
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Ein ganz normaler Schultag begann. Nun ja, nicht ganz normal, denn es war der vorletzte Tag vor den Weihnachtsferien. Der Unterricht begann um 9:00 Uhr, also ließ ich mir Zeit und packte meine Sachen, um mich fertigzumachen. Ich prüfte mehrmals, ob ich nichts vergessen hatte, doch es fehlte nichts. Als es dann 8:30 Uhr war, schnappte ich meine Sachen, ging in den Keller, holte mein Fahrrad und fuhr meinen 2,5 km langen Weg zur Schule. Es war leicht finster, da die Sonne noch nicht aufgegangen war. Doch das Licht meines Fahrrads und das Leuchten des Schnees machten es mir leicht, meinen Weg zu finden. Kurz vor der Schule fuhr ich an einem ziemlich großen Erntefeld vorbei – so wie jeden Morgen.
Doch dort lag jemand, der sich nicht bewegte.
Ich hielt auf dem Fahrradweg an, stellte mein Fahrrad ab und rannte zur Person. Erst dann bemerkte ich, wie blass er war (ja, es war ein Junge, wie ich dann merkte). Sofort versuchte ich, ihn aufzuwecken, aber es klappte nicht. Ich begann zu verzweifeln und suchte nach Hilfe in der Gegend, doch nirgends war ein Auto oder dergleichen zu sehen.
Da dachte ich mir:“ Ist das ein mieser Traum? Diese Straße ist normalerweise immer voll!“
Plötzlich packte mich eine Hand des Jungen und ich zuckte zusammen. Er grinste mich fies an und stand dann auf. Ich sagte zu ihm:“ Warum schaust du mich so böse an? Ich wollte dir nur helfen.“ Er entgegnete mit einer seltsamen Stimme: „Mir helfen? Weißt du überhaupt, wer ich bin?“ Natürlich wusste ich es nicht, denn ich hatte ihn noch nie gesehen. Und seine seltsame Stimme machte mir Angst. Also schüttelte ich den Kopf. Dazu sagte er: „Aber du müsstest mich gut kennen. Denn ich bin der Schatten, der dich zwingt, Dinge zu tun, die du nicht willst!“ Ich war total verwirrt und dachte:“ Dinge, die ich nicht tun will…“
„Komm, denk mal nach… Gut, ich will dir helfen… ich bin dein zweites Ich!“, sagte er wieder mit seinem fiesen Grinsen. Dazu kam meine Reaktion: „Mein zweites ICH? Ja klar, und wie kommst du bitte hierher?“
Seine Antwort kam schnell: „Na, denk mal nach. Du hast in letzter Zeit öfters auf mich gehört, da will ich dir eine Belohnung geben.“ Darauf meine Worte:“ Interessant. Du willst mir eine Belohnung geben und liegst hier ohnmächtig auf dem Boden. Klaaaar.“
Er schüttelte den Kopf und sagte dann: „Ich wollte, dass du zu mir kommst, also suchte ich eine Möglichkeit, dich anzulocken. Und was passt besser, als die Gestalt eines Jungen anzunehmen, den du nicht mal kennst?“ Ich war wieder leicht verwirrt: „Gestalt eines Jungen annehmen, den ich nicht mal kenne…? A-aber… wer bist du dann!?“
Autos fuhren vorbei und ich hörte Leute reden, die vorbeiliefen.
Die Stimme des Jungen kam in Form eines Echos: „Die Antwort musst du selbst finden. Denk an dein altes Ich. Wenn du die Antwort hast, triff mich morgen hier um die selbe Uhrzeit.“
Ich schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam, doch dort fielen extrem viele Schneeflocken zu Boden, so als hätte er sich aufgelöst.
„Denk an dein altes Ich!?“, dachte ich, während ich zurück zu meinem Fahrrad ging.
„Was meint er damit… etwa meine Grundschulzeit?!“ Ich schaute auf die Uhr, es war 8:50 Uhr.
„Shit! Ich komme noch zu spät!“, dachte ich und hetzte mich auf die letzten 0,5 km ab, um rechtzeitig anzukommen.
Natürlich schaffte ich es in zwei Minuten. Mein Fahrrad schloss ich ab und ging dann ins Klassenzimmer. Ich erzählte niemandem über dieses seltsame Treffen, auch meinen besten Freundinnen nicht. Allerdings merkten sie, dass etwas nicht stimmte, weil ich die ganze Zeit abwesend war und nicht zuhörte. Eine von ihnen rief die ganze Zeit meinen Namen, bis ich dann reagierte. Sie fragte: „Was ist los? Warum so geistesabwesend?“ Ich fragte zurück: „Erinnerst du dich an mein altes Ich…?“ Dazu schaute sie mich nur blöd an und sagte: „Dein altes Ich? Warum fragst du das? Ist es das, was dich beschäftigt?“ Darauf nickte ich nur und dachte weiter nach, bis die Schule vorbei war und ich nach Hause konnte.
Den Rest des Tages versuchte ich, mich abzulenken und zockte ein paar Games, bis der Tag vorbei war. Um 23 Uhr legte ich mich schlafen. Der Traum war seltsam. Ich hörte wieder die Stimme des Jungen, aber diesmal tiefer: „Na, weißt du nun, was dein altes Ich ist?“ Bevor eine Antwort kam, sah ich mich in der Grundschulzeit. Vier Schüler packten mich und wollten verhindern, dass ich mich auf einen Jungen stürzte, der am Boden lag; die Arme waren blutig gekratzt. Der Junge weinte und die vier Schüler, die mich packten, riefen alle: „Komm zu dir! Beruhige dich!“ Aber nein… ich hatte soviel Kraft, um alle vier Schüler wegzudrücken und stürzte mich auf den Jungen.
Dort stoppte die Vergangenheit und die Stimme meines „zweiten Ichs“ sagte: „Na, weißt du es nun wieder? Dein altes Ich? Deine aggressive Seite, die nicht zu bändigen ist!“ Ich brüllte kurz und sagte dann:“Warum… zeigst du mir das… es ist Vergangenheit…“ Dazu er: „Vergangenheit? Nein! Die Person, die du so hart zugerichtet hattest, hat immer noch diese Bilder im Kopf!“ Bei diesen Worten bekam ich kein Wort mehr raus. Was war ich nur damals für eine Bestie… ohne Willen… nur Zerstörung im Kopf… Wieder sagte seine Stimme, diesmal total düster: „Du bereust es, nicht wahr? Kann ich gut verstehen… doch ich habe dich gezwungen, allen Schaden zuzufügen, die dir wehtaten.“
„Aber er hatte gar nichts gemacht…“, sagte ich darauf. „Ach nein?“, kam seine Antwort.
Wieder begann eine vergangene Tat und ich sah, was er getan hatte. Ich besaß damals einen Glücksbringer, eine Kette. Es war ein Geschenk meines Bruders und sie war mir extrem wichtig. Der Junge,… der auf dem Boden lag… hatte sie mir geklaut und kaputt gemacht… Und somit begann meine aggressive Seite zu wachsen… und es passierte das, was ich vorhin sah…
Es war nicht das Schlimmste, was ich getan hatte, aber es traf mich trotzdem hart, es nochmal zu sehen…
„Na, weißt du wieder, was du damals alles getan hast? ‚Schrecken des Schulhofs‘ nannten sie dich! Selbst Lehrer konnten nichts machen! Und wie bist du heute? Verschlossen… ruhig… verträumt… nanana, das ist nicht schön.“, sagte die Stimme meines zweiten Ichs.
Dazu sagte ich: „Argh… ja, ich bin verschlossen, ruhig, verträumt,ist das schlimm? Ich will nicht, dass jemand dich kennenlernt!“ Schnell kamen seine Worte: „Du willst nicht, dass mich jemand kennenlernt? Fein. Aber das ist schon längst passiert! Denk mal an deine Taten, bei denen du dich nicht kontrollieren konntest. Ich meine nur, einmal bist du aus dem Klassenraum gestürmt, weil du genug hattest von deiner Klasse…“ Ich fiel ihm ins Wort: „Ja, aber ich konnte wirklich nicht mehr! Es lag nicht an dir…!“ Allerdings wusste ich, dass er Recht hatte… aber ich konnte nicht zulassen, dass mein zweites Ich Recht hatte!
Der Traum brach wegen meines Weckers ab. Ich konnte zum Schluss nur noch ein tiefes Lachen wahrnehmen, was mir doch Angst machte… Aber ich dachte nicht weiter darüber nach und machte mich wieder einmal fertig für den letzten Schultag.
Als ich mit meinem Fahrrad dann wieder beim Erntefeld stand, war wieder dieser Junge da.
Natürlich hätte ich auch weiterfahren können, aber ich wollte mehr über ihn wissen!
„Schön, dich wiederzusehen, Jenny.“, sagte er zu mir, als ich dann bei ihm war.
Dazu sagte ich: „Also… kannst du mir nun sagen, was du wirklich bist? Also vom Aussehen her… denn du sagtest, du hast nur die Gestalt von einem Jungen angenommen…“
Er nickte und sagte: „Komm mit mir. Denn das darf niemand sehen..!“ Ich ging mit ihm durch den Wald, welcher hinter dem Erntefeld war. Mir war klar, dass ich zu spät zur Schule kommen würde, aber das war mir egal. Ich musste wissen, wer er war.
Nach einem guten Stück hielten wir vor einer Höhle an.
„Eine Höhle? Hier im Wald? Hier gab es noch nie eine…“, dachte ich. Der Junge sagte:“Mir ist klar, dass du diese Höhle nicht kennst, aber sie ist von mir erschaffen und der einzige Ort, wo ich meine wahre Gestalt annehmen kann.“
Plötzlich war mir ganz komisch.. Warum sollte das bitte nur da gehen… ich glaube, da ist was faul…“, dachte ich… Dennoch folgte ich ihn ins Innere.
Dann blieb er stehen, drehte sich zu mir und sagte: „Willkommen in der Höhle deiner Vergangenheit und deiner baldigen Zukunft!“ Es war ein großer Raum, überall waren lila Fackeln an den Wänden und in der Mitte war ein roter Altar. Neben den Altar standen acht Säulen. Ich schaute genau hin. Es waren acht zerstörte und zerkratzte Körper. Sieben Kinder.und ein Jugendlicher. Es waren meine Hardcore-Opfer… sie waren… tot.
Ich fragt ihn: „Höhle meiner baldigen Zukunft…?“ Mein zweites Ich gab keine Antwort. Er lief einfach nur zum Altar. Als er dort war, schaute er wieder zu mir und sagte: „Komm zu mir.“ Wie eine Marionette lief ich zu ihm, obwohl ich nicht wollte.
Dann sah ich den Altar, in dessen Mitte ein Name stand, aber spiegelverkehrt, so, als konnte man etwas damit abstempeln. Ich konnte es nicht lesen… doch ich bekam schnell eine Antwort darauf, was das wirklich war.
„Das, Jenny, ist dein zweiter Name. LegendKyuubi!“ Geschockt schaute ich ihn an und fragte: „Aber was hast du jetzt vor… Und warum ist er spiegelverkehrt?!“ Er packte gewaltsam meinen rechten Arm und drückte ihn auf den Namen.
Dazu sagte er: „Ich werde dich wieder mit mir vereinen! Ich werde dich wieder beherrschen durch meinen Zorn! Ich werde wiedergeboren!“ Der Altar begann, hell zu leuchten und der Name Jenny stand über ihm. Mein zweites Ich schaute mich wieder einmal fies an und sagte dann mit dämonischer Stimme: „Endlich sind wir wieder EINS!“ Dann verwandelte er sich in einen seltsamen wolfsähnlichen Dämon. Der Raum leuchtete hell auf und ich fiel in Ohnmacht.
Nach einer Weile nahm ich eine bekannte Stimme wahr. Ich öffnete die Augen und schaute meine Zimmerdecke an. Meine Mutter stand neben mir und sagte: „Endlich bist du wach. Du hast zwei ganze Tage verschlafen! Was war los?“ Ich sagte ihr, dass ich einen Albtraum hatte, aus dem ich irgendwie nicht ‚raus kam. Mehr sagte ich nicht.
Schöne Creepypasta, es hat mir Spaß gebracht, diese zu vertonen. 🙂
LG drawcreeps