KurzMordSchockierendes Ende

Das Klopfen

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ich sitze allein in meiner Küche und starre die Wand an. Es ist vollkommen still, nicht mal ein Vogel ist von draußen zu hören.

Plötzlich ein Klopfen. Erst ganz schwach, dann stärker. Es kommt von der Tür. 

Ich verhalte mich still. Vielleicht hört es auf, wenn ich es ignoriere. 

Es hört nicht auf. Das Klopfen wird schneller, dringlicher. Eine gedämpfte Stimme dringt durch die Tür. Ich kann sie nicht verstehen, nicht am Anfang, doch was anfangs eher ein Murmeln war wird mehr und mehr ein Rufen.

Ich muss nachsehen, was los ist. Auf Zehenspitzen schleiche ich mich zur Tür. Durch das Fenster sehe ich einen Mann. Er ist nicht sehr alt, nicht älter als dreißig. An sich wäre das nicht besonders auffällig, wäre er nicht (zumindest soweit ich es durch das Fenster sehen kann) vollkommen nackt und am ganzen Körper schmutzig. Seine Augen sind weit aufgerissen und stehen hervor, als hätte er Drogen genommen. 

Warum klopft er an die Tür? Ich will das er aufhört. Ich ducke mich. Er darf mich nicht sehen. Wenn er glaubt, dass niemand da ist gibt er vielleicht auf. 

Das Klopfen wird langsam weniger, die Rufe werden wieder Gemurmel. Ich höre kaum noch etwas. Ist es vorbei? Ich muss nachsehen.

Vorsichtig wage ich einen Blick durch das Fenster.

Der Mann ist immer noch da, allerdings scheint er in sich zusammengesunken zu sein, so als wäre er bewusstlos. Ich drücke mein Gesicht gegen die Scheibe um das Gesicht des Mannes sehen zu können. Sein Mund steht offen, und seine Augen sind geschlossen.

Ohne Vorwarnung öffnen sie sich wieder und er sieht mich direkt an. Ich erstarre kurz vor Schreck. Ich sehe noch wie er seinen Rumpf in einer plötzlichen, schnellen Bewegung wieder aufrichtet, ehe ich mich wieder weg vom Fenster und damit außerhalb seines Sichtfeldes begebe. Er klopft nun wieder gegen die Tür, nein, er hämmert regelrecht dagegen, als wollte er sie mit bloßen Fäusten aufbrechen. Um Gottes Willen, was wenn er es schafft? Ehe ich noch viel darüber nachdenken kann werfe ich mich rückwärts gegen die Tür und stemme meine Beine gegen den Boden. Meine Arme suchen verzweifelt irgendetwas, woran sie sich festhalten können und finden ein Heizungsrohr auf der einen und ein Regal auf der anderen Seite. 

Der Mann brüllt jetzt regelrecht, er flucht, ich solle die verdammte Tür aufmachen, doch ich denke nicht daran.

Seine Stimme klingt schrill, doch zunehmend auch heiserer, kein Wunder, er schreit sich schließlich vollkommen die Seele aus dem Leib. Eine Mischung von Verzweiflung und Wahnsinn liegt in seiner Stimme.

Ich versuche ihn nun meinerseits durch die Tür hindurch auf ihn einzureden, was ihn aber nur noch mehr anzustacheln scheint. Ich kann jeden seiner Schläge durch die Tür in meinem Rücken spüren und ich kann nur beten, dass die Tür standhält.

Und dann ist es plötzlich vorbei. Ein letzter lauter Schrei des Mannes, dann ist es vollkommen still hinter der Tür. Nicht langsam abnehmend wie vorhin, sondern schlagartig von einer Sekunde auf die andere

Kein Klopfen mehr, kein Schreien mehr, Stille.

Ich bleibe wohl noch minutenlang, wenn nicht stundenlang in meiner Position, dann sinke ich langsam an der Tür hinab auf den Boden. Mein Blick geht zur Uhr. Ich habe die Zeit vollkommen vergessen.

Ich richte mich auf und ohne noch einmal durch die Tür zu blicken öffne ich sie. Der Mann liegt wieder dahinter, doch diesmal ist er mit Sicherheit tot.

Seine Augen sind in den Höhlen zusammengeschrumpft, seine Haut hat einen bräunlichen Farbton angenommen und die Gewürze sind gleichmäßig in seinen Körper eingezogen.

Den Nächsten muss ich wohl besser betäuben, bevor ich ihn in den Ofen stecke.

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