
Hirano High School Massacre – Black and White
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
„Werden sie mich mögen?“ Das Mädchen folgte dem Jungen unsicher ins Klassenzimmer. Ihre Hände waren zu Fäusten geballt und sie zitterte leicht vor Nervosität. Der Junge drehte sich zu ihr um und lächelte. „Aber natürlich. Unsere Klasse ist nett. Außerdem würde ich nie zulassen, dass sie dir in irgendeiner Weise wehtun, Schwesterherz.“ sagte er, was das Mädchen ein wenig beruhigte. Ihr Bruder würde auf die aufpassen, wie er es schon immer getan hatte. Auch wenn sie einige Minuten älter war als er, hatte sie immer das Gefühl gehabt, dass er ihr größerer Bruder war. Er war einfach mutiger und furchtloser als sie. Sie seufzte leise. Warum musste sie auch immer so ängstlich sein?
Sie waren schließlich beim Klassenzimmer angekommen. „Bereit, Oneechan?“ fragte der Junge. Das Mädchen nickte, woraufhin ihr Bruder an der Tür klopfte und sie öffnete. Sofort lagen alle Augen auf die beiden Geschwister. „Guten Morgen, Sensei. Ich bringe die neue Schülerin mit.“
Während der Junge sich auf seinen Platz setzte, stellte das Mädchen sich nach vorne zu dem Lehrer. 14 Augenpaare waren nun auf sie gerichtet. Sie schluckte nervös. Dann verbeugte sie sich und begann sich vorzustellen: „Guten Morgen. Mein Name ist Kuro Akahana. Ich bin von der Klasse 2-1 hier in die 2-2 gewechselt. Freut mich euch kennenzulernen.“ stellte sie sich mit zitternder Stimme der Klasse vor. Sie blickte zu ihrem Bruder, wie er ihr aufmunternd zunickte.
Nachdem sie sich vorgestellt hatte, setzte sie sich auf einen freien Platz und der Lehrer begann mit dem Unterricht. Währenddessen bemerkte Kuro, dass die Atmosphäre dort ziemlich angespannt war und sie bemerkte einen freien Platz neben ihrem Bruder. Ob irgendwas passiert war?
In der Pause begleitete sie ihren Bruder auf das Schuldach, dort, wo er normalerweise seine Pause verbrachte. Er steuerte direkt auf eine Bank, mit vier weiteren Schülern zu. Kuro erkannte, dass sie alle aus ihrer Klasse waren. „Hey Leute, meine Schwester Kuro kennt ihr ja schon. Kuro, das sind meine Freunde. Der Blauhaarige ist Yumiko, die mit den hellbraunen Haaren heißt Nami, der braunhaarige Misaki und das Mädchen, was ständig dumm dreinschaut heißt Kaede.“ stellte ihr Bruder seine Freunde vor und ignorierte Kaedes teils amüsiertes, teils beleidigtes „Hey, was soll das denn?“ Yumiko stand auf und gab Kuro die Hand. „Schön, dich kennenzulernen, Kuro-chan! Shiro-chan hat schon vieles von dir erzählt! Du bist hübsch. Hast du einen Freu-…“ „Yumi!“ unterbrach Shiro ihn und schaute ihn streng an. Kuro fing an zu kichern, die anderen schüttelten den Kopf. „Also, Kuro-san, du warst vorher in der 2-1 oder? Die in dem alten Schulgebäude?“ fragte Nami neugierig. Kuro nickte. Deswegen kannte sie in dieser Schule auch niemanden. Im alten Schulgebäude hatte es nur ihre Klasse gegeben. Denn angeblich lag auf dieser Schule ein Fluch. Dieser besagt, dass jedes Jahr, in der Klasse 2, sich ein Mörder befinden würde, der so lange seine Mitschüler ermorden würde, bis entweder alle außer er tot waren oder bis er vorher gestoppt wird. Jeder wusste, dass dieser Fluch wahr war, auch wenn viele ihn zu verleugnen versuchten. Aber es gab viele Beweise für diesen Fluch. In den letzten 30 Jahren kam es nämlich immer wieder zu Mordfällen. Immer in den 2. Klassen. Und jedes Jahr war es die Klasse 2-1 gewesen. Aus Angst, dass auch Schüler aus anderen Klassen getötet wurden, wurde die Klasse 2-1 schließlich in ein anderes Schulgebäude verlegt. Kuro hatte also großes Glück gehabt, dass sie die Klasse wechseln durfte.
Als die Pause beendet war, wollten die Schüler zurück in ihre Klassen. An der Treppe im zweiten Stock stoppte Shiro plötzlich. Kuro und Nami bemerkten das und stoppten. Hinter ihnen befand sich ein großes Glasfenster, durch das man auf den Schulhof blicken konnte. Kuro sah, wie Shiro sich mit einem Mädchen unterhielt. Er lächelte ziemlich verlegen. War er in sie verliebt? Kuro fing an zu grinsen. Nun wusste sie endlich, womit sie ihren Bruder so richtig ärgern konnte.
Aber dann geschah etwas, was niemand erwartet hatte. Shiro lehnte sich gegen einen kleinen Wagen, wofür auch immer der war. Doch dieser rutschte plötzlich weg, sodass ihr Bruder hinfiel und der Wagen die Treppe runterrollte, direkt auf Kuro und Nami zu. Kuro schaffte es noch im letzten Moment auszuweichen, doch dann musste sie mitansehen, wie der Wagen so hart gegen Nami prallte, dass diese durch das Fenster geschleudert wurde und mitsamt dem schweren Wagen in die Tiefe stürzte. Shiro sprang auf und rannte zu Kuro. „Bist du okay?“ fragte er. Kuro nickte. Sie konnte nicht sprechen, dafür war sie zu schockiert. Dann plötzlich rannte sie nach unten, zu Nami. Dort hatten sich schon einige Schüler versammelt. Und als Kuro sah, in welchem Zustand die Braunhaarige war, wurde ihr schlecht. Der Wagen hatte sie völlig zerquetscht. Neben dem Blut, waren auch noch Innereien und Hirnmasse zu sehen. Shiro kam ebenfalls zu ihr gerannt und nahm sie in den Arm.
Auf dem Weg nach Hause blieb Shiro plötzlich mitten auf dem Weg stehen. „Shiro? Alles okay?“ fragte Kuro und drehte sich zu ihm um, als sie es bemerkte. Der Blonde schaute auf den Boden und das Mädchen bemerkte, wie er leicht zitterte. „Es ist meine Schuld!“ sagte er und fing an zu schluchzen. Kuro ging zu ihm und umarmte ihn. „Nein, bist du nicht. Es war ein Unfall.“ versuchte sie ihn zu beruhigen und strich ihm über den Rücken. „Nein. War es nicht.“ Shiros Stimme hatte sich plötzlich verändert. Sie klang… belustigt? Erschrocken löste Kuro sich aus der Umarmung und schaute ihren Bruder fassungslos an. Er grinste verrückt und dann bemerkte Kuro das Messer in seiner Hand. „Es war meine volle Absicht. Alles war so geplant. Ich hatte Glück, dass Yuki gerade zufällig da langgelaufen ist. So konnte ich es noch mehr wie ein Unfall aussehen lassen.“ erklärte er und packte Kuro am Handgelenk. „Shiro-chan? Was hast du vor?“ hauchte Kuro und versuchte, zurückzuweichen. Er hatte doch nicht vor… Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Shiro mit einer schnellen Bewegung ihre Kehle aufschlitzte. Sie stieß Shiro von sich weg und presste ihre Hand auf die Wunde. Was nichts brachte, das Blut quoll trotzdem aus ihrer Verletzung und färbte ihre Hand, sowie ihre Kleidung rot. Dann gaben ihre Beine unter ihr nach und sie landete auf dem Boden. Shiro hockte sich neben ihr. „Es tut mir leid, Oneechan. Aber ich musste es tun. Die Mordlust in mir ist zu stark. Ich hab dich lieb.“ Das war das letzte, was sie hörte, bevor es für immer schwarz um sie herum wurde.