
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Insasse 431: Robert Hadackis
Hinrichtung durch: Elektrischer Stuhl
[…]
Ich ließ die Machete fallen. Dickflüssiges, dunkelrotes Blut lief meine Fingerspitzen hinunter. Meine Ärztin sagte einmal, ich könne nichts mehr fühlen. Aber in diesem Moment wurde ich eins mit Gott und der Welt. Die Zeit stand für einen kurzen Augenblick still und ich merkte, dass ich das erste Mal seit 10 Jahren wieder traurig sein konnte.
Trauer, ein schönes Gefühl, wenn man mal so überlegt. Kein anderes Gefühl beschert uns so viel Stärke wie Trauer. Kein anderes Gefühl lässt uns so sehr wachsen wie Trauer. Kein anderes Gefühl reduziert die Menschheit so sehr wie Trauer.
Ich schaute mich um. Überall umgekippte Tische und Stühle. Auf dem Boden Blutlachen, fast schon in gottgleicher Anordnung. Blutspritzer zierten die Tafel und verwandelten sie in ein Gemälde, das seinesgleichen suchte. Langsam ging ich zur Tür und machte das Licht aus. Es dämmerte an diesem kalten Herbsttag. Ein letzter Sonnenstrahl schien auf das Gesicht des leblosen Mädchens und hüllte es in eine Symbiose aus Glück und Erlösung.
Ich schaute auf meine Hand, die mittlerweile voller Blut war. Eigentlich dachte ich, dass man Blut nicht riechen würde, aber das Klassenzimmer roch wahrlich nach frischem Eisen, als ich mir die Finger ableckte und der Geschmack des Blutes meine Zunge kitzelte.
Im Hintergrund leise Schreie und Schritte, die nur von Sirenen übertönt wurden. Aber sie liefen eh nur vom Tod davon. Ich beneide die Schüler und die Lehrerin dieser Klasse, die jetzt ihre Ewigkeit und Erlösung gefunden haben, ihren Sinn des Lebens.
Ich öffnete wieder die Tür des Klassenzimmers. Eine Träne lief meine Wangen hinunter. Die erste Träne seit 10 Jahren. Ich war traurig. Traurig, dass ich noch nicht die Erlösung finden durfte, wie diese Klasse.
Meine Mission war noch nicht vorbei, sie ist nie vorbei. Aber nun – wo ich kurz davor bin, zu sterben – gehe ich mit einem Lächeln.
(Auszug aus: School_massacre_ HM_School_Confession_04092009.mp4 )