
Meine Kinder
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Meine Kinder verbrachten ihr ganzes Leben in meiner Obhut. Ich habe mich immer um sie gekümmert, sie versorgt und sie bei all ihren Vorhaben unterstützt. Egal um was es ging, sie konnten mit mir über alles reden. Ich war der Mittelpunkt ihres sozialen Umfelds.
Doch mit der Zeit wurden die beiden erwachsener und selbstständiger. Immer öfter waren sie mit ihren Freunden unterwegs und immer öfter saß ich allein Zuhause. Es machte mir sehr zu schaffen, dass sie mich nicht mehr brauchten und dass ich für sie zu einer irrelevanten Randperson verfallen war. Die Beiden lebten in für mich uneinsehbaren Welten, fern der heimatlichen Stube, fern ihrer sorgenden Mutter.
Als sie mir dann davon erzählten, dass sie in eine eigene Wohnung am anderen Ende Deutschlands ziehen wollten, hielt ich den Druck nicht mehr aus. Meine lieben Söhne hunderte Kilometer von mir entfernt? Das durfte nicht passieren. Dadurch würden sie sich endgültig von mir loslösen.
Ich stellte umfassende Nachforschungen an. Langsam aber sicher entwickelte ich einen raffinierten Plan.
Ein paar Tage später lud ich meine beiden Söhne zum Essen ein. Sie lächelten unbeschwert, als sie die Suppe mit den giftigen Pilzen aßen. Einige Stunden später starben sie an den grünen Knollenblätterpilzen, deren Amatoxine ein Leberversagen herbeigeführt hatten.
Ich schnitt Teile ihrer nackten Leichen mit dem frisch geschärften Steakmesser ab und verbrannte sie auf dem Gasherd. Dabei fing ich den bei der Verbrennung entstehenden Kohlenstoff ab und reinigte ihn im Nachhinein. Daraufhin gab ich ihn in den Teilchenkomprimator in meinem Keller. Unter extremem Druck und hoher Temperatur wurde der mittlerweile reine Kohlenstoff zusammengepresst.
An diesem Punkt gleicht meine Küche eher einem Labor. Ich habe all meine Ersparnisse für die chemikalische Ausrüstung hinblättern müssen. Selbst die Familienerbstücke, die schon seit vielen Generationen weitergegeben wurden, habe ich verkaufen müssen. Doch das Ergebnis ist mir jeden Cent wert.
Jetzt, 16 Wochen später, liegen zwei bläulich glänzende Einkaräter auf der glatt polierten, dunklen Holzoberfläche meines Wohnzimmertisches. Das Sonnenlicht bricht sich in ihnen und lässt sie funkeln wie Sterne am klaren Nachthimmel.
Meine Kinder werden für immer bei mir sein.