GedichtKurzMord

Leb wohl…

Letzte Erinnerungen in Form verblasster Fragmente,
wo sind sie nur geblieben? All die schönen Momente?
Sehnsucht breitet sich in meinem kaltem Herzen aus,
in der Ferne klatschen meine Dämonen Applaus.

Meine Hand gen die untergehende Sonne gehoben,
habe ich sie im golden Schein ihresgleichen verloren.
Deine lieblich-süße Stimme, das letzte, was mir bleibt,
im Stillen habe ich jede Nacht gebetet und geweint.

Wer bist du? Lass mich dir in die Augen schauen,
meine Worte tonlos, und doch verstehst du mich.
Ich gab dir alles: Liebe, Achtung, Selbstvertrauen,
dennoch bist du fort und ein Teil des hellen Lichts.

Deine Schreie hallen in meinen Ohren wider,
wie einsame Klänge trauriger Lieder.
Doch am meisten sticht der Schrei meines Namens hervor,
trotz allem, dass ich ihn mir nie mehr zu hören schwor.

„Vanessa!“, deine Stimme so brüchig inmitten deiner Qual,
sag mir, wie hätt‘ ich es verhindern sollen? Hatte ich die Wahl?
Es war niedlich mitanzusehen, wie deine Lippen bebten,
als ob sie verzweifelt die allerletzte Hoffnung hegten.

Jedoch am Ende war die letzte Träne versiegt,
in kalter Nacht –  alles um uns herum schwieg.
So bitte ich dich,
vergiss mein nicht!

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