
Süßes Verlangen [German Creepypasta]
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Mühsam und gequält erhob ich mich von dem kalten Steinboden, auf dem ich wieder einmal nächtigen musste.
Dank des Lichteinfalls, der mich durch eine Dachluke geweckt hatte, konnte ich mühelos feststellen das bereits der siebte Tag hier angebrochen war.
Sieben Tage schon.
Eingesperrt in diesem Raum.
Es gab ein Waschbecken mit fließendem klarem Wasser und eine Toilette, womit schon mal zwei Grundbedürfnisse abgedeckt waren. Darüber hinaus gab es hier aber so gut wie nichts. Bis auf die fest verschlossene massive Tür, durch die ich vermutlich hier reingeschleppt wurde, und ein kleiner Teller auf dem eine Frucht lag. Die Frucht sah seltsam aus. Eine Form, die ich noch bei keinem Obst zuvor gesehen hatte. Sie wirkte schon fast „menschlich“. Von ihr ging ein so verführerischer Duft aus, dass ich sie am liebsten bereits am ersten Tag gekostet hätte, jedoch hielt mich ein Papierschild vor dem Teller noch davon ab.
Das Schild trug die Aufschrift: „Essen auf eigene Gefahr!“.
Inzwischen war mir das aber schon fast egal.
Mein Magen schmerzte und ich spürte schon, wie ich immer schwächer wurde. Außerdem hatte sich mein „Gastgeber“ noch nicht EINMAL blicken lassen. Wer wusste schon wie lange ich hier noch bleiben müsste.
Gegen Abend war es dann so weit.
Mein Hunger übernahm die Kontrolle und ich machte mich über diese süße „verführerische fremde“ Frucht her. Sie war das köstlichste, was ich je gegessen hatte.
Satt und zufrieden ließ ich mich auf den Boden nieder und von Glücksgefühlen umsorgt schlief ich schließlich ein.
Schmerzen weckten mich in der Nacht. Alles, aber auch wirklich alles in meinem Körper schmerzte. Das Mondlicht, welches sich durch die Luke kämpfte, bahnte sich seinen Weg zu mir so das ich ein wenig davon sehen konnte was passierte. Meine Gliedmaßen.. sie.. sie begannen zu verschrumpeln und zu schrumpfen. Und auch der Rest meines Körpers schien sich ihnen anzuschließen. Ein erfrischend fruchtiger Geruch machte sich in dem Raum breit, während ich mich auf Handballgröße zu verkleinern schien.
Als der Schrumpfprozess endete, endeten auch die Schmerzen.
Ich konnte noch alles sehen..
Alles riechen..
Alles fühlen..
Aber mich bewegen oder sprechen konnte ich nicht mehr…
Als die Sonne aufging, öffnete sich knackend die Tür. Ein alter Mann mit weißer Kutte und ebenso blasser Haut betrat den Raum. Er blieb direkt vor mir stehen und schaute auf mich herab. „So knapp mein Junge.. so knapp…“ raunte er mit verbrauchter Stimme. Der Mann schaute zur Tür und sprach mit schnipsenden Fingern weiter „Vielleicht schafft es das nächste Opfer ja mal die GANZE Woche“.
Und während zwei muskulöse Kerle den Raum betraten, um eine bewusstlose Frau hinein zu tragen, hob mich der Alte vom Boden auf und platzierte mich.. auf dem Teller.
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