
Die Nacht macht mir keine Angst…
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Als ich geboren wurde, hatten meine Eltern Angst um meine Gesundheit gehabt, da ich so viel schlief, erzählen sie mir immer. Es stimmt, dass ich einen starken und oftmals langen Schlaf hab, aber auch nur, weil ich mich nicht vor irgendwelchen Hirngespinsten fürchte. Ich liebte es sogar, Creepypastas vorm Schlafengehen zu hören, nur um diesen kleinen Nervenkitzel zu bekommen, wenn der Leser die Stimme verstellt oder Hintergrundgeräusche einbaut.
Meine Freunde kommen gar nicht auf diese Geschichten klar, da sie schon bei Slenderman Angst bekommen. Es ist doch echt absurd, dass ein Monster in einem Anzug steckt. Ich denke, ihr wisst schon, wie diese Geschichte ausgeht, da ich sie ja hier poste und es tut mir Leid wegen diesem Schreibstil, aber wenn ich es einfach schreiben würde, hättest du schon die nächste Story angeklickt. Oder etwa nicht?
Vor drei Nächten, am Mittwoch dem 23.5.14, bin ich spät abends nach Hause gekommen, da ich vorher bei Freunden war. Als ich um ungefähr 2:00 ankam, haben meine Eltern schon geschlafen. Ich war so müde, dass ich gleich schlafen wollte, ohne mir noch etwas anzuhören. In jener Nacht hörte ich aber so ein Kratzen an meiner Wand, welches immer wieder auftauchte. Ich dachte, dass ich mehr getrunken haben muss, als mir bewusst war, da kein Baum nah genug rankam, um die Wand kratzen zu können. Ich war aber dann doch zu benebelt, um mir weitere Gedanken darüber zu machen.
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war dass Fliegennetz, welches vor meinem Fenster hing, weg, weil ein Eichhörnchen auf die Wand gesprungen ist, sich beim Klettern darin verharkt hat und dass abgerissen ist. Das Eichhörnchen ist neben dem Netz nicht gesehen worden, man sah aber einige Blutspuren an der Absturzstelle. Es muss sich noch irgendwie in den gegenüberliegenden Park gerettet haben.
Die Nacht darauf hab ich mit meinen Eltern einen Film geguckt und bin danach schlafen gegangen. Ich wollte mir grade die Kopfhörer ansetzen, da hörte ich so ein nerviges klopfen an meinem Fenster. Ich dachte, es waren Fliegen, die jetzt ohne das Netz gegen das Fenster rammen. Ich hörte mir grade die Creepypasta mit dem russischen Schlafexperiment an, gelesen von GermanCreepypasta. Doch, grade nachdem ich 2 Minuten gehört habe, tauchte ein Klirr-Sound
auf, welches nicht in die Geschichte passte. Ich fand das eigenartig, doch schenkte dem dann weniger Beachtung.
Ein kurzes „Popp“ Geräusch trat auf und unterbrach die Creepypasta. „Du hörst nicht zu.“, sagte eine Stimme. Ich hab nicht verstanden, worum es geht, doch als ich die Augen öffnete, starte mich etwas an, mit dem abgetrennten Kabel der Kopfhörer in der rechten, knochig dürren Hand. Ich konnte die Augen nicht sehen, denn sie waren von einer rot getönten Fliegerbrille verdeckt. Dieses Wesen hatte ein Umhang, welcher ganz zerfleddert war, sodass man hindurch auf die Organe sehen konnte.
„Es macht mir keinen Spaß, wenn meine Opfer mich nicht hören.“ Wenn du kurz vor deinem Tod bist, verläuft durch dein Adrenalin alles in Zeitlupe ab. Ich zog das Kabelende, welches in meinem Handy steckte, raus und stach mit dem Klinkenstecker in die Organe des Monsters. Es stöhnte und ich sprang aus dem Bett auf, doch das Wesen packte mich am Arm und zog mich ans Fenster heran. Ich holte zu einem Schlag aus und erwischte es am Kopf. Seine Hand lies mich los, aber nicht ohne mir eine Wunde am Arm zuzufügen. Ich stieß es mit ganzer Kraft aus dem Fenster und rammte mir dabei noch den anderen Arm in ein Glassplitter. Meine Eltern stürmten ins Zimmer und sahen das kaputte Fenster, meine verletzten Arme und das Blut am Boden. Sie dachten, ich hätte versucht, Suizid zu begehen und schicken mich nächste Woche in eine Psychiatrie. Ich schreibe deswegen diesen Text noch, bevor ich noch mit Medikamenten zugeschüttet werde, bis ich den Verstand verliere. Ich bin grade im Krankenhaus und werde hier von Wachmännern betreut, die vor der Tür stehen. Mir macht mein Schicksal nichts aus. Was mich aber fürchtet, ist die Nacht und das Klopfen, welches ich grade an meinem vergitterten Fenster höre…