
Der Zaubertrick – Mit einem Paukenschlag!
ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.
Zaubertrick!
Sondermeldung: In Santa Carmilla-Hospital in … wurde in der Nacht vom 21. zum 22. Mai eine schwangere Frau eingeliefert, die Opfer eines Geisterfahrers auf dem Highway geworden ist, welcher sie mitten auf der Fahrbahn erfasste und mehrere Meter mit sich zerrte. Was die Frau auf dem Highway gemacht hat, ist nicht bekannt. Sie verstarb im Santa Carmilla kurz nach einem Notkaiserschnitt, bei dem sie zwei kleinen Jungs, die an der Rippe zusammengewachsen waren, das Leben schenkte. Die Kinder konnten ohne großen Aufwand voneinander getrennt werden und sind wohlauf. Derzeit fahndet die Polizei nach Informationen über die Verstorbene …
Jasper lag auf seinem Bett und hörte den strömenden Regen an die Scheibe hämmern. Er hatte Fieber und lag nun seit nunmehr einer Woche fast unentwegt herum. Mom sagte, dass sich das schon wieder geben würde, aber er bezweifelte, dass es normal für einen Fünfzehnjährigen war, wegen einer recht unerwarteten Nachricht zusammen zu brechen und mit 40° Fieber im eigenen Bett aufzuwachen, mit der heulenden Mutter links, dem Arzt rechts und Dad, der an der Tür stand und noch immer wie vom Donner gerührt schien, weil er der eigentliche Verursacher der ganzen Geschichte gewesen war.
Die endlosen Bekundungen darüber, wie leid es ihm tat und dass er es niemals auf diese Weise hatte zur Sprache bringen wollen, wenn er es denn überhaupt jemals gesagt hätte, gingen Jasper zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus. Er konnte es sich sparen. Kein Wort konnte das entschuldigen und auch wenn er eine Menge Scheiße in letzter Zeit verbockt hatte, war das noch lange kein Grund dafür, sein ganzes Leben aufschäumen und zusammenfallen zu lassen.
Jasper hatte ruhig, wie jetzt auch, dagelegen, während der Doktor seine Brust abgehört und Mom mit tränenfeuchtem Gesicht seine schlaffe Hand geküsst hatte. Wie gern er ihr hätte sagen wollen, dass er doch nicht im Sterben lag, aber seine Zunge war schwer gewesen und der dicke Nebel in seinem Kopf wollte ihn wieder in den Schlaf ziehen.
„Es ist alles in Ordnung, Mrs Kyle. Er wird schon wieder. Ich verordne strenge Bettruhe und in ein paar Tagen schaue ich noch einmal vorbei. Bei Problemen zögern Sie bitte nicht mich zu kontaktieren.“, hatte der Doktor gesagt und war gegangen. Es hatte keine Probleme gegeben, abgesehen von der bisweilen heftig wirkenden Langeweile, hatte Jasper nichts zu beklagen, denn die meiste Zeit über schlief er.
Der Schlaf zog auf. Er konnte die Uhr danach stellen, wie er wieder wegdämmerte, seine Lider schwer wurden und sein heißer, schwitzender Körper matt in dem weichen Bett ruhte, ohne Spannung, ohne Willen sich zu rühren.