
Der Halter des Anmuts
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Fünf Meilen nördlich irgendeiner alternden, ländlichen Stadt wirst du ein großes, heruntergekommenes Haus auf einem Hügel vorfinden. Klopfe an die Türe und sie wird von einem großen, dunklen Mann geöffnet werden, der dir antworten wird. Sage ihm, dass du gekommen bist, um mit dem Halter des Anmuts zu sprechen. Er wird versuchen, dich zum Gehen zu animieren, aber du musst darauf beharren, das Haus zu betreten. Er wird nachgeben und dich zu einer Tür am Ende eines langen Korridors leiten – er wird dich dann dann verlassen.
Jenseits der Tür befindet sich eine steinerne Stiege, die hinab in die Dunkelheit führt. Die einzelnen Stufen werden den Anschein erwecken, als würde man Tage gehen, und deine Beine werden langsam beginnen zu schmerzen, wenn du hinabgehst. Stoppe nicht bis du dich nicht schlussendlich vor einer großen, hölzernen Türe wieder findest. Klopfe an diese Türe und eine weiche Stimme wird dich bitten, einzutreten. Sollte sie irgendwelche anderen Worte sprechen, renne.
Wenn du eintrittst, wirst du dich selbst in einem Raum wiederfinden, der einen langen Tisch aus Mahagoni beinhaltet, besetzt mit feinem Porzellan und kostbarem Kristall. Von der Decke wird ein Kronleuchter aus Gold und Edelstein hängen. Sobald du auf diese Objekte starrst, wirst du realisieren, dass diese einst das Feinste waren, was man haben konnte, aber nun allesamt stümperhaft, brüchig und glanzlos geworden sind.
Am anderen Ende des Tisches wird die schönste Frau sitzen, die du je gesehen hast, gekleidet in den ausgelaugten Überbleibsel eines einst wunderschönen weiß-goldenen Kleids. Ein Fetzen von Seide wird ihre Augen überdecken. Tituliere die Frau als „Lady“ und frage, ob du dich möglicherweise zu ihr gesellen darfst. Wenn sie damit einverstanden ist, musst du deinen Platz kennen und deinen Sitz am Tisch wählen. Niemand kann von dem Schicksal jener berichten, die den falschen gewählten haben, aber entscheide richtig, und eine Speise wird am Tisch erscheinen. Iss nicht. Trinke nicht. Atme nicht einmal den Duft ein. Das ist nicht das Essen sterblicher Wesen. Entsetzliche Figuren werden Gestalt annehmen und auf den anderen Sitzen am Tisch erscheinen. Schaue diese gottlosen Dinger an ohne zurückzuweichen, und stelle dich jedem von ihnen mit äußerster Höflichkeit vor. Wenn sie nur die kleinste Kränkung in dir finden, werden sie dich in Stücke reißen.
Stelle dich als letztes der Lady am Ende des Tisches vor und frage sie nach ihrem Namen. Hierbei wird sie nur die Seide, die ihre Augen bedeckt, entfernen. Du darfst nie direkt in ihre Augen starren, denn das würde deinen schwachen Geist zunichte machen. Du musst sie dann fragen: „Wieso hältst du sie?“ und die Lady wird sich von ihrem Sitz erheben. Frage noch einmal und du wirst erkennen, dass sie neben dir steht, plötzlich. Drehe dich nicht zu ihr. Schaue ihr nicht in die Augen. Stehend mit ihren Händen auf deinen Schultern, wird sie damit beginnen, eine Geschichte zu erzählen: Eine Geschichte von Engeln und Dämonen, von alten Göttern und verstümmelten Seelen, von ungenannten Schrecken und ungezählten Opferungen. Wenn du mit einem intakten Verstand überlebst, wird sie dir viel Glück wünschen. Sie wird sich zu dir beugen und dir ihren Namen ins Ohr flüstern. Dann wird sie dir deinen eigenen nennen, und du wirst keinen anderen mehr kennen. Du wirst einschlafen.
Wenn du erwachst, wirst du dich in dem Bett wiederfinden, in dem du zuletzt eingeschlafen bist, gekleidet in dem Gewand, dass du zu jenem Zeitpunkt getragen hast. In deiner Hand wird sich ein kleines Tuch, bestickt mit ihrem Namen in der Ecke, befinden, das eine fleckige Borte umklammert.
Dieses Tuch ist Objekt 213 von 538. Bete, dass ihre Gunst dich von dem beschützen wird, was noch kommt.
~Übersetzung von