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Pokemon Heavens Blue & Hells Red

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Hallo. Mir fällt es wirklich schwer, diese Wörter niederzuschreiben, aber ich bin mir sicher, dass ich damit nachfolgenden Generationen… helfen werde.

Ich weiß gar nicht so Recht, wo ich anfangen soll. Ich war damals ein ganz normaler, 17 jähriger Junge. Ich hatte besondere Begabungen mit Computern, ich war sogar bereits teilangestellt bei einer Firma, die Mikrocontroller für die Medizin entwickelt. Das ist aber eine andere Geschichte… Zumindest hatte ich auch eine extreme Vorliebe für das Spiel Pokemon, über das ihr sicherlich alle Bescheid wissen solltet. Eines Nachmittags wurden mir meine üblichen Editionen Rubin und Saphir zu langweilig, weswegen ich im Internet nach anderen Editionen suchte. Ich suchte speziell nach Editionen, die es in Deutschland gar nicht zu erhalten gab und speziell für Japan entworfen waren. ich stieß dann auf zwei Geschwistereditionen namens „Heaven’s Blue“ und „Hell’s Red“. Da mich die Namen ansprachen, suchte ich weiter nach diesen Spielen – vergebens. Nirgends im Netz gab es Informationen zu diesen Spielen. Nirgends. Nur auf einer japanischen Seite, wo ich die Schrift jedoch nicht entziffern konnte und Google nur Quatsch ausspuckte, gab es Infos über das Spiel, und man konnte auch bestellen. Sie versendeten sogar weltweit. Rein aus Neugier bestellte ich mir beide Editionen und 14 Tage später fand ich sie in meiner Packstation. Ich schob zunächst das Spiel Heaven’s Blue in meinen Game Boy Advance.

„Willkommen, Maik Hauer.“

stand groß auf dem Bildschirm. Moment… Woher wusste das Spiel meinen Namen? Dazu auch noch meinen vollen Namen? Der Rest des Intros war ein ganz normales Pokemon Intro, nur dass das Spiel keine Informationen wie Name und Geschlecht haben wollte. Auch das Spiel selbst war von der Grafik her wie jedes andere Pokemon gestaltet. Nach dem Intro bekam ich von meiner Mutter die erste Aufgabe, doch Joshua zu besuchen. Er war wohl irgendwie ein Freund, keine Ahnung, darüber wurde nichts gesagt. Nicht mal wurde mir gesagt, wo er überhaupt wohnte, wo ich also hinmusste. Nachdem ich jedes Haus durchkämmt hatte in dieser Stadt, jedoch erfolglos blieb, beschloss ich, aus der Stadt rauszugehen. Der Ausgang wurde von einem kleinen, rothaarigen, Mädchen blockiert, die mich anschrie als ich rauswollte.

„HEY! DU DA!“

stand auf dem Bildschirm.

„Da drüben geht gerade richtig was ab, schau mal!“

sagte das Mädchen zu mir und meine Spielfigur bewegte sich von allein weiter. Ich sah ein riesiges, rotes Pokemon gegen eines ebenfalls riesiges, hellblaues Pokemon kämpfen. Das Blaue gewann. Ich ging von allein zurück zum Mädchen, das dann zu mir sagte:

„Wow! Hast du das gesehen? Das waren Satanus und Illus, die zwei Pokemon, die Hölle und Himmel beherrschen! / Illus hat Satanus tatsächlich bezwingen können. / Ich glaube, damit ist die Hölle nun wohl ausradiert aus dieser Welt! / Jetzt müssen wir keine Angst mehr haben vor der Hölle.“

So langsam verstand ich die Story nicht mehr. Ich beendete das Spiel und schob Hell’s Red in meinen Gameboy ein. Auch hier begrüßte mich das Spiel persönlich mit meinem Namen, was ich nach wie vor extrem verwunderlich fand. Der Spielablauf war exakt der Selbe. Doch diesmal gewann nicht das hellblaue Pokemon, Illus war glaube ich sein Name, sondern Satanus. Auch hier ging ich zurück zum Mädchen.

„Wow! Hast du das gesehen? Das waren Satanus und Illus, die zwei Pokemon, die Hölle und Himmel beherrschen! / Satanus hat Illus tatsächlich bezwingen können. / Ich glaube, damit ist der Himmel nun wohl ausradiert aus dieser Welt! / Jetzt müssen wir keine Angst mehr haben vor dem Himmel.“ 

„Was zum…?“ dachte ich mir. Die wollte doch nicht ernsthaft mal freiwillig in die Hölle? Doch aufeinmal bekam ich einen extremen Jumpscare. Nachdem das Mädchen fertig geredet hatte, erschien auf einmal groß und breit das Gesicht eines kleinen, blutigen Mädchens auf meinem Gameboy. Das Gesicht verschwand nicht, also beschloss ich, den Gameboy neuzustarten.

Als ich die Spielwelt wieder betrat, spawnte ich jedoch nicht an meinem alten Speicherpunkt. Oben links in der Anzeige stand „Satanus‘ Tower – E1“. Ich war wohl durch einen Bug irgendwie hierher gekommen… Ich beschloss einfach, ein wenig umherzulaufen, bis ich eine Treppe fand. Ich ging durch sage und schreibe 665 Etagen. Ganze 30 Minuten habe ich gebraucht. Die nächste Etage war durch… eine unsichtbare Wand versperrt. Ich konnte die Treppe nicht betreten. Erst jetzt bemerkte ich, dass die nächste Etage die 666. sein würde. „Bestimmt Zufall“ dachte ich. Da ich unbedingt wissen wollte, um was es sich hierbei handelte, kramte ich mein altes Nintendo GBA Developer Kit raus. Dieses Kit war damals zu den Gameboy Advance Zeiten für Entwickler gedacht, da man hiermit Spiele entwickeln konnte. Ich benutze es hauptsächlich, um den Source Code von anderen Spielen anzuschauen.

Ich steckte also den Adapter in meinen Computer und die Pokemon Hell’s Red Karte in diesen. Ich startete meine Entwicklungsumgebung und zog mir sämtlichen Source Code auf meine Festplatte. Es waren exakt 666 Dateien, die eine Gesamtgröße von 666 Megabyte hatten (entpackt, als GBA gepackt hatte sie nur eine Größe von 63 MB). Jetzt wurde mir tatsächlich mulmig. Gleich 3 mal die Zahl des Teufels… In einem solchen Spiel… „Bestimmt ein extrem verstecktes Easter Egg“ dachte ich und suchte nach der Datei für den Satanus‘ Tower. Ich fand sie auch direkt. MAP_SATANUSTOWER.class war ihr Name, die ich auch so gleich öffnete. Mit jeder Etage zählte diese Datei zwei Zahlen hoch… Klar, eine war für die Nummerierung der Etagen, aber für was war die zweite Zahl? Ich konnte sie nirgends im Source Code wiederfinden, sie war eigentlich nutzlos. Sie wird zwar hochgezählt, aber nie verwendet. Nach einigen Berechnungen kam ich auf das Ergebnis, dass diese Zahl in der 666. Etage den Wert 680790780840760790790750660650670750 erreichen würde. Ich fand das extrem mysteriös, da das doch einfach ressourcen-verbrauchend wäre. Ich befasste mich ein wenig mit der Zahl. Nach jeder zweiten Ziffer folgte eine 0. Die Zahlen standen im Rahmen von 65 bis 84. Was mir direkt einfiel, war die ASCII Tabelle. Die ASCII Tabelle schreibt für jeden Buchstaben und für jedes Zeichen eine einheitliche Zahl vor. Die Zahlen für Großbuchstaben befanden sich im Rahmen 65 bis 90:

http://www.torsten-horn.de/techdocs/ascii.htm

Ich versuchte einfach mein Glück und… konnte es tatsächlich entschlüsseln. Entziffert man jede Doppelzahl, kommt man auf das Ergebnis DONTLOOKBACK. „Don’t look back“? Jetzt verstand ich die Welt nicht mehr. Ich suchte im Code nach der Stelle zwischen der 665. und der 666. Stelle, da ich hier ja nicht weiterkam. Tatsächlich gab es gar keinen Übergang zwischen diesen beiden Etagen. Die 666. Etage war unerreichbar. Ich entschloss mich dazu, einfach einen Übergang zweier anderer Etagen zu kopieren, um das Betreten der 666. Etage möglich zu machen. Nachdem ich das Ganze auf eine weitere leere GBA Einheit kopiert hatte, da ich die Originale nicht überschreiben wollte, schob ich diese Einheit in meinen Gameboy und das Spiel startete normal an meinem Ausgangspunkt – in der 665. Etage. Tatsächlich war es mir nun möglich, die Treppe zu passieren. Als ich oben ankam, war das tatsächlich das Ende der Treppe. Keine weiteren Etagen. Hier war Schluss. Nun erschien tatsächlich der Wert, den ich zuvor als DONTLOOKBACK entschlüsselt hatte. Er erschien in einem roten Font, der mir irgendwie Angst machte, über dem ganzen Bildschirm. Hinter meiner Figur wurde die Welt auf einmal dunkel. Wenn ich meine Figur drehte, wurde jeweils die andere Seite der Welt, die nun hinter mir lag, dunkel. Ich konnte also nicht hinter mich sehen. In dieser Etage gab es nichts außer einen einzigen Gang, den ich nun lang ging. Er war extrem lang und ich begegnete auf meinem Weg keinem einzigen Pokemon, doch… auf dem Weg erschien immer wieder das Bild von dem blutigen Mädchen, welches ich ganz am Anfang sah. Immer in kürzeren Zeitabständen, bis es jede Sekunde erschien und am Ende dauerhaft. Ich bewegte die Spielfigur jedoch hinter dem Bild noch weiter. Nach einem kurzen Augenblick verschwand das Bild. Und der Gang. Ich stand in einem riesigen, dunklen Saal und nur wenige Meter vor meiner Spielfigur stand: Satanus. Das Pokemon, was sich zuvor noch mit Illus duelliert hatte. Ich ging automatisch auf ihn zu, bis mein Bildschirm auf einmal komplett dunkelrot wurde. In schwarz geschrieben erschien dann:

„Jene Person, die es schafft, den Höllenmeister Satanus zu fangen und in einem Pokeball zu wahren, dem möge die Wahrheit offenbart und ewiges Reichtum gegeben werden.“

Der Text verschwand und ein Kampf gegen Satanus begann. Aber… Ich hatte doch noch nicht mal Pokemon! Stattdessen kämpfte ich mit Ash höchstpersönlich gegen Satanus. Ash hatte nur einen einzelnen Lebenspunkt, während Satanus… genau… 666 hatte. Es sah so aus, als hätte ich keine Attacken, da alle vier Slots für die Attacken „N/A“ hießen. Doch ich konnte diese auswählen. Ich dachte jedoch daran, dass ich Satanus fangen musste, und wenn ich jetzt angreifen würde, würde ich ihn entweder töten oder er mich, da ich ja nur einen HP hatte. Ich warf also einen Blick in meinen Rucksack. Ein einzelner, ganz normaler Pokeball war enthalten. Voller Hoffnung warf ich ihn – und tatsächlich fing ich Satanus. Mein Gameboy wurde schwarz und schaltete sich aus. Ich konnte ihn auch nicht mehr anschalten. Doch irgendwie spürte ich einen warmen, gemütlichen, leichten Windstoß auf meinem Nacken. Immer und immer wieder. Ich wollte meinen Nacken kratzen, doch als ich meine Hand hinter meinen Kopf beugte, berührte ich etwas. Es war extrem heiß, so dass ich vor Schmerzen meine Hand in meinen Mund stopfen musste, ich musste sie irgendwie schnell kühlen. Ich drehte mich um, um zu sehen, was dort war. Ich sah in das Antlitz von Satan höchstpersönlich.

„Maik Hauer…“ stöhnte er, wie als ob er von Schmerzen gequält wäre. „Warum? Warum hast du das getan?“ fragte er mich. Ich konnte keinen Ton hervorbringen. „WARUM?“ schrie er mich an. Ich hatte Angst, wie noch nie zu vor. Ich konnte mich nicht bewegen. Ich fiel in Ohnmacht…

„Maik? MAIK? Wach doch bitte auf!!!“ war das Nächste, was ich hörte. Ich wachte in einem Krankenhaus auf und schaute an mir runter. Ich war von Wunden übersäht. „Frau Hauer? Können wir bitte mal unter 4 Augen sprechen?“ fragte ein Arzt, worauf meine Mutter schrie, dass ich aufgewacht sei. Der Arzt hatte es jedoch eilig. Ich hörte aus dem Gang heraus: „Wie es scheint, ist ihr Sohn stark depressiv. Er hat sich in der letzten Nacht wohl mehrmals selbst verbrannt.“

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