
Hannah the Killer
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Auszug aus einer lokalen Zeitung:
Seit einigen Tagen ereigneten sich viele unerklärliche Morde, ohne jegliches Muster oder irgendeinen Hinweis. Wir haben keine Informationen, was die Identität des neuen unbekannten Mörders ist. Der einzige Zeuge den wir finden konnten ist ein sehr junger Junge, der abends draußen mit seinen Freunden gespielt hatte, doch dem dabei einige merkwürdige Dinge auffielen.
„Ich habe nur mit meinen Freunden wie jedes Mal im Garten gespielt, als mir etwas merkwürdiges auffiel…“ sprach der vor Schock blasse junge. „Ich…Ich hörte plötzlich laute Schreie die nicht weit entfernt sein konnten, da sie ziemlich laut waren. Ich und meine Freunde wollten nachsehen was dort los war und gingen in die Richtung aus der die Schreie zu kommen schienen…“ Der ohnehin schon blasse Junge wurde nun noch blasser, als er versuchte das Gesehene in Worte zu fassen. „Ein komplett in schwarz gekleidetes Mädchen hielt ein Messer an die Kehle eines Mannes… Ihr Gesicht konnte ich nicht erkennen, es war von einem schwarzen Mundschutz bedeckt..“ Er fing an zu zittern, als er sich versuchte zu erinnern. „Sie musste ungefähr 16 oder 17 gewesen sein.. Ich konnte das aufgrund der Dunkelheit des Abends nicht genau feststellen. S-sie rammte dem Mann das Messer direkt in seine Brust und er viel schreiend zu Boden…Ich und meine Freunde konnten uns ein Schreien nicht verkneifen und versuchten so schnell zu rennen wie wir konnten, doch…“ Er stoppte im Satz und sah zu Boden. „Mit unserem Schreien lockten wir scheinbar die Aufmerksamkeit des Mädchens an… Sie drehte sich in unsere Richtung und als sie uns sah rannte sie ohne zu zögern auf uns zu… Sie traf einen meiner Freunde mit ihrem Messer im Rücken und er viel schreiend zu Boden… E-er war tot!“ Der traumatisierte Junge fing nun an zu schluchzen. „A-anschließend zog sie das Messer wieder aus seinem totem Körper und rannte nun auf mich zu…Sie holte mich ein und hielt mich fest… Sie sagte einen kurzen Satz, er war simpel aber so wie sie ihn aussprach wirkte er nur noch bedrohlich. ‚Süße Träume‘ flüsterte sie mit rauer Stimme und hielt das Messer hoch, bereit es mir ins Herz zu rammen…Doch dann hörte ich einige Sirenen die immer näher kamen. Anscheinend hatte jemand unser Schreien gehört und die Polizei gerufen! Das Mädchen ließ von mir ab und ich viel zu Boden. Sie rannte so schnell sie konnte weg und kurze Zeit später war sie verschwunden…Die Polizei konnte sie nicht mehr einholen und gab es kurz darauf auf. Ich weiß nicht wo sie jetzt ist, aber eins weiß ich… Ich werde diese Begegnung nie wieder vergessen!“
Falls sie das Mädchen aus der Beschreibung sehnen, rufen Sie bitte ohne zu zögern die Polizei und bringen sie sich unverzüglich in Sicherheit.
Müde rieb sich Hannah die Augen. Heute war der erste Tag nach den Ferien und sie wollte keinesfalls zu spät zur Schule kommen. Langsam stand sie auf und machte sich für die Schule fertig. Ihre hellblonden Haare band sie sich wie immer zu zwei hohen Seitenzöpfen zusammen ehe sie sich mit ihren olivgrünen Augen im Spiegel betrachtete. „Hannah, beeil dich! Jane wartet schon auf dich.“ rief ihre Mutter ihr zu. „Ja mum!“ rief Hannah genervt zurück ehe sie sich ihre Schultasche nahm und schnell die Treppen runter zu ihrer Freundin Jane rannte. Jane und sie waren beste Freunde seid Hannah mit ihrer Mutter in diese Wohngegend gezogen ist. „Da bist du ja endlich, Schlafmütze.“ kicherte das braunhaarige Mädchen mit den grünen Augen. Hannah brummte leise. „Ja tut mir leid.“ meinte das hellblonde Mädchen nur.
Beide gingen los. Sie unterhielten sich auf dem Weg etwas bis sie auf das Thema Schule kamen. „Kennst du Jeff schon?“ fragte Jane sie neugierig. „Jeff?“ Hannah sah sie fragend an. „Er und sein Bruder Liu haben sich heute bereits einen ganz schönen Ruf in der Gegend gemacht. Sie gehen neu auf unsere Schule und Jeff hat Randy, Keith und Troy bereits ordentlich zusammen gestaucht.“ Jane machte eine kurze Pause. „Es wundert mich dass du von den beiden noch nichts gehört hast.“ beendete sie ihren Satz. Hannah war verwundert, dass jemand es wagte, Randy, Keith und Troy einen Denkzettel zu verpassen. Die drei waren die größten Idioten der Schule, doch leider auch die gefürchtetsten. „Du machst Witze.“ meinte Hannah und sah Jane verständnislos an. Jane schüttelte schnell den Kopf. „Das meine ich ernst!“ sprach das braunhaarige Mädchen. „Du wirst schon sehen. Jeff und sein Bruder kommen heute soweit ich weiß sogar in unsere Klasse. Dann kannst du ihn selbst fragen.“ Hannah rollte mit den Augen und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
In der Schule angekommen, setzten sich die beiden an ihre Plätze. Hannah sah zu Jane hinüber, doch diese sah aufmerksam zu ihrer Lehrerin, die gerade den neuen Schüler vorstellte. „Jeffrey, willst du dich nicht der Klasse vorstellen?“ fragte die Lehrerin den hellbraunhaarigen Junge mit dem Namen Jeffrey. Er schwieg. „Jeffrey?“ fragte die Lehrerin erneut. „Mein Name ist Jeffrey Woods, ich bin 13 Jahre alt und bin mit meiner Familie neu in die Nachbarschaft gezogen.“ sprach er knapp. Er war offenbar ein Jahr älter als Hannah. „Danke, Jeffrey. Setz dich bitte neben Hannah.“ Hannah sah erschrocken auf als sie ihren Namen hörte. Sie hörte Jane im Hintergrund leise kichern, woraufhin sie sie am liebsten hätte erwürgt. Jeffrey ging auf sie zu und setzte sich schweigend neben sie . Hannah ignorierte ihn und schaute stattdessen zu ihrer Lehrerin, die gerade irgendwas erklärte, was sie nicht verstand. Jeffrey nahm plötzlich einen Zettel und einen Stift, und schrieb etwas auf. Hannah bemerkte dies nicht, bis Jeffrey ihr den Zettel zusteckte. >Ich mag den Name Jeffrey nicht. Du kannst mich Jeff nennen.< stand auf dem kleinen Zettel geschrieben. Hannah starrte den Zettel kurz schweigend an, drehte ihn um und schreib etwas auf die Rückseite. >Und du kannst mich mal.<
In der Pause überschüttete Jane sie förmlich mit Fragen. „Ich habe gesehen wie ihr Zettel geschrieben habt.“ sprach Jane. „Was habt ihr geschrieben ?“ fragte sie das hellblonde Mädchen neugierig. Diese rollte nur mit den Augen. „Nichts besonderes. Ich habe ihm nur klargemacht dass ich nichts mit ihm zutun haben will.“ sagte Hannah gelangweilt. „Oh man, Hannah!“ sprach Jane mit vorwurfsvollen Unterton. „Er ist neu hier, du musst ihn nicht mit deiner abweisenden Art direkt konfrontieren.“ sprach sie nach wie vor vorwurfsvoll. „Tut mir ja leid aber ich will nicht auch noch von ihm verprügelt werden wie Randy, Keith und Troy!“ meinte Hannah sarkastisch. Aufs Stichwort tauchten die drei Jungs hinter den beiden Mädchen auf. „Sieh mal an, wer über uns redet.“ sprach Randy mit nicht deutbarer Stimme. „Will da jemand Schläge?“ Kamm es dann von Troy. Hannah drehte sich aus Reflex schnell zu den drei Jungs um. „Ja und ich glaube diese Personen seid ihr.“ sprach Hannah kühl. „Verschwinde besser bevor ich noch sauer werde.“ sprach Randy mit provozierender Stimme zu Hannah. Jane stand nur wie angewurzelt da. Sie wusste nicht ob sie eingreifen sollte, oder nicht. Hannah sah Randy unbeeindruckt an und bewegte sich nicht von der Stelle. Daraufhin wurde Dieser sauer und schlug ihr ins Gesicht. Hannah weichte zwei Schritte zurück und hielt ihre Hand an ihre vor Schmerz pochende Wange. Hassverzerrt starrte sie Randy an, welcher nur schadenfroh lachte. „Aww hat da etwa jemand ein Aua?“ sprach Randy provozierend. Keith und Troy lachten daraufhin nur belustigt. Jane schaffte es endlich sich aus ihrer Starre zu lösen und wollte gerade auf Randy zugehen, um ihre Meinung zu sagen, doch Hannah hielt sie zurück. „Überlass das mir.“ sagte Hannah ohne ihren Blick von Randy zu abzuwenden. Jane sah sie kurz fragend an. Hannah nahm ihre Hand von ihrer leicht geröteten Wange, Balte diese zu einer Faust und schlug Randy damit in den Bauch. Jane, Keith und troy beobachteten das Geschehen geschockt. Randy wurde durch den Schlag zurückgeschleudert und viel hin. Selbst er sah geschockt aus. „Halt dich in Zukunft besser fern von uns.“ sagte Hannah zu Randy und zog Jane kurz darauf mit in eine andere Richtung.
Jane sah weiterhin geschockt aus. „Hannah was hast du dir dabei gedacht?!“ fragte Jane. Sie hatte sich gar nichts dabei gedacht. Sie schlug einfach zu, als die die Chance dazu hatte. Hannah winkte ab. „Ich habe nur das getan was ich schon lange tun wollte…“ Hannah lächelte etwas. Ihr Lächeln war jedoch seltsam. Es war anders als das Lächeln was Jane von ihr gewohnt war. „Okay…“ meinte die braunhaarige daraufhin nur unsicher. Plötzlich hörten beide wütende Stimmen hinter sich. Ehe sich eine von ihnen hätte umdrehen können wurde Hannah bereits zu Boden geworfen. „Was zum-?!“ Mehr bekam sie nicht raus, denn Randy nahm ein Messer aus der Tasche und hielt es ihr an die Kehle. Woher hat er jetzt das Messer …!? Fragte sie sich in Gedanken. „Ich werde dafür sorgen, dass du es nie wieder wagst, dich gegen mich zu wehren!“ schrie Randy fast. Seine Augen waren zu zwei Schlitzen zusammengekniffen während er ihr das Messerfester an die Kehle presste. „Randy,hör auf !“ schrie Jane entsetzt. Mittlerweile zogen sie auch die Aufmerksamkeit der Anderen auf sich. Hannah starrte Randy hassverzerrt an, auch ihre Augen formten sich zu Schlitzen. „Runter von mir oder ich verpass Dir noch mal Schläge!“ rief sie. „Jetzt hab ich aber Angst!“ sprach Randy ironisch. Knurrend packte sie Randy’s Fuß, verdrehte ihn und schubste ihn so von sich runter. Sie schlug ihm ins Gesicht und presste seinen Kopf auf den harten Steinboden. „Hannah, komm runter!“ hörte sie Jane hinter sich schreien, doch sie ignorierte sie und schlug ihm noch einmal ins Gesicht, woraufhin ihm Blut übers Gesicht lief. Hannah nahm Randy das Messer an und wollte es ihm gerade in die Schulter rammen. „Hört auf der Stelle damit auf!“ rief eine erwachsene Stimme. Eine Lehrerin rannte auf Hannah und Randy zu, um die beiden aufzuhalten. Randy gelang es nun, Hannah von sich runterzustoßen und erst jetzt bemerkte sie dass sie von unzähligen Schülern umgeben waren. Ihr Blick schweifte durch die Menge und einen Moment meinte sie Jeff erkennen zu können, der sie leicht grinsend ansah. Bevor sie sichergehen konnte, riss die Lehrerin Hannah aus ihrem Gedanken.
Nach der Schule und einem langen Gespräch mit dem Direktor, ging sie endlich nachhause. Der Kampf mit Randy ging ihr den kompletten Weg nicht aus dem Kopf. Bei dem Gedanken dran musste sie leicht lächeln. Es war wieder dieses Lächeln, was untypisch für Hannah war. Es war ein schadenfrohes Lächeln, dass sich immer weiter ausbreitete umso genauer sie sich erinnerte. Zuhause angekommen schrie ihre Mutter sie sofort an. „Hannah! Der Direktor hat angerufen und mir erzählt dass du in eine Prügelei verwickelt warst?!“ die strenge Stimme ihrer Mutter bereitete Ihr Gänsehaut. „Nein! Ich meine ja, war ich aber es war nicht meine Schuld!“ schrie sie zurück. „Sei leise, junges Fräulein! Du kannst froh sein dass Randy keine schlimmen Verletzungen von sich getragen hat!“ Hannah schwieg. Es wäre ihr lieber gewesen wenn sie Randy das Messer in die Schulter gerammt hätte, er hatte es nicht anders verdient. „…Aber er-” „Genug!“ rief ihre Mutter mit einem strengen Tonfall. „Ich will nichts mehr davon hören. Geh jetzt auf dein Zimmer.“ sprach sie nun und zeigte mit ihrem Finger in Richtung Hannahs Zimmer. Hannah stöhnte genervt. Wütend rannte sie in ihr Zimmer und knallte die Tür zu und warf sich auf ihr Bett. Ihre Mutter würde sie eh nicht verstehen. Sie hatte sie noch nie verstanden. Egal was Hannah tat, ihre Mutter fand es falsch. Ihr Stiegen Tränen in die Augen, welche sie sofort wieder wegwischte. Kurze Zeit darauf schlief sie ein.
Am nächsten Tag wurde sie unsanft von ihrer Mutter geweckt. „Wach endlich auf! Du hast verschlafen!“ rief ihre Mutter. Schnell richtete das Mädchen sich auf. „Was?!“ Sofort stand sie auf und machte sich fertig. Schnell rannte sie mach unten. Jane war bereits losgegangen. Schnell lief sie los, um nicht vollkommen zu spät zu kommen. Als sie in der Klasse ankam, starrten alle sie an. Sie war die letzte, die die Klasse betrat und der Unterricht hatte bereits angefangen. „Tut…Tut mir leid für die Verspätung.“
Schnell setzte sie sich an ihren Platz neben Jeff und sah leicht zu ihm. Er wirkte bedrückt und ihr viel auf dass Liu nicht da war. Hannah nahm einen Zettel und schrieb ihm eine Nachricht. >Ist alles in Ordnung?< Doch sie bekam keine Antwort.
In der Pause saß sie mit Jane und einigen anderen ihrer Freundinnen auf der Bank und unterhielt sich etwas. „Was ist eigentlich mit Jeff los? Er wirkte irgendwie traurig.“ sprach Hannah. „Ach, der.“ sprach eine ihrer Freundinnen. „Außerdem war sein Bruder Liu heute garnicht da. Ist er krank, oder sowas?“ Kurz herrschte ein betretenes Schweigen zwischen den Mädchen, bis Jane etwas erwiderte. „Nun…Liu wurde ins jungend Knast gebracht…“ Hannah schaute ihre Freundin kurz ungläubig an. „Was? Aber wieso?“ fragte sie. Jane zuckte mit den Schultern, doch es wirkte als ob sie ihr irgendwas verheimlichte. Hannah sah zu Jeff hinüber. Sie wusste nicht wieso, doch er tat ihr irgendwie leid. Sie selbst hatte keine Geschwister, also konnte sie sich nur vorstellen wie schmerzhaft es sein musste. Jeff stand alleine dort, den Blick zu Boden gewandt. Plötzlich hob er seinen Kopf und ihre Blicke trafen sich. Hannah lief vor Pein rot an und wandte ihren Blick ab. „Aw, seht an! Hannah ist verliebt!“ spottete eine ihrer Freundinnen. „Was? Nein, spinnst du?!“ Hannah murrte genervt. Ihre Freundinnen waren schon immer so, sie nutzen jede Kleinigkeit um sich über sie lustig zu machen. Jane war die einzige, die dies nicht tat.
Kurze Zeit später beendete die Klingel die Pause.
Nach dem Unterricht gingen Jane und Hannah zusammen nachhause. „Ist morgen nicht die Geburtstagsfeier von Billy?“ fragte Hannah. Jane nickte. „Kommst du auch?“ fuhr Hannah mit ihrer Frage fort. „Keine Ahnung. Ich bin nicht so der Fan, von Partys.“ erwiderte Jane ihre Frage. „Okay, schade. Ich gehe nur, weil ich so dem Spüldienst entkommen kann.“ beide lachten.
Am nächsten Tag, stand Hannah mit einem seltsamen Gefühl auf. Sie wusste nicht, was es war, doch in ihrem Brustkorb breitete sich dieses seltsame Gefühl immer weiter aus. Es wurde stärker, sobald sie an die Party von Billy dachte, doch sie hielt es für einfache Aufregung, und beschloss es zu ignorieren. Das hellblonde Mädchen stand schweigend auf und ging auf ihren Schrank zu. Sie zog sich ihr gestreiftes Lieblings T-Shirt, einen schwarzen Minirock und schwarze Kniestrümpfe an. Irgendwas fehlte jedoch. Sie sah in ihren Schrank und nahm einen schwarzen Hoodie heraus, welchen sie sich überzog. Ihre Po-langen Haare band sie sich wie immer zu zwei hohen Seitenzöpfen zusammen. Schnell zog sie sich ihre schwarzen converse an und betrachtete sich im Spiegel. Perfekt. Dachte sie sich und ging zu ihrer Mutter. „Ich gehe jetzt zu Billy’s Party. Bis später.“ verabschiedete sich das Mädchen mit den olivgrünen Augen. Ihre Mutter nickte. „Komm rechtzeitig zurück.“ sprach ihre Mutter nur.
Hannah klingelte, als sie bei Billys Haus ankam. Sofort öffneten seine Eltern die Tür. „Ah, Hannah Jackson. Komm doch rein!“ sprach die Frau höflich. Hannah betrat schweigend die Wohnung. „Gesell dich doch zu den anderen.“ Sprach die Frau nun. Hannah nickte. Sie ging zu den anderen, und hoffte, dass Randy, Keith und troy nicht auch da waren. Sie sah sich um, und erblickte Jeff, der gerade mit einem Cowboyhut und Spielzeugpistolen mit den jüngeren Kindern spielte. Sie musste bei dem Anblick leicht grinsen. Es amüsierte sie, zu sehen, wie Jeff mit den kleinen Kindern spielte und sie zusammen Spaß hatten. Sie hatte Jeff noch nie so Lächeln sehen. Plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, denn Randy, Keith und Troy tauchten auf der Party auf. Auf der Stelle hörte Jeff auf mit den kleinen zu spielen und die vier redeten über etwas was Hannah nicht verstehen konnte. Plötzlich schlug Randy Jeff ins Gesicht. Hannah’s Augen weiteten sich, als Randy Jeff durch die zerspringende Fensterscheibe in die Küche warf. Schnell folgte sie ihnen und wollte dazwischen gehen, plötzlich jedoch hob Randy eine Pistole und Hannah wich zurück. „Bleibt alle wo ihr seid sonst müssen Gedärme aufgesammelt werden!“ rief er. Jeff‘s Gesicht war blutverschmiert. Das Gefühl von heute Morgen kehrte zurück. Es wurde immer stärker, während sie das Geschehen weiter verfolgte. Das letzte was sie wahrnahm war wie Jeff plötzlich auf Randy einschlug. Randy schrie schmerzverzerrt, bis er nach einer Weile plötzlich verstummte. Keith schoß auf Jeff, doch dieser konnte geschickt ausweichen. Die beiden rannten gefolgt von Troy die Treppen hoch. Jeff wich weiterhin einigen Schüssen aus. Alle Gäste auf der Party waren geschockt.
Eine Weile später, fiel Jeff die Treppen hinunter. Sein ganzer Körper stand in Flammen. Hannah war vor Schock unfähig zu reagieren. Nachdem sie sich aus ihrer Schockstarre gelöst hatte, rief sie um Hilfe. „Tut doch was! Jemand muss sofort den Krankenwagen rufen!“ schrie sie. Ihre Schreie wurden jedoch von Jeffs Schmerzensschreien gedämmt.
Kurze Zeit darauf, traf der Krankenwagen ein. Das einzige was sie tun konnte, war mit anzusehen wie der Krankenwagen Jeff wegfuhr.
Einige Zeit später, als Hannah und Jane zusammen von der Schule kamen, bemerken sie das Auto von Jeffs Eltern, das gerade einparkte. „Huh? Ist Jeff wieder zurück?“ fragte Hannah. Jane nickte. „Er wurde heute aus dem Krankenhaus entlassen.“ Hannah war froh, dass Jeff den Vorfall überlebt hatte. Sie hatte die ganze Zeit über Sorge, er würde es nicht schaffen, doch nun war sie beruhigt.
Sie verabschiedete sich von ihrer Freundin und ging unwissend, dass dieser Abend ihr komplettes Leben verändern würde, nach Hause.
Es war bereits dunkel draußen. Hannah konnte jedoch nicht schlafen. Dieses Gefühl in ihrem Brustkorb war wieder da, doch diesmal fühlte es sich so an als ob irgendetwas nicht stimmte. Sie sah aus dem Fenster, aus dem sie Sicht auf Janes Haus hatte, und starrte in die Dunkelheit des späten Abends. Plötzlich wurde die Stille von einem schmerzverzerrtem schreien unterbrochen. Hannah erschrak und sah sich um. Sie sah hinüber zu dem Haus indem Jane wohnte, und bemerkte dass es in Flammen stand. Geschockt starrte sie auf die Flammen, die ihren Blick in der Dunkelheit geradezu magisch anzogen. „Oh nein… Jane!“ schrie sie entsetzt. Schnell rannte Hannah nach unten, schlug die Tür auf und rannte in Richtung Janes Haus. Das konnte doch nicht wahrsein! Als Hannah gerade um die Ecke laufen wollte wurde sie auf einmal an eine Hauswand gedrückt. Sie wollte schreien, doch die Person hielt ihr eine Hand vor den Mund. „Shh…“ vernahm sie eine raue Stimme, die ihr dennoch bekannt vorkam. „Geh einfach schlafen…“ sprach die Person. Hannah starrte den Jungen der etwa in ihrem Alter sein musste geschockt an. Seine Haut war schneeweiß und ledrig. Seine Haare waren schwarz verbrannt und seine Augen waren groß und von schwarzen Verbrennungen umgeben. Das auffälligstes ihm jedoch war sein Lächeln. Es war kein normales Lächeln, es war ein Psychopathisches, blutiges Lächeln was ihm von den Mundwinkeln bis zu seinen Ohren geschnitten wurde. Hannah wollte erneut aufschreien, doch der Junge presste seine Hand weiterhin auf ihren Mund. Jetzt erst erkannte sie den Gegenstand den er in seiner anderen Hand hielt. Es war ein blutverschmiertes Messer, welches er nun auf Hannahs Wangen platzierte. Ihr Stiegen Tränen in die Augen, während sie versuchte sich von ihm loszureißen. Er drückte das Messer tiefer in ihre Wange und ein höllischer Schmerz durchströmte sie. Blut und Tränen lief ihr über die Wangen. Endlich schaffte sie es, ihn von sich wegzudrücken und rannte so schnell sie konnte nach Hause. „Wohin so eilig?“ hörte sie die Stimme hinter sich. Sie wusste nicht, ob er ihr folgte oder nicht, sie rannte einfach nur so schnell sie konnte weg. Als sie zuhause war rannte sie ins Bad und versteckte sich unter Tränen unter dem Waschbecken. Das alles konnte nur ein Alptraum sein, es wirkte garnicht mehr real. Sie erstarrte als sie plötzlich Schritte hörte, die langsam lauter und deutlicher wurden. Plötzlich sprang Die Badezimmer Tür auf und der Junge stand mit einer Flasche Bleichmittel in der einen, und einen Feuerzeug in der anderen Hand, vor ihr. „Geh jetzt einfach schlafen, Hannah.“ Jetzt erkannte sie ihn, es war Jeff. „Jeff! Nein, tu das nicht!“ schrie sie panisch. „Shh…“ erwiderte dieser kühl. Er hob die Flasche Bleichmittel und zerbrach sie über Hannahs Kopf. Sie schrie auf, und Blut lief ihr über das ganze Gesicht. Der brennende Schmerz an ihren Wangen lies dabei nach wie vor nicht nach. Jeff nahm nun das Feuerzeug und entzündete es. Geschockt und verängstigt starrte sie ihn an. „Süße Träume…“ war das letzte was sie hörte, ehe er das Feuerzeug auf sie fallen lies und ein unbeschreiblicher Schmerz ihren Körper wie ein Blitzschlag durchströmte. Sie schrie schmerzverzerrt auf, drehte sich und versuchte mit aller Kraft die Flammen zu löschen, doch dann wurde ihr schwarz vor Augen.
Sie wachte im Krankenhaus wieder auf und hörte einige Stimmen um sich herum sprechen. „Sie kommt wieder zu sich!“ rief eine der Stimmen. „Hannah! Geht es dir gut?!“ rief eine andere, die von ihrer Mutter kam. Hannah blinzelte, und sie konnte einige verschwommene Silhouetten erkennen. Langsam verschärfte sich ihre Sicht wieder und sie konnte einen Arzt, ihre Mutter und eine weitere Person erkennen. Langsam raffte sie sich auf. „Wo…wo bin ich?…“ fragte sie benommen. „Im Krankenhaus. Es gab einen Unfall, wobei du komplett in Flammen gesetzt wurdest. Den Grund dafür, kennen wir leider nicht.“ sprach der Arzt. Blitzschnell schoßen ihr die Bilder von diesem Abend durch den Kopf. Janes Haus das in Flammen stand, das blutige, unnatürliche Lächeln von Jeff, und… Ab da stoppten ihre Erinnerungen. „Wie…wie geht es Jane?“ fragte sie plötzlich. „Jane geht es gut, mach dir keine Sorgen.“ sprach ihre Mutter mit beruhigender stimme. „Hast du an dem Abend irgendjemanden Verdächtigen bemerkt?“ fragte die Person, die Hannah nicht kannte plötzlich. Sie schwieg. „Wir belasten sie jetzt besser nicht direkt mit so etwas… Sie muss jetzt erstmal eine ganz andere Sache verarbeiten.“ sprach der Arzt sanft. Hannah warf ihm einen fragenden Blick zu, woraufhin dieser nur auf einen Spiegel deutete. Sie stand aus dem Bett auf und ging, immer noch leicht benommen, auf den Spiegel zu. Sie sah direkt in den Spiegel woraufhin sich ihre Augen ein Stück weiteten. Ihre Haut war unnormal bleich und hatte einige Narben, ihre Haare waren in ein tiefes schwarz gebrannt und an ihren Wangen war ein langes, unordentlich vernähtes Lächeln zusehen. Sie sah aus wie ein Monster. Das Gefühl, welches ihr so bekannt vor kam erschien wieder. Jetzt erinnerte sie sich wieder, Jeff hatte ihr süße Träume gewünscht. Ein psychopathisches Lächeln schlich sich auf ihre Lippen als sie sich zurückerinnerte. „Oh Jeff, wieso hast du das bloß getan?“ sprach sie mit einer leisen Stimme. Sie klang dabei nicht traurig, sondern etwas verrücktes lag in ihrer Stimme. Plötzlich lachte sie hysterisch auf. Ihre Mutter sah sie geschockt an, doch der Arzt blieb ruhig. „Dieses Gesicht… Es zeigt nur wie sehr ich wegen ihm leiden musste.“ „Es tut mir so leid…“ erwiderte ihre Mutter bedrückt. „Wieso denn? Ich liebe es! Dieses neue Gesicht zeigt zeigt die Narben die er mir gegeben hat, und sie werden niemals wieder verschwinden!“ sie lachte erneut auf. „Ich bin so wunderschön!“
„Was hat meine Tochter?“ fragte ihre Mutter den Arzt besorgt. „Machen sie sich keine Sorgen, es ist bloß der Schock. Ihr Verhalten wird sich in den nächsten Tagen bessern.“ erwiderte er, immer noch ruhig. Ihre Mutter nickte daraufhin nur. „Komm Hannah, lass uns nach Hause gehen…“ sprach sie dann nur. Hannah nickte, weiterhin hysterisch lachen. „Okay mommy, ja lass uns nach Hause gehen.“ Das verrückte in ihrer Stimme schwand nicht. „Der Arzt gab ihr ihre Kleidung, bestehend aus ihrem schwarzen hoodie, dem schwarzen Rock und den schwarzen Kniestrümpfen. Er legte ihr noch einen schwarzen Mundschutz dabei. „Um die Narben an deinem Gesicht zu verstecken.“ sprach er dabei nur.
Es wurde bereits dunkel draußen, als Hannah und ihre Mutter zuhause ankamen. Ihre Mutter ahnte nicht, dass dies womöglich ihre letze Nacht war.
Hannahs Mutter schlief bereits, Hannah jedoch konnte es nicht. Ihre Augen waren weit geöffnet und schlaf war das letzte woran sie jetzt dachte. „Süße Träume.. Ja Jeff… die hatte ich schon lange nicht mehr…“ sie kicherte irre. Sie sah auf die Uhr, die auf ihrem Nachttisch neben ihrem Bett stand. Es war bereits nach Mitternacht. Mit weit geöffneten Augen und einem gruseligem Lächeln auf den Lippen richtete Hannah sich auf. Sie ging in die Küche, öffnete eine Schublade und nahm das größte Küchenmesser was sie finden konnte heraus. Sie betrachtete den silbernen Gegenstand in ihrer Hand grinsend. „Wenn ich keine süßen Träume haben kann, dann sollen sie andere immerhin haben.“ sprach sie und das Lächeln auf ihren Lippen formte sich zu einem breiten Grinsen.
Langsam öffnete Hannah die Tür zum Schlafzimmer ihrer Mutter und beobachtete sie eine Weile beim schlafen. Sie war verrückt geworden, doch es war ihr egal. Sie ging einige Schritte näher auf ihre tief schlafende Mutter zu. „Du hast mich nie verstanden, Mutter.“ sprach das schwarzhaarige Mädchen mit der weißen Haut. „Und du wirst mich auch jetzt nicht verstehen.“ Sie lachte auf, wodurch ihre Mutter aus ihrem Schlaf erwachte. Sie wollte schreien als sie das in komplett schwarz gekleidete Mädchen vor sich stehen sah, doch Hannah genehmigte ihr die nicht. Sie legte ihren Finger auf die Lippen ihrer Mutter und gab ein leises „Shh…“ von sich. „Mutter, sei still.“ Hannah klang sanft. „Ich will Dir einen großen Gefallen tuen, also sei einfach still.“ Sie fing erneut an hysterisch zu lachen. Ihre Mutter zitterte vor Angst. Sie wusste nicht wie ihr Geschah, was Hannah meinte, und wieso sie hier war. Tues! Schrie eine Stimme in Hannahs Kopf. „Süße Träume… Mutter.“ war das letzte was ihre Mutter hörte, bevor das Mädchen mit dem schwarzen Mundschutz das Messer hob und es ihr direkt ins Herz rammte. Hannah musste zugeben, dass es sich gut anfühlte, dies zu tun. Ihre Mutter schrie und spuckte Blut. Hannah drehte das Messer noch ein paar mal in ihrem Körper bis ihre Mutter verstummte. „Schlaf schön, Mommy.“ flüsterte Hannah sanft. Sie hörte von draußen bereits die Sirenen. Leute müssten wohl die Schreie ihrer Mutter gehört, und daraufhin die Polizei verständigt haben. Hannah öffnete das Fenster, sah noch ein letztes Mal auf die blutverschmierte Leiche ihrer Mutter bevor sie aus dem Fenster verschwand und ihr altes Leben hinter sich lies.