Bizarro FictionGeisteskrankheitMittelMord

Kirschkuchen

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ich schloss die Türe meiner Bäckerei ‚Le Cerise‘ auf. Wieso sie so heißt? Wegen meinem Kirschkuchen, der wie warme Semmeln über die Theke geht. Die Nachfrage ist so enorm, dass ich jeden Tag welche davon backen muss, um die Kundschaft zufrieden zu stellen. Ich sah es gerne, wie sehr sie meinen Kirschkuchen liebten. Wie ihre Augen glitzerten, wenn sie in ein Stück saftigen Kuchen reinbeißen und der eingedickte Kirschsaft aus allen Seiten quoll. Ihre genussvollen Geräusche, wenn sie auf die Kirsche draufbissen, die auf einem Klecks Sahne auf jedem Stück thronte. Manche ließen diese eine Kirsche bis zum Schluss auf ihrem Teller, weil sie einfach das Beste vom ganzen Stück war und das konnte ich meiner Kundschaft nicht verübeln. Das Stückchen Kirschfleisch, das auf der Zunge schmilzt. Das Gefühl wenn die Haut der Kirsche aufplatzte, wenn man sie zerbiss und der rote Saft die Zähne färbte. So süß und saftig.

Einige fragen mich nach noch einem Klecks Sahne, da sie fanden, dass dieser einer Klecks Sahne rein gar nichts war. Sie lobten meine Sahne. Sagten, dass sie besonders schmeckte. So lebenserfrischend und wohltuend, als wäre sie eine Medizin. Ich verstand das gar nicht. Musste ich auch nicht. Hauptsache ich konnte meiner Kundschaft ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Als ich in meinen kleine Bäckerei reinging, atmete ich erst den vertrauten Geruch von Mehl und zerschmolzener Butter ein, der immer an der Decke zu kleben schien. Ich inspizierte die gesamte Sitzregion, die passend zu meinem Kirschkuchen in dessen Farbe gehalten wurde. Man sollte sich wohl fühlen bei mir, das war mir immer wichtig. Grelle Töne mochte ich gar nicht. Das Kirschrot war mein liebstes.

Ich ging hinter die Theke, die ich schnell sauber machte, obwohl ich das schon gestern gemacht hatte, aber ich war so jemand der immer zweimal putzte als gar nicht. Zufrieden betrachtete ich die leere Kuchenvitrine. Zwar sind die Kirschkuchen mein Hauptverdienst aber ich wollte meiner Kundschaft gerne noch andere leckere Speisen anbieten. Als reine Abwechslung. Manchmal war sowas wichtig. Nicht nur die Kuchenart veränderte ich, sondern auch die Rezeptur. Versuchte mich an Limettensoufflees oder Ahornsirupcupcakes. Nur die Kirschkuchen blieben so wie sie waren.

Aus der Theke ging ich dann in meine kleine Backstube und schaute in den großen Kühlschrank, der noch die Reste des gestrigen Tages beinhaltete. Meistens von anderen Kuchen. Der Kirschkuchen ging immer sofort weg. Es gab nie Reste. Ich band meine langen haselnussbraunen Haare zu einem Dutt zusammen und zog mir meine Backschürze an, um endlich mit den Kirschkuchen für den heutigen Tag anzufangen. Mehl, Zucker und Butter waren schnell auf den Tisch. Fehlten da noch Eier, Backpulver, Vanilleschoten und Geliermittel. Die Kirschen und Sahne musste ich noch holen. Ich holte das Glas mit den Sauerkirschen aus der Vorratskammer und ging damit zurück in die Backstube. Erst gestern hatte ich sie aus dem Supermarkt gekauft, also waren sie noch ganz frisch. Die Kirsche, die ich immer auf den Klecks Sahne verwendete, musste ich woanders holen. Sowie eine Sahnezutat auch.

Mit schnellen Schritten verließ ich die Backstube und ging zurück in die Vorratskammer. Währenddessen kramte ich meinen Schlüssel aus der Hosentasche. Meine Vorratskammer hatte noch eine Tür, die sich nur mit dem Schlüssel aufschließen ließ, der klimpernd in meiner Handfläche ruhte. Ich passte immer auf, dass sie ja zugeschlossen war, sonst würden meinen Lebensmittel dort drinnen schlecht werden und nicht mehr genießbar sein. Geräuschvoll schloss ich also auf und machte die Tür soweit auf, sodass ich nur hineinschlüpfen musste, um in das Innere des Raumes zu gelangen. Ein wehleidiges Stöhnen durchfuhr den verdunkelten Raum, als meine Lebensmittel den kleinen Streifen Licht sahen, den ich dank meines Kommens verursacht hatte. Schnell machte ich die Tür zu und suchte den Lichtschalter. Weiteres, tiefes Stöhnen. Als ich den Lichtschalter fand und drauf drückte, erhellte sich der Raum und ich konnte meine Lebensmittel sehen, wie sie mich mit glasig, leeren Augen anschauten, als wären sie nur noch Augenblicke davon entfernt, ins Gras zu beißen. Es waren dieses Mal vier. Das machte acht Stücke Kirschkuchen für heute. Der Kirschkuchen war jedes Mal so ein Aufwand und die Lebensmittel immer begrenzt, dass ich nur eine bestimmte Anzahl davon backen konnte. Manchmal waren es nur zwei. Manchmal zehn.

Ich ging zu dem Schrank mit den Spritzen. In ihrem Inneren eine durchsichtige Flüssigkeit. Ich drückte sie etwas nach unten, bis ein paar Tropfen der Flüssigkeit raustrat und meinen Finger runterliefen. Ich wischte es an meiner Schürze ab und ging zu meinem ersten Lebensmittel, das dort festgebunden war, damit es ja schön an seinem Platz blieb. Es starrte mich an. Verzweifelt und in Schmerzen. Ich achtete nicht drauf. So sahen sie mich immer an. Ich brauchte ja nur meine Zutaten, dann waren sie ja nutzlos. Ich rammte die Spritze in eine bestimmte Stelle und drückte die Flüssigkeit in die Haut des Lebensmittels. Es stöhnte auf. Versuchte mich sogar wegzukicken aber ich wusste, dass sie das jedes Mal versuchten, also wich ich aus. Ich holte die Schüssel für die Sahnezutat zu mir und wartete ich bis die Flüssigkeit seine Wirkung tat. Jetzt konnte ich meine Zutat für die Sahne holen. Den Teil mochte ich nie. Ich umfasste das fleischige Ding und drückte runter und lies es los. Ich schaute tapfer weg, hielt aber die Schüssel vor dem Lebensmittel hin, damit die Zutat in die Schüssel landete und nicht auf mir. Das Lebensmittel stöhnte erneut. Tat es immer bei der Prozedur. Dann bekam ich auch die Zutat in meine Schüssel. Zufrieden sah ich sie an. Heute konnte ich viel Sahne machen. Ich stellte die Schüssel ab und ging zu der Wand mit den Messern. Dort nahm ich mir eins und ging zurück.

Ich ging auf die Knie und schaute auf das fleischige Etwas, das nach der Zutatproduktion rumbaumelte. Das Lebensmittel hatte sich wieder eingefangen und versuchte wieder mich zu treten. Es traf meinen Kopf und ich verlor fast das Gleichgewicht. Das sollte mir nicht mal nochmal passieren. Ich bestrafte das Lebensmittel mit einem saftigen Schlag in die Flanke und es krümmte sich vor Schmerzen. Sollte es ruhig. Es hatte mich bei meiner Prozedur gehindert. Wieder auf den Knien nahm ich mein Messer zur Hand und schnitt erstmal rasch das fleischige Ding weg. Es war immer so muskeldurchzogen, sodass das Abschneiden zum Kraftakt wurde. Das Lebensmittel schrie sich die Kehle wund. Versuchte mich wie davor wegzutreten, doch dieses Mal war ich nicht so fahrlässig. Ich hielt die Schläge aus. Sie taten nur ein wenig weh. Das fleischige Ding war ab und fiel klatschend zu Boden. Durchtränkt in seinem eigenen Blut, das durch die feinen Adern des Stückes auslief. Nun waren endlich die Kirschen dran, die die Krönung meines Kirschkuchens sind. Mittlerweile brachte das Lebensmittel nur ein klägliches Wimmern zustande. Ich tastete nach den hautartigen Beuteln, wo meine Kirschen versteckt waren und fing an, die zwei kleinen Beutel vom restlichem Lebensmittel abzutrennen. Weiteres Blut sickerte aus den Beuteln und störte mich die Kirschen aus dessen rauszupulen. Dann sah ich sie. Prall und saftig. Sowie meine Kundschaft sie mochten. Ich stand auf und lies mein Lebensmittel einfach ausbluten. Es war eh jetzt nicht mehr zu Nutzen. Die Kirschen legte ich sorgfältig auf den Tisch, der neben dem Schrank mit den Spritzen stand. Dann waren die nächsten Lebensmittel dran, bis ich acht wunderschöne Kirschen hatte. Jetzt konnte ich endlich backen.

Die acht Kirschen und die Sahnezutat legte ich auf den Backstubentisch und fing an zu backen. Das war mein allerliebster Teil. Es machte mir einfach so Spaß zu backen und das merkte meine Kundschaft auch. Sie sagten immer, ich wäre immer mit Herz an der Sache und das pushte mich immer hoch, sodass ich immer schnell mit dem Backen fertig war und schnell das Geschäft öffnen konnte. Den unfertigen Kuchen steckte ich in den Backofen und machte mich dran, die Sahne zu machen. Ich mischte alles zusammen und hatte daraufhin eine wunderbar, luftige Schlagsahne erschaffen. Dann kam die Kirschfüllung. Nun musste ich noch warten, bis der Kuchen fertig war, um ihn dann abkühlen zu lassen

Als der Kuchen fertig war und bereits nicht mehr warm war, schnitt ich ihn durch und verteilte das Kirschgelee über den Kuchen und legte die andere Kuchenhälfte wieder drauf. Dann spritzte ich acht große Sahnerosetten auf den Kuchen und bestückte sie jeweils mit einer der acht Kirschen, die ich zur Seite gelegt hatte. Dann noch etwas Kirschsaft rüber und fertig war er. Mein Kirschkuchen Ich stellte sie nach draußen und schloss die Tür auf, wo meine Stammgäste schon auf mich warteten.

Alles nur Frauen.

-KnifeNight

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