GeisteskrankheitMittelMord

The hunt

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Meine Lunge brannte von der kalten Luft, welche
mit jedem Atemzug verzweifelt von mir aufgesogen wurde. Hektischer Atem. Kalter
Regen peitschte mir ins Gesicht, was meine Situation nicht minder schlimm
machte. Der große Muskel, welcher für mein Blut zuständig war und eben jenes
durch meine Adern pumpte, raste mit einer ungesunden Geschwindigkeit. Fast
fühlte es sich so an, als ob mein Herz explodieren würde. Ein leichtes Lächeln
zog sich entlang meiner Mundwinkel. Es wurde schon unzählige Male gebrochen… Eine Explosion würde mich nicht mehr wundern. Kaum hatten meine Gedanken jenen Satz ausgesprochen bildete sich
unwillkürlich eine frische, schlimme Erinnerung in meinem Kopf, die ich
endgültig verdrängen wollte.

Der Schmerz, der durch meine Wange verlief, war so
intensiv gewesen, dass ich aufschreien musste. In meinem Mund schmeckte ich
Blut. Als ich es auf den weißen Teppich spuckte, kassierte ich einen festeren
Faustschlag in die Magengrube. „Du kannst noch nicht mal aufpassen, wohin du
dein Blut spuckst! Was für eine jämmerliche Hausfrau bist du eigentlich?!“,
schrie mich mein Mann an. Nur langsam richtete ich meinen Kopf nun zu ihm,
während mein Körper mit der Galle kämpfte, die sich allmählich in meinem Mund
sammelte. Der ätzende Geschmack dominierte über dem metallisch-süßen des
Blutes. Ich brauchte einige Momente, ehe ich mich dazu bringen konnte die Säure
herunter zu schlucken. Dann sprach ich: „Ich bin nicht irgendeine Hausfrau,
sondern deine Frau! Und wenn du mich nicht zu schätzen weißt, dann such dir
eine andere, die Sklavin spielt!“ Erstaunt über diese Worte, hob der Tyrann von
einem Mann seine Augenbraue. Auch ich war für einen Moment überrascht über
diesen einfachen, doch wirkungsvollen Satz.

Schlussendlich machte ich meine Drohung wahr und
verließ noch am selben Abend, als er wieder Trinken war, das Haus. In dem
Moment, als ich unser Haus hinter mir gelassen hatte, kam mir ein betrunkener
Mann entgegen. Mein Mann. Beim Packen
der nötigsten Sachen hatte ich die Zeit aus den Augen verloren, verdammt.
Trotzdessen, das er stark angetrunken wirkte und torkelte, verstand er sofort,
was Sache war und packte mich schmerzhaft am Arm. „Du bleibst hier!“, knurrte
er. Der Gestank, der von ihm ausging, war grauenvoll. Bestialisch. Es war nicht
nur der typische Geruch des Alkohols. Da war noch etwas anderes… Ohne darauf zu
warten, dass er mich wieder mit sich zerren würde, riss ich mich los und
rannte. Ich wollte doch nichts weiter, als mir ein neues Leben aufzubauen.
Irgendwo weit weg von ihm!

Doch entgegen aller Erwartungen war ich nun hier,
im verlassenen Fabriksgebiet der Stadt. Auf der Flucht vor einem gewalttätigen,
betrunkenen Tyrann, der mir schwor, mir mein Leben auf ewig zur Hölle zu
machen, wie er mir hinterher geschrien hatte. Meine Schuhe landeten abermals in
einer eiskalten, verölten Pfütze, die der permanente Regen überall hatte
entstehen lassen um mir damit meine Flucht zusätzlich zu erschweren. Ich
rutschte beinahe aus, stieß gegen etwas. Meine Hände ertasteten eine raue,
klebrige Wand in der erdrückenden Dunkelheit.

Kurz blieb ich stehen und versuchte meinen Körper
und meinen Geist zu beruhigen. Beide waren bis zum Zerreißen angespannt.
Unsicher schaute ich hinter mich, ob er mich verflogen würde. Doch er hatte es
sicherlich nicht einmal versucht, aufgrund seiner körperlichen Kondition. „Der
Alkohol war wohl auf meiner Seite…“, murmelte ich zu mir selbst, um es mir
selbst auch hundertprozentig zu versichern.

XXX

Die Frau zitterte vor Kälte, lehnte an einer
schmutzigen Wand und keuchte aufgrund der Anstrengung. Ihr Atem roch schlecht,
eine Mischung aus altem Blut und purer Säure. Es widerte mich an. Ihre Kleidung
war durchnässt und klebte wie eine zweite Haut an ihrem zierlichen Körper. Sie
wirkte krank, so blass wie sie war. Die langen, schwarzen Haare warfen einen
Schatten auf ihr schönes Gesicht. Es wirkte unförmig, ein Auge war geschwollen,
zusammen mit der Wange. Die zarte Haut gerötet. Die vollen Lippen bebten, ein
Schluchzen drang an mein Ohr. Mir entfuhr ein leises Zischen, als ich den sanften
Klang ihrer Stimme vernahm. Ihre grünen Augen suchten etwas in der Dunkelheit.
Ob sie mich suchte? Sie würde mich niemals finden, etwas anderes musste sie
beunruhigen. Eifersucht stach in mein Herz und spornte mich an. Sie sollte sich
nur vor mir fürchten.

Ich entließ ein unmenschliches Knurren aus meiner
trockenen Kehle um sie aufzuschrecken und zu meiner Freude funktionierte es.
Ein greller Schrei kam von ihr und sie beschleunigte ihre Schritte, rutschte
einige Male aus und stolperte in eine der verlassenen Lagerhallen. Scheppernd
landete altes Material auf dem Betonboden, als sie dagegen stieß. Mein Herz
pumpte schneller, ich sog den Geruch ihrer Angst in mich auf. Ihr süßliches
Parfum verfälschte den kalten Schweißgeruch und ich knurrte erneut. Es ärgerte
mich, dass das nicht der wahre Geruch war. Ich musste es riechen, schmecken.
Sie musste mehr Angst haben. Unvorsichtig huschte ich durch den umgefallenen
Metallhaufen, ließ es erneut klappern und jagte der Schönheit durch die Gänge
hinterher.

In der Ferne hörte ich, wie sie an einer Tür
rüttelte und verzweifelt stöhnte, als der Griff mit einem Knacken abbrach. Sie
war in der Falle. Und das direkt in meinem Nest. Wundervoll. Tief atmete ich
ein, genoss den Duft und spürte, wie die Erregung durch meine Adern floss.
Meine Muskeln entspannten sich und der Rausch überkam mich. Ich konnte den
Schweiß beinahe schmecken. Das Wasser lief in meinem Mund zusammen und
schmatzend schlich ich den Flur entlang. Ich ließ die Gelenke in meiner Hand
knacken, schürte Panik in ihrer Brust. Ich lauschte und hörte ihren heftigen
Atem.

Sie stand dort, inmitten der staubigen Möbel und
des müden Lichtes und starrte in die klaffende Dunkelheit, in der ich lauerte.
Ihre Pupillen weiteten sich, zuckten umher und suchten mich. Sie war erstarrt,
ihr Körper wollte sich einfach nicht bewegen. Blut pumpte panisch durch ihre
Adern und Venen, ihr Herzschlag wurde immer schneller und der kräftige Muskel
donnerte gegen ihre Brust. Es war ohrenbetäubend. Der Geruch von Adrenalin
machte sich in meinem Nest breit. Es strömte durch jeder ihrer Fasern und
bereitete sie darauf vor, zu fliehen. Und auch durch meine Fasern jagte das
Adrenalin und forderte alles von mir. Wie ein verschrecktes Reh zitterte sie in
dem verstaubten Zwielicht und suchte mit heftigen Kopfbewegungen nach ihrem
Jäger.

Mit einem unmenschlichen Schrei stürzte ich mich
auf die verängstigte Frau und drückte sie sicherlich schmerzhaft in den Dreck.
Vor lauter Angst war sie nicht fähig, ein Geräusch von sich zu geben. Ein teuflisches
Lachen drückte sich aus meiner Kehle, die inzwischen aufgrund der Trockenheit
schmerzte. Gierig roch ich an ihrem Nacken, sog den Duft der puren Angst in
mich auf. Das Verlangen überkam mich und ich presste meinen Mund auf ihren
zarten Hals. Blut quoll hervor, wärmte meinen Mund und tropfte auf den
Betonboden. Die Panik war bis in ihr Fleisch gedrungen, hatte ihm etwas
Säuerliches verliehen und erfreute meinen Gaumen. Genau mein Geschmack.

Mein Kiefer knackte und weckte mich aus meiner
Starre. Ich ließ von ihr ab und entfernte mich, beobachte das fließende Blut
und saugte den metallisch-süßen Duft in mich auf. Sie wimmerte, doch das
Geräusch verwandelte sich schnell in ein Gurgeln. Ich hatte ihre Kehle
durchgebissen. Ein Lächeln schlich sich in mein Gesicht, verzog meine Muskeln
und bildete eine Grimasse. Mein Anblick verschreckte sie nur noch mehr.
Sicherlich sah sie den Wahnsinn in meinen Augen und den unendlichen Hunger.
Ihre Finger zuckten, ihre Lippen bebten und Tränen flossen an ihren Wangen hinunter.  Der Anblick erfreute mich auf einer Ebene,
wie ich sie bisher noch nicht kannte. Ich fing an das Spiel zu lieben.  Ein undeutliches Nuscheln kam von meiner
Beute und ließ mich zusammenzucken. „Was?“, knurrte ich wütend und kam näher.
„Gnade“, wimmerte sie und keuchte mir ihren ekelhaften Mundgeruch entgegen.
Angewidert verzog ich mein Gesicht und drückte mit roher Gewalt in die tiefe
Wunde. Sie wollte schreien, spuckte jedoch nur Blut und gurgelte erneut. Sie
drohte an ihrem eigenen Blut zu ersticken. Wie schrecklich unattraktiv und
langweilig. „Ich kenne keine Gnade.“, flüsterte ich ihr zu und zog an ihrem
Fleisch. Mit einem nassen Reißen öffnete sich ihre Kehle endgültig und damit
war das Spiel beendet. Vorerst. 

BlackRose16 & NamelessGhula

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