KurzSchockierendes Ende

Tantalos

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ich habe Hunger. Und Durst. Oh ja, vor allem Durst.

Schon so lange habe ich nichts mehr getrunken. Meine Kehle ist rissig, schlucken kann
ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Dabei fließt direkt neben mir das Wasser.

Es strömt an mir vorbei; ein reißender, nie endender Strom. Alle Menschen
können ihn einfach anzapfen und sich an ihm laben, doch ich, der ihn am meisten
benötigt, für mich ist er unerreichbar. Dabei ist er keinen Meter entfernt. So
nah und doch so fern.

Hungrig bin ich aber ebenfalls. So sehr, dass mein Magen
das Knurren aufgegeben hat. Ihm fehlt schlicht die Kraft dafür. Obwohl um mich
herum alles voller Essen ist. Schmackhafte Speisen, von denen sich die Menschen
auch so viel holen können wie sie nur mögen. Sie sind direkt über mir, ich müsste
nur zugreifen, aber ich werde gehindert. Es ist einfach nicht möglich. Ich
könnte jetzt verzweifeln. Bin ich anfangs auch.

Ich wollte raus aus diesem
Verlies, ich wollte diese Schmerzen nicht, dieses höllische Brennen in meinem
Magen, diese Qualen. Ich konnte es nicht ertragen, wie mir das Schicksal genau
ins Gesicht gelacht hat. Ich konnte kaum schlafen und wenn ich es tat, dann nur
um danach mit stärkeren Schmerzen aufzuwachen.

Aber mittlerweile habe ich mich
damit abgefunden, hier zu sein. Womöglich habe ich dieses unterirdische Verließ
verdient. Mir fehlt die Kraft, mich an meine scheußliche Tat zu erinnern, doch
es muss etwas gar Grausiges gewesen sein. Da bin ich mir sicher. Am Anfang
dachte ich, ich würde mich an den Schmerz gewöhnen. Falsch gedacht. Das Ziehen,
das meinen ganzen Körper durchläuft, wird stärker.

Ich kann es zwar nicht
sehen, aber ich glaube auch, dass mein Bauch größer geworden ist. Ich
versuche zu seufzen, aber mein Mund ist zu trocken um einen Laut
hervorzubringen. Aber vielleicht ist es ja bald vorbei. Das wäre schön. Ruhe
erfüllt mich. Bald ist es zu Ende. Und so liege ich hier und warte auf meinen
Tod. Neben mir die rauschende Wasserleitung. Über mir der bis zum Bersten mit
Vorräten gefüllte Raum. Hier liege ich nun.

Eingemauert in deinem Keller.

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