KurzSchockierendes Ende

Der Atem

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Schon seit einigen Stunden liege ich hellwach in meinem Bett. Es ist mittlerweile bereits vier Uhr morgens, und ich kriege kein Auge zu. Mein Blick ist an die dunkelblau gestrichene Wand fixiert. Mich umzudrehen traue ich mich nicht. Warum? Wegen dem Atem.

Ich konnte ihn hören. Er ging flach und unkontrolliert. Als würde jemand gerade an Asthma erkranken. 

Normalerweise hätte mich ein Atem mitten in der Nacht ja nicht gestört – zumindest nicht, wenn ich nicht alleine leben würde. 

Vielleicht war das ja ein Einbrecher. Genau, ein Einbrecher, der mich beklauen oder töten wollte. Wobei das auch nicht grade beruhigend ist. Möglicherweise ist es auch jemand aus meinem Freundeskreis, der mir einen Streich spielt. Doch wer? Vielleicht Jakob? Jakob spielte mir oft Streiche. Es könnte aber auch Nicola sein. Nicola war meine beste Freundin. Doch da fiel mir ein, dass Nicola mit ihrer Familie in Estland im Urlaub ist. Jakob ist auch keine Möglichkeit, da er doch neulich einige Städte weiter gezogen ist. Also doch ein Einbrecher.

Plötzlich hörte der Atem auf. Ein ersticktes und heiseres Hauchen erklang, als es plötzlich wieder still wurde.

Als würde gerade jemand ersticken.

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich musste sehen, was vor sich ging.

Ruckartig setzte ich mich auf und drehte meinen Kopf in Richtung Zimmertür. Alarmiert ließ ich meinen Blick durch mein Zimmer schweifen. Es war zwar dunkel und nur das Licht der Straßenlaterne, die draußen vor meinem Zimmer stand, drang in den schlicht eingeräumten Raum, doch trotzdem sah ich nichts verdächtiges. Neben meiner Zimmertür sah ich meine Kommode. In der Ecke stand mein Fernseher und an der Wand gegenüber das weiche Sofa. In der Ecke neben meinem Bett stand mein Schreibtisch und mein Stuhl. Die Wand neben meinem Tisch war voller Poster von Promis, einige Zeichnungen von mir waren dort auch aufgehängt. Der flauschige Teppich auf dem Boden vor meinem Bett lag auch da, wo er immer lag. 

Nichts Verdächtiges.

Aber woher kam dann dieses Atmen? Und das Ersticken? Hatte ich mir das alles nur eingebildet?

Plötzlich überkam mich ein Hustenanfall. Ich hustete und hustete. Schlimmer als ein Kettenraucher es je könnte. 

Dann atmete ich tief und hörbar ein. Ich hatte die Luft angehalten. Probehalber atmete ich einige Sekunden durch, nur um dann festzustellen: das Atmen von vorhin kam von mir. 

Ich wäre beinahe erstickt.

Der Schock, dass jemand mitten in der Nacht bei mir eingebrochen sein könnte, obwohl es nur ich war, saß so tief, dass ich aus Versehen aufgehört hatte zu atmen.

Weil ich nicht bemerkt hatte, dass der Atem mein eigener war, wäre ich fast erstickt.

Ein eiskalter Schauer lief mir den Rücken runter. Mit nun kontrolliertem Atem legte ich mich wieder hin und drehte mich zur Wand. Man, war das ein Schreck.

Gerade, als ich meine Augen schließen wollte, hörte ich es wieder.

Das Atmen.

Diesmal kam es nicht von mir, denn ich hatte wieder aufgehört zu atmen.

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