
Die Frau ohne Gesicht (True Story)
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Da mir das Alles wirklich passiert ist, will ich euch die Story nicht
vorenthalten.
Und zwar trug sich das
Ganze vor ungefähr 10 Jahren zu.
Ihr kennt ja sicherlich die Spielchen, die man gerne macht, wenn es wieder Herbst wird und Halloween vor der Tür steht.
Außer dass im Fernseher nur
Horrorfilme rauf und runter laufen, passiert ja eigentlich nicht viel.
Doch gerade wenn man Freunde hat, die an Halloween immer auf verrückte
Ideen kommen, passieren Dinge von denen man selber dachte, dass es nur Märchen
wären.
Es war also vor 10 Jahren an Halloween. Ich traf mich mit meinen Freunden,
um ein paar Kinder einen Schrecken einzujagen. Da wir ja schon zu den
„Älteren“ gehörten, dachten wir uns, dass wir uns dadurch die
Langeweile vertreiben könnten.
Dazu ist noch zu sagen, dass wir auf eine Idee kamen, die aus einem Gerücht
entstanden ist.
Denn vom Hörensagen bekamen wir mit, dass an Halloween
immer so gegen 00:00 am Friedhof, Lichter angingen, die sich bewegten.
So konnte
man davon ausgehen, dass sich Leute dort rumtrieben. Womöglich benötigten sie
diese Kerzen einfach nur, um im Dunklen was sehen zu können.
Ich fragte mich lediglich:
„Warum?“. Um diese Frage zu beantworten, sammelten wir eine
ordentliche Gruppe zusammen und hatten vor, dem Gerücht nachzugehen.
Einer von ihnen war mein bester Freund. Wir beide waren in solchen Angelegenheiten immer
sehr zurückhaltend. Ich hatte zwar keine Angst, war aber immer der Vernünftigste von uns.
Mein Kumpel Ben hingegen hatte wirklich immer mit Todesangst zu kämpfen. Selbst bei Kleinigkeiten sprang er an die Decke.
Naja jedenfalls….
…die Gruppe traf sich direkt am Hintereingang des Friedhofs.
Da ein paar Mädels dabei waren, wollten die Jungs einen auf dicke Hose machen und pralten
nur so davon, wie sie den „Satanisten“ eine geben würden und blablabla.
Wir warteten also bis Mitternacht. Denn der Plan war genau dann hineinzugehen,
wenn es punktgenau 00:00 Uhr war.
Der Friedhof an sich hatte schon eine beachtliche Größe und bestand aus
einem alten und einem neuen Teil.
In dem alten Teil stand eine fast zerfallende
Kapelle. Eigentlich stand sie nur noch so zur „Deko“ da war aber
immer abgeschlossen.
Das hat mich schon immer neugierig gemacht. Genau bis
dahin wollte die Gruppe gehen.
Sie gingen also durch das Tor rein und mein Kumpel und ich ließen uns
zurückfallen, sodass wir vor dem Tor der Friedhofs standen. „Sollen wir
jetzt mitgehen oder nicht?“, fragte ich. Ben zögerte:“Ich weiß nicht,
was ist wenn uns was passiert?“.
Nach ein paar Überlegungen, ob wir nun
rein gehen sollen oder nicht, entschieden wir uns dafür und Ben öffnete das Eingangstor.
Man hörte schon von weitem lautes Gelächter und Schreie, die von
den Mädchen kamen. Schien ja jetzt nicht so schlimm zu sein, wie wir annahmen.
Dachten wir. Doch uns sollte etwas anderes erwarten…
…da es stockfinster war und man so gut wie gar nichts sehen konnte, kamen
wir nur sehr langsam voran.
Dummerweise lag der Friedhof in einem sehr
abgelegenen Teil der Stadt. Daher konnte man auf keine Straßenlaterne hoffen.
Nur am Eingang des Friedhofs war eine kleine Laterne, die einem zeigte wo der
Ein- beziehungsweise Ausgang war.
Da die Gruppe schon ein ganzes Stück vor uns
war und man so gut wie nichts sehen konnte, versuchten wir uns an deren Lauten
zu orientieren, die waren schließlich kaum zu überhören.
Wir blieben also stehen. Es war ruhig: „Da!….okay sie müssen schon
fast an der alten Kapelle sein“, rief ich Ben zu.
Um die Entfernung abzuschätzen, wie weit wir denn schon ungefähr gelaufen
sind, schaute ich zur Laterne am Tor zurück.
Ich wollte meinen Blick gerade
wieder nach vorne wenden, als ich einen weißen Schemen im Blickwinkel bemerkte.
Ich drehte mich zu dieser Gestalt. Erst nahm ich es als Einbildung war.
Eine
weiße große Gestalt, ungefähr 5 Meter von mir entfernt. Vor einem Grabstein.
Sie war ganz in weiß gehüllt, mit einer Kapuze über ihren Kopf. Sie hielt eine
Kerze in den Händen.
Ich konnte meinen Augen nicht trauen, konnte meinen Blick
aber auch nicht von ihr losreißen. Verzweifelt versuchte ich mir einzureden:
„das ist nur Einbildung, komm schon, du stellst dir das nur vor!“.
Ich sprach ganz leise zu Ben: „siehst du das auch?“, in der Hoffnung,
er würde nein sagen.
Er verstand mich nicht richtig und drehte sich zu mir um.
Komplette Stille, keine Regung. Ich ahnte nur: „Nein…nein…er sieht es
auch…was soll ich jetzt machen?“. Ich drehte mich um. Man konnte förmlich
sehen wie er mit weit aufgerissenen Augen beinahe umkippte und ab diesem
Zeitpunkt war mir klar: „ER SIEHT SIE AUCH!“.
Im nächsten Augenblick wandte sich der Blick dieser Gestalt ruckartig vom
Grabstein auf uns, als ob sie nun bemerkte, dass wir sie beide sehen können!
Ihr Gesicht wurde durch das Leuchten der Kerze nicht erhellt, als ob die
Kerze in eine durch und durch dunkle Schwärze schien.
Ich blieb wie versteinert
stehen. Plötzlich rammte mich jemand fast zu Boden. Ben rannte an mir vorbei.
Ich sah ihm nur hinterher. Dann richtete sich mein Blick wieder auf die Gestalt:
„vielleicht sieht sie mich nicht, wenn ich mich nicht
bewege…oder?….oder?“.
Der Blick, der Gestalt war immer noch auf
mich gerichtet. Sie beachtete Ben gar nicht. Er wurde einfach ignoriert.
Mir wurde schlecht vor Angst,
als ich merkte, dass ihre Aufmerksamkeit einzig und allein mir galt.
Sie bewegte sich auf mich zu. Adrenalin schoss in mir hoch.
Ich wandte mein Blick nur noch in Richtung Ausgang.
Kein Zurückblicken, keine
Neugier mehr. Pure Angst. Ich wusste nicht ob ich verfolgt werde oder nicht.
Obwohl es so unglaublich finster war, rannte ich einfach gerade aus. Ich
fiel zum Glück nicht zu Boden oder stolperte.
Raus hier, einfach nur raus hier,
so weit wie es nur möglich war.
Ich schaffte es bis zu meinem Haus. Ben war
vermutlich schon längst Zuhause. Für diese Nacht kam keiner von uns beiden aus
seinem Haus heraus.
Erst am nächsten Tag konnten wir ein paar Worte darüber
verlieren, doch keiner der anderen wollte uns glauben.