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Sleepless Eternity IV: Sündenfall des Todesengels

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Kapitel 1: Das Ende beginnt

Seltsame
Wendungen. Er hat mir alles genommen. Meinen besten Freund. Das Mädchen, das
mir wie eine Schwester war. Die Frau, die ich liebte. Und doch steht er als
Verbündeter neben mir. Hat mich gerettet. Mich aus der tiefsten Illusion
gerettet. Mir einen Teil seiner endlosen Macht geschenkt. Damit ich dieses
unheimliche Wesen vor mir bezwingen kann. Falsch. Damit wir es zu zweit tun
können.

„Bereit,
Sleepless?“, fragt Something Worse mich musternd. Nicke ihm zu. Bin
angespannt und zugleich zuversichtlich. Durch diese Macht in mir und dem
größten Übel der Galaxis als Verbündeten, ist der Sieg beschlossen.
„Dann leg los. Es ist dein Kampf. Ich gebe dir nur Rückendeckung.“,
sagt er und geht einige Schritte zurück. Seufze.  Dann wohl doch alleine. Egal. Blicke Reborn
Sin entschlossen an. Werde Lars befreien.
Sprinte auf ihn zu. Mein Skalpell im Anschlag. Reborn Sin bewegt sich nicht.
Schaut mich nur an. Grinst diabolisch. Während ich auf ihn zulaufe, hole ich
nach hinten aus. Werde zustechen, wenn ich ihn erreiche. Über links. Reborn Sin
kichert. Man kotzt er mich an.

Steche zu.
Ins Leere. Reborn Sin ist meinem Angriff geschickt ausgewichen. Was zur Hölle!?
Ein Zufall! Trete hart zu. Mein Bein wird aufgehalten. Er hält es fest und
beginnt es mir umdrehen zu wollen. Kann es gerade noch wegziehen, bevor er es
brechen kann. Was zur Hölle geht hier vor sich!? Kann er meine Angriffe
voraussehen?
„Vergiss nicht, was er getan hat, Sleepless.“, sagt Worse hinter mir.
Meine Augen weiten sich. Gewissheit erreicht meinen Geist. Schaue Worse an.
 „Meinst du etwa-“

„Genau!“,
beginnt Reborn Sin mit unmenschlicher Stimme. Mein Blick gilt wieder der
Kreatur. Hass liegt in meinen Augen. Grenzenloser, ungezügelter Hass.
„Ich leihe mir die Kraft von Lars aus. Es ist so, als würde er gegen dich
kämpfen. Wie fühlt es sich an? Gegen sein eigenes Alter Ego antreten zu müssen,
Sleepless?“, vollendet er amüsiert seinen Spott. Erwartet er Angst? Oder
Zurückhaltung!?
Beginne laut zu lachen. Herzhaft und verspottend. Schaue ihn von oben herab an.

„Dass du Lars benutzt bedeutet nicht, dass ich gegen ihn antrete. Das
Einzige, wogegen ich kämpfe, bist du, Missgeburt!“, erwidere ich boshaft
lächelnd. Er weiß nicht, was in mir schlummert. Zugegeben. Es wird schwer gegen
ihn zu kämpfen, wenn er meine Bewegungen vorhersieht. Doch nicht unmöglich! Was
er nicht weißt. Bin der Einzige, der die vollkommene Schwäche meiner eigenen
Macht kennt.

„Worse?“,
frage ich, ohne ihn anzublicken.
„Hm?“, kommt mürrisch zurück.
„Gib mir Rückendeckung!“, fordere ich kalt. Er schnaubt. Ich grinse.
Gehe langsam auf Reborn Sin zu. Mal sehen, was diese neue Kraft bewirkt. Reborn
Sin springt nach rechts. Kurze Zeit später verzerrt sich die Luft an der
Stelle, an der er eben noch stand. Ein Impuls. Der Boden bebt leicht. Bin
gleich da. Sin stößt sich gezielt von der Wand ab. Kurz darauf schlägt der
Impuls ein Loch in die Wand. Einige kleinere Steine bröckeln von den Wänden.
Grinse breit. Er steht nun direkt vor mir. Greife mit einer unheimlichen
Schnelligkeit an sein Gesicht. Die Kugel hat mich auch schneller gemacht. Und
genau das ist die Schwäche von Lars. Er ist nicht multitaskingfähig. Meine
Vermutung hat sich bewahrheitet. Meine Hand ist auf Sins Gesicht gepresst. Er
schreit auf.
„Was tust du da!?“, brüllt er hasserfüllt. Seine Stimme klingt nun
tiefer als ohnehin schon. Fast schon dämonisch. Fühle, dass mich ein gewohntes
Gefühl überkommt.

„Raphael?“,
fragt mich eine bekannte Stimme aus meinem Kopf. Muss reflexartig lächeln.
„Willkommen zurück, Lars.“, begrüße ich mein Alter Ego. Reborn Sin
stößt mich ungewöhnlich stark weg, sodass ich ins taumeln gerate. Schaue auf
meine linke Handfläche. Das Pentagramm ist weg. Verstehe. Dafür war es da.
Worse, dieser Teufel. Es sollte Lars entziehen.
Schaue kurz zu ihm. Worse beobachtet mich grinsend mit verschränkten Armen.

„Du
hast Lars wieder. Doch das ändert gar nichts! Ich werde dich vernichten und
danach ist Something Worse dran.“, brüllt Reborn Sin außer sich. Oh. Habe
ihn wohl wütend gemacht.
„Du kannst es gerne versuchen.“, spotte ich.
„Pass auf. Schlag von…beiden Seiten?“, warnt Lars irritiert.
Plötzlich steht Reborn Sin direkt vor mir und zwei Fäuste, die aus dem Nichts
aufzutauchen scheinen treffen mit voller Wucht in mein Gesicht. Falle unsanft
zu Boden. Einige spitze Steine ritzen sich in meinen Arm.
Die dunkle Wiedergeburt steht über mir. Blickt auf mich herab.
„Roll dich weg. Impuls kommt!“, spricht Lars. Reagiere, ohne groß
nachzudenken. Rolle mich zur Seite, kurz danach implodiert die Luft um Reborn
Sin.

„Vergiss
nicht, dass ich auch noch hier bin.“, sagt Worse kalt. Stehe wieder vom
kalten Boden auf. Reborn Sin hat den Angriff unbeschadet überstanden. Ich renne
wieder auf ihn zu. Er dreht sich zu mir. Sein Grinsen kotzt mich an. Will es
ihm aus der Fresse prügeln. Meine Faust trifft mitten in das Hassgesicht. Immer
wieder. Meine Schläge prasseln in sein Gesicht, wie Regentropfen auf den Boden.
Es tut sich was. Er keucht.
„Vorsicht. Schlag von hin-„, will Lars mich warnen, als mich dumpfer
Schmerz von meinem Hinterkopf packt. Knicke ein. Binnen einer Sekunde hat sich
mein Feind vor mir in Rauch aufgelöst. Er ist schneller als Lars.
„Du bist stärker geworden. Doch lass uns diesen Kampf zu zweit zu Ende
bringen!“, spricht Reborn Sin düster und packt seine Hand auf meinem Kopf.
Schlagartig stehen wir an einem anderen Ort.

Kapitel 2: Einseitiger Kampf

Der Vollmond
schenkt der Nacht ein mattes Licht. Der sanfte, frische Wind lässt meine Haare
leicht wehen. Schaue mich um. Von dem Ort kann man über eine Stadt sehen. Kann
nicht beurteilen, ob es die ist, in der ich mich vorher befunden habe. Glaube,
dass wir auf einem Dach stehen. Hier soll also der Kampf fortgeführt werden?
Von mir aus.
„Worse wird dir nicht weiterhelfen können. Ich habe dafür gesorgt, dass er
dich nicht mehr aufspüren kann.“, erklärt Reborn Sin düster. Grinse breit.

„Nur du und ich. Bringen wir es endlich zu Ende!“, rufe ich grinsend.
Ziehe meine Skalpelle.
„Lars. Halt dich raus. Will das hier alleine beenden.“, füge ich
murmelnd hinzu. Lars gibt sein Ok.
Reborn Sin steht ohne Vorwarnung vor mir. Seine Faust trifft auf meinen Bauch.
Kann gerade noch rechtzeitig anspannen. Entgehe dadurch schlimmeren Schmerzen.
Mein Skalpell sticht in seinen Arm, dessen Faust mich gerade getroffen hat.
Mein Feind knurrt wütend und aus dem Nichts schnellen zwei Fäuste, die aus
purer Finsternis zu bestehen scheinen, auf mich zu. Im letzten Moment kann ich
der ersten Faust ausweichen, doch die zweite streift mein Gesicht. Ein Tritt
trifft mein Becken mit barbarischer Wucht. Knirsche mit den Zähnen. Darf mich
nicht unterkriegen lassen.
Mein Skalpell verfehlt sein Gesicht. Doch sein Schlag das Meine nicht. Gehe
wieder zu Boden.

„Ich
habe mich getäuscht. Selbst mit der Macht von Dheunos bist du ein
Niemand!“, spricht Reborn Sin verächtlich. Er ist überheblich. Wie es
Worse war. Atme schwer. Meine Muskeln brennen vor Anstrengung. Der Schmerz
betäubt meinen verschwitzten Körper. Habe Probleme mich zu bewegen. Balle meine
Fäuste. Werde an meinen Haaren hochgezogen. Stoße schmerzgepeinigte Laute aus.
Reborn Sin blickt mir in mein Gesicht.
„Du bist minderwertig, Sleepless. Das warst du schon immer. Seit Dheunos
dir deine Liebsten nahm. Sei froh, denn jetzt vereine ich dich mit ihnen! Leb
wohl…“, sagt mein Feind. Seine Hand formt sich zu der Spitze einer
Klinge. Spüre, wie sie sich durch meine Bauchdecke bohrt. Sich den Weg durch
meine Innereien sucht, wie ein Parasit.
Spucke Blut auf den Boden. Mein Kopf senkt sich. Kälte überkommt meinen
starren, tauben Körper.
„Gib nicht auf, Raphael!“, höre ich Lars‘ Stimme. Doch sie scheint
unendlich weit entfernt zu sein. Es tut mir Leid. Am Ende. War ich schwächer
als alle anderen. Jämmerlich. Wenigstens sehe ich Alice, Sunny und Einauge
wieder. Mein Körper fällt hart zu Boden. Ein sanftes Lächeln breitet sich auf
meinem Gesicht aus, als sich meine Augen ein letztes Mal schließen. Wohltuende
Schwärze überkommt mich.

Kapitel 3: Todesengel

„Memme!“,
sagt eine weibliche, emotionslose Stimme ganz Dicht an meinem Ohr. Eine Stimme,
die ich sehr vermisst habe.
„Lass ihn in Ruhe. Er ist dabei zu sterben. Zieh ihn nicht noch auf
damit.“, kontert eine zweite, ebenfalls bekannte Stimme, an meinem anderen
Ohr.
Öffne langsam meine Augen. Liege auf dem Rücken. Schaue in die Gesicht zweier
schemenhafter, junger Damen. Ist das eine Illusion!? Dort über mir, blicken die
Schemen von Sunny und Alice auf mich hinab. Sie sehen aus wie in meiner
Erinnerung. Keinen Tag gealtert. Alice trägt ihre Verbände und ihren grauen
Pullover. Sunny hat ihre Narben im Gesicht. Und ihren Metallarm.
„Seit wann gibst du auf?“, fragt Sunny neutral. Kenne sie gut genug
um zu wissen, dass es ihre Art von Sarkasmus ist. Lächele sie an.
„Lass dich nicht töten. Du hast immer noch eine Chance.“, sagt Alice
lächelnd. Habe keine Kraft um zu sprechen. Wo ist Einauge? Warum kann ich nur
euch zwei sehen?

Aber wie?
Wie kann ich Reborn Sin besiegen? Sunny holt etwas aus meiner Tasche hervor und
hält es mir vor die Augen. Die violette Kugel leuchtet heller als je zuvor.
Verstehe. Sie ist es, die mir das gerade zeigt.
„Du bist ein Todesengel. Das wurde schon in deinem Namen festgelegt.
Raphael.“, sagt Alice sanft. Sie haben Recht. Vollkommen Recht. Sunny legt
die Kugel in meine Hand. Mit einem Mal wird aus der Kälte, die eben noch
vorgeherrscht hat, pure Wärme. Wärme und Macht. Macht, die ich noch nie zuvor
gespürt habe. Doch eines weiß ich mit Sicherheit. Im Moment bin ich dabei, die
vollkommene Macht der Kugel zu entfachen. Es fühlt sich großartig an.

„Wir waren niemals weg, denn auch nach unserem Tod, waren wir immer an deiner
Seite. Und wir können nur vermuten, dass Worse etwas damit zu tun hat.“,
spricht Sunny zum ersten Mal fast liebevoll.
All meine Schmerzen vergehen. Rappel mich auf. Sehe Reborn Sin ungläubig
starren. Bin wieder da.

Noch etwas
verändert sich. Etwas will aus meinem Rücken ausbrechen.
„Lass es zu.“, sagen Sunny und Alice im Chor. Nicke grinsend. Etwas
bricht aus meinem Rücken hervor. Es fühlt sich befreiend an.
„Was zum Teufel passiert gerade!?“, brüllt Reborn Sin fassungslos.
Greife mit meinen Händen zur Seite und schlage mit dem, was aus meinem Rücken hervorgebrochen ist. Blicke kurz nach hinten um mich zu vergewissern. Grinse[[Datei:IMG-20141103-WA0003.jpg|thumb|358px|Der Todesengel erwacht
by 13NeKo13]]
Reborn Sin danach boshaft an.
Schwarze Flügel sind entstanden. Nicht irgendwelche Flügel. Schwarze
Engelsflügel. Lache schallend auf.
„Wie ironisch oder? Der bösartige Mörder mit der gespaltenen
Persönlichkeit bekommt Engelsflügel“, sage ich amüsiert.

Kaum habe
ich diese Worte ausgesprochen, stoße ich mit mit den Flügeln aus. Blitzschnell
bin ich bei Reborn Sin. Bevor er reagieren kann trifft meine Faust sein
Gesicht. Er taumelt zurück.
„Was-„, beginnt er überfordert. Doch zu mehr kommt er nicht. Ein
zweiter Schlag gegen seine Kehle tauscht seine Worte gegen röcheln. Seine Lippe
ist aufgeplatzt und schwarzes Blut fließt seinem Gesicht hinunter.
„Du hättest mich niemals unterschätzen dürfen. Das war auch Worse‘
Fehler.“, erkläre ich boshaft lächelnd und mit einem Flügelschlag erhebe
ich mich vom Boden. Schwebe flügelschlagend über Reborn Sin.
„Was du nie sehen konntest. Einen Todesengel kann man nicht einfach so
umbringen. Auch wenn ich nicht an so einen Mist glaube. Werde immer ein Mensch
mit übernatürlichen Fähigkeiten sein. Doch jetzt, in diesem Moment, bin ich das
ultimative Geschöpf.“, erkläre ich und setze wieder am Boden ab. Nur um im
nächsten Moment ohne Vorwarnung auszutreten.
Treffer. gegen sein Knie. Unfreiwillig kniet er vor mir nieder. So gefällt mir
das.
„Elender Bastard! Du bist ein wertloser Mensch. Erhebe dich nicht über
mich. Ich bin etwas Besseres!“, brüllt Reborn Sin. Er ist eindeutig
besiegt. Seufze.

„Beende
es.“, sagt Sunny, die neben mir steht, im emotionslosen Tonfall.
„Er hat es nicht anders verdient“, fügt Alice hinzu, die auf der
anderen Seite steht. Schaue sie beide nostalgisch an. Für Sin muss es so
aussehen, als würde ich Luft anschauen. Mir egal.
Packe unsanft den Kopf meines Feindes.
„Warte Sleepless! Übereile nichts! Wir können gemeinsam die Wel-„,
jammert er, doch sein Satz wird nie vollendet, denn ein lautes Knacken
symbolisiert das Brechen seines Genicks. Sein Körper zerfällt augenblicklich zu
Asche.
„Im Angesicht des Todes betteln sie alle um ihr Leben. Jämmerlich!“,
spreche ich kalt, als ich von oben herab auf die Asche schaue.

Kapitel 4: Nachgeplänkel

Lautes
Klatschen. Muss mich nicht umdrehen, um zu wissen, wer da klatscht.
„Also hast du es letzten Endes doch geschafft.“, sagt Something Worse
anerkennend. Schnaube kurz verächtlich.
„Offensichtlich.“, erwidere ich kühl und drehe mich nun doch zu
meiner Nemesis um. Unsere Blicke treffen sich.
„Wie hast du mich gefunden? Dachte, dass Reborn Sin das verhindert
hat.“, frage ich ihn neugierig. Er winkt mit einer lässigen Geste ab.
„Er hat meine Wahrnehmung gestört, sodass ich dich nicht mehr wahrnehmen
konnte, doch durch sein Ableben, hast du das rückgängig werden lassen.“,
erklärt der Angesprochene achselzuckend.
„Und du hast sogar, während des Kampfes, einen Satz Engelsflügel bekommen.
Nicht schlecht.“, fügt Worse grinsend hinzu und mustert meine
schwarzfedrigen Flügel.

„Kann außerdem Sunny und Alice schemenhaft erkennen. Als ob ich nicht auch
so schon als vollkommen psychisch krank dargestellt werde.“, scherze ich.
Worse grinst noch breiter.
„Ja. Ich habe extra für dich die Seelenfragmente von Alice und Sunny in
die Kugel geschickt. Einauge habe ich gelassen, weil ich dich nicht überfordern
wollte. Reicht, wenn du die beiden ab jetzt permanent sehen kannst. Andere
Menschen, die diese Kugel annehmen, können sie nicht sehen. Sie sind eigens für
dich da.“, erklärt Worse amüsiert. Er macht sich ein Spaß daraus, mit mir
zu spielen. Wichser! Seufze. Muss wohl damit leben. Doch mit einer anderen
Sache kann ich nicht leben…

„Jetzt
rede Klartext, Worse. Warum hast du mir die Kugel wirklich gegeben. Nicht
einmal ein Blinder nimmt dir ab, dass du es aus purer Sensationsgeilheit und
Faulheit getan hast.“, spreche ich nun noch kälter. Wir sind bei Weitem
keine Freunde. Er beginnt aufzulachen und schaut mich nun diabolischer als je
zuvor an.

„Ach Sleepless,
dir kann man wirklich nichts vormachen oder?“, beginnt Worse sarkastisch
und schaut nun hoch zum leuchtenden Vollmond.
„du bist der gefürchtetste Killer der Welt! Aber selbst du bist nicht
unsterblich! Und wenn du irgendwann nur noch Staub unter der Erde bist, werden
andere die Kugel entdecken. Die Macht die sie jedem Menschen verleiht. Du weißt
genauso gut wie ich, wie Menschen auf diese Übermacht reagieren!“, erklärt
Worse finster lächelnd. Dachte ich es mir doch. Lache kurz auf. Worse schaut
mich neugierig an.

„Was
ist daran so amüsant?“, fragt mein Lieblingsfeind.
„Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich nach meinem Tod die Kugel
irgendeinem normalen Menschen zukommen lasse. Noch lange vor meinem Tod, wird
sie dem neuen „Messias“, Alex Nadezha, gehören. Er ist naiv. Er ist
kindisch. Doch er wird der Macht nicht erliegen. Er weiß damit umzugehen.“,
erwidere ich nicht minder kühl. Habe mir bereits einen Plan ausgearbeitet, was
mit der Kugel geschehen soll.

Nun ist es
Worse, welcher laut zu lachen beginnt.
„Auch Alex wird nicht ewig leben! Mit den Generationen wird die Existenz
der Kugel bekannt werden! Ich konnte die Menschheit nicht vernichten, aber das
wird sie ganz alleine schaffen! Ein kleines, rundes, violettes Ding wird einen
Weltkrieg auslösen! Und wenn diese Welt sich selbst in Asche gelegt hat, werde
ich mir diesen Teil meiner Kraft zurückholen!“, spricht Worse mit
ausgebreiteten Armen.

„Dann
viel Spaß beim Warten. Wir sehen uns kurz vor meinem Ableben, Worse. Dann sei
bereit, ein letztes Mal gegen mich zu kämpfen.“, kontere ich grinsend. Er
erwidert mein Grinsen. Und verschwindet. Es ist zwar nichts zu sehen, doch sein
lautes, boshaftes Lachen ist noch eine kurze Zeit zu hören. Lebe wohl. Nemesis.
Grinse breit und starre in den weiten Sternenhimmel. Selten so einen
beruhigenden Anblick gesehen.
„Und was jetzt?“, fragt Lars in meinem Kopf interessiert. Kichere
kurz.
„Du kennst die Antwort bereits. Wir werden den Messias aufsuchen und
danach weiter mordend durch die Welt ziehen.“, erwidere ich. Lars lacht.
„Klingt nach einem Plan.“, kommt noch von Lars, bevor ich mich auf
meinen Weg begebe.

Epilog: Das Ende am Anfang

„Und
diese Kugel ist wirklich ein Teil von Dheunos‘ Macht?“, fragt mich der
blonde Messias schockiert. Seufze. Dieser Kerl ist echt ein Jammerlappen. Wie
der es zu solch einem Sieg gegen meine Nemesis geschafft hat, wird mir immer
ein Rätsel bleiben. Ein Mensch wie er, hat sich mit der ganzen Menschheit
verbinden können, um Something Worse zu besiegen.
Habe monatelang nach ihm gesucht und ihn dann in einem kleinen Vorort in
Deutschland ausfindig machen können.
Sitze in seiner Hütte. An einem Tisch, mit seiner rothaarigen Gespielin und ihm
selbst. Er hat sich in den 5 Jahren kein bisschen verändert. Mustere ihn
gelangweilt.

„Ja.
Worse war wieder auf der Erde und hat sie mir „geliehen“. Er will,
dass Kriege um diese Kugel geführt werden. Und wer kann besser mit der
Verantwortung einer solchen Macht umgehen, als der „Messias“!?“,
erwidere ich amüsiert und lehne mich entspannt zurück. Die beiden
Turteltäubchen tauschen unsichere Blicke aus. Eine Weile herrscht Stille, bis
ich mich von meinem Platz erhebe. Keine Lust mehr auf diese Menschen. Darf sie
nicht umbringen und sonderlich interessant sind sie auch nicht.
„Pass nur auf, dass dein Rotschopf hier keine eigenen Pläne für diese
Macht entwickelt.“, sage ich amüsiert und wende mich zum Gehen.

„Arschloch.“,
stößt sie hervor. Grinse breit.
„D-Danke, Sleepless. Ich hoffe, dass du deinen Menschenhass eines Tages
besiegen kannst. Die SCP würde dich sicher noch als Offizier aufnehmen.“,
sagt Alex unsicher. Drehe mich ein letztes Mal um und lache ihn laut aus. Hätte
nicht gedacht, dass er sich an das Angebot erinnert.
„Mein Hass auf die Menschheit wird nie versiegen. Lebt wohl und betet,
dass mich niemand auf euch beide ansetzt, denn mit ein bisschen Glauben an die
Menschheit könnt ihr vielleicht den Schlappschwanz Worse vernichten, aber
keinen echten Mörder.“, sage ich bedrohlich sanft und verlasse das Haus.

Spaziere bis
zur Nacht durch den Wald, um in die Stadt zu gelangen.
„Wird das nicht ein wenig einsam, wenn du wieder auf eigene Faust
losziehst? Was ist mit Lucy oder Vergo? Bilde doch ein Team mit ihnen.“,
schlägt Lars vor. Amüsanter Gedanke. Denke eine kurze Zeit darüber nach. Dann
schüttele ich meinen Kopf.
„Alles was ich brauche, habe ich. Du allein nervst mich schon oft genug.
Da brauche ich keine zusätzliche, physische Belästigung.“, erkläre ich
grinsend. Lars lacht amüsiert auf.
„Die Rothaarige hat Recht. Du bist ein Arschloch.“
„Und verdammt stolz drauf“, ergänze ich Lars‘ Aussage kichernd.[[Datei:IMG-20141215-WA0000.jpg|thumb|254px|Sie werden immer bei mir sein.
by Sunny]]

Wir stehen
am Ende des Waldes und sehen uns in einiger Entfernung einer neuen Stadt
gegenüber. Mein Ende ist noch lange nicht gekommen. Brauche keine physische
Unterstützung. Und außerdem…Sunny und Alice werden immer bei mir sein. Und
auch wenn ich Einauge nicht sehen kann, wird auch er immer bei mir sein. Werde
nie wieder alleine sein. Und jetzt. Zeit eine neue Stadt als Jagdrevier ins
Visier zu nehmen.
Das ganze wird wohl nie ein Ende nehmen. Was soll’s. Könnte mir keine bessere
Beschäftigung wünschen.
Langsam und bösartig lächelnd schreite ich auf die Stadt zu…

Ende…

Lord Maverik

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