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ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Die Realität ist nur die Hülle. Sie ist störend, hält mich von IHR fern. SIE will, dass ich sie zerstöre, durchdringe. Sie mit Leben füttere. Mein Verstand wirkt unecht, doch bin ich mit jeder Faser von ihm darauf bedacht IHR zu gehorchen, IHR Ziel zu erreichen. Ich fand SIE eines Nachts, in einem Pesthauch, der durch das Haus zog. SIE wartete im Keller auf mich. Ich stieg herab, schweißgebadet und zitternd, wohl des Hochsommers bedacht, der draußen gegen die Wände drückte. Seit Tagen lag ich im Fiebertraum, doch das, was nun passierte, war echt. Ich lag oben, in meinem Schlafzimmer, unfähig mich zu rühren. Das Laken klebte an mir, der Gestank von Erbrochenem lag in der Luft. Das Selbige unter dem Bett. Ich weiß nicht, was es ist, doch habe ich Todesangst. Ich kann nicht anders, ich schlage immer wieder mit dem Kopf auf den Boden. ES soll weggehen. Ich weiß nicht, was ES ist, doch es ist dort. Geifernd und atmend schlurft ES durch das Haus. Ich will schreien, doch ich kann nicht. Soll ES mich holen, was immer ES auch ist. Ich sehe alles durch einen Nebel. Ich krieche zur Tür, will sie öffnen doch etwas hält mich davon ab. Ich will nicht sehen was dort hinter ihr lauert. Wieder schlage ich mit dem Kopf auf den Boden, in der Hoffnung, ohnmächtig zu werden, zu sterben. Dass dies kein Traum ist, weiß ich, seit ich mir das Messer ins Bein gestochen habe. Der Schmerz war jedoch nicht unangenehm, er war geradezu erfrischend. Ich wollte Hilfe holen, telefonieren. Doch nur Stille, als ich den Hörer nehme und den Notruf wähle. Nicht einmal ein Freizeichen. Die Fenster sind schwarz, schwärzer als die Nacht. Selbst der Hammer vermag sie nicht zu brechen. Ich finde mich auf dem Boden meines Todes wieder. Schreiend. Lachend. Weinend. Masturbierend. Erbrechend. Und manchmal sogar tot. DOCH WARUM LEBE ICH NOCH? Ich sah meinen Körper, vor Angst gestorben.
Dann schlage ich die Augen auf. Ich lebe. Und dann höre ich SIE. Ihre Worte sanft und doch grausam. Eine Stimme, nicht von dieser Welt, in meinem Kopf. Ich taumele durch die Wohnung, schlage gegen Wände doch SIE IST NOCH DA!! Das Hawaiihemd, das ich trage, ist nass vom Schweiß. Nicht feucht, nass. Als ob es durch die Ozeane der Welt gezogen worden wäre. IHRE Stimme hört nicht auf zu flüstern. Ich will nicht hinhören. Will sie verdrängen. Doch ich muss es. Das, was durch das Haus zog, ist weg. Wo ES ist, vermag ich nicht zu sagen. Mir ist es einerlei. Ich will die Stimme hören, die mir alles sagt. Alles. Ich gelange zur Kellertreppe, stoße sie auf und stürze fast die Treppe herunter. Dann ist SIE da. SIE sitzt nicht, SIE schwebt oder liegt nicht. SIE ist einfach da. Und sieht mich an. Aus tausend toten Augen, ausgestochen und blutleer. Hautlos ist IHR Körper. Und formlos. Keine Menschenform und auch nicht die eines Tieres. Es ist eine waberne tentakelartige Fleischmasse. Gehäutet, tot und wunderschön. Ich lächele. SIE ist es. Es ist die Mutter.
Folge den Bussarden.