Kurz

Einfach durchziehen

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Du hast immer davon geredet, es durchzuziehen. Einfach machen und schauen was passiert. Am Ende würde schon alles gut werden. Die Hürde im Kopf überspringen, alle Hemmungen fallen lassen. Ich wusste immer, dass es so nicht funktionieren würde. Als ich hörte, dass du es nicht geschafft hast, erfüllte mich die Nachricht mit einer Mischung aus Gleichgültigkeit und Trauer. Zwei Kräfte, welche in mir
gegeneinander ankämpften wie zwei bockige Kinder. Ich war in der
Mitte, zerrissen von mir selbst. Ich konnte nicht aufhören zu
weinen, und doch konnte ich ebenso nicht aufhören dich zu
verurteilen. Obwohl ich wusste, wie es schmerzt. Wie es schmerzt,
verurteilt zu werden. Du kanntest das Spiel, und doch hast du es
herausgefordert. Ich habe es an deinen Blicken gesehen. Du warst
unabbringbar, zu begeistert von der Herausforderung und zu benebelt
vom Erfolg. Du wurdest nur noch gezogen von Fäden, welche dich am
Leben gehalten haben. Gehalten von Händen, die dich langsam gewürgt
haben. Immer sagtest du, ich solle dir zuhören, doch alles, was du
je wolltest, war ein Sinn. Eine Daseinsberechtigung. Und ich wusste,
dafür würdest du alles tun. Wie ein kleines Kind musstest du immer
ganz oben sein. Immer der erste.

Ich hatte nie an mich geglaubt, doch immer an dich. Und als ich grade anfing, wieder etwas Vertrauen zu haben, erzähltest du mir, alles wäre nur eine Illusion. Und alle meine Träume und Hoffnungen zerfielen wie ein Kartenhaus aus Emotionen, denn: Ich glaubte dir. Und ich habe hinter deinen Worten immer auch die deiner Gedanken gehört. Die Hintergedanken, welche ab und zu jeden von uns streifen. Und bei manchen bleiben sie nun mal hängen. Manche werden von ihnen eingenommen und verwandeln sich in herumirrende Schatten ihrer selbst, suchend nach Sinn und Erfolg. Doch trotzdem habe ich immer gehofft, sie würden dich auslassen. Immer gehofft, dass du nicht der Nächste seist. Natürlich wusste ich zu jeder Zeit, dass dieses Hoffen sinnlos war. Sie würden dich kriegen, irgendwann. Ich betete, sie würden dich verschonen. Immer wieder, zu einem Gott, welcher nicht mehr existierte. Alles verschwamm und als es wieder klar wurde, warst du auch schon entschwunden. Plötzlich redetest du davon, es durch zu ziehen. Einfach machen und schauen was passiert. Ich wusste immer, was passieren würde, doch etwas hielt mich davon ab es dir zu sagen, so sehr ich auch wollte. Zu groß die dreckige, alles einnehmende
Vorfreude, dich am Ende zu verurteilen, ebenso wie mich selbst.

-InsaneRules

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