
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Seit 20 Jahren bin ich nun schon Auftragskiller. Ich arbeitete stets für den, der am meisten zahlte. Mir hat es nie etwas ausgemacht, Menschen zu töten. Mir war es egal, ob sie Familien hatten. Mich interessierte nur das Geld, das nicht gerade wenig war. Und für meinen nächsten Auftrag sollte ich mehr als genug davon bekommen.
Mein Ziel war ein Priester. Ich wusste nicht, warum mein Auftraggeber seinen Tod wollte, aber es kümmerte mich auch nicht. Ich war den ganzen Gottesdienst lang anwesend. Er sollte sterben, wenn niemand außer mir noch da war. Diese Messe langweilte mich sehr. Am liebsten hätte ich ihn sofort erschossen, das hätte aber zu viel Aufmerksamkeit auf mich gelenkt.
Endlich wurde er fertig. Ich wartete in der letzten Reihe auf den perfekten Moment. Mit meiner schallgedämpften Pistole schoss ich ihm in sein linkes Auge.
Tage später ging ich auf seine Beerdigung. Mir bedeuteten meine Opfer zwar nichts, aber trotzdem stand ich jedes Mal an ihren Gräbern. Mir ist nie klar geworden, wieso. Nachdem alle Leute gegangen waren, trat ich an das Grab heran. Plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, die etwas flüsterte und dann verschwand. Ich hielt es bloß für Einbildung, doch dann kam sie wieder. Diesmal schrie sie: „Hast du mir nicht zugehört? Ich sagte, dass du für alles büßen wirst! Für alles!“ Ich konnte nicht zuordnen, ob diese Stimme von einem Mann oder einer Frau kam. Aber das war das Letzte, über das ich nachdenken sollte. Ich fuhr mit einem Taxi zurück in mein Hotelzimmer und redete mir ununterbrochen ein, es sei nur ein Traum. Die Stimme ließ mich nicht in Ruhe. Sie wurde immer lauter, bis sie ein schreckliches Kreischen war. Ich befahl dem Taxifahrer, er solle anhalten, was er auch sofort tat. Ich gab ihm sein Geld und stolperte in eine leere Gasse. Das Kreischen ließ mich nicht mehr in Ruhe.
Ich schrie! Um mich herum war auf einmal alles schwarz. Vor mir stand eine mottenähnliche Kreatur. Ihre Stimme war die, die ich zuvor auf dem Friedhof hörte. Sie sagte, dass es nun Zeit sei, um zu zahlen. Die Kreatur verschwand. Um mich herum standen nun 52 Männer, die genau so aussahen, wie ich. Ich hatte in meinem Leben genau 52 Morde begannen und nun sollte auch ich 52-mal sterben. Während ich diese Qualen erlitt, hörte ich das widerwärtige Kreischen der Mottenkreatur.