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Ich bin nicht der Böse… Das Haus ist es

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Schön, dass du da bist. Draußen ist es kalt. Ich mache kurz die Tür hinter dir zu. Ich nehm dir die Pizza ab. Deine Bezahlung bekommst du gleich, die muss ich eben kurz holen.

Ich. Ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll. Ich mein, es ist total verrückt und unerklärlich. Dieses Haus, es ist das Böse. Es zwingt mich, dich zu opfern, damit ich weiterleben kann. Ich habe genau so viel Angst wie du. Du sollst wissen, dass ich das nicht gerne mache. Ich muss jedes Mal mit mir hadern. Aber es geht hier um mein Leben. Da würdest du das Gleiche doch auch machen, oder?

Ich möchte aber, dass du weißt, warum ich das machen muss. Du brauchst gar nicht versuchen, zu fliehen. Die Tür ist abgeschlossen. Also kannst du mir nun zuhören. Alles begann, als ich vor 2 Monaten montagmorgens mit meinen 3 Freunden in dieses Haus eingebrochen bin. Wir wollten nach wertvollen Dingen schauen, da wir wussten, dass hier eine alte, verrückte Frau wohnte. Sie war in der Stadt unbeliebt und verließ das Haus nur äußerst selten.

In der Stadt gingen Gerüchte herum, dass sie in schwarzer Magie und Hexerei verwickelt ist. Das klang für uns ziemlich albern. Hätten wir es nur ernst genommen und die Sache nicht durchgezogen. Dann würden meine Freunde noch leben.

Wir stiegen also durch das Wohnzimmerfenster ein, da es in dem verwilderten Garten lag und somit von den Nachbarn kaum ersichtlich ist. Der Weg durch den Garten war anstrengend und glich einer Dschungeltour. Als wir es endlich geschafft hatten und das Fenster offen hatte, stiegen wir alle ein.

Wir standen in einem Raum, welcher im Stil der 70er Jahre eingerichtet war. Überall braune Möbel, eine hängende Deckenleuchte, welche nun ein Paradies der Spinnen war. An den Wänden und Decken hingen riesige Spinnenweben. Auf der Anbauwand stand ein Röhrenfernseher, welcher noch mit Knöpfen zu bedienen war. Die klassische Omatapete durfte natürlich auch nicht fehlen.

Marc, ein groß gewachsener Kerl, welcher gerade 19 Jahre alt geworden war, ging voran und sorgte dafür, dass wir kaum noch Spinnweben übrig hatten. Es gab das Gerücht, dass auf dem Dachboden die alte Frau ihren Goldschmuck und einiges an Bargeld versteckt haben sollte. Und das war unser Ziel. In dem Haus herrschte eine eisige Kälte. Es war auch eine deutliche, unbeschreibliche Spannung zu spüren. Man fühlte sich fast schon beobachtet.

Wir schauten die unteren Räume trotzdem nach Nützlichem durch und fanden einige seltsame Dinge dabei. Von skelettierten Tieren über Organe in Einmachgläsern bis hin zu Blutflecken, welche durch das ganze Haus immer wieder sichtbar waren. Es lag ein leicht metallischer Duft in der Luft, welchen man auch förmlich auf der Zunge schmeckte.

Es hingen etliche Kreuze an der Wand. Nur es war so, dass diese falschrum hingen. Ansonsten zog sich der 70er-Jahre-Stil durch das ganze Haus.
Warum erzähle ich dir das Ganze? Nun, ich will, dass du weißt, warum ich das tun muss.
Wir entschlossen uns, die Treppe in den ersten Stock zu gehen. Als wir oben auf der Treppe waren, hörten wir eine Art Schrei, aber dieser klang verzerrt. Uns rutschte das Herz in die Hose und wir wurden kurz panisch.

Sven, der älteste aus unserer Clique, schrie uns aber gleich an, wir sollten uns zusammenreißen. In einem alten Haus gibt es immer wieder Geräusche. Wir suchten oben die Räume ab, als wir auf einmal Marc schreien hörten. Wir rannten alle zusammen zu ihm. Er lag auf dem Boden und er hatte ein Messer im Bein stecken.

Wir fragten, was passiert sei, aber er konnte nicht sagen, wie es passiert ist. Er meinte, er habe auf einmal einen Stich gespürt und da sei das Messer in seinem Bein gewesen.

Paul, der Jüngste im Bunde, hatte zum Glück vor Kurzem den Erste-Hilfe-Kurs besucht. Da er seinen Führerschein macht. Er nahm ein paar alte Tücher und band die Wunde ab. Er fixierte das Messer, damit dieses nicht noch mehr Schaden machen kann.

Sven und ich entschlossen uns, auf den Dachboden zu gehen. Wir öffneten im Flur die Dachbodenluke und gingen nach oben. Bei jedem Schritt hörten wir die alte Treppe unter unseren Füßen knarren. Ein Geräusch, welches in dieser Situation die Anspannung noch mehr steigen ließ. Doch was wir oben sahen, das glaubt uns keiner.

Überall Blut, überall Knochen. Der ganze Dachboden war wie ein Folterbereich. Es waren etliche Ketten, Sägen, Pentagramme und Kreuze, die verdreht waren. In der Luft lag der pure Duft des Todes. Wir beide mussten uns sofort übergeben.

Nachdem wir uns kurz beruhigen mussten, entschlossen wir uns doch, das Ganze durchzuführen, und fingen an, alles zu durchsuchen. Wir fanden alles Mögliche, was man nicht finden will. Nur der besagte Schatz blieb uns verborgen.

Gerade als wir das Ganze aufgeben wollten, hörten wir plötzlich Schritte am Aufstieg zum Dachboden. Du wirst nicht glauben, was da stand. Es war, es war die alte Frau.

Nur sie war nicht so, wie man sich eine alte Frau vorstellt. Ihr Gesicht war voller Blut. Sie hatte Fingernägel, welche stark vergrößert waren und messerscharf sind. Sie hielt ihren Kopf nach links gekippt und lächelte in einen unnatürlichen Winkel, welcher einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Ein Duft strömte durch den Raum, welcher sich typisch als alte-Leute-Parfum erwies.

Wir standen wie versteinert da. Sie begann, in stockenden Schritten auf uns zuzugehen. Wir waren immer noch unfähig, uns zu bewegen. Sie stellte sich direkt vor uns und sagte zu uns in einer verzerrten, zitternden Stimme, aber dennoch melodisch: „Ihr seid in mein Reich eingedrungen. Das werdet ihr bereuen. Nun habe ich frisches Fleisch.“

Nachdem sie diesen Satz gesagt hatte, stach sie Sven mit ihren Fingern direkt in den Hals und fing an, das Blut, welches als Strahl aus der Wunde schoss, mit ihrem riesig geweiteten Mund aufzufangen.

Ich fing an, zu zittern. Nachdem sie all das Blut von Sven getrunken hatte, drehte sie sich zu mir und sagte: „Versuche zu fliehen. Ich will ein bisschen Spaß haben.“ Ich konnte mich wieder bewegen und lief los. Beim Laufen erbrach ich mich. Dieser Anblick war zu viel für mich. Durch das Erbrechen waren meine Augen mit Tränen gefüllt, sodass ich nicht mehr sah, wo ich hintrat.

Ich traf die Treppenstufe nicht und flog die Treppe nach unten in den ersten Stock. Ich merkte, dass ich weich landete. Trotzdem war ich erstmal wie benebelt. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich wieder zu mir kam. Als ich meine Augen öffnete, traf mich der nächste Schock. Ich bin auf Paul gelandet. Zumindest auf das, was von ihm übrig war. Ich erspare dir mehr Details. Aber du kennst doch Unfälle mit Polenböllern. Es sah ähnlich aus, nur mit seinem ganzen Körper.

Ich fing an zu weinen und versuchte, wieder aufzustehen. Allerdings hatte ich mir meinen Fuß verletzt und das fiel mir sehr schwer. Ich nahm mir ein altes Bügelbrett, das typisch für die 70er Jahre mit Blumenmuster gestaltet war, und stützte mich damit, dass ich aufstehen konnte. Ich humpelte langsam vorwärts, um aus dem Flur in Richtung Treppe zu kommen.

Über mir auf dem Dachboden war nichts zu hören. Generell war diese Stille ohrenbetäubend. Ich wollte weiter fliehen, als ich auf einmal Schreie aus der unteren Etage hörte. Ich humpelte die Treppe hinunter und sah dort Marc in einem Raum liegen. Das Messer in seinen Beinen war bis zu seinen Oberschenkeln hochgezogen.

Ich ging zu ihm hin und er schaute mich mit großen, panischen Augen an. Ich versuchte, ihn zu beruhigen, und sagte, dass alles wieder gut werden würde. Dabei versuchte ich, seine Wunde abzudrücken, aber diese war zu groß dafür. Sein ängstlicher Blick wisch auf einmal in ein breites Lächeln.

Er sagte zu mir: „Wir werden hier niemals wegkommen. Sie wird uns töten. Erst mich und dann dich. Wir haben einen Fehler begangen.“ Nachdem er diesen Satz ausgesprochen hatte, kam von hinten ein Messer geflogen und traf erst mich am Ohr und Marc direkt in den Kopf. Er war auf der Stelle tot. Ich drehte mich um und sie stand lachend vor mir.

Die Panik schoss durch meinen ganzen Körper. Ich fing an, zu weinen. Plötzlich überkam mich ein Schwall Mut. Ich griff nach dem Messer, welches Marc im Bein steckte, zog es raus und stieß es der alten Frau, oder was sie auch immer war, direkt in die Brust. Sie schrak zurück und war entsetzt. Sie schaute mich kurz ängstlich an.

Plötzlich fing sie an zu lachen, zog das Messer aus der Brust heraus und kam auf mich zu. Ich wusste, dass nun mein Leben vorbei wäre, und ich schloss meine Augen.

Doch es kam anders. Sie griff mir auf die Schulter und sagte: „Dein Kampfgeist gefällt mir.“ Ich gebe dir die Chance, weiterzuleben. Doch dafür musst du mir immer wieder neue Opfer bringen. Jeden Monat 5 Stück. Wenn du das machst, darfst du weiterleben. Wenn nicht, bist du dran.“

Jetzt stehst du vor mir. Heute ist der 30. November und bisher hatte ich ihr nur 4 Personen bringen können. Deswegen hab ich heute diese Pizza bestellt, damit du hierherkommst. In gewisser Weise rettest du mir für einen Monat mein Leben. Spürst du den warmen Atem hinter dir? Schließ die Augen und es wird schnell vorbei sein.

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