KurzMord

Das Lied der Nachtigall

Noah war schon immer anders. Er konnte Mathe, deutsch Englisch und alles andere auch. Nur hatte er ein Problem. Aber jetzt ist es zu spät. Jetzt ist alles zu spät…

„Du Angeber!“

„Du bist so ein Arsch!“

„So arrogant! Du willst uns ja nichtmal zeigen, wie du das machst!“

Nein, so ist das nicht! Sie verstehen das alles falsch!! Sie hören mir ja nichtmal zu! Niemand hört mir zu. Aber daran bin ich gewöhnt. Ich braue keine Freunde, wenn sie sowieso nur neidisch sind. Okay, ich bin der einzige Junge aus meiner Klasse, der wirklich gut Mathe kann, aber der Rest mag es ja eh nicht. Ich verstehe einfach nicht, warum sie mich weiterhin damit aufziehen. Aber was interessiert mich das. Ich bin ja nur der Angeber, der seine „Geheimtechniken“ nicht preisgeben will. Ich traue mich aber nicht, ihnen mal richtig meine Meinung zu sagen. Ja, das ist mein eigentliches Problem. Ich bin zu feige. Das wäre ich aber vielleicht gar nicht, wenn da nicht Leila wäre. Leila ist wirklich die Schlimmste. Sie kann mich einfach nicht in Ruhe lassen. Sie ärgert jeden, aber mich hasst sie am meisten. Ich könnte sie wirklich umbringen! Das würde aber Melina nicht gefallen. Melina ist Leilas Schwester. Ich bin schon seit der fünften Klasse in sie verliebt (bin jetzt in der siebten). Am Anfang mochte sie mich auch, denke ich.

„Hey Noah! Sag mal. Könntest du mir vielleicht bei Mathe helfen?“

Das fragte sie mich einmal. Ich Idiot war natürlich zu schüchtern, um ihr zu helfen. Ich schüttelte einfach nur den Kopf. Sie sah etwas traurig aus und ging dann. Ich war so wütend auf mich! Danach gab es nur noch ein einziges, dass sie wirklich mit mir redete.

„Ähm, Noah, du kannst ja so toll Englisch. Das würde ich auch gerne besser können. Würdest du mir dabei ein bisschen Nachhilfe geben? Ich weiß, ich nerve vielleicht ein bisschen, aber ich ich mag die wirklich gerne.“

Ich geriet dann total in Panik und das einzige, was mir in dem Moment einfiel war folgendes:

„Ich mag dich aber nicht! Und ja, du nervst mich! Warum sollte ich ausgerechnet DIR helfen?“

Ich brüllte sie an, was natürlich die gesamte Klasse mitbekam. Als ich endlich realisierte, was ich da gerade gesagt hatte, rannte ich aus dem Klassenraum. Jetzt hasste mich wirklich jeder – sogar ich selbst. Als ich da am nächsten Tag wieder in die Schule ging, wurde ich von jemandem aufgehalten. Und natürlich war es niemand anders als Leila. 

„Du weißt, dass ich dich nicht mag, aber das mit meiner Schwester ging wirklich zu weit. Sie ist nach der Schule gar nicht mehr aus ihrem Zimmer gekommen! Ich war gerade dabei, einzusehen, dass ich dich vielleicht falsch behandelt habe, aber die anderen haben recht. Du bist das schlimmste Arschloch, dass ich je gesehen habe!“

Damit ging sie. Ich fühlte mich schrecklich. Alles war meine Schuld. Aber vielleicht war es doch noch nicht zu spät. Nach der Schule ging ich zu Melina und Bat sie, mit mir in den Wald neben dem Schulgebäude zu gehen. Dann entschuldigte ich mich bei ihr. 

„Es … es tut mir so leid! Ich wollte das nicht! Ich mag dich auch, aber ich hatte so Angst und kannte mich nicht kontrollieren! Bitte verzeih mir!“

Melina sah mich mit kaltem Blick an, der mir das Herz sofort in tausend kleine Teile zerbrechen ließ.

„Ich soll DIR verzeihen? Was denkst du eigentlich, wer du bist?“

Ich war traurig, aber nicht lange. Schnell wurde ich wütend. Die Wut verwandelte sich in Hass, unendlichen Hass. Und dann stürzte ich mich auf sie und drückte sie mit dem rechten Arm auf den Boden. Ich musste grinsen, als ich einen scharfen Stein vom Boden nahm und ihr damit die Kehle aufschlitzte. Schnell war sie tot. Ich fühlte mich noch nicht einmal schuldig. Irgendwie schaffte ich es, Melina auf einen Baum zu tragen und legte sie auf einen Ast. Plötzlich hörte ich ein Gezwitscher. Eine Nachtigall. Ich lächelte. Ich sah, wie der Vogel auf den Boden flatterte. Lautlos glitt ich vom Baum und packte das Tier. Ich lachte, als ich ihr Genick bracht und ihr den Kopf abriss…

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4 Kommentare

  1. Wir haben uns um Admin Team unterhalten und so wirklich verstehen wir die Story nicht müssen wir gestehen.
    Also den Story Plot. Was hat die Nachtigall mit dem ganzen zutuen ?

    Auch die Gefühlsteigerung und den Ausraster… Das wirkt auf uns nicht ganz Stimmig.

    Könntest du eventuell erklären wie die Story gemeint ist? Eventuell verpassen wir ja lediglich was von Twist.

  2. Die Sache mit der Nachtigall, am Ende tötet Noah sie ja, dass ist der Grund für den Titel. Er soll ja nicht zu viel verraten. Außerdem ist Noah ja schon ein bisschen gestört im Kopf, durch das “Mobben” und so. Ich habe nicht sonderlich viel Erfahrung im Schreiben, was Logikfehler oder ähnliches erklären könnte. Ich hoffe, ihr habt es jetzt irgendwie verstanden.

    1. Jap wir denken wir verstehen was du meinst – Dann wäre der Titel : “Noah – Der Junge der Mathe verstand” besser. Da es den Protagonisten anteaesed ohne über den Story Inhalt zuviel zu verraten.

      Was die Erfahrung mit dem Schreiben angeht: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mit der Übung kommt die Erfahrung.
      Was bei Creepypastas wichtig ist. (Subjektive Meinung der Admins) : Eine Creepypasta sollte Mord als Stilmittel und weniger als Splatter verwenden.
      Ein guter Twist oder ähnliches.
      Der Gründer dieser Seite (SchattenZirkus) schreib auf Instagram täglich Creepypastas. Diese sind meist nur 2 Sätze lang. Daran kann man sich sicher gut orientieren, was Plottwist und ähnliches angeht:

      “Ich spürte einen quallvollen Schrecken, als die Wände zu bluten begannen.
      Wie lange dauert es, bis ein Magen eine Rasierklinge verdaut hat?”
      Twist: Die Blutenden Wände sind eigentlich die Magenwände.

      “Früher arbeitete ich als Kindergärtner. Doch das Geschrei der Kinder ging mir auf die Nerven! Jetzt arbeite ich in der Forschung. Hier ist das Geschrei der Kinder irgendwie angenehm”

      Solche Twists und Wendungen fehlen der Geschichte.
      Übe aber weiter! Mit der Zeit entwickelt man dafür ein Gefühl.

      Mit Freundlichen Grüßen
      Creepypasta-Wiki Admin Team

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