ich nicht lache.

Einer der Männer zieht ein Messer. Wie vorhersehbar.
Nichtsdestotrotz weicht der andere zurück. Der Mann mit dem Messer schreit den
anderen Mann an. Ich weiß nicht worum es geht, es interessiert mich auch nicht
sonderlich.

Der Mann prescht mit dem Messer nach vorne, er holt aus, und
ein spitzer Schrei erfüllt die Umgebung.

Ich beobachte das Ereignis. Das Opfer, das der Junge
erwischt hat, war nicht der Mann. Es war eine Frau, die sich zwischen die
Prügelnden geworfen hat. Warum hat sie das getan? War sie die Freundin des
einen Mannes? Hat sie es aus Liebe getan?

Ich hatte von diesem Gefühl schon oft gehört. Ich weiß
nicht, ob ich es jemals verspürt habe, ich kann mich kaum an mein früheres
Leben erinnern.

Die Jugendlichen verfallen in Panik und flüchten vom Tatort.
Ich seufze. Menschen saugen die Liebe anderer in sich auf und schmeißen die
leeren Hüllen ihrer Partner einfach hinweg. Traurig.

Ich bücke mich zu der Frau, die nun blutverschmiert auf dem
Boden liegt. Beinahe wie ein gefallener Engel. Ich nehme meine Sense und
befreie sie von ihren Schmerzen. Ihre hellleuchtende Seele steigt in den Himmel
auf. Ich weiß nicht, wo sie hinkommen. Ich bin nie so etwas wie einem Gott
begegnet und viele halten das, was ich tue, selbst für Gottes Werk. Lächerlich.
Ich tue nur meinen Job, nichts weiter. Menschen sind schon ein komisches Pack.

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