GeisteskrankheitKlassische PastaKurzSchockierendes Ende

Die Lungenheilstätte

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Jedes Jahr verbrachte ich die Sommerferien mit meinen Eltern an ein und demselben Ort. Jedes Jahr machten wir in einer Ferien- und Erholungsanlage mitten in einem Fichtenwald urlaub. Es machte immer viel Spaß und in all den Jahren habe ich viel erlebt. Ich ging im Wald spazieren, spielte Fußball, oder lag in meinem Bett einfach so da und las, doch… eine Sache gab mir immer wieder ein merkwürdiges Gefühl. Meine Eltern erzählten mir vor einigen Jahren, dass diese Ferienanlage, in welcher wir so viel erlebt haben, früher als Lungenheilstätte diente, um Tuperkulose erkrankten Kindern zu helfen. Dies ist erstmal nichts ungewöhnliches, viele solcher Lungenheilstätten wurden nach ihrere Schließung zu Erholungsheimen umfunktioniert, da diese stets mitten in der Natur und abseits von Zivilisation lagen. Trotzdem, es fühlte sich irgendwie komisch an, die Gänge, auf denen früher Patienten lagen, zu begehen.

Es gab ein Haus, welches als einziges abgelegen der anderen lag. Es befand sich versteckt hinter einigen Bäumen und es führte auch kein richtiger Weg dorthin. Da hinter dem Haus der einzige Fußballplatz war, kam ich oft her, um alleine etwas mit dem Ball zu spielen. Dabei fiel mir immer wieder eines auf: die Bewohner dieses Hauses waren meistens neun bis zwölf Jahre alt, trugen merkwürdige Kleider und ich konnte sie nur durch die Fenster beobachten. Sie verhielten sich eigenartig. Ich sah sie nie außerhalb des Hauses, geschweige denn im Hauptgebäude. Ich vermutete, dass es Schulklassen waren, welche mit ihren Lehrern auf Klassenfahrt sind. Diese Erklärung war für mich am plausibelsten, da die Bewohner auch recht häufig wechselten. Trotzdem, einen Lehrer, oder einen großen Bus konnte ich bisher nie beobachten.

Als ich an einem Nachmittag mal wieder mit meinem Fußball auf das Tor schoß, geschah mir ein Missgeschick. Ich traf anstelle des Tores versehentlich die Fensterscheibe des abgelegenen Gebäudes, welche daraufhin zerbrach und in kleine Scheiben zu Boden viel. Ich wollte mich zum einen Entschuldigen und zum anderen den Ball wiederholen, also rannte ich zur Eingangstür. Ich wollte sie öffnen, doch sie war verschossen. Ich klopfte mehrmals kräftig gegen die Tür, doch auch nach mehreren Minuten kam niemand um sie zu öffnen. Ich ging zu einem der Fenster, klopfte und versuchte hineinzuschauen. Das Fenster war voller Staub und Dreck. Ich musste es mit meinem Ärmel erstmal klar wischen, um durchschauen zu können. Ich erwartete hinter der Fensterscheibe einen gemütlichen Eingangsberreich mit Sitzmöglichkeiten und Tischen, wie im Hauptgebäude, doch… ich sah einen komplett leeren, verstaubten und dreckigen Raum. Die Möbel waren mit weißen Tüchern abgedeckt.

Ich musste Bescheid sagen, dass ich die Fensterscheibe zerstört habe und außerdem wollte ich meinen Ball zurück, also ging ich so schnell ich konnte zur Rezeption im Hauptgebäude. Ich schilderte dem Mitarbeiter die ganze Geschichte; von dem Ball, der Scheibe, den Kindern und dem leeren Raum. Ich fragte, ob die Schulklasse bereits abgereist sei. Plötzlich wurde der Rezeptionist ganz bleich im Gesicht und sagte:

“Es wird nicht vermietet, das Hospiz der Anlage steht seit 57 Jahren leer.”

 

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