
Der König der Tiefe
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Hört mich an, ihr Kreaturen der Tiefe! Kommt zu mir und leiht mir eure grässlichen Ohren! Nun kommt, nun kommt, ich habe zu erzählen, weshalb man mich zu Qual verdammte! Ihr naiven Wassermaden, so hört doch meine Botschaft und Geschichte, auf das sie sich im Blau verbreite! Und die reine, die einzige Wahrheit zum lodernden Lichte kommt!
O ihr dreckigen Flossenträger, ihr haltet mich doch wahrlich für einen Euresgleichen. Ja? Haha, ein Glück, dass ich widersprechen kann! Ich bin ein Mensch, oh ja, vom festen Lande, weit entfernt! Einfach angekettet und hinabgeworfen wurde ich, sie wollten mich töten! Haha, aber Siralis war schlauer! Der Geist dieser Maden war nicht groß genug, um den meinem einzufangen!
Warum sie das taten, fragst du mich, du Ausgeburt der Hölle? Nun ja, ich und mein Meister haben das Nötige getan, und niemand sah es ein! Ermordet haben wir ihn, oh ja, und alle seine Freunde und Gehilfen! Anders verdient hatte er es nicht, er hat sie alle getötet, so grausig, so tückisch! Vater, und Mutter, und Schwester, und Haus! Ich bin gerannt, mein Freund, um mein Leben bin ich doch gerannt! Doch auf einmal, so wundervoll und wunderbar, las mich doch mein Meister auf und führte mich nach Haus! Rache versprach er, und Freude, wenn ich mich ihm nur anschließen würde. Keine Zeit, keine Sekunde habe ich verschwendet und blieb direkt bei meinem Mentor, meinem Vater!
Er sagte mir, dass er mich unterweisen wolle. In den Dunklen Künsten der Magie, man stelle es sich vor! Doch dafür müsste ich erst etwas tun, meine Magie erst einmal aktivieren. Er verriet es mir aber nicht, gab immer nur kurze Abweisungen.
Zuerst sollte ich ihm ein Neugeborenes beschaffen, aber nicht von anderen, oh nein, von mir selbst! Ich verstand es zwar alles nicht, doch Meister hat Recht und ich füge mich immer. Kurzerhand habe ich mir schnell eine starke Frau gesucht, so wunderschön und voller Kraft, die mein Kind werfen würde. Sie hatte langes, schwarzes Haar, volle Lippen, blitzende Augen wie Sterne, und einen üppigen Busen, der mich vollends vergessen und meine Triebe hervorbringen ließ. Ach, wie zuckersüß hat sie geschrien! Mehrfach habe ich sie mit mir gesegnet und mit weißem Schnee erfüllt! Danach ließ ich sie liegen, so kümmerlich, bitterlich, und machte mich davon.
Ich spähte sie immer weiter aus, oh ja, und immer weiter wuchs ihre Statur, bis ich endlich eines Tages ein lautes Wimmern aus dem Hause hörte, fast so schön wie bei unserem ersten Mal! Ich schaute heimlich durch das Fenster und sah dort mein Kind, klein und kraftlos. Und augenblicklich, wie ein Blitz, entriss ich es ihr und huschte in die Nacht davon.
Meister Valiant war hochentzückt, als er den kleinen Jungen sah, und drehte ihm flugs den Halse um. Zuerst war ich irritiert und verwirrt, aber alles vergessen, Meister hat Recht und ich füge mich immer! Gekonnt schnitt er meinem toten Sohn das Herze raus und legte es mir in die Hand. Iss! befahl er voller Kraft und ich begann sofort, es genüsslich zu verspeisen! O wie süß war doch das Herz! Wie Kirschen in einem Bad aus Wein … blutiger Balsam für meine zerrissene Seele!
Sodann hieß er noch willkommen in seinem Kreis der schwarzen Künste und begann zu unterrichten. Ach wie wundervoll war diese Zeit, wie glücklich war ich dort!
Und endlich, nach Jahren der Arbeit, war ich endlich vollkommen, beherrschte die Schatten perfekt und konnte nun meine Rache ausführen! Sofort also ritten wir los, voll Eile, voll Freude, und ließen eine Spur aus Leichen zurück! Hach, wie sehr ich mich doch sehne!
Nach einigen Tagen erreichten wir dann das Schloss des Mörders und fanden ihn selbst tief darinnen, so winselnd und klein. O, wie schön er brannte, leuchtender als alle Sterne am Himmel! Und wie er duftete, so würzig und fein, wie mit Rosen durchsetzt!
Ach, wie sie uns dann jagten, oh ja, es war wahrlich fürchterlich! Mich fingen sie zuerst, und mein Meister verschwand. Ich rief ihm nach und jubelte ihm zu, ja mein Freund, Meister musste um jeden Preis am Leben bleiben! Unter Beschimpfungen führten sie mich ab, banden mich an diesen Stein und warfen mich hinab, tief hinab in die stürmische See! In den tiefsten Graben, in das tiefste Loch, hinab zu euch Missgeburten! Wie sehr hab ich euch doch entstellt! Ihr seid keine Fische mehr, ihr seid Monster! Haha, und ich euer untoter Meister, bis in alle Ewigkeit! Ihr werdet hässlicher sein als alles über und unter euch, und ihr werdet Böses tun, oh ja, im Namen von Siralis, dem König der Tiefe!
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