GeisteskrankheitKreaturenMittelMord

Timerider

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Timerider

1769

Ich war 16 Jahre als es passierte. Ich war ein relativ normales Mädchen, lebte in einem Dorf in welchem vielleicht 300 Leute lebten. Mein Vater, ein hochgewachsener Braunhaariger Mann mit gleichfarbigen Augen, arbeitete als Tischler. Er war ein strenger Mann, aber wenn man etwas gut machte, zeigte er durchaus Anerkennung.

Schon immer wollte ich ihn stolz machen, allerdings war das bei mir so eine Sache… Ich hatte weiße Haare und rote Augen, Vater nannte mich Monster. Heute weiß ich das ich ein Albino bin… hätte ich das nur eher gewusst. Wenn es nach meinem Vater ginge, wäre ich schon längst unter der Erde. Dort, wo mich niemand sehen würde. Er versteckte mich im Haus, sagte, dass die Menschen mich, ebenso wie er, töten wollen würden. Er hatte Recht, wie ich inzwischen weiß…

Der Tag, welcher mein Leben verändern würde war der Tag, an dem ich meinen ersten Mord beging. Mein Vater war schon früh in seiner Werkstatt, sodass ich über den Markt musste um zu ihm zu kommen. Ich durfte das Haus zwar nicht verlassen, aber was sollte schon passieren? Ich zog mir ein braunes Kleid an und band meine Haare zu einem Zopf hoch. Auch nahm ich mir noch einen Umhang und zog mir die Kapuze tief ins Gesicht. Ich rannte über den Markt, darauf bedacht, dass niemand mich sah. Nach fünf Minuten kam ich an seiner Werkstatt an und wurde prompt angeschrien als mein Vater mich erkannte.

„Was fällt dir ein, aus dem Haus zu kommen?! Was, wenn dich jemand sieht, oder schlimmer noch, wenn mich jemand auf dich anspricht?!“

Ich war verletzt, zeigte es aber nicht.

„Vater…“

„NENN MICH NICHT SO!“

„Ich will doch nur,dass du stolz auf mich bist…“

„Wieso sollte ich auf etwas wie dich stolz sein?“

„Auf etwas wie… wie mich?“

Ich war verwirrt… warum sagte er etwas?

„Ja auf etwas, du Monster. Mit diesen Augen kannst du unmöglich ein Mensch sein!“

Ich hatte damals gedacht, dass er mich nur beleidigen wollte… damals war ich so versessen darauf, ihn stolz zu machen, das ich nochmals fragte wie ich ihn stolz machen könnte woraufhin ich mir eine Schelle gefangen hatte. Ich wurde angewiesen zurück ins Haus zu gehen, was ich auch wirklich tat. Ich wollte meinen Vater nicht noch weiter verärgern. Ich verzog mich in meinem Zimmer und kramte Stifte und Papier zusammen. Ich wollte meinen Vater stolz machen, aber wie?

Ich kritzelte ein bisschen herum und überlegte, bis mir die Idee kam. Er sagte mir vor langer Zeit, dass Tischlern eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe ist, die ein Mädchen bzw. eine Frau niemals bewältigen könnte. Ich würde ihn vom Gegenteil überzeugen. Ich hatte einen Entschluss gefasst, ich würde etwas komplett Neues erschaffen.

Es wurde langsam Abend und bald würde ich losziehen um alles was ich brauchen würde zu besorgen. Ich zog mir eine Braune Hose und ein braunes Hemd mit Gürtel an und stabilere schwarze Schuhe. Auch nahm ich einige Seile und Messer mit, genauso wie ein langes Stoffstück welches ich als Knebel verwenden könnte.

Gut gelaunt spazierte ich also im Schutz der Dunkelheit durch das Dorf.

„Die Zeit läuft ab, für Menschen so knapp, ich werde euch holen!“

Ich kicherte. Das war sowohl aufregend für mich als auch gefährlich für meinen Vater. Er hatte immer gesagt, wenn ich jemanden töten sollte, dann nur mich selbst. HA! So ein quatsch, dann kann ich mich selbst ja nicht mehr verarbeiten! Ich schüttelte belustigt meinen Kopf, als ich stockte. Zwei betrunkene Männer wankten vor mir auf dem Weg. Sie hatten mich noch nicht bemerkt, lustig… Ich kicherte und erinnerte mich an den vorhin gesummten Spruch.

„Die Zeit läuft ab, für Menschen zu knapp, ich werde… dich holen!“

Die zwei Betrunkenen drehten sich verwirrt um und erschraken, als sie meine Augen sahen.

„Ei-ein Dämon!“

Ich kicherte

„Fast…“

Ich kam näher und die beiden fingen an zu rennen. Als ob sie entkommen würden! Ich warf eins meiner Messer auf einen der beiden woraufhin er zu Boden ging. Der andere rannte einfach weiter… soll er doch. Ich hockte mich vor den Mann und lächelte leicht.

„Ich habe vor meinen Vater zu beeindrucken. Hilfst du mir freiwillig?

Er sah mich wütend an.

„Vergiss es du Schlampe! Ich werd mich doch nicht von ´nem Weib entführen lassen!“

Ich seufzte.

„Na dann eben anders…“

Schneller als der Mann reagieren konnte war er gefesselt und geknebelt… sehr schön. Ich schleifte ihn zu Vaters Tischlerwerkstatt, er war nun nicht mehr hier.

„Weißt du… Vater hält mich für ein Monster, aber ich bin keins… oder?“

Der Mann sah mich ungläubig an und ich lachte leicht.

„Es mag für dich zwar im Moment unglaubwürdig sein, aber du bist seit über zehn Jahren der erste Mensch mit dem ich, außer natürlich Vater, reden kann. Ich genieße das grade verstehst du? Kommunikation, auch wenn sie nur einseitig ist.“

Er schluckte und ich lächelte glücklich.

„Mein Name ist übrigens Alyshia Pain“

Er riss seine Augen auf.Ich grinste ihn an und nahm mir nun ein Messer.

„Ich werde dich wahrscheinlich gleich töten, aber das ist dir vermutlich bewusst…“

Er wurde wieder panisch.

„Ich habe gelesen, das Pain auf Englisch Schmerz bedeutet… tja, dann ist der Name wohl Programm.“

Ich lächelte nochmal bevor ich anfing den Mann zu häuten.

Er schrie, es wurde vom Knebel gedämpft… schade eigentlich. Der Mann verlor Arme und Beine und auch die Organe entnahm ich ihm.

„Ich hab mal gelesen, dass Menschenfleisch ähnlich wie Hühnchen oder Rind schmecken soll… ob das stimmt?“

Ich zuckte mit meinen Schultern und löste das Fleisch von den Knochen und begann mit meiner Arbeit. Es war anstrengend die Knochen in ihre gewünschte Form zu bringen, doch letztendlich stand vor mir ein Thron mit einigen hölzernen Elementen und ein Überzug aus der gegerbten Haut des Mannes zierte den Thron. Zur Krönung war an der Lehne der Schädel des Mannes befestigt. Mein Thron war, meiner Meinung nach, wunderschön. Vater konnte da doch nur stolz sein!… oder? Seine Reaktion zeigte sich am nächsten Morgen. Er weckte mich mit einem Tritt und einem Schrei. Ich stöhnte vor Schmerz und stand auf.

„Was hast du getan du Monster?!“

Ich war verwirrt.

„Gefällt er dir nicht? Er ist für dich. Ich habe lange dafür…“

Er unterbrach mich wütend.

„Das sind Knochen! Du Dämon hast jemanden getötet!“

„Für dich! Ich dachte…du wärst endlich stolz auf mich.“

Vater sah mich an als wäre ich wahnsinnig.

„Ich wusste, ich hätte dich töten sollen… dann hole ich das jetzt eben nach!“

Er griff nach einem Hammer und holte aus.

„Du willst mich töten?“

Er sagte nichts und holte nur wieder aus. Ich wurde getroffen.

„Das reicht jetzt!“

Sein nächster Schlag ging ins Leere. Ich stand schnell auf und starrte Vater an.

„Du willst wirklich deine eigene Tochter töten?!“

Er schnaubte auf.

„Du warst nie meine Tochter!“

Ich nickte.

„Na dann kann ich dich ja auch töten“

Er holte wieder mit dem Hammer aus nur mit dem Unterschied, dass er mitten in der Bewegung einfror. Ich kicherte leicht.

„Schockstarre?“

Er wollte sich offensichtlich bewegen, allerdings funktionierte das ziemlich schlecht.

„Das hab ich gestern gelernt. Nachdem ich die Organe und das alles beseitigt habe ist das aufgetaucht, und weißt du was? Menschenfleisch schmeckt tatsächlich wie Hühnchen“

Geweitete Augen waren die Reaktion des Eingefrorenen.

„Wie wäre es, wenn du auch kostest?“

Er wirkte nun wieder panisch. Ich wollte gerade seine Starre auflösen als ich Stimmen von draußen hörte.

„TÖTET DEN DÄMON! TREIBT IHN AUS! BRENNT DAS HAUS NIEDER!“

Ich lachte leicht.

„Na dann… ich hab wohl Fans.“

Ich ging zur Tür und sah beinahe das ganze Dorf vor mir. Ich kicherte belustigt und murmelte:

„Die Zeit läuft ab für Menschen zu knapp… Ich werde euch holen“

Ein paar Menschen verstanden und zuckten zurück als sie meine Augen sahen. Ich hob meine Hände als würde ich mich ergeben… natürlich.

„Mein Name ist Pain… Alyshia Pain und es freut mich euch endlich alle kennen zu lernen“

Ich lächelte.

„TÖTET DAS MONSTER!!!“

Mein Lächeln verblasste… Vater hatte also doch recht… Das nächste was geschah, passierte wie in Trance. Ein Massaker vom allerfeinsten, eröffnet von mir. Letztendlich blieben nur zwei Kinder übrig. Ein Junge und ein Mädchen. Ich hockte mich vor sie.

„Geht in die umliegenden Städte und Dörfer. Sagt allen… Die Zeit läuft ab, für Menschen zu knapp… Timerider wird euch alle hohlen…“

Viele Jahre waren seit damals vergangen. Die Welt hatte sich weiter entwickelt und ich wurde von den meisten vergessen, doch… ich war ein Diener der Zeit… meine Zeit lief noch nicht ab.

*

Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"