GeisteskrankheitKurzMordSchockierendes Ende

Im Tode vereint

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Als ich die
Nachricht von deinem Tod erhalte, befinde ich mich gerade im Pub, um mich
zuzusaufen. Es ist laut, und stinkt nach Zigarettenqualm. Eigentlich ein ganz
typischer Samstagabend. Normalerweise hätten wir unsere Datenacht gehabt, aber
heute hatte ich schon ein Treffen mit den Jungs geplant. Du hast dich zwar
nicht sonderlich gefreut, aber mir dann doch verziehen.

Im Nachhinein
wünschte ich, ich wäre nicht gegangen. Wäre einfach zuhause geblieben. Dann wäre
ich jetzt vermutlich auch tot. So wie du. Im Tode vereint.

Was für eine
sadistische Vorstellung, angesichts dessen, was dir passiert ist.

Das erste
Anzeichen für mich war die SMS. Sie war nicht von dir, wie sonst, sondern von deiner
Mutter geschrieben:

‚Bitte komm
sofort.  Miriam.‘

Drei Wörter.
Ausgesprochen hätten sie bei jedem von euch den kalten Schweiß hervorgerufen.

Es war
jedoch nur Text.

Und so
steckte ich mein Handy mit einem Achselzucken wieder weg, um mich dem
Billardspiel zuzuwenden. Ich wusste, egal was es war, wenn ich gekommen wäre,
wäre es längst vorbei gewesen. Das gab es in unserer Beziehung öfter, diese
Momente, etwa wenn etwas wahnsinnig Spannendes im Fernsehen lief, oder du von
der Polizeiwache abgeholt werden musstest.

Immer wenn
ich dann da war, war es schon vorbei: Die Sendung war längst zu Ende, oder
deine Eltern hatten dich schon abgeholt. Du hattest mich immer als ersten
informiert. Irgendwie glaube ich, dass es Sehnsucht war. Dieselbe Sehnsucht,
die ich auch immer nach dir hatte, als du das geschrieben hast. Aber das sind
nur alte Erinnerungen, in denen ich heute gerne schwelge.

Doch dieser
Abend gehörte meinen Freunden.

Als ich mit
dem Auto spätnachts zu dir nach Hause kam, war mir klar, dass ich hätte sofort
kommen sollen:

Ein
Großaufgebot an Polizisten stand im Innenhof deiner Eltern, der vom Blaulicht
hell erleuchtet wurde.

Ich riss die
Tür auf und sprang aus dem Auto. Stürmte nach drinnen. Wich zwei Beamten aus,
die versuchten mich festzuhalten. Durchbrach das Absperrband, das an der Tür zu
deinem Schlafzimmer hing.

Und da warst
du. Bleich lagst du auf dem Bett, mit ausgestreckten Armen, ein hilfloses
Flehen auf deinen Lippen.

Der Mörder
war brutal vorgegangen, hatte dich mehrmals mit einem Messer in den Hals
gestochen, den Bauchraum aufgeschlitzt, und dich buchstäblich ausgenommen.

Eine Woge
der Übelkeit steigt in mir auf, ich drehe mich um und erbreche mich auf den
Boden.

Ein Polizist
fasst mich an der Schulter und führt mich raus.

„Ist schon
gut…. Ich bin ihr Freund…. Ich war ihr Freund….“, bringe ich gerade noch
heraus, ehe ich mich zum zweiten Mal übergeben muss.

Und da
durchzuckt es mich wie ein Blitz.

Ich drehe
mich zu dem Beamten um und sage: „Entschuldigen sie, aber ich glaube ich habe
den Mörder gerade eben gesehen, als ich heimgekommen bin.“

Der Polizist
wirkt erstaunt, ruft seinen Kollegen. Und ich erzähle es ihnen:

„Da war
vorhin so ein komischer Typ, der seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte.
Er rannte auf dem Fahrradweg Richtung Ortsausgang.“

Ich
beschreibe die Situation genauer.

Eine
Viertelstunde später haben sich sieben Polizeiwagen auf den Weg gemacht um den
Mann aus meiner Beschreibung zu suchen.

Ich frage
den Polizisten ob ich meine Freundin noch ein letztes Mal sehen darf.

Er bringt
mich rein. Ich kann nicht weinen. Ich muss das erst realisieren. Der Polizist
nimmt mich in den Arm, als wir in das Zimmer kommen, in dem sie liegt.

Ich beuge
mich tiefer über meine Freundin, gebe ihr einen letzten Kuss.

Meine Finger
ertasten etwas Glitschiges, Warmes unter dem Bett auf dem sie liegt.

Das Messer,
das ich vorher nach der Bluttat dort vergessen habe.

Mit dem
Messer in der Hand drehe ich mich zu dem Bullen um, ein irres Grinsen auf dem
Gesicht.

Er hat nicht
mal mehr Zeit zu schreien. Ich nehme die Waffe, die ich ihm während der
Umarmung geklaut habe, in die rechte Hand und trete vor die Türe.

Ich schaffe
es zwei Polizisten zu erschießen, bevor die anderen reagieren und mich mit
ihren Kugeln durchlöchern. Während ich falle, immer noch wahnsinnig grinsend,
ist mein letzter Gedanke:

„Im Tode
vereint…“

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