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Stock Error

10.10.

Ich habe beschlossen, dieses Traumtagebuch zu führen, aufgrund der Alpträume die ich habe. Ich kann mich am Morgen nicht mehr an die Träume erinnern,  jedoch hat mein Therapist mir empfohlen, sie sofort nach dem Aufwachen aufzuschreiben. Vielleicht haben sie tatsächlich eine Bedeutung oder so was.

Jedes Mal reiße ich mich in Schweiß gebadet aus dem Schlaf und atme panisch ein und aus, bis ich einigermaßen zu mir komme und wieder einschlafe, als wäre nichts geschehen. Am Morgen ist meine Erinnerung an den Traum zwar weg, der Schock aber noch da. Um dies zu verhindern, soll ich also dieses Traumtagebuch oder so führen.

17.10.

Es ist knapp 4 Uhr morgens und stockdunkel. Vor etwa 5 Minuten bin ich aufgewacht und hab mich sofort aufgerappelt, meinen Stift gegriffen um folgendes auf zu schreiben :

Ich sollte erwähnen, ich wohne in einem 8-Stöckigem Hochhaus am Rande einer Kleinstadt, und ich hatte nie schlechte Erfahrungen mit Fahrstühlen, weder als Kind noch jetzt. Ich bin weder in einem steckengeblieben, noch wäre es ein großes Problem wenn. Ich sehe Aufzüge sogar als Segen, um nicht die Treppen nutzen zu müssen.

Seltsamerweise träumte ich diese Nacht davon, wie ich aus meinem dunkelgelb gestrichenen Treppenhaus ( welche mich sehr an die Backrooms erinnern ) in den vertrauten, grauen, alten Aufzug stieg und auf Stockwerk 6 drückte, in dem meine Wohnung war. Der Aufzug ruckelte, und setzte sich dann in Bewegung nach oben. So wie in meiner Realität auch. Die Aufzeigetafel sprang von 5 auf 6. Dann auf 7. Und dann auf 8.

Panisch drückte ich auf die 6. Das nächste Mal als ich auf die Aufzeigetafel sah, zeigte es Stock 54. Ich hämmerte auf die 6.

Eine monote Frauenstimme die ich noch nie gehört hatte sprach zu mir.
<span;>Ich erinnere mich noch an einige Worte, die aus dem Nichts zu kommen schienen:

“Sie befinden sich in Stock 64.”

Die Türen öffneten sich langsam und gaben den Blick auf ein gelbes Treppenhaus, dass komplett im Dunklen lag frei. Warum um Himmels Willen auch immer, meine Beine wurden selbstständig und verließen den sicherem Aufenthalt im Aufzug. Ich stellte mit Schrecken fest dass ich in einem Treppenhaus war mit der weißen Aufschrift an der Wand.   64.

Es gab keine Bodenmappen oder Klingel. Nur 2 Türen links und 2 Türen rechts. Es sah aus, wie MEIN Treppenhaus, nur ohne Treppen zum fliehen und absolut dunkler. Es war so ruhig, kein einziger Ton war zu hören. Ich konnte nichts machen, ich lief hin und her, in Furcht und ohne mir bewusst zu werden, dass ich träumte und es gar keinen Stock höher als 8 gab.

Gott sei Dank stand ich in diesem Moment auf und konnte mich noch an so viel erinnern, um es auf zu schreiben.

Ich steckte wortwörtlich in meinem eigenem Treppenhaus fest, nur dass es doch so fremd war und ich wusste, dass andere dort lebten.

Das seltsamsten ist aber, das ich mir zu 100 Prozent sicher bin, diese Erfahrung schonmal im Traum gemacht zu haben. In ganz ferner Vergangenheit. Es kommt mir so irre vertraut vor.

Wie auch immer, ich sollte meinem Therapeutem davon erzählen.

26.10

In den letzten fast 2 Wochen ist tatsächlich nichts passiert. Außer dass ich ein oder zwei Mal im Traum verfolgt wurde, das macht mir aber keine Angst. Ich werde dieses Buch nur meinen Fahrstuhl-Träumen widmen.

Mein Therapeut sagt, meine Träume sind normal, viele Menschen fürchten sich vor Aufzügen. Ich fürchte mich jedoch nicht davor. Nur der Traum macht mir Angst.

Und diese Nacht lief genau so ab wie dir erste. Ich steig in den Aufzug und drückte auf Stock 6.

Ich wollte dass es stehen blieb, aber dass tat es nicht. Ich konnte nichts tun, es ging so schnell. Der Aufzug fuhr immer weiter und es wurde immer dunkler. Bei stock 56 oder 58 sah ich auf die Aufzeigetafel und es sprang auf Stock 68. Die Türen öffneten sich und ich stieg automatisch aus. Ich konnte es nicht verhindern, die digitale Stimme sprach wieder und sagte etwas wie:

“Sie befinden sich in Stock 68. Wilkommen.”

Gelähmt vor Angst und wissend, dass ich nicht diesem Ort entfliehen kann stand ich in der Dunkelheit und starrte mit dem Rücken zur Wand, in der sich kein Aufzug mehr befand auf die weiss gestrichene 68 an der Wand. Durch irgendeine lichtspendende Quelle die ich nicht sehen konnte, bemerkte ich, dass alles so aus sah wie im ersten Traum auch.

Und dann wachte ich auf. Sobald ich realisiert hatte, dass es ein Traum war schrieb ich es auf.

Und wieder bin ich mir sicher, ich hätte diesen Traum mehr als 2 Mal gesehen.

10.11

Ich schwöre, bevor ich schlafen gegangen bin, hörte ich Schritte vor meiner Schlafzimmertür. Und wieder hatte ich diesen irre seltsamen Traum, in dem mich der Aufzug in ein Stockwerk bring, dass nicht existiert. Gott sei Dank bin ich schnell aufgewacht und hatte ein Glas Wasser zu Hand.

Die am Anfang noch so harmlosen Träumen beunruhigen mich immer mehr. Und ich schwöre, dass die Angst echt ist. Ich kann sie auch später noch fühlen und bin genauso panisch wie währenddessen auch.

Ich zittere und habe Kopfschmerzen nach dem Aufwachen.

Ich hoffe das hört auf.

Und wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist es nicht das erste Mal, dass ich derartiges Träume. Als Kind konnte ich mich permanent an solche Traumfetzen erinnern. Es ist wie ein Deja-vu, jedoch ein unangenehmes.

01.12.

In den vergangenen Wochen hatte ich mehrmals diesr Art von Traum. Ich habe auch in einem Forum herausgefunden, dass ein Nutzer eine ähnliche Art von Traum hat, nur dass es bei ihr nachvollziehbar ist da sie Klaustrophobie hat.

Ich weiß nicht ob sie mich verarschen will oder ihre Träume anders sind.

Meine Freundin fragt mich, warum ich den Fahrstuhl vermeide.

04.12.

Meine Freundin verreist bis zum 01.01. Zu ihren Eltern, dass heißt ich bin alleine und kann der sache auf den Grund gehen.

Ich bin niemand, der sich bei jeder Horrorstory einnässt, aber ich habe mich selten so sehr erschrocken, wie in dieser Nacht.

Dieses Mal stieg ich in unseren Aufzug und anstatt auf Stockwerk 6 zu drücken, bewegten sich meine Finger auf Stockwerk K, für Keller. Ich konnte nichts dagegen tun, meine Finger bewegten sich von alleine und als der Fahrstuhl schließlich angekommen war und dir Türen sich öffneten, sah ich… Dunkelheit.

Pechschwarze Dunkelheit, keine Treppen, keine Ausgänge. Und obwohl es in unserem Gebäude tatsächlich einen Keller gab, sah er anders aus, soweit ich etwas erkenne konnte. Zumindest nicht so dunkel.

Also eines war sicher, ich würde, wenn es um Leben und Tod ginge, nicht darein gehen. Nichts und niemand bringt mich darein.

Ich wollte nicht, aber irgendetwas zog mich in die Dunkelheit. Ich krallte nich mit Händen und Füßen an alles, was ich zu fassen bekam, aber es nütze nichts.

In der Sekunde als ich die Schwelle der Aufzugstür überschritten hatte, riss ich mich aus dem Schlaf. Ich atmete panisch und sammelte für einen Moment meine Gedanken.

Sofort schrieb ich ihn auf.

28.12.

Lange Zeit ist es her, dass mich meine Träume geplagt haben.

Es wäre auch viel zu schön gewesen, wenn es ruhig geblieben wäre. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich empfinden soll, da es meine erste Schlafparalyse war. Wenn es eine gewesen sein sollte.

Ich fange einfach an.
In meinem Traum ging ich vor meinem Gebäude auf und ab, ungeduldig wartend. Auf jemanden. Die Person kam aber nicht, also machte ich mich auf den Weg nach ihr zu sehen.

Danach erinnere ich mich nur noch an Traumfetzen, wie ich vor jemandem wegrannte und mich panisch umsah, bevor ich wieder mein Gebäude erreichte, das milchig-gelbe Treppenhaus betrat und hektisch in den Aufzug stieg.

Ich kann in der Traumphase ja nicht ahnen, was passieren wird, also drückte ich wie gewohnt auf die 6. Das helle weiße Licht im Aufzug begann zu flackern und ehe ich mich versah gab es einen neuen Knopf an der Knopfleiste.

-1.

<span;>Nein, ich wollte doch nicht mehr nach unten. Ich wusste wo das enden würde. Gott, bitte lass es nicht passieren!

-3.

Die Angst stieg von meinen Zehen bis über meine Ohren und mein Herz blieb stehen, als der Aufzig bei Stockwerk -5 stehenbleiben. Ich schloss die Augen.

Ich könnte schwören, wenn ich jetzt noch daran denke, es war alles real, aber ich will nicht lügen.

Erleichtert atmete ich auf, als die Türen sich nicht öffneten, sondern wieder nach oben Richtung Erdgeschoss fuhren.
Als würde mich etwas provozieren wollen, ging es extrem langsam. Ich stand weiterhin in einer Ecke gekauert und hielt meinen Atem an.

-4.

<span;>Der Aufzug ruckelte so langsam, dass ich sogar in der Dunkelhiet mit den Treppen schneller gewesen wäre.

-3.

Jetzt konnte nichts mehr schiefgehen. Ich hoffte einfach darauf, dass es bis Erdgeschoss nicht stehenbleiben würde.

-3. Warum zu Hölle dauert das so lang.

-2. Kurz dachte ich es geht weiter. Bis ich bemerkte, dass der Aufzug stehengeblieben war.

Langsam blickte ich auf. Ich sah, dass die Tür einen Spalt offen stand. Mein Blick glitt nach unten und ich sah, dass ein heller, blutbefleckter Fuß aus der Dunkelheit die Tür daran hinderte, sich zu schließen.

Mein Herz sank in die Hose. Ich krallte mich an den Haltestangen fest und glitt langsam und leise auf den Boden des Aufzugs. Dort lauert ich die nächsten 29 Sekunden.

Ich betete, dass sie mich nicht bemerkt hatte, dass ich hier lebendig rauskommen würde. In dem Moment stieß der Fuß die Tür auf und eine Frau im weißen Kleid, blutbefleckt und ihre schwarzen Haare über ihrem gesenktem Kopf hängend stand genau vor dem Fahrstuhl

Das einzige was ich in diesem Moment tat war zitternd mein Handy umklammern und nach Luft schnappen.

Viel Zeit hatte ich jedoch nicht, denn ehe ich mich versah, riss sie ihren Kopf nach oben und schrie den sich die Kehle aus dem Leib. In dieser Position hätte ihr Nacken eigentlich brechen müssen, jedoch hörte ich nichts ausser ein knacken.

Es war so schrill und ohrenbetöubend, dass ich mir die Ohren zuviel und anfing nervös hin und her zu wippen. Diese Samara-ähnliche Gestalt schoss blitzschnell nach vorne und umklammerte meine nähesten Gelenke – meine Beine.

Sie zog daran und schliff mich in die Dunkelheit. Dabei richtete sie ihre übermenschloch großen Augen auf mich, die eigentlich aus fast nur weiß bestanden. Ich hatte noch nie so viel Angst, wie in dem Moment, als ich ihre Krallenartige Finger in mein Fleisch bohrten, bis ich aufwachte. Denn statt aus dem Schlaf zu reißen, konnte ich mich nicht bewegen. Mein Herz raste, meine Augen waren geöffnet, aber mein Körper schien gelähmt zu sein.

“Nicht bewegen. Nicht. Bewegen…”

War die eine Stimme in meinem Kopf. Die andere dankte durchgehend dafür, dass ich Richtung Wand eingeschlafen bin, sprich, nichts hinter mir sehen konnte. Dann spürte ich es. Es war da. Und es zerrte an meinem Bein. Es zog daran, ich spürte ihre Präsenz. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf.

“Nicht bewegen. Nicht bewegen…”

Als könnte ich das, selbst wenn ich wollte. Vielleicht 20 Minuten harrte ich im stockdunklen im dieser Position, schließlich schlief ich ein.

Jetzt ist es der nächste Morgen und ich bin müde. Zumal habe ich Rötungen an meinem rechten und linken Schienbein, als hätte es jemand umklammert.

04.01.

Ich war beim Arzt. Ich bin müde, als hätte ich 2 Stunden jede Nacht seit Monaten geschlafen, habe Verletzungen, die ich mir nicht zugefügt habe und Herzrasen, ohne Grund. Eine Nacht blieb ich in der Notaufnahme unter Beobachtung.

Es stellte sich heraus, dass ich unter einer besonderen Art Somnambulismus leide. Alles, was ich während der Traumphase sehe und fühle ist echt. Ich schlafwandle den größten Teil der Nacht, bin es mir nicht bewusst. Das heißt ich schlafe gar nicht, aber mein Gehirn speichert es als geschlafen ein.

Was dadurch ausgelöst wurde, dass ich als Kind ein Epilepsiebetroffener Fall war, und genau das selbe schonmal erlebt hatte, mit dem Unterschied, damals nur in Stock 68 gewesen zu sein.

Sie sind wirklich hier.

<span;>.

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