CreepypastaKurzPlottwitst

Mein heimlicher Schwarm

Seit ich sie das erste mal sah, war ich verliebt in sie gewesen. Es war vor etwa zwei Monaten, es schien als ob sie etwas dort am Wegrand verloren hätte und ich beschloss meinen Spaziergang zu unterbrechen um ihr zu helfen.
Ich fragte sie, was sie denn verloren hätte. Daraufhin hob sie ihren Kopf und warf ihr wunderschönes braunes Haar zur Seite. Ihre großen blauen Augen guckten mich verwundert an und sie sagte, dass sie nach ihrem Haargummi suche.

Nun, als wir den Gummi dann kurze Zeit später fanden, bedankte sie sich bei mir und schlenderte fröhlich davon. Leider war es nicht möglich gewesen ihre Handynummer zu bekommen, oder mehr zu sagen als den eigenen Namen.

Von diesem Tag an ging ich jedes mal zur selben Uhrzeit am selben Ort vorbei. Ich war unsterblich verliebt in sie. Aber kein einziges mal in mehr als zwei langen Monaten bekam ich sie zu Gesicht. Wahrscheinlich hatte sie nur einen Freund besucht, den sie nur sehr selten im Jahr sah. Aber ich wusste dass ich die Liebe meines Lebens nicht aufgeben konnte, nicht so schnell.

Das Schicksal meinte es wirklich gut mit mir! Als ich neulich wieder dort vorbei ging sah ich sie – nicht weit von der Stelle an der wir uns das erste mal sahen. Mein Herz begann immer lauter und kräftiger zu klopfen. Dort war sie.
Sie saß auf einer Parkbank, den Kopf gesenkt auf ihr Smartphone. Ich nahm all meinem Mut zusammen und setzte mich unauffällig neben sie auf die Holzbank.

Zuerst schien es, als würde sie mich überhaupt nicht bemerkt haben, doch als ich dann ein lächelndes “Hallo” von mir gab, schaute sie zu mir. Sie blickte mich mit forschenden Augen an und lächelte schließlich zurück. Offensichtlich erinnerte sie sich an mich!
Tja zu meinem Erstaunen erinnerte sie sich wohl doch nicht. Sie fragte misstrauisch wer ich sei. Ich antwortete, dass wir uns schonmal gesehen hatten und ich sie zufälligerweise wiedererkannt habe.

Während ich sie in ein Gespräch verwickelte, versuchte ich ihre Eltern oder ein Elternteil zu erspähen. Weit und breit niemand außer ein paar schreienden Kindern am Spielplatz zu sehen… Ich fragte sie beiläufig mit wem sie hier war. Sie meinte dass ihre Mutter kurz zu einer Freundin müsse und sie hier nur wartete. Sie richtete ihren Blick wieder zurück auf das Handy. Ich schaute kurz zu meinem Van rüber, der sich nicht weit weg von unserer Bank befand, und griff tief nach den Fesseln in meiner Jackentasche.

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