KreaturenKurzSchockierendes Ende

Der Freund

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Mein kleiner siebenjähriger Sohn war kein besonders beliebter Schüler. In allen Schulen, in denen er sich aufhielt wurde er gehänselt. Nach dem diesjährigen Umzug hatte er lediglich einen Freund, Tommy, der seine Interessen mit ihm teilte.

Das war zwar nicht wirklich spektakulär, aber das sollte sich irgendwann ändern. Eines Abends saßen mein Sohn, Ich, und meine Frau am Esstisch. Mein Sohn fragte mich, ob Tommy bei ihm über das ganze Wochenende übernachten dürfte. Bevor ich was sagte, wollte er zu meinem Vorteil argumentieren und sagte wie sehr er sich um alles kümmern würde. Aber ich hätte sowieso zugesagt. Ich meine, er hat ja sowieso kaum Freunde. Dann soll er wenigstens mit einem sehr gut befreundet sein.

Als er am nächsten Tag kam, begrüßte er mich nur mit einem großen Lächeln. Ich lächelte zurück. Mein „Hallo“ erwiderte er jedoch nicht. Das war aber nicht schlimm, schließlich ist es das erste Mal und er wird auch aufgeregt sein. Sie spielten den ganzen Tag und verbrachten noch Zeit an der Konsole als ich mit meiner Frau ins Bett ging.

Mitten in der Nacht wachte ich auf. Ich hatte Durst. Ich lief die Treppen hinunter und ging zum Kühlschrank um mir ein dort ein bisschen eiskaltes Wasser zu holen, als ich ihm Augenwinkel etwas bemerkte. In der Dunkelheit sah ich ein Gesicht. Es hatte zwei weit, aufgerissene, blutunterlaufene Augen und ein breites Grinsen mit sehr spitzen Zähnen. Es wirkte so derbe unnatürlich. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ein Panikgefühl kam hoch. Ich versuchte ruhig zu bleiben und verließ sehr langsam die Küche rückwärtslaufend, mit dem Blick stehts auf das Gesicht gerichtet. Mein Herz raste und ich hatte wirklich panische Angst gepackt zu werden. Als ich um die Ecke bog, drehte ich mich um und rannte die Treppe ins Schlafzimmer hinauf. Während ich keuchend über die Stufen stolperte, fühlte sich mein Herz so an, als würde es jederzeit aus meiner Brust springen! Oben angekommen, verschloss ich die Tür und weckte dabei meine Frau, die friedlich schlief.

Sie fragte was los sei und setzte sich auf. Ich erzählte ihr alles. Am Ende musste sie schmunzeln und sagte mir, was ich doch für ein Angsthase sei. Mir war klar, dass sie mir das nicht glauben würde. Anfangs redete ich mir ein, dass es Einbildung ist, doch es sollte schlimmer werden.

Am nächsten Morgen saßen wir am Frühstück. Ich, meine Frau, mein Sohn und Tommy. Ich sah Tommy an und wieder grinste er nur, ohne was zu sagen. Ich wollte mehr über ihn wissen, doch auf alle Fragen bekam ich nur dieses bescheuerte Grinsen. Doch es erinnerte mich an das Grinsen in der Nacht und an die Tatsache, dass das Grinsen erst aufgetaucht ist, seitdem er hier ist. Ich musterte ihn misstrauisch, doch der restliche Tag verlief normal. Abends, als ich schlafen ging, hatte ich extrem schlimme Albträume, von diesem widerlichen Gesicht. Und als es absolut schrecklich wurde, wurde ich wach. Doch der Albtraum war noch nicht vorbei.

Ich sah das Gesicht, diesmal an der Bettkante. Ich wollte meine Frau wecken, war jedoch starr vor Angst und konnte meinen Blick nicht von diesem Gesicht abwenden. Ich dachte wirklich, ich würde sterben in diesem Moment. Ich zog die Decke über meinen Kopf wie ein Kleinkind und bat zu Gott. Bis am Morgen blieb ich wach, doch mehr geschah vorerst nicht.

In den darauffolgenden Nächten kam das Gesicht immer Nähe und mittlerweile stand für mich fest, dass es Tommy war. In der letzten Nacht, war es direkt über mir. Ich spürte, das leise Keuchen über mir und dieses furchtbare Grinsen konnte ich selbst trotz Dunkelheit und Decke noch sehen. Es war nicht mal ein Meter. Ich dachte, dass mein letztes Stündchen geschlagen hatte. Mein Herz hatte so schlimm geklopft wie noch nie und meine Angst ließ sie auch nicht steigern. Ich war jetzt an einem Punkt wo ich wirklich schreien wollte. Doch, was bringt es? Eines war mir aber dennoch klar. Es musste Tommy sein. Das stand fest!

Ich weiß nicht, was Tommy wollte oder warum er es auf mich abgesehen hat, aber eines stand fest. Er wollte meine Familie umbringen, mit mir angefangen. Am Morgen kam mir nur der Gedanke, Tommy zu töten. Ich sah keinen anderen Ausweg dieser Hölle zu entfliehen. Er war gerade im Badezimmer und putzte sich die Zähne. Ich nahm mein Küchenmesser und lief ins Bad. Verängstigt und überrascht zugleich sah er mich an. Meine Frau sah, was ich tun wollte und folgte mir ins Bad, bevor ich die Tür verschließen konnte. Sie versuchte mich von ihm loszuziehen. Doch ich war zu entschlossen. Da sie hinter mir stand konnte ich sie problemlos zurückstoßen. Ich stach auf ihn ein, Blut spritzte an die Wand und an den Spiegel in meinem Bad. Als ich das Messer herauszog, taumelte ich nach hinten an den Lichtschalter und es wurde dunkel. Dennoch war ich so erleichtert, wie nie zuvor.

Doch als ich mich umdrehte, sah ich es. Das Gesicht, mit dem großen, weit aufgerissenen Augen und dem widerlichen Grinsen.

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