KreaturenMittelMordTod

Die Vergangenheit von Dark Soul

Warnung vor Creepypasta

ACHTUNG: VERSTÖRENDER INHALT

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem folgenden Text um eine Creepypasta handelt, die verstörende Themen beinhalten kann, wie zum Beispiel Gewalt, Sexualisierung, Drogenkonsum, etc. Creepypastas sind fiktive Geschichten, die oft dazu gedacht sind, Angst oder Unbehagen zu erzeugen. Wir empfehlen Ihnen, diesen Text nicht zu lesen, wenn Sie sich davon traumatisiert oder belästigt fühlen könnten.

Ein kräftiger, flacher Handschlag traf Damon mitten ins
Gesicht. Ein großer, roter Handabdruck war auf seiner linken Wange zu sehen.
Dem Jungen stiegen Tränen ins Gesicht, während er mit bebenden Lippen in das
verbitterte und verhasste Gesicht seines Vaters blickte. „Du bist zu nichts zu
gebrauchen, du elendes Balg!“, schrie er ihn aus vollem Halse an, wobei er sehr
stark rot anlief. „Habe ich dir nicht gesagt, dass du deine kleine Nase nicht
in fremde Angelegenheiten stecken sollst, du dummer Wicht?!“ Seine Augen
blitzten geradezu vor Wut und Hass, den er gegenüber seinem einzigen Sohn
schürte. Verängstigt schaute er zu seiner zitternden Mutter, die in
aufgerissenen Klamotten nackt auf den Boden lag und angefangen hatte zu weinen.
Ihr Körper war mit grünen und blauen Flecken übersät. Zwar mochte Damon noch zu
jung sein, um zu verstehen, was hier vor sich ging, doch er konnte nun mit
Sicherheit sagen, dass all diese Flecken, die den Körper seiner Mutter zierten,
nicht von den „Unfällen“ abstammten, von denen ihm seine Mutter immer mit
brüchiger Stimme berichtet hatte. Urplötzlich packte sein Vater nun seinen Kopf
und stieß ihn mit aller Kraft gegen die Wand. Immer und immer wieder. Warmes,
dickes Blut rannte an seinem Gesicht hinab und vermischte sich zusammen mit
seinen heißen Tränen, die nur so in Strömen flossen. Sie ergaben einen
eigenartigen metallischen und zugleich salzigen Geschmack in seinem Mund. Obwohl
ihn höllische Schmerzen im Kopf plagten, schrie Damon dennoch nicht auf. Früher
hatte er unter Schreien und Bitten seinen Vater um Verzeihung für seine Fehler
angefleht, doch mit den Jahren, in denen er immer erwachsener wurde, begriff er,
dass so nur noch mehr Schläge und Tritte folgen würden.

Endlich ließ der grauenvolle Vater von seinem einzigen Sohn
ab und schickte ihn mit nichts außer etwas getrocknetem Brot und einer
schäbigen Blechflasche, worin sich schmutziges Wasser befand, nach draußen vor die
Tür. „Es reicht mir langsam. Du scheinst wohl nie aus deinen Fehlern zu lernen,
du Bastard! Von nun an musst du selbst zusehen, wie du mit deinem jämmerlichen
Dasein klarkommst!“ Das Letzte, was der arme Junge sah bevor er von diesem
Tyrannen fortgeschickt worden war, war das Gesicht seiner Mutter, wie sie mit
einem bitteren und enttäuschten Gesichtsausdruck zu ihm rüber schaute. Doch
diese Bitterkeit und Enttäuschung galten nicht ihrem Sohn, den sie über alles
liebte. Sie galten ihrem Ehemann, den sie für seine Taten an ihr und ihrem
gemeinsamen Sohn verabscheute. Doch hatte sie bisher unter seinem Jähzorn nie
den Mut gefunden, sich gegen ihn zu wehren oder ihr einziges Kind zu
verteidigen.

Es war ein kühler Abend, der sich mit seiner orange-roten
Abendsonne über den Horizont hinwegstreifte. Mit seiner bereits von unzähligen
Löchern umgebenen Jacke und einer viel zu kurzen Hose, für einen Herbstabend wie
diesen hier, saß er zusammengekauert hinter einem längst verlassenen Haus und
schlang sich seine Arme um die hochgezogenen Beine, um sich einigermaßen zu
wärmen. Während er dasaß und in die desinteressierten Mienen der
vorbeiziehenden Passanten blickte, überkam ihn ein seltsames Gefühl. Es war
eine eigenartige Mischung aus Hass und Sehnsucht. Hass, weil er diesen Teufel
von Vater seit 7 Jahren für seine Undankbarkeit und sein kaltes Herz auf den
Tod verabscheute. Sehnsucht, weil er wollte, dass er für seine Taten bezahlt.
Seit seiner Geburt hatte ihn sein Vater für Sachen bestraft, die im normalem
Falle jedem Kind mit 3 oder 4 Jahren passiert wären. Sei es wenn er
versehentlich Milch verschüttet oder sich mal in die Hose gemacht hatte,
weil er es nicht rechtzeitig auf die Toilette schaffte. An Letzteres
konnte sich Damon noch genau erinnern. Er wusste noch genau, wie sein Vater ihm
seine nasse und stinkende Unterhose in seinem Mund gestopft hatte und ihn samt
Kleidung in eine Wanne mit kochendem Wasser gelegt hatte. Automatisch fuhr sich
Damon nun mit den Fingern über seine Brandnarben über dem einen Arm und dieses
Gefühl in ihm wuchs noch mehr, mit jedem einzelnen Gedanken, den er an seine
Vergangenheit verschwendet hatte. Vor seinem inneren Auge stellte er sich vor,
wie er seinem Vater seine dreckige
Unterhose in den Mund stecken oder ihn mit dem Gürtel schlagen würde…
Seine Hände zu Fäuste geballt, schlug er diese voller Wut und Enttäuschung über
seine Feigheit auf den harten und schmutzigen Asphalt. „Warum kann ich mich
nicht wehren?!“, schrie er aus vollem Halse hinaus in die inzwischen dunkle
Nacht, die einzig allein von wenigen Laternen im künstlichem Licht beleuchtet
wurde. Damon senkte seinen Blick auf den Boden, damit niemand sah, dass er
wieder angefangen hatte zu weinen. Seltsame Schatten zeichneten sich auf dem
Boden ab, während auch die letzten Menschen auf dieser Straße ihren Weg nach
Hause gingen. In ein friedvolles, glückliches Zuhause mit einer netten und
warmherzigen Familie. So eine Familie, die Damon nie hatte und nie bekommen
würde… Einer der Schatten jedoch ging nicht seinen Weg entlang und verblasste
auch nicht je weiter er ging, sondern blieb direkt vor Damon stehen. Er war
viel dunkler als der dreckige, graue Asphalt. Es wirkte fast so, als würden
sich die Kontraste sehr stark voneinander abheben. „Hallo Kleiner“, hörte der
einsame Junge jetzt eine tiefe, männliche Stimme nun unmittelbar in seiner
Nähe. Sein Vater konnte es nicht sein. Dafür klang sie zu freundlich, aber wer
war es denn dann, der seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte?

Als sich Damon nun zu der Richtung umdrehte, aus der er die
Stimme vernommen hatte, schaute er einem jungen Mann mit schwarzem Umhang ins
Gesicht. „W… Wer sind Sie?“, Damons Stimme zitterte, doch es lag nicht an der
Kälte. Es war die Angst, die sich langsam in ihm breitmachte. Seine Mutter
hatte ihm immer davor gewarnt mit fremden Leuten auf der Straße zu reden. „Wenn
dich jemand anspricht, dann antworte nicht, sondern lauf,“ waren ihre Worte
gewesen, die er sich in Erinnerung zurückgerufen hatte. Wie von einer Tarantel
gestochen lief der arme kleine Junge daraufhin los. „Na wo wollen wir denn hin,
kleiner Mann?“, meinte der fremde Mann hinter ihm, doch Damon kümmerte sich
nicht darum. Alles, was er jetzt im Kopf hatte, waren die ratsamen Worte seiner
lieben Mutter gewesen: „Lauf weg, lauf weg, lauf weg!“ Jedoch kam er nicht
weit. Plötzlich blieb er gegen seinen Willen stehen. Er wollte seine Beine weiter
in Bewegung setzten, doch keine Chance. Sie gehorchten ihm nicht mehr! Auf
einmal fiel er mit dem Gesicht nach vorne und kurz darauf wurde er von einer
unsichtbaren Macht zurückgeschliffen. Sein Gesicht kratzte dabei an dem
dreckigen und steinigen Asphalt auf. Blut und Dreck, der in seinen offenen
Wunden höllisch brannte, besudelten sein einst schönes Antlitz. Damon wollte
schreien, doch er konnte nicht. Er hatte es sich schon längst abgewöhnt,
stattdessen füllte sich sein Herz immer weiter mit Hass und Rache, bis es in
vollkommender Dunkelheit eingetaucht war.

Der Fremde vor ihm grinste ein psychopatisches Grinsen. „Ja,
genau das ist es!“, rief er in die kalte Nacht hinein. „Dein Herz… es ist so
dunkel, so kalt… Deine Wut zerfrisst deine Seele… Das ist perfekt. DU BIST
PERFEKT!“ Irritiert von seinen Worten, blickte Damon ihn an, jedoch antwortete
der seltsame Mann nicht, sondern legte einen Finger auf seine Lippen, während
er mit einer lieblichen und sanften Stimme flüsterte: „Schlaf ein, mein herzallerliebster
Sohn.“ Das Letzte, was der von Hass getriebene Junge sah, war wie sich die Augen
seines Gegenübers in ein rubinrotes Leuchten verwandelten, dann wurde um ihn
herum alles schwarz…

Mit einem verdorbenen Geschmack im Mund wachte Damon auf. Es
schmeckte so verdorben, als habe er das Fleisch eines toten Tieres, welches
schon seit Wochen auf der Straße liegt, gegessen. Sein Körper fühlte sich
komisch an, als ob es nicht sein eigener wäre. Er hatte kein Gefühl in seinen
Fingern, Händen, Zehen oder Beinen. „Willkommen, mein Sohn!“, begrüßte ihn eine
bekannte Stimme. Es war die Stimme des fremden Mannes von vorhin gewesen… Er
lag auf einem schwarz-weiß gekacheltem Boden. „Was haben Sie mit mir
gemacht?!“, schrie der verängstigte Junge ihn nun an. Der Mann brach in
schallendes Gelächter aus. „Warum so ängstlich, mein Sohn? Findest du nicht, ich
habe dein düsteres Herz perfekt wiedergespiegelt?“ Er reichte ihm nun seine
Hand, damit er aufstehen konnte und führte ihn in einen kleinen Raum, in dem
ein Spiegel stand. Kaum hatte Damon sich selbst darin gesehen, weiteten sich
seine Augen. Seine Haut war nun leichenblass, nicht einer seiner Brandnarben
war mehr zu sehen. Seine Haut war einfach vollkommen tot, genau wie sein Herz.
Seine einst braunen Haare waren pechschwarz und seine wunderschönen,
smaragdgrünen Augen waren von einem seltsamen Rubinrot umgeben. „Du hast jetzt
meine Augenfarbe, mein Sohn,“ flüsterte der Mann ihm stolz in sein Ohr und
erwiderte mit einem freudigen Lächeln, die seine spitzen und zugleich scharfen
Reißzähne hervorzeigte, die leuchtende Augenfarbe seines Sohnes. „Ich habe dir
da jemanden mitgebracht“, wandte er sich nun wieder seinem liebsten Sohn zu.

Zunächst schaute ihn Damon verwirrt an, doch als er sich von
dem Spiegel abwandte, erkannte er jemanden wieder, den er so lange hasste und
durch den er 7 Jahre lang hatte leiden müssen: Sein tyrannischer Vater. Wie ein
Häufchen Elend saß er auf einen eisernen Stuhl, der am Rücken mit spitzen metallischen
Stacheln versehen war, halbnackt und mit Klebeband geknebelt. Er weinte
bitterlich, während er seinen einzigen Sohn immer näher auf ihn zu kommen sah.
Damon schien nicht zu verstehen, was er ihm mitzuteilen versuchte, durch die
gedämpften Rufe, doch es schien fast so, als winselte er buchstäblich um Gnade.
Sein Sohn grinste über das ganze Gesicht. Er ergötzte sich regelrecht über die
Tränen und verzweifelten Rufe und Schreie seines Vaters, als er ihm nun mit
einem kräftigen Ruck die Spitzen in seinen Rücken bohrte. Seltsam, dachte sich
Damon. Ich bin auf einmal so stark geworden. „Das liegt daran, dass ich dich
durch mein Blut zu meines Gleichen gemacht habe“, antwortete der Fremde von
hinten, als habe er seine Gedanken gelesen. Er stand einfach nur da und
beobachtete das Spektakel zwischen seinem „Sohn“ und dem halbnackten,
stinkenden Mann dort drüben. Sollte Damon recht sein.  Dieser Moment gehörte nur noch seinem Vater
und ihm. Gewaltsam riss er ihm nun das Klebeband ab. Die Schreie, die er von
sich gab, waren wie Musik in Damons Ohren. „Damon, mein Sohn! Bitte hab Erbarmen
mit mir! Es tut mir Leid, was ich dir und deiner Mutter angetan habe! Ich
schwöre auf Gott, ich werde es nicht nochmal tun!“, flehte er ihn nun an. Dieses
ganze Flehen nervte den Jungen mit dem kalten Herzen tierisch. Er wusste, dass 
das alles eine Lüge war und dass sein Vater ihn wieder schlagen und bestrafen
würde, wenn er jetzt Schwäche zeigen würde. Außerdem verspürte er keine Liebe
mehr zu ihm. Nie wieder würde er welche für ihn verspüren.

„Du hast mich immer wieder geschlagen, mich gelehrt für
meine Fehler bestraft zu werden und das werde ich dich nun auch lehren! Du
sollst denselben Schmerz verspüren, den auch ich seit meiner Geburt Tag ein, Tag
aus verspüren musste!“ Seine Stimme klang überraschend tief, als wäre sie von
einem Dämon besessen. Diese emotionslose, kalte Stimme gefiel Damon und er
setzte sich daran, seinem Vater die Gliedmaßen herauszureißen. Arme, Beine,
Hände, Finger, und der Kopf. Alles konnte er mit Leichtigkeit von ihm
abtrennen. Das warme Blut, das dabei auf sein Gesicht und auf den Boden spritzte,
versetzte ihn in Ekstase. Der schöne Geruch, der ihm zugleich in die Nase stieg,
brachte ihn in den Wahnsinn. Er fing unkontrolliert an zu lachen. Es war aber
kein krankhaftes Lachen, sondern vielmehr ein fröhliches Lachen. Er war überaus
froh darüber, diesen Mann, den er so sehr hasste, getötet zu haben! Selbst als
das Blut bereits vergossen und die Schreie verstummt waren, wühlte er mit einer
Hand in dem zuvor aufgeschlagenen Schädel seines Erzeugers herum und fischte
eine glitschige, rosa Masse heraus. Es war sein Gehirn. Angewidert von dem
Anblick dieser mit Blut überströmten Masse, warf er sie zur Seite und trank
genüsslich das restliche Blut aus dem Schädel seines Vaters.  

Der andere Mann, der zuvor all dies beobachtet hatte, ging
nun zu diesem wunderbaren Jungen hin und legte ihm eine Hand auf seine
Schulter. „Das hast du gemacht, Damon,“ lobte er ihn. Damon strahlte über das
ganze Gesicht, während er nun wieder mit einer fröhlichen, menschlichen Stimme
hinzufügte: „Nein, nennen Sie mich Dark Soul. Dieser Name passt doch viel
besser, finden Sie nicht?“ Der Mann lächelte: „Nun gut, wenn du meinst mein
Junge. Aber ich muss dich noch etwas fragen, Dark Soul“, begann er nun und Dark
Soul schaute ihn gespannt an. „Wärst du bereit von mir zu lernen? Ich könnte
dir Sachen und Welten zeigen, die ein Mensch nie zuvor gesehen hat.“ Ein
heftiges Nicken resultierte auf diese Frage. „Ja, Meister. Bringen Sie mir alles
bei! Ich will alles von Ihnen lernen!“

Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"