
DARKNESS – Der Herrscher
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
“Every night I see through eyes
Of a different lunatic
And every night I fantasize
In trancial mesmeric
All alone inside my head
Within my padded cell
Ruled by thoughts of another mind
Controlled by unseen eyes”
„Jede Nacht sehe ich durch Augen
eines anderen Wahnsinnigen
Und jede Nacht fantasiere ich
in tranceartiger Hypnose.
Ganz alleine in meinem Kopf
In meiner Gummizelle
bestimmt durch die Gedanken eines anderen Geistes
kontrolliert durch unsichtbare Augen.“
(Eyes of Horror – Amon Amarth)
Ich habe
viele schreckliche Dinge getan und gesehen. Ich habe viele grausame Menschen
und Kreaturen getroffen und getötet. Doch nichts ist auch nur annähernd so
furchterregend und schrecklich wie…diese Finsternis.
Sitze an meinem Stammplatz in der Bar und nippe an meinem blutroten Drink. Es
ist ruhig, nur wenig Menschen sind heute in der Kneipe. Mir gegenüber sitzt
mein treuer Freund: Einauge. Auch er nippt an einem Drink. Warte auf Sunny. Sie
will etwas wegen eines Viruses von mir. Die Uhr zeigt 22:00 Uhr an. Vor einer
Stunde sollte sie hier sein, doch sie ist immer noch nicht da. Seltsam. Sunny
ist sonst sehr pünktlich, es sieht ihr nicht ähnlich zu spät zu kommen. „Du
hast recht.“ meldet sich Lars in meinem Kopf, „Etwas stimmt nicht.“ Mit den
Worten: „Hole Nachschub.“ Trinke ich aus und stehe auf. Drei Typen sitzen an
einem Tisch und pokern, ein weiterer sitzt am Thresen. Vor ihm liegt ein
Revolver. Setzte mich ebenfalls an den Thresen. Die vollbusige Bardame empfängt
mich mit einem: „Was darf’s denn sein Schätzchen?“ „Noch eine Bloody Marry“
sage ich und blicke abwesend auf den Fernseher oben in der Ecke. Ein Bericht
über den Amoklauf in diesem Regierungsgebäude in der Nachbarstadt. Ob Sunny…?
„Hast du auch das Gefühl…“ brummt Lars. Bitte die Bardame als sie wiederkommt,
den Fernseher lauter zu stellen. Höre den Reporter: „Vorgestern kam es zu einem
Massaker“, berichtet der Nachrichtensprecher. „Mehrere Tote…Viele Wachmänner
und Truppen einer Spezialeinheit…Vorstand Mr. Donnovan…seine Assistentin Mr.
Huxley…Blutbad.“ Scheint nichts Wichtiges. Nur ein paar unwichtige Menschen. Doch
ich merke, dass Lars eine böse Vorahnung hat. Nehme mein Glas und kehre zu
Einauge zurück.
„Weißt du etwas über diesen Überfall auf das Gebäude der Regierung?“ frage ich
ihn. Seine Miene wird düsterer und leise antwortet er: „Naja es sind viele
Leute dabei gestorben, hauptsächlich Wachmänner und Polizisten, aber auch Simon
Donnovan und eine gewisse Miss.Huxley, seine Assistentin. Man hat eine
zerbrochene Ampulle gefunden und
Metallstückchen waren überall auf dem Fußboden verteilt, jedoch weiß niemand
woher diese stammen. Insgesamt soll der Täter die Leute ziemlich blutig getötet
haben, es waren jedoch keine Wunden, wie Waffen sie anrichten. Die Leiche des
Vorstandes hatte eine Tarotkarte in der Hand.“ Nicke gedankenverloren. Wo
bleibt Sunny?
Stehe auf und sage zu Einauge: „Muss los.“ Er blickt mich verwundert und etwas
beängstigt an. Hat wohl auch gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Füge hinzu:
„Komme später wieder.“
Stehe vor der Kneipe. Es ist bereits dunkelste Nacht. Ziehe mir die Jacke tief
ins Gesicht und schaue zum Mond. Groß glotzt er auf die Welt herunter, wie ein
verurteilendes Auge. Muss Sunny suchen. Werde das ungute Gefühl nicht los, dass
ihr etwas zu gestoßen ist. „Vielleicht ist sie zu Hause und etwas ist mit
diesem Virus von dem sie sprach schief gelaufen?“ rätselt Lars vor sich hin.
„Ein Versuch ist es wert.“ antworte ich. Gehe die finsteren Straßen entlang.
Sunnys Labor liegt hinter einem Industriegebiet. Stahltürme aus Eisenpfeilern
ragen links und rechts von mir in die Höhe. Fabrikengebäude stehen dicht
aneinander gedrängt und verdecken das letzte Licht des Mondes. Höre plötzlich
etwas und gucke hoch. Ein paar Meter vor mir steht ein Mädchen. Verängstigt
guckt es sich um, dann läuft es hinter die nächste Ecke. Im nächsten Moment
sehe ich einen dicken Mann, Mitte 40, aus einem der Häuser kommen. Er ruft: „Wo
bist du?“ Dann geht er vorsichtig, immer wieder einen Namen rufend, in dieselbe
Richtung, in die das Kind grade verschwunden ist. Sehe nur noch wie er ein
Messer aus seiner Tasche zieht. „Glaubst du auch…“ fange ich an, doch Lars
unterbricht mich: „Ja.“ Bin sofort allarmiert. Folge den beiden. Die Straße ist
noch dunkler. Auf der Hälfte flüstert Lars etwas: „Hier stimmt etwas ganz und
gar nicht.“ Er hat recht. Habe es auch schon in der Bar gespürt, doch nicht
ernst genommen. Ein Schrei zerrt mich aus meinen Gedanken. Ein kindlicher
Schrei. Fange an zu rennen. Sehe nur noch aus dem Augenwinkel etwas Schwarzes
mit der Finsternis der dunklen Gasse verschmelzen. „War da etwas?“ frage ich
Lars. Bekomme keine Antwort.
Biege um die Ecke und stehe in einer Gasse. Das Kind liegt an eine Wand gelehnt
auf dem Boden. Es hält die Hände schützend vor das Gesicht und zittert. Der
beleibte Typ steht über ihm. Er streicht dem Mädchen durchs lange Haar. „Grade
noch mal rechtzeitig“ denke ich. Ziehe mein Skalpell aus der Jackentasche und
rufe zum Fetten: „Hey Qualle, geh von dem Kind weg!“ Er dreht sich um. Er sieht
schmierig und dreckig aus. Wütend guckt er mich an und fängt an zu grinsen.
„Verschwinde du halbe Portion! Was ich hier mache ist mein Ding.“ fährt er mich
an. Gehe langsam auf ihn zu. „Bleib stehen du Spinner!“ sagt er etwas irritiert
und hält mir das Messer entgegen. Ich grinse. Sein Gesichtsausdruck ändert sich
von wütend zu leicht panisch. Er hat wohl gemerkt, dass er sich mit dem
Falschen angelegt hat. „Bleib zurück“ bellt er mich an. „Lars bist du da?“
frage ich in meinen Kopf hinein. „Ja.“ antwortet Lars, allerdings klingt er
etwas verwirrt. Mache einen Satz auf den Kinderschänder und durchtrenne mit
meinem Skalpell die Sehne der Hand, die das Messer hält. Er schreit auf, seine
Hand fällt wie betäubt herunter und er lässt das Messer fallen. „Schlag von
links!“ ruft Lars. Weiche aus und…bekomme einen Schlag ins Gesicht. Taumle
benommen zurück. „Was war das?!“ schreie ich Lars an. Der Schlag kam von rechts
und ich bin genau in ihn herein gewichen. Werde wütend. Muss mich jetzt
konzentrieren. Wieder versuche ich einen Angriff, doch ich bin verunsichert.
Lars kann mir offenbar nicht helfen. Springe auf ihn zu und durch trenne die
Sehne der anderen Hand. Er schreit auf. Zeige kein Erbarmen und ducke mich.
Zwei weitere Schnitte und seine Sehnen am Bein sind durchtrennt. Er sackt auf
dem Boden zusammen wie ein nasser, fetter Sack. Knie mich vor das immer noch
ängstliche Kind. Sein Gesicht ist nass von den Tränen. „Keine Angst, du bist in
Sicherheit.“ sage ich beruhigend. Nehme sanft seine Hände runter und
erschrecke.
Das Kind grinst mich an. Seine Augen werden schwarz. Eine dunkle Flüssigkeit
dringt durch die Adern in seinem Augapfel in die Pupille. Es spricht mit einer
tiefen donnernden und doch mädchenhaften Stimme: „Der Erzengel Raphael und sein
treuer Freund Lars retten wieder Kinder.“ Es lacht. „Lars was zur Hölle ist
hier los?!“ sage ich. Panik in mir kriecht hoch. „Ich…ich..weiß es nicht.“,
stammelt Lars, „D…dieses Kind, es ist kein Mensch. Es lebt nicht mal.“ Ich
weiche zurück. Langsam und lachend steht das Balg mit den finsteren Augen auf.
„Sleepless, der Rächer der Kinder.“, beginnt das kleine Biest wieder, „du hast
schöne Augen: blau und grün. Und wie sie leuchten.“ Unter breche es: „Was bist
du?“ stottere ich dieses Ding an. Das Mädchen fährt fort: „Nur schade, dass sie
nicht besonders gut sehen. Denn sonst hättest du erkannt, wen du da grade
angegriffen hast. Fahre erschrocken herum. Lars und ich sagen es gleichzeitig:
„Einauge!“ Er blutet stark. Hass
überkommt mich. „Du kleine Kröte! Was geht hier vor?“ schreie ich sie an. Lachend
platzen die Adern am Hals und an den Armen des Mädchens auf, doch kein Blut
tritt aus. Auch nicht aus seiner Haut, die Risse bekommt. Finsternis, dunkler
Rauch steigt aus ihr hervor und bildet eine groteske Form in der Nacht. Höre
immer noch das Lachen, obwohl sich das Kind vollständig aufgelöst hat. Wie kann
das sein? „Lars, was ist das?“ Seine Antwort erschreckt mich. „Ich weiß es
nicht, aber es ist in uns.“
Der Rauch verdichtet sich und eine Gestalt tritt ins Licht des Mondes. Kann
immer noch nicht viel erkennen. Das Wesen in der Robe scheint das Licht zu
verfinstern. Zwei rote Augen starren mich durch die Dunkelheit an. Langsam
entblößt sich ein diabolisches Lächeln vor mir und dieses Ding fängt an zu
sprechen: „Das stimmt, hör auf ihn, Sleepless. Ich bin in dir. Du hast dich gut
entwickelt.“ Schreie das dieses verfluchte Vieh an: „Wer bist du? Woher weißt
du das?“ „Nun“, beginnt es, „ich habe dich beobachtet.“ Ich stocke. „Seit dem
ersten Unglück deines Lebens.“ „Beptus…“durchfährt es meine Gedanken. „Genau,
der Virus der aus dir den schlaflosen Killer mit den zwei verschiedenfarbigen
Augen gemacht hat.“ „Lars! Was machst du?!“ Doch dieses Wesen spricht in meinem
Kopf, an der Stelle wo sonst Lars ist: „Lars schläft. Aber bleiben wir bei dir.
Beptus hat dich zu dem gemacht was du heute bist. Wie kam Dr.E.Manuel wohl auf
die Idee, solch einen Virus herzustellen?“ kichert es. Keuche auf:
„Du…Bastard! Du warst es!“ „Richtig“, sagt es zustimmend aber bedrohlich,
„Aber das war nicht das schlimmste, was dir passiert ist oder?“ Geschockt zucke
ich zusammen. „Du erinnerst dich…an das, was dir Björn und Tom angetan haben,
nicht wahr?.“ Ich bin wie paralysiert. Fange an zu zittern, als mir einfällt,
was er getan hat. Tränen laufen aus meinen Augen. „Du warst es?“ Das
grauenhafte Ding lacht: „Ja und es war mir ein Vergnügen. Aber sieh es positiv:
Ich habe dich zum berühmten Killer gemacht. Und letztendlich konntest du ein
paar wertlose Blagen vor demselben Schicksal retten.“ Meine Angst wird zu Wut.
„Dich mach ich fertig“ schreie ich. Ziehe ein Skalpell aus meiner Tasche und
werfe es präzise und mit voller Kraft auf den Kopf des Wesens. Da passiert
etwas: Die Kreise in den Augen des Wesens fangen an sich in die Mitte zu drehen
und das Skalpell verschwindet einfach. „Lächerlich.“ Sagt das Monster mir
gegenüber abfällig. Doch im nächsten Moment grinst es wieder: „Dein Freund
Einauge hat ausgedient.“ Es hebt seine Hand und zeigt mit seinem klauenartigen
Zeigefinger auf den am Boden liegenden Einauge. Etwas dunkles blitzt um seine
Fingerspitze. Ein Schrei lässt mich herumfahren. Einauge bäumt sich auf dem
Boden auf. Ein Ruck geht durch seinen Körper und er spuckt eine Menge Blut. „Es
macht immer wieder Spaß Herzen zu zerquetschen.“ Koche vor Wut. Drehe mich um
und packe das Wesen am Arm. Hole mein letztes Skalpell raus und schneide mir
etwas in den Finger. Dann ramme ich es dem Wesen in die Kehle. „Verrecke du
Monster! Das ist für alles was du mir angetan hast. Wer auch immer du sein
magst, du hast soeben deine Kräfte verloren und wirst gleich langsam sterben,
wenn ich das Skalpell aus deinem verfluchten Hals ziehe!“ Doch das finstere
Etwas lacht nur. Werde noch wütender. „Ahnungsloser Raphael.“, beginnt es,
„Erinnerst du dich denn nicht an mich. An mich? Deinen Schöpfer: DARKNESS.“ Die Angst ergreift in mir wieder die Oberhand,
doch noch viel stärker als vorher. Ein grausames Lachen hallt durch meinen
Kopf. Es schmerzt. Sinke zu Boden. Das Wesen starrt mich von oben herab an.
Sein Gesicht ist voll von Bosheit und Hass. „Du armseliger Mensch. Deine Zeit
ist abgelaufen.“ Seine Augen starren direkt in meine. Kann mich nicht bewegen. Wieder
fangen seine Augen an sich zu drehen und in meine Iris zu Bohren. Fühle wie
meine Augen anfangen zu schmerzen. Es scheint als würden sie langsam
herausgesogen. Fühle wie die Nervenstränge reisen. Dann sehe ich nichts mehr.
Schreie auf. Werde ohnmächtig. Finsternis umgibt mich.
Obduktionsbericht:
Geschlecht: männlich
Alter: ca. 20 Jahre alt
Haarfarbe: blond
Statur: muskulös
Wunden: 4 Schnittverletzungen an den beiden Arm- und Beinsehnen, Augenklappe
Todesursache: Sein Herz wurde in seinem Körper zerquetscht. An seiner Stelle
fand man eine Tarotkarte.
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