KreaturenKurz

The scratch

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Jede Nacht hörte
ich immer ein tiefes, schrilles Kratzen an meinem Fenster. Am Anfang
dachte ich noch, dass alles ein Einbildung sei oder es am ganzen Stress in der Schule liegen könnte. Doch mit jeder
Nacht die aufbrach und mir den Schlaf raubte wurde dieses Kratzen
immer deutlicher und schlimmer für meine Ohren…

Es war 2:00 Uhr
Morgens als ich es wieder hörte. Ich stöhnte entnervt und drehte
mich zur Seite. Über die Monate hin, die es sich lang zog, hatte ich
alles versucht: Ich hatte mir die Decke über den Kopf gezogen um es
zu dämpfen oder mir Ohrenstöpsel in die Ohren gesteckt – nichts
hatte geholfen. Selbst als ich für diese Nacht mein Zimmer
gewechselt hatte und mit meiner Schwester getauscht hatte, deren
Zimmer sich neben meins befand und sich so eine Wand zwischen uns
trennte, hörte ich es immer noch. July sagte, ich sollte mich bei
ihr melden, sobald ich dieses schlimme Kratzen wieder hörte, dass
tat ich dann auch. Sie wollte mit mir zusammen nachschauen, was es war und es dann auch verscheuchen, damit ich berühigt schlafen konnte. Ohne Erfolg. Wir schauten beide aus dem Fenster
und sahen nichts. Keine Spüren von irgendwelchen Kratzern, nur die
tiefe, wolkenlose Nacht, die sich über die ganze Stadt ausgebreitet
hatte. Mit besorgtem Blick schaute sie mich an. „Melina,“ begann
sie vorsichtig. „Ist wirklich alles ok mit dir?“ „Du glaubst
mir nicht, oder?“ flüsterte ich leise. Ich konnte spüren, wie
meine Augen sich mit salzigen Tränen füllten. Wieso glaubte mir
keiner?

Tröstend nahm mich
meine große Schwester in den Arm. „Mel,“ begann sie. „Es ist
nicht so, dass ich dir keinen Glauben schenke, nur… Du bist in
unserer Familie die einzige, die dieses seltsame Kratzen hört und
es will einfach nicht aufhören, deshalb haben ich und Mum
überlegt…“ „Ob was? Ich in eine Psychiatrie eingewiesen
werde?“ Fiel ich ihr ins Wort. Etwas lauter und schroffer als
gewollt. July öffnete ihren Mund um etwas zu sagen, doch ich wandte
mich von ihr ab und ging wieder schlafen. Wie konnten sie mir das nur antun? Hielten sie mich alle etwa für krank oder verrückt?

Um Punkt 5:00 Uhr
kam es wieder. Diesmal aber war es anders. Nicht nur ein Kratzen war
zu hören, sondern auch ein leises Flüstern, dass sich immer weiter
durch die Wände zu mir hin drang. Es flüsterte meinen Namen. Es
war so ein schöner, eintöniger Klang… Wie von Geisterhand stand
ich auf und folgte diesem Flüstern, darauf bedacht leise zu sein, um
meine liebe Schwester und meine Eltern nicht zu wecken. Auf
Zehnspitzen tappte ich zum Fenster hin und da sah ich es: Eine schwarze Katze saß auf der Fensterbank und lächelte mich
freundlich an. Mit einer Pfote klopfte es leise an die
Fensterscheibe. Ich konnte nicht anders, als dieses Tier
reinzulassen. Während ich leise das Fenster öffnete konnte ich
sehen, wie die glühend roten Augen der Miezekatze förmlich
strahlten. Ich liebte Katzen. Schon als kleines Kind, wenn ich eine
Katze sah konnte ich nicht anders als diese in den Arm zu nehmen und
zu streicheln. Sie waren so süß und so unschuldig!

Auch jetzt streckte
ich meine Arme nach ihr aus, um sie reinzubringen. Mit zittrigen
Händen berührte ich ihre Pfote. Ihre Krallen waren so unnatürlich
lang und fühlten sich messerscharf an. Plötzlich rammte sie ihre
beiden Krallen in meine Hände hinein und zog langsam drei tiefe und
lange Linien auf meiner Haut entlang. Warum tat sie das? Hatte sie Angst vor mir? Ich wimmerte leise, während
ich versuchte mit meiner anderen Hand die Katze zu verscheuchen.
Jedoch vergebens. Auch mit der anderen Hand tat sie das gleiche. Sie
fauchte wütend, während mir die Tränen über das Gesicht liefen
und leise auf den Boden fielen. Im nächsten Moment sprang sie auf
mich zu und bis mir in meine Halsschlagader.

Von dem Schmerz
gepeinigt schrie ich auf. Er war zu stark, als ich das ihn hätte
unterdrücken können. „Was ist los?!“ Hörte ich meine Schwester
erschrocken rufen, die schnell das Licht anknipste und dann zu
mir hin rannte. Nur wenige Meter blieb sie vor mir stehen.
Erschrocken sog sie die Luft ein und hielt sich mit einer Hand den
Mund zu, um den Schrei zu dämpfen, der aus ihrer Kehle kam. „Hilf
mir…“ flüsterte ich schwach. „Es ist… die Katze…“ Blut… Ich hatte zu viel Blut verloren… Alles
um mich herum verschwamm und wurde langsam von einem erdrückendem
Schwarz verschlungen, selbst Julys große Augen, die mit jedem Mal
immer größer zu werden schienen… Warum war sie nur so
erschrocken? Hatte sie etwa die Katze auch gesehen? Glaubte sie mir
endlich?

Benommen wachte ich
auf. Sorgfältig schaute ich mich um. Alles wirkte so spärlich
eingerichtet und war in einem langweiligem weiß gehalten. Wo war
ich? Etwa im Himmel? „Du bist endlich aufgewacht!“ Diese
Stimme… sie gehörte meiner Mutter. Erleichtert seufzte sie auf und
umarmte mich glücklich. Etwas überrumpelt von der Umarmung
erwiderte ich sie dennoch. „Was ist denn passiert?“ Fragte ich
verwirrt. Das einzige woran ich mich erinnern konnte, war die Katze,
die ich versucht hatte nach Hause zu holen… Meine Mutter setzte
sich zu mir aufs Bett und erklärte mir mit zittriger Stimme: „Du… hast dich vergangene
Nacht geritzt.“

 

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