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Der Glückspilz

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Seit der ersten Klasse hatte mich Peter gequält.

Er hatte ausgerechnet mich, seit dem ersten Tag an ausgesucht. Nicht als Freund, nein als Opfer. Ich konnte mir nie erklären, warum ein Kind so sein konnte. Er begleitete mich nach der Grundschule weiterhin auf das Gymnasium um seine Taten dort fortzusetzen. Peter war wie eine Zecke, die mir mein Blut aussaugte.

Natürlich habe ich es auch den Lehrern gesagt, doch als Peter es erfuhr wurde es nur noch schlimmer. Er wurde zum Nachsitzen verdonnert und durfte weiterhin auf der Schule bleiben. Von da an quälte er mich mehr als je zuvor. Nicht physisch, sondern psychisch. In den Jahren ist etwas in mir gewachsen, wie ein Virus der sich verbreitete. Es war ein Gedanke, der in meinem Kopf wuchs und den ich realisieren wollte. Mord. Peter sollte sterben. Es war als ob der Gedanke nicht von mir selbst kam, er fühlte sich so fremd an. Doch es sollte passieren. Bald, sehr bald würde ich es tun.

Vor zwei Wochen war es soweit. Ich hatte den Plan perfekt ausgearbeitet. In dieser Nacht sollte es geschehen. Ich schlich mich in sein Haus, an dem ich schon den ganzen Abend gewartet hatte. In einer sicheren Ecke konnte ich beobachten wann Peter und seine Eltern schlafen gingen. Endlich war es ruhig. Ich wusste dass die Hintertüre offen war. Also ging ich hinein. Nach oben, direkt zu meinem Ziel. Ich musste mich konzentrieren, um nicht nervös zu werden. Da stand ich nun vor seiner Zimmertüre. Endlich. Ich öffnete vorsichtig die Türe und ging hinein. Da schlief er. Ich nahm eines seiner Kissen und drückte es ihm fest in sein Gesicht. Er wurde wach und schnaufte. Er strampelte, doch bevor er schreien konnte, war es vorbei. Peter war tot.

Endlich hatte ich das, was ich wollte. Nun ist doch alles gut denkt ihr. Da habt ihr euch geirrt. Da fing der ganze Wahnsinn erst an. Letzte Woche sah ich ihn das erste Mal. Ich dachte sie währen Gerüchte, doch nun kann ich mit Sicherheit sagen, er ist einer dieser Wiedergänger. Ich war in der Stadt unterwegs und unbekümmert. Nach meiner Tat konnte ich mich wieder unbemerkt heraus schleichen. Die Polizei fand nichts und die bestürzten Eltern machten einen wahren Aufstand, um den Mörder ihres toten Sohnes zu finden. Doch was dann kam, damit konnte ich nicht rechnen. Da stand Peters Ebenbild und kaufte sich bei dem Bäcker eine Brezel. Meine Welt brach in dieser Sekunde zusammen. Es war eindeutig Peter, keine Zweifel. Er drehte sich um und sah mich. Ich zitterte und schwitzte am ganzen Körper. Peter ging einfach weiter.

Danach ging alles andere wahnsinnig schnell. Peter ging wohl direkt nach Hause und überraschte seine Eltern, die wohl etwas perplex waren, was ja nicht verwunderlich war. Nach kurzer Erklärung und einem Anruf wurde ich von der Polizei festgenommen und sitze nun hier fest. Das alles ist nur passiert, da ausgerechnet mich der letzte existierende Wiedergänger Jahre lang gedemütigt hatte und ich ihn darum umgebracht habe. Ich war noch nie ein Glückspilz gewesen.

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